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Franz Joseph nahm erst bei der Thronbesteigung den Doppelnamen Franz Joseph I. an, sein ursprünglicher Name war Franz.  
 
Franz Joseph nahm erst bei der Thronbesteigung den Doppelnamen Franz Joseph I. an, sein ursprünglicher Name war Franz.  
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In jungen Jahren stand er stark unter dem Einfluss seiner Mutter und anderer Ratgeber. Er  hatte ein starkes Pflicht-, aber auch Sendungsbewusstsein. Am [[24. April]] [[1854]] heiratete er Prinzessin [[Kaiserin Elisabeth von Österreich|Elisabeth von Bayern]]. Der sehr schwierigen Ehe entstammten vier Kinder.  
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In jungen Jahren stand er stark unter dem Einfluss seiner Mutter und anderer Ratgeber. Er  hatte ein starkes Pflicht-, aber auch Sendungsbewusstsein. Am [[24. April]] [[1854]] heiratete er Prinzessin [[Kaiserin Elisabeth von Österreich|Elisabeth von Bayern]]. Der Ehe entstammten vier Kinder.  
    
Unter dem Einfluss seiner Frau stimmte er [[1867]] dem österreichisch-ungarischen Ausgleich mit Ungarn zu. Er begann als absoluter Monarch, respektierte später aber alle Verpflichtungen aus der Verfassung und regierte als konstitutioneller Herrscher. Durch politische Fehlentscheidungen vorsichtig geworden und durch persönliche Schicksalsschläge (Erschießung seines Bruders Maximilian als Kaiser von Mexiko in Mexiko 1867, Selbstmord seines Sohnes Rudolf 1889, Ermordung seiner Gattin in Genf 1898) schwer geprüft, konzentrierte er sich auf seine Aufgaben und zog sich zurück. Er wurde zum Symbol der österreichisch-ungarischen Monarchie schlechthin.  
 
Unter dem Einfluss seiner Frau stimmte er [[1867]] dem österreichisch-ungarischen Ausgleich mit Ungarn zu. Er begann als absoluter Monarch, respektierte später aber alle Verpflichtungen aus der Verfassung und regierte als konstitutioneller Herrscher. Durch politische Fehlentscheidungen vorsichtig geworden und durch persönliche Schicksalsschläge (Erschießung seines Bruders Maximilian als Kaiser von Mexiko in Mexiko 1867, Selbstmord seines Sohnes Rudolf 1889, Ermordung seiner Gattin in Genf 1898) schwer geprüft, konzentrierte er sich auf seine Aufgaben und zog sich zurück. Er wurde zum Symbol der österreichisch-ungarischen Monarchie schlechthin.  
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Nach dem Scheitern seiner Ehe ging er eine enge Beziehung mit der Schauspielerin [[Katharina Schratt]] ein.
 
Nach dem Scheitern seiner Ehe ging er eine enge Beziehung mit der Schauspielerin [[Katharina Schratt]] ein.
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In den letzten 20 Jahren seines Lebens war er die politische Integrationsfigur des Vielvölkerstaates und wurde von vielen Zeitgenossen als einzige Stütze seines Zusammenhalts gesehen. Im Alter starrsinnig geworden, widersetzte er sich allen Reformen, unterschrieb aber am [[28. Juli]] [[1914]] in [[Bad Ischl]] in der [[Kaiservilla]] die folgenschwere Kriegserklärung an Serbien, die in einer Kettenreaktion den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] auslösen sollte. Zwei Tage später kehrte er nach Wien zurück und sah Ischl nicht mehr wieder.
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In den letzten 20 Jahren seines Lebens war er die politische Integrationsfigur des Vielvölkerstaates und wurde von vielen Zeitgenossen als einzige Stütze seines Zusammenhalts gesehen. Im Alter starrsinnig geworden, widersetzte er sich allen Reformen, unterschrieb aber am [[28. Juli]] [[1914]] in [[Bad Ischl]] in der Kaiservilla die folgenschwere Kriegserklärung an Serbien, die in einer Kettenreaktion den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] auslösen sollte. Zwei Tage später kehrte er nach Wien zurück und sah Ischl nicht mehr wieder.
    
Er fühlte sich in erster Linie als Beamter und Soldat, war frommer Katholik, aber tolerant. Trotz der kulturellen Höhepunkte (Ringstraße), die in seine Epoche fallen, war er wenig kunstinteressiert.
 
Er fühlte sich in erster Linie als Beamter und Soldat, war frommer Katholik, aber tolerant. Trotz der kulturellen Höhepunkte (Ringstraße), die in seine Epoche fallen, war er wenig kunstinteressiert.