Sixtus von Tannberg: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Sixtus von Tannberg''' († [[14. Juli]] [[1495]] in Frankenthal) war von [[Bischof von Gurk]] und Fürstbischof von Freising.
 
'''Sixtus von Tannberg''' († [[14. Juli]] [[1495]] in Frankenthal) war von [[Bischof von Gurk]] und Fürstbischof von Freising.
 
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Sixtus von Tannberg war ein Sohn Johanns III. von Tannberg zu Aurolzmünster und dessen zweiter Ehefrau Ursula von Rohr, einer Schwester des Salzburger Erzbischofs [[Bernhard von Rohr|Bernhard]]. [[1456]] wurde er in das Freisinger Domkapitel berufen. Er studierte in Padua und wurde  Doktor beider Rechte. [[1458]] wurde er Propst in Isen in Oberbayern, [[1466]] Pfarrer von Laufen. Für eine Stelle als Domherr in Salzburg konnten keine Belege gefunden werden.
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Sixtus von Tannberg war ein Sohn Johanns III. von Tannberg zu Aurolzmünster und dessen zweiter Ehefrau Ursula von Rohr, einer Schwester des Salzburger Erzbischofs [[Bernhard von Rohr|Bernhard]]. [[1456]] wurde er in das Freisinger Domkapitel berufen. Er studierte in Padua und wurde  Doktor beider Rechte. [[1458]] wurde er Propst in Isen in Oberbayern, [[1466]] [[Pfarrer von Laufen|Pfarrer]] von [[Laufen an der Salzach|Laufen]]. Für eine Stelle als [[Domherr]] in Salzburg konnten keine Belege gefunden werden.
  
Nach dem Tod von Fürstbischof [[Ulrich Sonnenberger]] am 29. Dezember 1469 kam es zwischen dem Erzbistum Salzburg und Friedrich III. zu Meinungsverschiedenheiten über die Neubesetzung des Bischofsstuhls von Gurk. Erzbischof Bernhard von Rohr ernannte am [[23. April]] [[1470]] seinen Neffen Sixtus zum Bischof, der vom Papst am [[25. August]] [[1471]] auch die Bestätigung erhielt. Kaiser Friedrich III. favorisierte jedoch den Gurker Propst [[Lorenz von Freiberg]]. Unter Androhung der Exkommunikation wurden beide Kandidaten [[1473]] nach [[Augsburg]] geladen und der Streit wurde durch den Patriarchen von Aquileja, der päpstlicher Nuntius für Deutschland war, entschieden, und zwar zu Gunsten Sixtus’.
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Nach dem Tod von Bischof [[Ulrich Sonnenberger]] am 29. Dezember 1469 kam es zwischen dem Erzbistum Salzburg und Friedrich III. zu Meinungsverschiedenheiten über die Neubesetzung des Bischofsstuhls von Gurk. Erzbischof Bernhard von Rohr ernannte am [[23. April]] [[1470]] seinen Neffen Sixtus zum Bischof, der vom Papst am [[25. August]] [[1471]] auch die Bestätigung erhielt. Kaiser Friedrich III. favorisierte jedoch den Gurker Propst [[Lorenz von Freiberg]]. Unter Androhung der Exkommunikation wurden beide Kandidaten [[1473]] nach [[Augsburg]] geladen und der Streit wurde durch den Patriarchen von Aquileja, der päpstlicher Nuntius für Deutschland war, entschieden, und zwar zu Gunsten Sixtus’.
  
 
Anfang [[1473]] resignierte der Freisinger Fürstbischof Johann IV. Tulbeck von seinem Amt und ernannte mit Einverständnis des Domkapitels Sixtus zum Nachfolger. Der Streit um Gurk hatte sich somit erledigt. Anscheinend hat Sixtus während der ganzen Zeit das Bistum Gurk nie betreten.  
 
Anfang [[1473]] resignierte der Freisinger Fürstbischof Johann IV. Tulbeck von seinem Amt und ernannte mit Einverständnis des Domkapitels Sixtus zum Nachfolger. Der Streit um Gurk hatte sich somit erledigt. Anscheinend hat Sixtus während der ganzen Zeit das Bistum Gurk nie betreten.  
 
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Aktuelle Version vom 9. November 2020, 07:23 Uhr

Sixtus von Tannberg auf einem Gemälde im Fürstengang Freising

Sixtus von Tannberg († 14. Juli 1495 in Frankenthal) war von Bischof von Gurk und Fürstbischof von Freising.

Leben

Sixtus von Tannberg war ein Sohn Johanns III. von Tannberg zu Aurolzmünster und dessen zweiter Ehefrau Ursula von Rohr, einer Schwester des Salzburger Erzbischofs Bernhard. 1456 wurde er in das Freisinger Domkapitel berufen. Er studierte in Padua und wurde Doktor beider Rechte. 1458 wurde er Propst in Isen in Oberbayern, 1466 Pfarrer von Laufen. Für eine Stelle als Domherr in Salzburg konnten keine Belege gefunden werden.

Nach dem Tod von Bischof Ulrich Sonnenberger am 29. Dezember 1469 kam es zwischen dem Erzbistum Salzburg und Friedrich III. zu Meinungsverschiedenheiten über die Neubesetzung des Bischofsstuhls von Gurk. Erzbischof Bernhard von Rohr ernannte am 23. April 1470 seinen Neffen Sixtus zum Bischof, der vom Papst am 25. August 1471 auch die Bestätigung erhielt. Kaiser Friedrich III. favorisierte jedoch den Gurker Propst Lorenz von Freiberg. Unter Androhung der Exkommunikation wurden beide Kandidaten 1473 nach Augsburg geladen und der Streit wurde durch den Patriarchen von Aquileja, der päpstlicher Nuntius für Deutschland war, entschieden, und zwar zu Gunsten Sixtus’.

Anfang 1473 resignierte der Freisinger Fürstbischof Johann IV. Tulbeck von seinem Amt und ernannte mit Einverständnis des Domkapitels Sixtus zum Nachfolger. Der Streit um Gurk hatte sich somit erledigt. Anscheinend hat Sixtus während der ganzen Zeit das Bistum Gurk nie betreten.

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Sixtus von Tannberg, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Quelle


Zeitfolge