Volksschule Grödig: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| (12 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 14: | Zeile 14: | ||
| Telefon: ||(0 62 46) 7 22 63-10 | | Telefon: ||(0 62 46) 7 22 63-10 | ||
|- | |- | ||
| Direktorin: ||Dipl.-Päd. [[ | | Direktorin: ||Dipl.-Päd. [[Doris Stadler]], BEd | ||
|- | |- | ||
|} | |} | ||
Die '''Volksschule Grödig''' ist eine [[Salzburger Volksschulen|Grundschule]] in der [[Flachgau]]er | Die '''Volksschule Grödig''' ist eine [[Salzburger Volksschulen|Grundschule]] in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde [[Grödig]]. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Die Ursprünge der Volksschule Grödig gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Um 1700 begann die Mesner-Familie Kapeller mit der Unterrichtung von Kindern in ihrer Wohnung im Mesnerhaus, dem heutigen ''Heimathaus''. Schließlich wurde [[1790]] der Heuboden im ersten Stock um 200 [[Gulden|fl]] zum Schulzimmer umgebaut. Im Jahr [[1850]] wurde auf Kosten der Gemeinde das Obergeschoss des Schul- und Mesnerhauses gemauert und erhielt ein Stiegenhaus. | Die Ursprünge der Volksschule Grödig gehen auf das [[17. Jahrhundert]] zurück. Um 1700 begann die Mesner-Familie Kapeller mit der Unterrichtung von Kindern in ihrer Wohnung im Mesnerhaus, dem heutigen ''Heimathaus''. Schließlich wurde [[1790]] der Heuboden im ersten Stock um 200 [[Gulden|fl]] zum Schulzimmer umgebaut. Im Jahr [[1850]] wurde auf Kosten der Gemeinde das Obergeschoss des Schul- und Mesnerhauses gemauert und erhielt ein Stiegenhaus. | ||
Seit [[1869]] war der Schulbesuch verpflichtend. [[1879]] wurde die Schule zweiklassig. Im Laufe des Schuljahres wurde nordwestlich des Schulhauses ein Anbau errichtet, der im Erdgeschoss eine zweite Lehrerwohnung und im Obergeschoss einen Schulraum umfasste. [[1889]] wurde die Schule dreiklassig. [[1902]] kaufte die | Seit [[1869]] war der Schulbesuch verpflichtend. [[1879]] wurde die Schule zweiklassig. Im Laufe des Schuljahres wurde nordwestlich des Schulhauses ein Anbau errichtet, der im Erdgeschoss eine zweite Lehrerwohnung und im Obergeschoss einen Schulraum umfasste. [[1889]] wurde die Schule dreiklassig. [[1902]] kaufte die Marktgemeinde Grödig das Gebäude. [[1905]] wurde für eine vierte Klasse ein Nebengebäude, das ''neue Schulhaus'', errichtet. [[1907]] wurde die Schule fünfklassig. [[1909]] erweiterte man das neue Schulhaus um einen Anbau mit Klassenzimmer und Handarbeitsraum. [[1910]] gab es bereits sechs Klassen. | ||
Während des [[Erster Weltkrieg| | Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde in mehreren Baracken des [[Lager Niederalm|Barackenlagers Niederalm]] eine Schule für Flüchtlingskinder eingerichtet. Neun deutschsprachige Schüler kamen an die Volksschule. [[1921]] eröffnete die [[Volksschule Fürstenbrunn|Zweigschule]] in [[Fürstenbrunn]]. Im [[Zweiten Weltkrieg]] wurden im neuen Schulhaus Flüchtlinge untergebracht, von denen bei einem Bombentreffer am [[17. November]] [[1944]] 67 Menschen starben. Das ''neue Schulhaus'' wurde zerstört, die Ruine wurde am [[30. März]] [[1948]] abgetragen. | ||
Während der Renovierung des alten Schulhauses fand der Unterricht in den Gasthäusern Noppinger, Bräu, Rackl und Schnöll statt. Am [[4. Jänner]] [[1949]] wurde das neu renovierte Schulhaus mit acht Klassenräumen wieder bezogen. Die Baukosten betrugen | Während der Renovierung des alten Schulhauses fand der Unterricht in den Gasthäusern Noppinger, Bräu, Rackl und Schnöll statt. Am [[4. Jänner]] [[1949]] wurde das neu renovierte Schulhaus mit acht Klassenräumen wieder bezogen. Die Baukosten betrugen eine Million [[Schilling]].<ref>[[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963''. Hrsg. vom [[Landesschulrat für Salzburg]]. Salzburg 1965, S. 118.</ref> Noch 1949 wurde die Schule zehnklassig. [[1952]] wurde die Volksschule Grödig zur Lehrerausbildungsschule. | ||
[[1962]], endgültig 1968, wurde die Volksschuloberstufe abgeschafft. Die Schule wurde wieder achtklassig. [[1966]] kam ein Polytechnischer Lehrgang dazu, den [[Karl Goetz]] mit 20 Schülern übernahm. | [[1962]], endgültig 1968, wurde die Volksschuloberstufe abgeschafft. Die Schule wurde wieder achtklassig. [[1966]] kam ein Polytechnischer Lehrgang dazu, den [[Karl Goetz]] mit 20 Schülern übernahm. | ||
| Zeile 32: | Zeile 32: | ||
[[1971]] bis [[1972]] wurden zwei [[Hauptschule Grödig|Hauptschulklassen]] im Schulhaus untergebracht. In dieser Zeit gastierten zwei Volksschulklassen in der [[Volksschule Fürstenbrunn]]. [[1972]] übersiedelte der Polytechnische Lehrgang in das Hauptschulgebäude. | [[1971]] bis [[1972]] wurden zwei [[Hauptschule Grödig|Hauptschulklassen]] im Schulhaus untergebracht. In dieser Zeit gastierten zwei Volksschulklassen in der [[Volksschule Fürstenbrunn]]. [[1972]] übersiedelte der Polytechnische Lehrgang in das Hauptschulgebäude. | ||
[[1974]]? erhielt die neunklassige Schule eine Vorschulklasse. Von [[1982]] bis [[1990]] war die Schule zehnklassig. Da zusätzlich eine Vorschulklasse geführt wurde, war eine vierte Klasse im Hauptschulgebäude untergebracht. Im September [[1984]] übersiedelte die gesamte Schule in das neue Schulgebäude | [[1974]]? erhielt die neunklassige Schule eine Vorschulklasse. Von [[1982]] bis [[1990]] war die Schule zehnklassig. Da zusätzlich eine Vorschulklasse geführt wurde, war eine vierte Klasse im Hauptschulgebäude untergebracht. Im September [[1984]] übersiedelte die gesamte Schule in das neue Schulgebäude an der [[Otto-Glöckel-Straße (Grödig)|Otto-Glöckel-Straße]]. Das alte Schulgebäude wurde [[1990]] renoviert und bietet heute als Heimathaus zahlreichen Grödiger Vereinen eine Heimstätte. | ||
=== Schulleiter und Direktoren === | === Schulleiter und Direktoren === | ||
| Zeile 60: | Zeile 60: | ||
|- | |- | ||
| align="center"| 2010 || align="right"| 173 | | align="center"| 2010 || align="right"| 173 | ||
|- | |||
| align="center"| 2021 || align="right"| 221 | |||
|- | |- | ||
|} | |} | ||
| Zeile 70: | Zeile 72: | ||
* [[1838]]–1839: [[Paul Günther]] (Schulprovisor) | * [[1838]]–1839: [[Paul Günther]] (Schulprovisor) | ||
* [[1839]]–1853: [[Lorenz Klaus]] | * [[1839]]–1853: [[Lorenz Klaus]] | ||
* [[1853]]–1855: [[Michael Köck (Schulleiter)|Michael Köck]] | |||
* | * [[1856]]–1868: [[Wilhelm Mayrwieser]] | ||
* [[1868]]–1871: [[Ludwig Schaffler]] | |||
* | * [[1871]]–1884: OL [[Johann Schroll]] | ||
* [[1884]]-1895: [[Adolf Ecker]] | |||
* [[1895]]–1896: [[Alois Pölzl]] | |||
* [[1896]]–1918: OL [[Rudolf Fraßl]] | |||
* [[1919]]–1930: OL [[Leonhard Tusch]] | |||
* 1930–1938: [[Anton Rinnberger]] | * 1930–1938: [[Anton Rinnberger]] | ||
* <!--[[13. März]] -->[[1938]]–1938: [[Bernhard Acher]] | * <!--[[13. März]] -->[[1938]]–1938: [[Bernhard Acher]] | ||
| Zeile 80: | Zeile 86: | ||
* [[1945]]–1965: OSR Anton Rinnberger (erneut) | * [[1945]]–1965: OSR Anton Rinnberger (erneut) | ||
* [[1965]]–1979: OSR [[Hubert Becker]] | * [[1965]]–1979: OSR [[Hubert Becker]] | ||
* <!--[[1. September]]-->[[1979]]–2003: [[Ute Hofmann]] | * <!--[[1. September]]-->[[1979]]–2003: [[Ute Hofmann]] <!--geborene Radlegger?--> | ||
* [[2003]]–2015: OSR [[Josef Stempfl]] | * [[2003]]–2015: OSR [[Josef Stempfl]] | ||
* | * [[2015]]–2020: [[Sabine Hoheneder]] | ||
* seit [[1. September]] [[2020]]: [[Doris Stadler]] | |||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
| Zeile 88: | Zeile 95: | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
{{homepage|http://www.vs-groedig.salzburg.at}} | {{homepage|http://www.vs-groedig.salzburg.at}} | ||
* [[Anton Behacker|Behacker, Anton]] (Hrsg.): ''Materialien zur Geschichte der Volksschulen des Herzogtumes Salzburg''. Salzburg (Mayr) 1912, S. | * [[Anton Behacker|Behacker, Anton]] (Hrsg.): ''Materialien zur Geschichte der Volksschulen des Herzogtumes Salzburg''. Salzburg (Mayr) 1912, S. 71f. | ||
* [[Joseph Reitsamer|Reitsamer, Joseph]]: ''Grödig im Pulsschlag unserer Zeit'', in: ''Festschrift zur Markterhebung von Grödig''. Marktgemeinde Grödig 1968. | * [[Joseph Reitsamer|Reitsamer, Joseph]]: ''Grödig im Pulsschlag unserer Zeit'', in: ''Festschrift zur Markterhebung von Grödig''. Marktgemeinde Grödig 1968. | ||
* [[Franz Spechtler|Spechtler, Franz]]: ''Volksschule Grödig 1790–1990''. In: [[Walter Aumayr|Aumayr, Walter]], [[Josef Brettenthaler]] und [[Horst Haslauer]] (Red.): ''Grödig. Aus der Geschichte eines alten Siedlungsraumes am Untersberg''. Marktgemeinde Grödig (Eigenverlag) 1990. | * [[Franz Spechtler|Spechtler, Franz]]: ''Volksschule Grödig 1790–1990''. In: [[Walter Aumayr|Aumayr, Walter]], [[Josef Brettenthaler]] und [[Horst Haslauer]] (Red.): ''Grödig. Aus der Geschichte eines alten Siedlungsraumes am Untersberg''. Marktgemeinde Grödig (Eigenverlag) 1990. | ||
== | == Einzelnachweise == | ||
<references/> | <references/> | ||