Änderungen

K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 2: Zeile 2:     
==Diagnose==
 
==Diagnose==
''P. salicicolella'' ist habituell nicht immer sicher anzusprechen, ebensowenig die Minen an breitblättrigen Weiden. Auch eine Genitaluntersuchung erlaubt keine sichere Zuordnung. Typisch gezeichnete Exemplare besitzen eine etwas gewellte weiße Basallinie und stark nach außen gebogene, bzw. geknickte erste weiße Häkchen an Vorderrand- und Innenrand. Es gibt aber auch Exemplare mit einer feinen weißen, gewellten Basallinie, und die beiden ersten weißen Häkchen an Vorder- und Innenrand sind über einen weißen Fleck, bzw. eine Verlängerung des Innenrandsflecks nach außen zu einer stark gewinkelten Binde verbunden.
+
''P. salicicolella'' ist habituell nicht immer sicher anzusprechen, ebensowenig die Minen an breitblättrigen Weiden. Auch eine Genitaluntersuchung erlaubt keine sichere Zuordnung. Typisch gezeichnete Exemplare besitzen eine etwas gewellte weiße Basallinie und stark nach außen gebogene, bzw. geknickte erste weiße Häkchen an Vorderrand und Innenrand. Es gibt aber auch Exemplare mit einer feinen weißen, gewellten Basallinie, und die beiden ersten weißen Häkchen an Vorder- und Innenrand sind über einen weißen Fleck bzw. eine Verlängerung des Innenrandsflecks nach außen zu einer stark gewinkelten Binde verbunden.
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
   −
Das Vorkommen von ''P. salicicolella'' in Salzburg ist bisher nicht sicher belegt (Kurz&nbsp;&amp;&nbsp;Embacher 2019). Mairhuber (1965) meldete die Art erstmals für Salzburg, es gibt aber keinen Beleg. Auf dieser Meldung beruhend fand die Art auch Eingang in die Listen von Huemer & Tarmann (1993), Embacher et al. (2011) und Huemer (2013), wenn auch fraglicherweise. Weitere sehr fragliche Funde wurde von Kurz & Embacher (2019) und in der Folge von Embacher et al. (2024) publiziert. Diese beruhten auf einem stark abgeflogenene Weibchen aus Thalgau (Zone I, Alpenvorland und Flyschzone) vom 02.06.1987 und auf einem Minenfund an Salweide in der Stadt Salzburg (Zone Ia) vom 27.07.2016. Diese letzten Funde werden jetzt aber eher ''[[Phyllonorycter dubitella]]'' zugeordnet (siehe dort), sodass ''P. salicicolella'' bei Kurz (2026) aus der Liste der Schmetterlinge Salzburgs gestrichen wird. Ein Vorkommen der Art in Salzburg ist aber durchaus möglich.
+
Das Vorkommen von ''P. salicicolella'' in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] ist bisher nicht sicher belegt (Kurz&nbsp;&amp;&nbsp;Embacher 2019). [[Friedrich Mairhuber|Mairhuber]] (1965) meldete die Art erstmals für Salzburg, es gibt aber keinen Beleg. Auf dieser Meldung beruhend fand die Art auch Eingang in die Listen von Huemer & Tarmann (1993), Embacher et al. (2011) und Huemer (2013), wenn auch fraglicherweise. Weitere sehr fragliche Funde wurden von Kurz & Embacher (2019) und in der Folge von Embacher et al. (2024) publiziert. Diese beruhten auf einem stark abgeflogenen Weibchen aus [[Thalgau]] (Zone I, [[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]) vom [[2. Juni]] [[1987]] und auf einem Minenfund an Salweide in der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia) vom [[27. Juli]] [[2016]]. Diese letzten Funde werden jetzt aber eher ''[[Phyllonorycter dubitella]]'' zugeordnet (siehe dort), sodass ''P. salicicolella'' bei Kurz (2026) aus der Liste der Schmetterlinge Salzburgs gestrichen wird. Ein Vorkommen der Art in Salzburg ist aber durchaus möglich.
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
Neben dem fraglichen Fund für Salzburg gibt Huemer (2013) ''P. salicicolella'' in Österreich noch für [[Nordtirol|Nord]]- und [[Osttirol]], die [[Steiermark]], [[Oberösterreich|Ober]]- und [[Niederösterreich]] sowie [[Wien]] und das [[Burgenland]] an. In Oberösterreich gilt die Art als selten und ist nur aus dem [[Mühlviertel]] und dem [[Alpenvorland]] bekannt (Klimesch 1990). In [[Bayern]] fehlen Funde aus dem voralpinen Hügel- und Moorland (Alpenvorland) und dem [[Alpen]]gebiet, im ostbayrischen Grundgebirge sind solche nur vor dem Jahr 2000 nachgewiesen. In den beiden anderen Naturräumen ist die Art rezent vertreten (Haslberger&nbsp;&amp;&nbsp;Segerer 2016).
+
Neben dem fraglichen Fund für Salzburg gibt Huemer (2013) ''P. salicicolella'' in Österreich noch für [[Nordtirol|Nord]]- und [[Osttirol]], die [[Steiermark]], [[Oberösterreich|Ober-]] und [[Niederösterreich]] sowie [[Wien]] und das [[Burgenland]] an. In Oberösterreich gilt die Art als selten und ist nur aus dem Mühlviertel und dem Alpenvorland bekannt (Klimesch 1990). In [[Bayern]] fehlen Funde aus dem voralpinen Hügel- und Moorland (Alpenvorland) und dem [[Alpen]]gebiet, im ostbayrischen Grundgebirge sind solche nur vor dem Jahr 2000 nachgewiesen. In den beiden anderen Naturräumen ist die Art rezent vertreten (Haslberger&nbsp;&amp;&nbsp;Segerer 2016).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Zeile 29: Zeile 29:  
*Kurz, M. A. &amp; G. Embacher 2019. Die Lithocolletinae (Lepidoptera: Gracillariidae) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik 20: 93-104.
 
*Kurz, M. A. &amp; G. Embacher 2019. Die Lithocolletinae (Lepidoptera: Gracillariidae) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik 20: 93-104.
 
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: <i>Phyllonorycter salicicolella</i> (Sircom, 1848). URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.07.08].
 
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: <i>Phyllonorycter salicicolella</i> (Sircom, 1848). URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.07.08].
*Mairhuber, F. 1965. Zur Mikrolepidopterenfauna des Bundeslandes Salzburg (1. Beitrag). Nachrichtenblatt der bayerischen Entomologen 14: 33-38.
+
*[[Friedrich Mairhuber|Mairhuber, F.]] 1965. Zur Mikrolepidopterenfauna des Bundeslandes Salzburg (1. Beitrag). Nachrichtenblatt der bayerischen Entomologen 14: 33-38.
    
== Einzelnachweis ==
 
== Einzelnachweis ==