Karl Graf Welsperg-Raitenau: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Karl Joseph Anton Graf Welsperg von Primör und Raitenau''' (* [[1. März]] [[1779]] in [[Tirol]]; † [[12. Oktober]] [[1873]] in Purkersdorf, Niederösterreich) war von [[1816]] bis [[1831]] erster [[Landeshauptmann|Kreishauptmann]] des [[Salzachkreis]]es (heute [[Bundesland Salzburg]]).
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'''Karl Joseph Anton Graf Welsperg von Primör und Raitenau''' (* [[1. März]] [[1779]] in [[Tirol]]; † [[12. Oktober]] [[1873]] in Purkersdorf, [[Niederösterreich]]) war von [[1816]] bis [[1831]] erster [[Landeshauptmann|Kreishauptmann]] des [[Salzachkreis]]es (heute [[Bundesland Salzburg]]).
  
 
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Welsperg-Raitenau war ein Sohn des Philipp Grafen [[Welsperg]] von Primör und Raitenau'' und der ''Dominica von Thurn-Valsassina-Pleiburg'' und ein entfernter Nachfahre (eines Bruders) von [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
 
Welsperg-Raitenau war ein Sohn des Philipp Grafen [[Welsperg]] von Primör und Raitenau'' und der ''Dominica von Thurn-Valsassina-Pleiburg'' und ein entfernter Nachfahre (eines Bruders) von [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
  
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Nach der Ausbildung trat er in den Staatsdienst ein und wurde, als das [[Herzogtum Salzburg]] nach sechsjähriger Zugehörigkeit zu Bayern [[1816]] endgültig an das Kaisertum Österreich fiel, erster k.k. Kreishauptmann des nunmehr zu Österreich ob der Enns ([[Oberösterreich]]) gehörenden [[Salzachkreis]]es.
 
Nach der Ausbildung trat er in den Staatsdienst ein und wurde, als das [[Herzogtum Salzburg]] nach sechsjähriger Zugehörigkeit zu Bayern [[1816]] endgültig an das Kaisertum Österreich fiel, erster k.k. Kreishauptmann des nunmehr zu Österreich ob der Enns ([[Oberösterreich]]) gehörenden [[Salzachkreis]]es.
  
Am [[27. September]] [[1831]] ehrte ihn die Kreishauptstadt Salzburg ''"für seine Verdienste um die Neuorganisation des Magistrats und sämtlicher politischer Stellen des Kreises sowie für die "Linderung der Hungersnoth" zur Zeit der Theuerung vom Jahre [[1816]]/[[1817|17]] und des die Stadt Salzburg im Jahre [[1818]] betroffenen [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)|Brand-Unglückes]], die Verschönerung dieser Stadt und Gründung eines [[Taubstummen-Institutes]] daselbst und mehrerer wohltätiger Anstalten, den gedeihlichen Schutz über die hiesigen Stiftungen... die Emporbringung des [[Bad Gastein|Heilbades Gastein]] zum lebhaften Flore und endlich das große begonnene Werk der Austrocknung der Thäler von [[Gastein]] und [[Oberpinzgau]]´s"'' (Auszug aus aus dem Ernennungsakt) zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürger]] der Stadt Salzburg.
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Am [[27. September]] [[1831]] ehrte ihn die Kreishauptstadt Salzburg ''"für seine Verdienste um die Neuorganisation des Magistrats und sämtlicher politischer Stellen des Kreises sowie für die "Linderung der Hungersnoth" zur Zeit der Theuerung vom Jahre [[1816]]/[[1817|17]] und des die Stadt Salzburg im Jahre [[1818]] betroffenen [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)|Brand-Unglückes]], die Verschönerung dieser Stadt und Gründung eines [[Landeszentrum für Hör- und Sehbehinderte|Taubstummen-Institutes]] daselbst und mehrerer wohltätiger Anstalten, den gedeihlichen Schutz über die hiesigen Stiftungen... die Emporbringung des [[Bad Gastein|Heilbades Gastein]] zum lebhaften Flore und endlich das große begonnene Werk der Austrocknung der Thäler von [[Gastein]] und [[Oberpinzgau]]´s"'' (Auszug aus aus dem Ernennungsakt) zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürger]] der Stadt Salzburg.
  
 
[[1831]] wurde er zum k.k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Geheimen Rat]] ernannt und als Vizepräsident an das Gubernium Laibach (heute Ljubljana, [[Slowenien]]) versetzt.
 
[[1831]] wurde er zum k.k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Geheimen Rat]] ernannt und als Vizepräsident an das Gubernium Laibach (heute Ljubljana, [[Slowenien]]) versetzt.
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Nach seinem Übertritt in den Ruhestand lebte er lange Zeit in Fiume (heute Rijeka, [[Kroatien]]). Er starb im Alter von 94 Jahren in Purkersdorf bei Wien.
 
Nach seinem Übertritt in den Ruhestand lebte er lange Zeit in Fiume (heute Rijeka, [[Kroatien]]). Er starb im Alter von 94 Jahren in Purkersdorf bei Wien.
  
Aus seiner am [[19. Mai]] [[1807]] geschlossenen Ehe mit Henriette Freiin von Türkheim († [[4. März]] [[1840]]) gingen drei Söhne und drei Töchter hervor, wobei von den Söhnen nur der Erstgeborene, Graf Eugen (* [[1808]], † [[1867]]), mit einem männlichen Nachkommen die Linie fortführte. Sohn Richard (* [[1813]], † [[1878]]) schlug die Militärlaufbahn ein und verstarb als vieldekorierter Feldmarschall-Lieutenant. Die zweite Ehe mit Maria Anna Gräfin Thurn-Valsassina, verwitwete Gräfin Steinach (* [[27. Jänner]] [[1804]]), blieb kinderlos.
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Aus seiner am [[19. Mai]] [[1807]] geschlossenen Ehe mit Henriette Freiin von Türkheim († [[4. März]] [[1840]]) gingen drei Söhne und drei Töchter hervor, wobei von den Söhnen nur der Erstgeborene, Graf Eugen (* [[1808]]; † [[1867]]), mit einem männlichen Nachkommen die Linie fortführte. Sohn Richard (* [[1813]]; † [[1878]]) schlug die Militärlaufbahn ein und verstarb als vieldekorierter Feldmarschall-Lieutenant. Die zweite Ehe mit Maria Anna Gräfin Thurn-Valsassina, verwitwete Gräfin Steinach (* [[27. Jänner]] [[1804]]), blieb kinderlos.
  
 
== Siehe auch ==
 
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* [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]
 
* [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]
 
* [http://209.85.229.132/search?q=cache:d3Sh4D6PAQ0J:bidok.uibk.ac.at/library/schmitten-schwachsinnig.html+%22Taubstummen%22+Welsperg&hl=de&gl=at&strip=0 ''Inghwio aus der Schmitten'': Schwachsinnig in Salzburg. 1985.] (insbesondere mit Ausführungen - bei FN 69 bis 76 - zum Engagement Graf Welspergs für die Gründung einer Taubstummenanstalt)
 
* [http://209.85.229.132/search?q=cache:d3Sh4D6PAQ0J:bidok.uibk.ac.at/library/schmitten-schwachsinnig.html+%22Taubstummen%22+Welsperg&hl=de&gl=at&strip=0 ''Inghwio aus der Schmitten'': Schwachsinnig in Salzburg. 1985.] (insbesondere mit Ausführungen - bei FN 69 bis 76 - zum Engagement Graf Welspergs für die Gründung einer Taubstummenanstalt)
 
  
 
== Literatur und Quellen ==
 
== Literatur und Quellen ==
* [[Josef Gassner (Historiker)|Dr. Josef Gassner]]: ''Die Ehrenbürger der Landeshauptstadt Salzburg.'' Katalog zur 10. Sonderausstellung. Selbstverlag des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum|Salzburger Museums Carolino Augusteum]]. Salzburg 1954
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* [[Josef Gassner (Historiker)|Gassner; Josef]]: ''Die Ehrenbürger der Landeshauptstadt Salzburg.'' Katalog zur 10. Sonderausstellung. Selbstverlag des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum|Salzburger Museums Carolino Augusteum]]. Salzburg 1954
* Constant von Wurzbach: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich'', Vierundfünfzigster Teil. Wien 1886. S. 247 ff.
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* Wurzbach, Constant von: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich'', Vierundfünfzigster Teil. Wien 1886. S. 247 ff.
* Geschäftsprotokoll des provisorischen Magistrats von 1831, Akt 44. Archiv der Stadt Salzburg
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* Geschäftsprotokoll des provisorischen Magistrats von 1831, Akt 44. Stadtarchiv Salzburg
  
 
== Weblinks ==
 
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* [http://www.literature.at/webinterface/library/ALO-BOOK_V01?objid=11713&zoom=3&ocr=&page=255&gobtn=Go%21 Stammtafel (nach Wurzbach, aaO) auf austrian literature online]
 
* [http://www.literature.at/webinterface/library/ALO-BOOK_V01?objid=11713&zoom=3&ocr=&page=255&gobtn=Go%21 Stammtafel (nach Wurzbach, aaO) auf austrian literature online]
 
 
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Aktuelle Version vom 30. August 2019, 23:14 Uhr

Karl Graf Welsperg-Raitenau

Karl Joseph Anton Graf Welsperg von Primör und Raitenau (* 1. März 1779 in Tirol; † 12. Oktober 1873 in Purkersdorf, Niederösterreich) war von 1816 bis 1831 erster Kreishauptmann des Salzachkreises (heute Bundesland Salzburg).

Biographie

Welsperg-Raitenau war ein Sohn des Philipp Grafen Welsperg von Primör und Raitenau und der Dominica von Thurn-Valsassina-Pleiburg und ein entfernter Nachfahre (eines Bruders) von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.

Gemeinsam mit seinen jüngeren Brüdern Philipp und Heinrich kam er 1790 in die damals berühmte Stuttgarter Karlsschule, deren bekanntester Schüler einst Friedrich Schiller gewesen war.

Nach der Ausbildung trat er in den Staatsdienst ein und wurde, als das Herzogtum Salzburg nach sechsjähriger Zugehörigkeit zu Bayern 1816 endgültig an das Kaisertum Österreich fiel, erster k.k. Kreishauptmann des nunmehr zu Österreich ob der Enns (Oberösterreich) gehörenden Salzachkreises.

Am 27. September 1831 ehrte ihn die Kreishauptstadt Salzburg "für seine Verdienste um die Neuorganisation des Magistrats und sämtlicher politischer Stellen des Kreises sowie für die "Linderung der Hungersnoth" zur Zeit der Theuerung vom Jahre 1816/17 und des die Stadt Salzburg im Jahre 1818 betroffenen Brand-Unglückes, die Verschönerung dieser Stadt und Gründung eines Taubstummen-Institutes daselbst und mehrerer wohltätiger Anstalten, den gedeihlichen Schutz über die hiesigen Stiftungen... die Emporbringung des Heilbades Gastein zum lebhaften Flore und endlich das große begonnene Werk der Austrocknung der Thäler von Gastein und Oberpinzgau´s" (Auszug aus aus dem Ernennungsakt) zum Ehrenbürger der Stadt Salzburg.

1831 wurde er zum k.k. Geheimen Rat ernannt und als Vizepräsident an das Gubernium Laibach (heute Ljubljana, Slowenien) versetzt.

1836 erwarb Graf Welsperg die damalige Burgruine Mauterndorf, die er jedoch nach drei Jahren, ohne dem Verfall der Burg Einhalt geboten zu haben, wieder verkaufte.

Nach seinem Übertritt in den Ruhestand lebte er lange Zeit in Fiume (heute Rijeka, Kroatien). Er starb im Alter von 94 Jahren in Purkersdorf bei Wien.

Aus seiner am 19. Mai 1807 geschlossenen Ehe mit Henriette Freiin von Türkheim († 4. März 1840) gingen drei Söhne und drei Töchter hervor, wobei von den Söhnen nur der Erstgeborene, Graf Eugen (* 1808; † 1867), mit einem männlichen Nachkommen die Linie fortführte. Sohn Richard (* 1813; † 1878) schlug die Militärlaufbahn ein und verstarb als vieldekorierter Feldmarschall-Lieutenant. Die zweite Ehe mit Maria Anna Gräfin Thurn-Valsassina, verwitwete Gräfin Steinach (* 27. Jänner 1804), blieb kinderlos.

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Gassner; Josef: Die Ehrenbürger der Landeshauptstadt Salzburg. Katalog zur 10. Sonderausstellung. Selbstverlag des Salzburger Museums Carolino Augusteum. Salzburg 1954
  • Wurzbach, Constant von: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, Vierundfünfzigster Teil. Wien 1886. S. 247 ff.
  • Geschäftsprotokoll des provisorischen Magistrats von 1831, Akt 44. Stadtarchiv Salzburg

Weblinks

Kreishauptleute von Salzburg