| | Dominikus hat bei aller anstrengenden Arbeit für das Land, sein Kloster und die [[Universität Salzburg|Universität]], die alte musikalische Tradition des Hauses hochgehalten. Mehr für die Musik als für das Theater interessiert, hat er in Italien und Wien stets Opern, nie aber Schauspiele besucht. Im Kloster selbst wurde Musik sehr geschätzt, bei Festtafeln gab es Tafelmusik im Speisesaal, für einen guten Musikchor sorgten eigene Patres. Aber nicht nur der Musik galt seine Aufmerksamkeit, auch anderen Künsten. Seiner Familie, den Cousins [[Wolfgang Hagenauer]], [[Johann Baptist Hagenauer]] und [[Johann Georg Hagenauer]] ließ der Abt immer wieder Aufträge zukommen: Wolfgang errichtete zum Beispiel die Sommerresidenz des Abtes in [[Aigen]] und renovierte den Aiglhof im Stile des Salzburger Frühklassizismus, Johann Baptist fertigte Skulpturen für, sowie auch Büsten und Stiche von Dominikus an. Maria Rosa Barducci - Hagenauer (Johann Baptists Ehefrau) malte Gemälde für den Abt. Schließlich holte Dominikus auch Johann Georg von Hagenauer, nachdem sein ehemaliger Protektor und Freund der Passauer Fürstbischof Auersperg gestorben war, nach Salzburg zurück. Dort arbeitete er als Nachfolger seines Bruders Wolfgang als Baudirektor des inzwischen kurfürstlichen Kameralbauamtes für Abt Dominikus. | | Dominikus hat bei aller anstrengenden Arbeit für das Land, sein Kloster und die [[Universität Salzburg|Universität]], die alte musikalische Tradition des Hauses hochgehalten. Mehr für die Musik als für das Theater interessiert, hat er in Italien und Wien stets Opern, nie aber Schauspiele besucht. Im Kloster selbst wurde Musik sehr geschätzt, bei Festtafeln gab es Tafelmusik im Speisesaal, für einen guten Musikchor sorgten eigene Patres. Aber nicht nur der Musik galt seine Aufmerksamkeit, auch anderen Künsten. Seiner Familie, den Cousins [[Wolfgang Hagenauer]], [[Johann Baptist Hagenauer]] und [[Johann Georg Hagenauer]] ließ der Abt immer wieder Aufträge zukommen: Wolfgang errichtete zum Beispiel die Sommerresidenz des Abtes in [[Aigen]] und renovierte den Aiglhof im Stile des Salzburger Frühklassizismus, Johann Baptist fertigte Skulpturen für, sowie auch Büsten und Stiche von Dominikus an. Maria Rosa Barducci - Hagenauer (Johann Baptists Ehefrau) malte Gemälde für den Abt. Schließlich holte Dominikus auch Johann Georg von Hagenauer, nachdem sein ehemaliger Protektor und Freund der Passauer Fürstbischof Auersperg gestorben war, nach Salzburg zurück. Dort arbeitete er als Nachfolger seines Bruders Wolfgang als Baudirektor des inzwischen kurfürstlichen Kameralbauamtes für Abt Dominikus. |
| − | Hagenauer ließ den von [[Albert III. Keuslin]] erbaute Ensemble [[Petersbrunnhof|Petersbrunn]] wieder abreißen und an seiner Stelle ein Holzmagazin errichten. Auch ließ er im Stift die [[Katharinenkapelle]] umgestalten. Er sorgte für eine gute Ausbildung seiner Professoren an der Universität, die er nach Paris, Wien und Florenz, bzw. Rom zwecks Weiterbildung gesandt hatte. Neben der enormen Erweiterung der Münzsammlung des Klosters, gilt er auch als Begründer der Mineraliensammlung. Ferner brachte Dominikus über 9000 Bücher mit, was sein enormes Interesse an Literatur belegt. Die Klosterbibliothek ließ er erweitern und umbauen, sowie inventarisieren. | + | Hagenauer ließ den von [[Albert III. Keuslin]] erbaute Ensemble [[Petersbrunnhof|Petersbrunn]] wieder abreißen und an seiner Stelle ein Holzmagazin errichten. Auch ließ er im Stift die [[Katharinenkapelle]] umgestalten. Er sorgte für eine gute Ausbildung seiner Professoren an der Universität, die er nach Paris, Wien und Florenz, bzw. Rom zwecks Weiterbildung gesandt hatte. Neben der enormen Erweiterung der Münzsammlung des Klosters, gilt er auch als Begründer der Mineraliensammlung. 1790 ließ sich Abt Dominikus von Hagenauer in der Prälatur einen Bibliotheksraum für seine eigene, 935 Volumina umfassende Bibliothek einrichten. Dies zeigt uns sein enormes Interesse an Bildung und Literatur. Die Klosterbibliothek ließ er erweitern und umbauen, sowie inventarisieren. |
| | Dominikus Hagenauer wird ob seiner diplomatischen Fähigkeiten zu den "Geburtshelfern" des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]] gezählt. Während der Wirren der napoleonischen Kriege musste er um den Fortbestand des Klosters bangen, [[1810]] mit der Angliederung an Bayern wurde das Kloster formell beschlagnahmt. Als Dominikus am [[4. Juni]] [[1811]] starb durfte kein neuer Abt gewählt werden. | | Dominikus Hagenauer wird ob seiner diplomatischen Fähigkeiten zu den "Geburtshelfern" des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]] gezählt. Während der Wirren der napoleonischen Kriege musste er um den Fortbestand des Klosters bangen, [[1810]] mit der Angliederung an Bayern wurde das Kloster formell beschlagnahmt. Als Dominikus am [[4. Juni]] [[1811]] starb durfte kein neuer Abt gewählt werden. |