| − | Das Vogelhaus, das zwischen dem [[Kleiner Bastionsgarten|Kleinen Bastionsgarten]], der Kleinen Gartenachse des [[Mirabellgarten]]s und dem [[Rosenhügel]] am nördlichen Ende einer historischen lodronschen Wehranlage steht, wurde vielleicht erst von Anton Danreiter um 1730 unter [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] errichtet. Die ältesten bekannten Ansichten nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, die nach 1710 unter Matthiaa Diesel entstand, zeigt allerdings bereits das Vogelhaus. Die Adler auf der Balustrade deuten ebenfalls auf Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf Thun]] als Bauherrn hin und legen die Anlage durch den Architekten [[Johann Fischer von Erlach]] nahe. Allerdings gibt es auch einen Entwurf zum Vogelhaus von [[Anton Danreiter]], der erst [[1695]] zur Welt kam.<ref>Quelle [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f464a3a98fa&location=browse Bild des Entwurfs] und [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f4685faffed&location=browse Seitenaufriss des Entwurfs</ref> Die Altersbestimmung der frühen Anlagenteilen des Mirabellgartens ist vielfach schwierig. Denkbar ist eine geänderte Gestaltung des Vogelhauses durch Danreiter an der Stelle oder in Abänderung eines früheren Vogelhaues, das den Titel "Neubau" erhielt. | + | Das Vogelhaus, das zwischen dem [[Kleiner Bastionsgarten|Kleinen Bastionsgarten]], der Kleinen Gartenachse des [[Mirabellgarten]]s und dem [[Rosenhügel]] am nördlichen Ende einer historischen lodronschen Wehranlage steht, wurde vielleicht erst von Anton Danreiter um 1730 unter [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] errichtet. Die ältesten bekannten Ansichten nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, die nach 1710 unter Matthiaa Diesel entstand, zeigt allerdings bereits das Vogelhaus. Die Adler auf der Balustrade deuten ebenfalls auf Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf Thun]] als Bauherrn hin und legen die Anlage durch den Architekten [[Johann Fischer von Erlach]] nahe. Allerdings gibt es auch einen Entwurf zum Vogelhaus von [[Anton Danreiter]], der erst [[1695]] zur Welt kam.<ref>Quelle [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f464a3a98fa&location=browse Bild des Entwurfs] und [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f4685faffed&location=browse Seitenaufriss des Entwurfs</ref> Die Altersbestimmung der frühen Anlagenteilen des Mirabellgartens ist vielfach schwierig. Denkbar ist eine vorgesehene oder auch eine später ausgeführte geänderte Gestaltung des Vogelhauses durch Danreiter an der Stelle oder in Abänderung eines früheren Vogelhaues, das den Titel "Neubau" erhielt. Sicher ist, dass ein geplanter Entwurf Danreiters für ein sehr großes Vogelhaus im Mirabellgarten nicht ausgeführt wurde. |
| − | In dem offenen, hohen Raum hielten die Fürsterzbischöfe exotische Vögel und Kleintiere. In der Folge blieb das Vogelhaus bis vor 1940 weiter der Schaustellung von Großvögeln und anderen Tieren. Ein 1926 erstelltes Inventar listet 170 [[Vögel]], sechs [[Schildkröte]]n und 17 Säugetiere, darunter [[Fuchs|Füchse]], Bisamratten, [[Marder]], [[Siebenschläfer]] und Rhesusaffen auf. Immer lautere Proteste von vielen Salzburger Bewohnern und auch von seiten des Hauses der Natur gegen die extrem tierschutzfeindliche Haltung von Großtieren in diesem Vogelhaus führten zur Schließung der verschiedenen Volieren. | + | In dem offenen, hohen Raum hielten die Fürsterzbischöfe exotische Vögel und Kleintiere. In der Folge blieb das Vogelhaus bis vor 1940 weiter der Schaustellung von Großvögeln und anderen Tieren. Ein 1926 erstelltes Inventar listet 170 [[Vögel]], sechs [[Schildkröte]]n und 17 Säugetiere, darunter [[Fuchs|Füchse]], Bisamratten, [[Marder]], [[Siebenschläfer]] und Rhesusaffen auf. Immer lautere Proteste von vielen Salzburger Bewohnern und auch von seiten des Hauses der Natur gegen die extrem tierschutzfeindliche Haltung von Großtieren in diesem Vogelhaus führten zur Schließung der verschiedenen Volieren im Vogelhaus. |