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| | | Höhenunterschied: || 1 369 m | | | Höhenunterschied: || 1 369 m |
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| − | Der '''Hollersbach''' ist ein Gebirgsbach, der das [[Hollersbachtal]] - ein Tal in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im [[Oberpinzgau]] – entwässert und der kurz vor dem Verlassen der Talenge mit Stauwehr unds Stausee auch der Energiegewinnung dient. | + | Der '''Hollersbach''' ist ein Gebirgsbach, der das [[Hollersbachtal]] - ein Tal in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im [[Oberpinzgau]] – entwässert und der kurz vor dem Verlassen der Talenge mit Stauwehr und Stausee auch der Energiegewinnung dient. Er nimmt von beiden Talseiten zahlreiche Nebenbäche auf und fließt in nördlicher, in den untersten 2 km aber in nordöstlicher Richtung. |
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| | ==Herleitung des Namens== | | ==Herleitung des Namens== |
| | [[Datei:Entstehung des Hollersbaches.jpg|thumb|Entstehung des Hollersbaches und sein Oberlauf im [[Hollersbachtal]]]] | | [[Datei:Entstehung des Hollersbaches.jpg|thumb|Entstehung des Hollersbaches und sein Oberlauf im [[Hollersbachtal]]]] |
| | [[Datei:Ofnerboden.jpg|thumb|Der Hollersbach in seinem Oberlauf beim Eintritt in den [[Ofner Boden]]]] | | [[Datei:Ofnerboden.jpg|thumb|Der Hollersbach in seinem Oberlauf beim Eintritt in den [[Ofner Boden]]]] |
| − | Der Name des Hollersbaches leitet sich wie die gleichnamige Ortsbezeichnung [[Hollersbach im Pinzgau]] von der "Hollerstaude", d.h. dem Roten Holunderstrauch ab. Der Schwarze Holler ist im Tal nur selten und nur gepflanzt anzutreffen, er Rote Holler dagegen auch am Bachufer nicht selten. | + | Der Name des Hollersbaches leitet sich wie die gleichnamige Ortsbezeichnung [[Hollersbach im Pinzgau]] von der roten "Hollerstaude", d.h. dem Roten Holunderstrauch ab. Der Schwarze Holler ist im Tal nur selten und nur gepflanzt anzutreffen, der Rote Holler dagegen auch am Bachufer nicht selten. |
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| | == Verlauf == | | == Verlauf == |
| − | Der Hollersbach entsteht durch den Zusammenfluss von [[Hüttenbach]] (auch Weißeneggbach genannt) und dem [[Seebach]] südlich der [[Ofneralm]] im Hollersbachtal auf über 1 550 [[m ü. A.]]. Der Zusammenfluss der beiden Gebirgsbäche befindet sich in der Kernzone des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] . Das Lanxdesinformationssystem [[SAGIS]] gibt jedoch - ebenso wie der franzisceische Kataster.- | + | Der Hollersbach entsteht - in der Kernzone des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] gelegen - durch den Zusammenfluss von [[Hüttenbach]] (auch Weißeneggbach genannt) und dem [[Seebach]] südlich der [[Ofneralm]] im Hollersbachtal auf über 1 550 [[m ü. A.]]. Das Lanxdesinformationssystem [[SAGIS]] gibt jedoch - ebenso wie der franzisceische Kataster - als Urspung des Hollersbaches den Ktratzenbergsee an. |
| − | Während der ersten zwei Drittel seines Verlaufes nimmt der Hollersbach zahlreiche von beiden Talseiten zufließenden Wildbäche auf. Während seines gesamten weiteren Verlaufes fließt der Hollersbach annähernd geradlinig von Süden nach Norden. Erst in den 2 km wendet er sich nach Nordosten.
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| − | Der Hollersbach durchfließt nach der Vereinigung von Seebach und Weißeneggbach anschließend die [[Ofneralm]] mit dem [[Ofner Boden]], mit naturschutzfachlich wertvollen anmoorigen und sumpfigen Teilen, die in ihrer Entstehung auf [[Felsstürze]] der [[Säullahnrinne]] und der östlich davon gelegenen [[Steigklamm]] zurückgeht. Der letzte große Felssturz aus der Säullahnrinne nördlich des Ofner Bodens geht auf das Jahr 1933 zurück. In der Folge dieses Felssturzes bildete sich der Ofnerbodensee. Dieser See verlandete in den Jahrzehnten danach immer mehr bis er nach dem Jahr 200 wieder vollständig verschwunden war. Von den oben genannten Felsrinnen lösen sich im Winter regelmäßig [[Lawine]]n. | + | Der Hollersbach durchfließt nach der Vereinigung von Seebach und Weißeneckbach anschließend die [[Ofneralm]] mit dem [[Ofner Boden]], mit naturschutzfachlich wertvollen anmoorigen und sumpfigen Teilen, die in ihrer Entstehung auf [[Felsstürze]] der [[Säullahnrinne]] und der östlich davon gelegenen [[Steigklamm]] zurückgeht. Der letzte große Felssturz aus der Säullahnrinne nördlich des Ofner Bodens geht auf das Jahr 1933 zurück. In der Folge dieses Felssturzes bildete sich der Ofnerbodensee. Dieser See verlandete in den Jahrzehnten danach immer mehr bis er nach dem Jahr 200 wieder vollständig verschwunden war. Von den oben genannten Felsrinnen lösen sich im Winter regelmäßig [[Lawine]]n. |
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| | In seinem weiteren Verlauf begrenzt der Hollersbach rechtsufrig die [[Roßgrubalm]] und die kleine [[Bramlalm]], die vom neuen Eigentümer. dem Schubichlbauern nach 1990 in "Schuhbichlalm" umbenannt wurde, und so auch in neueren Karten verwendet wird. (Nachdem im Hollersbachtal aber seit fürsterzbischöflicher Zeit bereits eine Schubichlalm besteht, gibt es nunmehr zwei solche Almen, und damit einige Verwirrung). Es folgen linksufrig die große [[Scharrer Grundalm]], wo westlich ein Wildbach (Gamskarlbach) über einen bemerkenswerten Wasserfall in den Hollersbach mündet. Neben der Scharrer Grundalm befindet sich in Richtung Talausgang die alte (Äußere) [[Schuhbichleralm]], die derzeit im Wesentlichen der Ziegenhaltung dient. Gegenüber liegt rechtsufrig im Raum der [[Sauersteinalm]] der ehemalige Gasthof [["Edelweiß"]], talauswärts gefolgt von der großen [[Ottacher Grundalm]] und der [[Senningeralm]] bzw. der "Senningerbräualm", welche aber seit vielen Jahrzehnten nicht mehr als Almwirtschaft geführt wird, sondern als reiner Ausflugsgasthof. Es folgen linksufrig die kleine [[Dorferwirtsalm]], rechtsufrig die [[Wirtsalm (Hollersbachtal|Wirtsalm]] und weiter talauswärts linksufrig die [[Leitneralm]] (früher auch Leitenalm). | | In seinem weiteren Verlauf begrenzt der Hollersbach rechtsufrig die [[Roßgrubalm]] und die kleine [[Bramlalm]], die vom neuen Eigentümer. dem Schubichlbauern nach 1990 in "Schuhbichlalm" umbenannt wurde, und so auch in neueren Karten verwendet wird. (Nachdem im Hollersbachtal aber seit fürsterzbischöflicher Zeit bereits eine Schubichlalm besteht, gibt es nunmehr zwei solche Almen, und damit einige Verwirrung). Es folgen linksufrig die große [[Scharrer Grundalm]], wo westlich ein Wildbach (Gamskarlbach) über einen bemerkenswerten Wasserfall in den Hollersbach mündet. Neben der Scharrer Grundalm befindet sich in Richtung Talausgang die alte (Äußere) [[Schuhbichleralm]], die derzeit im Wesentlichen der Ziegenhaltung dient. Gegenüber liegt rechtsufrig im Raum der [[Sauersteinalm]] der ehemalige Gasthof [["Edelweiß"]], talauswärts gefolgt von der großen [[Ottacher Grundalm]] und der [[Senningeralm]] bzw. der "Senningerbräualm", welche aber seit vielen Jahrzehnten nicht mehr als Almwirtschaft geführt wird, sondern als reiner Ausflugsgasthof. Es folgen linksufrig die kleine [[Dorferwirtsalm]], rechtsufrig die [[Wirtsalm (Hollersbachtal|Wirtsalm]] und weiter talauswärts linksufrig die [[Leitneralm]] (früher auch Leitenalm). |
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| | Anschließend durchfließt der Hollersbach ein lang gestrecktes Waldstück, bis er in dem Hollersbacher Ortsteil [[Reitlehen (Hollersbach)|Reitlehen]] in das [[Salzachtal]] eintritt. Dort befindet sich auch das [[Kraftwerk Hollersbach]] mit einem [[1949]] erbauten größeren Speichersee. | | Anschließend durchfließt der Hollersbach ein lang gestrecktes Waldstück, bis er in dem Hollersbacher Ortsteil [[Reitlehen (Hollersbach)|Reitlehen]] in das [[Salzachtal]] eintritt. Dort befindet sich auch das [[Kraftwerk Hollersbach]] mit einem [[1949]] erbauten größeren Speichersee. |
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| | Der Hollersbach fließt in der Folge recht hart verbaut und fast geradlinig durch den Ort [[Hollersbach im Pinzgau]]. Er wird von der B 165, der [[Gerlos Alpenstraße]] überbrückt und mündet am östlichen Ortsrand von Hollersbach etwa 798 m ü. A. in die [[Salzach]]. | | Der Hollersbach fließt in der Folge recht hart verbaut und fast geradlinig durch den Ort [[Hollersbach im Pinzgau]]. Er wird von der B 165, der [[Gerlos Alpenstraße]] überbrückt und mündet am östlichen Ortsrand von Hollersbach etwa 798 m ü. A. in die [[Salzach]]. |
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