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== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
Das Schaffner-Haus hat einen geschichtlichen Zusammenhang mit dem Haus [[Rudolfskai 32]]. Baulich handelt es sich jedoch um zwei Gebäude, die seit der letzten Besitztrennung auch zwei verschiedene Adressen besitzen.
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Das Schaffner-Haus hat einen geschichtlichen Zusammenhang mit dem Haus der heutigen Adresse [[Rudolfskai 32]]. Baulich handelt es sich jedoch um zwei Gebäude, die seit der letzten Besitztrennung auch zwei verschiedene Adressen besitzen. Im direkt an den Waagplatz grenzenden Gebäude befindet sich heute das [[K+K Restaurant am Waagplatz]], in dem ein historisches Gewölbe aus dem [[12. Jahrhundert]] als [[Freysauffkeller]] (Name eines früheren Hausbesitzers) genutzt wird.
 
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Im direkt an den Waagplatz grenzenden Gebäude befindet sich heute das [[K+K Restaurant am Waagplatz]], in dem ein historisches Gewölbe aus dem [[12. Jahrhundert]] als [[Freysauffkeller]] genutzt wird.
      
Der hintere Teil, der über einen kurzen Weg an der linken Gebäudeecke erreichbar ist, trägt heute die Adresse ''Waagplatz 1a'' und wird  seit [[1975]] als [[Georg-Trakl-Haus]] bezeichnet. Dieser Teil des Gebäudes ist das Geburtshaus des Dichters [[Georg Trakl]] (* [[1887]]; † [[1914]]). In diesem hinteren Gebäude und um dessen Hof herum befinden sich heute eine Gedenkstätte mit Museum für Georg Trakl sowie der Sitz der [[Salzburger Kulturvereinigung]].  
 
Der hintere Teil, der über einen kurzen Weg an der linken Gebäudeecke erreichbar ist, trägt heute die Adresse ''Waagplatz 1a'' und wird  seit [[1975]] als [[Georg-Trakl-Haus]] bezeichnet. Dieser Teil des Gebäudes ist das Geburtshaus des Dichters [[Georg Trakl]] (* [[1887]]; † [[1914]]). In diesem hinteren Gebäude und um dessen Hof herum befinden sich heute eine Gedenkstätte mit Museum für Georg Trakl sowie der Sitz der [[Salzburger Kulturvereinigung]].  
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Im sogenannten Trakl-Hof kann man die von Arno Breker geschaffene Büste des senegalesischen Politikers und Dichters [[Léopold Sédar Senghor]] (* [[1906]]; † [[2001]]) und einen [[Ziehbrunnen Innenhof Waagplatz 1a|Ziehbrunnen]] sehen. Die Bürgerhäuser um diesen Hof stammen im Kern aus dem [[Mittelalter]].
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Der Großteil der Bausubstanz beider Gebäudeteile stammt aus dem [[16. Jahrhundert]]. Die Fassade am vorderen Haus wurde um [[1860]] im Stil des [[Rokoko]] historisierend neu gestaltet.
 
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Der Großteil der Bausubstanz beider Gebäudeteile stammt aus dem [[16. Jahrhundert]]. Die Fassade am vorderen Haus wurde um [[1860]] im Stil des [[Rokoko]] historisierend neu gestaltet.
      
== Geschichte der Gebäudeteile ==
 
== Geschichte der Gebäudeteile ==
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[[1647]] besaß Egidius Berner den hinten errichteten Neubau, das ''Bernerstöckl''. Seine Frau Sophia war eine Tochter Baurnfeinds. Frau von [[Kimpflern]], geb. Baurfeind, vereinigte dann [[1676]] beide Häuser zu einem Besitz..
 
[[1647]] besaß Egidius Berner den hinten errichteten Neubau, das ''Bernerstöckl''. Seine Frau Sophia war eine Tochter Baurnfeinds. Frau von [[Kimpflern]], geb. Baurfeind, vereinigte dann [[1676]] beide Häuser zu einem Besitz..
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Mehrere Verwandte erhielten die Gebäude und es kam immer wieder zu Teilungen. <ref>Auch wird wiederkehrend eine Unterscheidung zwischen dem vorderen (Waagplatz 2) und dem hinteren (heute Waagplatz 1a) Gebäude erwähnt. Bei den Teilungen des Hauses in ein vorderes, hinteres, in Böden, in Viertel, 32stel, 74stel wurden auch die Fischbehälter, die Keller, das Torwartzimmer, das Wagen-, Speise- und Käsegewölbe, der Stall, die Teile des Dachbodens den jeweiligen Eigentümern zugeschrieben.</ref>
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Mehrere Verwandte erhielten die Gebäude und es kam immer wieder zu Teilungen. Auch wird wiederkehrend eine Unterscheidung zwischen dem vorderen (Waagplatz 2) und dem hinteren (heute Waagplatz 1a) Gebäude erwähnt. Bei den Teilungen des Hauses in ein vorderes, hinteres, in Böden, in Viertel, 32stel, 74stel wurden auch die Fischbehälter, die Keller, das Torwartzimmer, das Wagen-, Speise- und Käsegewölbe, der Stall, die Teile des Dachbodens den jeweiligen Eigentümern zugeschrieben.
    
Es folgte Johann Sebastian.<!-- das war die Besitzerreihenfolge nach Franz Valentin Zillner: ''dann [[1806]] Caspar von Freißauf (Fraißauf und Freisauf), 1808 ein Kaufmann Freyssauf, [[1813]] dessen Erbe und vier weitere Verwandte und [[1818]] der Kaufmann Schaffner, der dem Haus den Namen gab. [[1858]] gab es drei Besitzer und [[1874]] folgten [[Karl Roll]] und Harretsberger.'' Die nachstehende Besitzerreihenfolge nach den Artikeln der Handlungen und dortigen Quellen -->
 
Es folgte Johann Sebastian.<!-- das war die Besitzerreihenfolge nach Franz Valentin Zillner: ''dann [[1806]] Caspar von Freißauf (Fraißauf und Freisauf), 1808 ein Kaufmann Freyssauf, [[1813]] dessen Erbe und vier weitere Verwandte und [[1818]] der Kaufmann Schaffner, der dem Haus den Namen gab. [[1858]] gab es drei Besitzer und [[1874]] folgten [[Karl Roll]] und Harretsberger.'' Die nachstehende Besitzerreihenfolge nach den Artikeln der Handlungen und dortigen Quellen -->
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=== Schaffner-Haus ===
 
=== Schaffner-Haus ===
[[1803]]/[[1804]] war sie zusammen mit dem Haus an [[Franz Anton Schaffner]] verkauft worden, der die Handlung unter dem alten Namen weiterführte. Am [[1. Mai]] [[1815]] wurde sie aufgelöst und [[Franz Anton Schaffner]], der alleiniger Eigentümer von Haus und Handlung (Faktorei) blieb, führte das Geschäft nun unter seinem eigenen Namen als [[Franz Anton Schaffner'sche Handlung]] weiter. Er war mit Theresia, geb. [[Späth]] (die jüngere Schwester von [[Franz Xaver Späth]]) verheiratet, die von [[1837]] bis [[1841]] Haus und Handlung besaß und zusammen mit dem Prokuristen Alois Hauptmann bis zu ihrem Tod [[1870]] führte.  
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[[1803]]/[[1804]] war die Caspar Freysauf'sche Handlung zusammen mit dem Haus an [[Franz Anton Schaffner]] verkauft worden, der die Handlung unter dem alten Namen weiterführte. Am [[1. Mai]] [[1815]] wurde sie aufgelöst und [[Franz Anton Schaffner]], der alleiniger Eigentümer von Haus und Handlung (Faktorei) blieb, führte das Geschäft nun unter seinem eigenen Namen als [[Franz Anton Schaffner'sche Handlung]] weiter. Er war mit Theresia, geb. [[Späth]] (die jüngere Schwester von [[Franz Xaver Späth]]) verheiratet, die von [[1837]] bis [[1841]] Haus und Handlung besaß und zusammen mit dem Prokuristen Alois Hauptmann bis zu ihrem Tod [[1870]] führte.  
    
Im September desselben Jahres stand das Haus im Besitz von Theresia Schaffner die Jüngere.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700910&query=%22Schaffner%22&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 10. September 1870]</ref> Nach dem von Therese Schaffner die Ältere [[1870]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700516&query=%22Schaffner%22+%22Therese%22&ref=anno-search&seite=4 Salzburger Zeitung 16. Mai 1870]</ref> stand das Haus im September desselben Jahres im Besitz von Theresia Schaffner die Jüngere.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700910&query=%22Schaffner%22&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 10. September 1870]</ref>
 
Im September desselben Jahres stand das Haus im Besitz von Theresia Schaffner die Jüngere.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700910&query=%22Schaffner%22&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 10. September 1870]</ref> Nach dem von Therese Schaffner die Ältere [[1870]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700516&query=%22Schaffner%22+%22Therese%22&ref=anno-search&seite=4 Salzburger Zeitung 16. Mai 1870]</ref> stand das Haus im September desselben Jahres im Besitz von Theresia Schaffner die Jüngere.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700910&query=%22Schaffner%22&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 10. September 1870]</ref>
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[[1899]] ging der Besitz von Karl Roll durch Kauf auf [[Josef Wierer]] und [[Ernst Müller]], Buchdruckerei, über.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18990213&query=%22Schaffner%22&seite=4 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 13. Februar 1899]</ref>
 
[[1899]] ging der Besitz von Karl Roll durch Kauf auf [[Josef Wierer]] und [[Ernst Müller]], Buchdruckerei, über.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18990213&query=%22Schaffner%22&seite=4 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 13. Februar 1899]</ref>
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[[1907]] erwirbt Ernst Müller den Anteil von Josef Wierer. Der Sohn von Ernst Müller vereinigt später alle Liegenschaftsanteile inkl. Döllerergässchen 4 und vererbt sie an seine Kinder Leopoldine und Ernst (der jüngere).  
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[[1907]] erwarb Ernst Müller den Anteil von Josef Wierer. Der Sohn von Ernst Müller vereinigte später alle Liegenschaftsanteile inkl. Döllerergässchen 4 und vererbte sie an seine Kinder Leopoldine und Ernst (den Jüngeren).  
    
=== Besitzteilung 1968 ===
 
=== Besitzteilung 1968 ===
Leopoldine Müller verkaufte [[1968]] ihren Anteil (das vordere Gebäude am Waagplatz) an einen [[K+K Restaurant am Waagplatz|Gastronomiebetrieb]]. Ernst Müller (der jüngere) wurde zum Alleineigentümer des hinteren Gebäudes am Rudolfskai 32, diesem zugehörig der Vorgarten (zum Rudolfskai), die beiden Arkadentrakte und der Renaissancehof.  
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Leopoldine Müller verkaufte [[1968]] ihren Anteil (das vordere Gebäude am Waagplatz) an die [[Koller + Koller OHG]], die einen [[K+K Restaurant am Waagplatz|Gastronomiebetrieb]] darin einrichteten. Ernst Müller (der Jüngere) wurde zum Alleineigentümer des hinteren Gebäudes am Rudolfskai 32, diesem zugehörig der Vorgarten (zum Rudolfskai), die beiden Arkadentrakte und der Renaissancehof.  
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[[1977]] erwarb das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] das Ensemble und richtete - im Geburtshaus von [[Georg Trakl]] - die [[Trakl Forschungs- und Gedenkstätte]] ein und brachte auch die [[Galerie im Traklhaus]] und die [[Salzburger Kulturvereinigung]] unter.
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[[1977]] erwarb das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] das Ensemble und richtete im Geburtshaus von [[Georg Trakl]] die [[Trakl Forschungs- und Gedenkstätte]] ein und brachte auch die [[Galerie im Traklhaus]] und die [[Salzburger Kulturvereinigung]] darin unter.
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Kurz nach 1977 wird der Durchgang im Haus Waagplatz 2 vermauert und die alte Durchfahrt zum Innenhof im Haus Döllerergässchen 2 - in der sich seit etwa 1945 ein Lebensmittelgeschäft befunden hatte - wiedereröffnet und der Zugang "Waagplatz 1A" geschaffen.  
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Kurz nach 1977 wurde der Durchgang im Haus Waagplatz 2 vermauert und die alte Durchfahrt zum Innenhof im Haus Döllerergässchen 2 - in der sich seit etwa 1945 ein Lebensmittelgeschäft befunden hatte - wiedereröffnet und so der Zugang "Waagplatz 1A" geschaffen.  
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
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* [https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_144_0145-0218.pdf www.zobodat.at: Die „Lebenserinnerungen“ des Franz Xaver Späth von Isolde Schlager-Dattenböck, Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Seite 151/152]  
 
* [https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_144_0145-0218.pdf www.zobodat.at: Die „Lebenserinnerungen“ des Franz Xaver Späth von Isolde Schlager-Dattenböck, Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Seite 151/152]  
 
* Die Einleitung stammt vom Text "Waagplatz" und dortigen Quellen
 
* Die Einleitung stammt vom Text "Waagplatz" und dortigen Quellen
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== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
 
* Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=6&lat=47.79925&lon=13.04712&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg]
 
* Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=6&lat=47.79925&lon=13.04712&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg]