| Zeile 2: |
Zeile 2: |
| | [[Datei:Numen vel dissita jungit Schloss Hellbrunn.jpg|thumb| ''Numen vel dissita jungit'' [[Schloss Hellbrunn]]]] | | [[Datei:Numen vel dissita jungit Schloss Hellbrunn.jpg|thumb| ''Numen vel dissita jungit'' [[Schloss Hellbrunn]]]] |
| | [[Datei:Markus Sittikus von Hohenems Schloss Hellbrunn.jpg|thumb| Gemälde im [[Schloss Hellbrunn]]]] | | [[Datei:Markus Sittikus von Hohenems Schloss Hellbrunn.jpg|thumb| Gemälde im [[Schloss Hellbrunn]]]] |
| − | '''Markus Sittikus von Hohenems''' (* [[24. Juni]] [[1574]] Hohenems, [[Vorarlberg]], † [[9. Oktober]] [[1619]] [[Salzburg]]), war ein Salzburger [[Fürsterzbischof]]. | + | '''Markus Sittikus von Hohenems''' (* [[24. Juni]] [[1574]] Hohenems, [[Vorarlberg]]; † [[9. Oktober]] [[1619]] [[Salzburg]]), war ein Salzburger [[Fürsterzbischof]]. |
| | | | |
| | ==Leben== | | ==Leben== |
| Zeile 16: |
Zeile 16: |
| | Der zweite rein italienische Bau, den Markus Sittikus erbauen ließ, ist [[Hellbrunn|das Lustschloss und -garten von Hellbrunn]]. Fürsterzbischof Markus Sittikus kannte diese Art von ''villa suburbana'' (Villen außerhalb oder am Stadtrand liegend), wohin sich die noble römische Gesellschaft in den heißen Sommermonaten zurückzog, aus der Zeit, die er am Hofe seines Onkels, des Kardinals Markus Sittikus von Hohenems, verbracht hatte. Diese Villen hatten zumeist große Parkanlagen, die, im manieristischen Stil asymmetrisch zum Schloss angelegt, mit künstlich angelegten Wasserspielen für diese Freizeitgesellschaft unterhaltsam gemacht wurden. | | Der zweite rein italienische Bau, den Markus Sittikus erbauen ließ, ist [[Hellbrunn|das Lustschloss und -garten von Hellbrunn]]. Fürsterzbischof Markus Sittikus kannte diese Art von ''villa suburbana'' (Villen außerhalb oder am Stadtrand liegend), wohin sich die noble römische Gesellschaft in den heißen Sommermonaten zurückzog, aus der Zeit, die er am Hofe seines Onkels, des Kardinals Markus Sittikus von Hohenems, verbracht hatte. Diese Villen hatten zumeist große Parkanlagen, die, im manieristischen Stil asymmetrisch zum Schloss angelegt, mit künstlich angelegten Wasserspielen für diese Freizeitgesellschaft unterhaltsam gemacht wurden. |
| | | | |
| − | Im Schloss Hellbrunn ließ Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems durch den Servitenpriester und Maler [[Donato Arsenio Mascagni]] (* 1579, † 1636) einen Festsaal und eine Turmzimmer (Oktogon) nach dem in der Renaissance entwickelten Konzept der idealen Stadt mit Fresken ausgestalten, die Gesellschaftsszenen und Allegorien in Tiefen-Perspektive in den Arkaden rund um einen Stadtplatz zeigen. Über dem Zugangsportal angebracht ist ein Wappenemblem mit dem persönlichen Wahlspruch von Erzbischof Markus Sittikus: " Numen vel dissita jungit - Göttliche Macht verbindet sogar das Entgegengesetzte ". Zu sehen sind auch seine beiden Wappentiere, der Löwe und der Steinbock. | + | Im Schloss Hellbrunn ließ Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems durch den Servitenpriester und Maler [[Donato Arsenio Mascagni]] (* 1579; † 1636) einen Festsaal und eine Turmzimmer (Oktogon) nach dem in der Renaissance entwickelten Konzept der idealen Stadt mit Fresken ausgestalten, die Gesellschaftsszenen und Allegorien in Tiefen-Perspektive in den Arkaden rund um einen Stadtplatz zeigen. Über dem Zugangsportal angebracht ist ein Wappenemblem mit dem persönlichen Wahlspruch von Erzbischof Markus Sittikus: " Numen vel dissita jungit - Göttliche Macht verbindet sogar das Entgegengesetzte ". Zu sehen sind auch seine beiden Wappentiere, der Löwe und der Steinbock. |
| | | | |
| | An Stelle der aufgelassenen alten Domschule errichtete er [[1618]] im Garten des ehemaligen [[Petersfrauen]]<nowiki>klosters</nowiki> ein Gymnasium, dessen Leitung er den [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinern]] übertrug - der Vorläufer der [[Universität Salzburg]]. | | An Stelle der aufgelassenen alten Domschule errichtete er [[1618]] im Garten des ehemaligen [[Petersfrauen]]<nowiki>klosters</nowiki> ein Gymnasium, dessen Leitung er den [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinern]] übertrug - der Vorläufer der [[Universität Salzburg]]. |