Yponomeutidae: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:BE-MK-3541a.jpg|thumb|Raupen von ''[[Yponomeuta sedella]]'' im Gespinst auf ''[[Sedum telephium]]'': Salzburg, [[Flachgau]], [[Eugendorf]], 2003.08.25]]
[[File:BE-MK-3541a.jpg|thumb|Raupen von ''[[Yponomeuta sedella]]'' im Gespinst auf ''[[Hylotelephium telephium]]'': Salzburg, [[Flachgau]], [[Eugendorf]], 2003.08.25]]
[[File:BE-MK-6012a.jpg|thumb|Raupe von ''[[Yponomeuta cagnagella]]'': Salzburg, [[Flachgau]], [[Eugendorf]], Pebering, 2004.06.15]]
[[File:BE-MK-6012a.jpg|thumb|Raupe von ''[[Yponomeuta cagnagella]]'': Salzburg, [[Flachgau]], [[Eugendorf]], Pebering, 2004.06.15]]
[[File:BE-HdN-2644a.jpg|thumb|Frisch geschlüpfte Falter von ''[[Yponomeuta evonymella]]'' auf dem Raupengespinst: Salzburg, [[Flachgau]], [[Eugendorf]], Pebering, Autobahnbrücke, 2004.06.24]]
[[File:BE-HdN-2644a.jpg|thumb|Frisch geschlüpfte Falter von ''[[Yponomeuta evonymella]]'' auf dem Raupengespinst: Salzburg, [[Flachgau]], [[Eugendorf]], Pebering, Autobahnbrücke, 2004.06.24]]
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Bei Mairhuber (1965) finden sich keine weiteren Beiträge zu den Yponomeutidae Salzburgs, Feichtenberger (1968) zählt neben „Yponomeuta evonymellus“ erstmals auch Swammerdamia compunctella aus dem Stubachtal als neu für Salzburg auf.
Bei Mairhuber (1965) finden sich keine weiteren Beiträge zu den Yponomeutidae Salzburgs, Feichtenberger (1968) zählt neben „Yponomeuta evonymellus“ erstmals auch Swammerdamia compunctella aus dem Stubachtal als neu für Salzburg auf.


Huemer & Tarmann (1993) listen 15 Arten der Yponomeutidae für Salzburg auf, drei Arten davon mussten bei Kurz & Embacher (2008) aber aus der Liste wieder entfernt werden. Allerdings konnten drei neue Kessleria-Arten aufgenommen werden, sodass in dieser Arbeit ebenfalls 15 Arten behandelt werden. Die dabei wegen nicht überprüften Beleges ausgeschlossene Ocnerostoma piniariella (Meldung Mitterberger) wurde ein Jahr zuvor von Peter Huemer im Stubachtal gefunden, was den Autoren zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht bekannt war (Kurz & Embacher 2014, Embacher et al. 2011). Die nun 16 Arten werden dann auch bei Huemer (2013) aufgezählt und die erst 2013 erstmals in Salzburg nachgewiesene ''Yponomeuta irrorella'' (Embacher, Kurz & Nelwek 2014) macht das derzeitige Arteninventar komplett (Embacher et al. 2025)
Huemer & Tarmann (1993) listen 15 Arten der Yponomeutidae für Salzburg auf, drei Arten davon mussten bei Kurz & Embacher (2008) aber aus der Liste wieder entfernt werden. Allerdings konnten drei neue Kessleria-Arten aufgenommen werden, sodass in dieser Arbeit ebenfalls 15 Arten behandelt werden. Die dabei wegen nicht überprüften Beleges ausgeschlossene Ocnerostoma piniariella (Meldung Mitterberger) wurde ein Jahr zuvor von Peter Huemer im Stubachtal gefunden, was den Autoren zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht bekannt war (Kurz & Embacher 2014, Embacher et al. 2011). Die nun 16 Arten werden dann auch bei Huemer (2013) aufgezählt und die erst 2013 erstmals in Salzburg nachgewiesene ''Yponomeuta irrorella'' (Embacher, Kurz & Nelwek 2014) machte das Arteninventar vorerst komplett (Embacher et al. 2025). Doch kam in diesem Jahr mit ''[[Zelleria oleastrella]]'' dann doch noch ein weiterer überraschender Fund hinzu (Kurz et al. 2026).


==Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg==
==Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg==
Nach derzeitiger Auffassung des Umfanges der Familie Yponomeutidae kommen in Salzburg von den aus Europa bekannten 72 Arten (Lepiforum 2025) nur 17 Arten vor (Embacher et al. 2025). Wie bei den meisten Familien der sogenannten „Kleinschmetterlinge“ ist aber auch hier durchaus noch der eine oder andere Zugang zum Arteninventar zu erwarten. Manche Arten wurden andererseits aber seit mehr als 100 Jahren, zumindest gebietsweise, nicht mehr nachgewiesen, sodass auch bei dieser Gruppe, so wie bei den meisten sogenannten Kleinschmetterlingen, noch erheblicher Forschungsbedarf besteht.
Nach derzeitiger Auffassung des Umfanges der Familie Yponomeutidae kommen in Salzburg von den aus Europa bekannten 72 Arten (Lepiforum 2025) nur 18 Arten vor (Embacher et al. 2025, Kurz et al. 2026). Wie bei den meisten Familien der sogenannten „Kleinschmetterlinge“ ist aber auch hier durchaus noch der eine oder andere Zugang zum Arteninventar zu erwarten. Manche Arten wurden andererseits aber seit mehr als 100 Jahren, zumindest gebietsweise, nicht mehr nachgewiesen, sodass auch bei dieser Gruppe, so wie bei den meisten sogenannten Kleinschmetterlingen, noch erheblicher Forschungsbedarf besteht.


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|''[[Zelleria hepariella]]''
|''[[Zelleria hepariella]]''
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|''[[Zelleria oleastrella]]''
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|''[[Kessleria burmanni]]''
|''[[Kessleria burmanni]]''
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Kurz, M. A. & G. Embacher 2014. 2. Nachtrag zu "Die Schmetterlinge des Landes Salzburg" (Insecta: Lepidoptera). Beiträge zur Entomofaunistik 14: 101-106.
*Kurz, M. A. & G. Embacher 2014. 2. Nachtrag zu "Die Schmetterlinge des Landes Salzburg" (Insecta: Lepidoptera). Beiträge zur Entomofaunistik 14: 101-106.
*Kurz, M., G. Embacher, S. Flechtmann, P. Gros, G. Hufler, E. Moßhammer, H. Nelwek & T. Rupp 2026. Fauna und Flora von Salzburg: Lepidoptera. Bericht für die Jahre 2024 und 2025. Mitteilungen der Naturkundlichen Gesellschaft: 1-15.
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: Yponomeutidae. URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.11.01].
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: Yponomeutidae. URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.11.01].
*Mairhuber, F. 1965. Zur Mikrolepidopterenfauna des Bundeslandes Salzburg (1. Beitrag). Nachrichtenblatt der bayerischen Entomologen 14: 33-38.
*Mairhuber, F. 1965. Zur Mikrolepidopterenfauna des Bundeslandes Salzburg (1. Beitrag). Nachrichtenblatt der bayerischen Entomologen 14: 33-38.