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=== Kino in Salzburg ===
 
=== Kino in Salzburg ===
Am [[14. Dezember]] [[1907]] eröffnete Girstenbrey im großen Saal des [[Hotel Pitter|Hotels Pitter]] ein "''vornehmsten Stile gehaltenes ständiges Kinematograph-Theater''". Und weiter schreibt das 'Salzburger Volksblatt' in seiner Ausgabe vom 16. Oktober 1907: "''Dieses Unternehmen wird unsere, mit vornehmen Vergnügungs-Etablissements ohnehin nicht zu reich bedachte Stadt um eine neue Stätte modernen Vergnügens bereichern...''". Girstenbrey wechselte jede Woche zweimal das Programm. <ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19071016&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 16. Oktober 1907, Seite 4</ref> Es hieß ''Elektra Kinematograph-Theater''<ref name="1907Dez">Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19071212&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=12 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 12. Dezember 1907, Seite 12</ref> Es dürfte dies das erste ständig in Betrieb gewesene Kino Salzburgs gewesen sein, da im späteren [[Mozartkino]] zwar schon [[1905]] Filme gezeigt wurden, jedoch von immer wechselnden Personen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19361224&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=14 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 24. Dezember 1936, Seite 14, bestätigt diese Annahme]</ref>
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Am [[14. Dezember]] [[1907]] eröffnete Girstenbrey im großen Saal des [[Hotel Pitter|Hotels Pitter]] ein "''vornehmsten Stile gehaltenes ständiges Kinematograph-Theater''". Und weiter schreibt das 'Salzburger Volksblatt' in seiner Ausgabe vom 16. Oktober 1907: "''Dieses Unternehmen wird unsere, mit vornehmen Vergnügungs-Etablissements ohnehin nicht zu reich bedachte Stadt um eine neue Stätte modernen Vergnügens bereichern...''". Girstenbrey wechselte jede Woche zweimal das Programm. <ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19071016&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 16. Oktober 1907, Seite 4</ref> Es hieß ''Elektra Kinematograph-Theater''<ref name="1907Dez">Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19071212&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=12 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 12. Dezember 1907, Seite 12</ref> Es dürfte dies das erste ständig in Betrieb gewesene Kino Salzburgs gewesen sein, da im späteren [[Mozartkino]] zwar schon [[1905]] Filme gezeigt wurden, jedoch von immer wechselnden Personen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19361224&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=14 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 24. Dezember 1936, Seite 14, bestätigt diese Annahme</ref>
    
Das Programm vom Eröffnungstag, dem 14. Dezember, bis Dienstag, 17. Dezember 1907:<ref name="1907Dez"></ref>
 
Das Programm vom Eröffnungstag, dem 14. Dezember, bis Dienstag, 17. Dezember 1907:<ref name="1907Dez"></ref>
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[[1919]] suchte er bei der [[Hallein]]er [[Stadtgemeinde Hallein|Gemeinde]] um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch [[Gustav Welfert]] ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der  Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19191108&seite=3&zoom=33&query=%22Salzburger%2BVolksb%C3%BChne%22&ref=anno-search ANNO], Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3</ref> Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 [[Krone]]n an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurück verwiesen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19191105&query=%22Salzburger+Volksb%C3%BChne%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7</ref>
 
[[1919]] suchte er bei der [[Hallein]]er [[Stadtgemeinde Hallein|Gemeinde]] um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch [[Gustav Welfert]] ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der  Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19191108&seite=3&zoom=33&query=%22Salzburger%2BVolksb%C3%BChne%22&ref=anno-search ANNO], Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3</ref> Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 [[Krone]]n an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurück verwiesen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19191105&query=%22Salzburger+Volksb%C3%BChne%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7</ref>
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In der Gemeinderatssitzung am [[16. November]] 1919 wurde dann aber doch einstimmig beschlossen, Girstenbrey die Bewilligung zur Errichtung eines (zweiten) Kinos in Hallein zu erteilen. Der Gemeinderat war zur Ansicht gekommen, dass es nur vorteilhaft sein kann, wenn ein zweites Kino eingerichtet werde.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19191119&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=2 Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 19. November 1919, Seite 2</ref>
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In der Gemeinderatssitzung am [[16. November]] 1919 wurde dann aber doch einstimmig beschlossen, Girstenbrey die Bewilligung zur Errichtung eines (zweiten) Kinos in Hallein zu erteilen. Der Gemeinderat war zur Ansicht gekommen, dass es nur vorteilhaft sein kann, wenn ein zweites Kino eingerichtet werde.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19191119&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 19. November 1919, Seite 2</ref>
    
=== Salzburger Projektions-Reklame-Institut ===
 
=== Salzburger Projektions-Reklame-Institut ===
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== Girstenbrey und Itzling ==
 
== Girstenbrey und Itzling ==
== Elisenhof ==
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=== Elisenhof und Brunnengasse ===
 
: ''Hauptartikel: [[Elisenhof]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Elisenhof]]''
 
1908 verkaufte Bernard seinen Hausanteil des Hauses [[Alter Markt]] 10 an den Waffenhändler Krieger. Am [[1. August]] [[1911]] genehmigte die [[Bürgermeister der Gemeinde Gnigl|Gemeindevorstehung]] von [[Gemeinde Gnigl-Itzling|Gnigl]] die Erbauung einer geplanten Wohnhausanlage, des nach seiner Frau benannten "Elisenhofes" auf der Parzelle Nr. 296/13 der Katastralgemeinde Itzling (neben dem Wohnhaus der Familie Girstenbrey, Brunnengasse 1). Die Bauleitung übernahm der Architekt und Stadtbaumeister [[Jakob Ceconi]].  
 
1908 verkaufte Bernard seinen Hausanteil des Hauses [[Alter Markt]] 10 an den Waffenhändler Krieger. Am [[1. August]] [[1911]] genehmigte die [[Bürgermeister der Gemeinde Gnigl|Gemeindevorstehung]] von [[Gemeinde Gnigl-Itzling|Gnigl]] die Erbauung einer geplanten Wohnhausanlage, des nach seiner Frau benannten "Elisenhofes" auf der Parzelle Nr. 296/13 der Katastralgemeinde Itzling (neben dem Wohnhaus der Familie Girstenbrey, Brunnengasse 1). Die Bauleitung übernahm der Architekt und Stadtbaumeister [[Jakob Ceconi]].  
    
==Quellen==
 
==Quellen==
* ''Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918'', [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], [[Wolfram Morath]] (Herausgeber), 2000, ISBN 3-901014-68-3
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* ''[[Kronland Salzburg. Historische Fotografien von 1850 bis 1918]]'', [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], [[Wolfram Morath]] (Herausgeber), 2000, ISBN 3-901014-68-3
 
* Hans Frank, "''Die Photographen in Ischl 1840 bis 1920''", in: ''Festschrift. Photomuseum des Landes Oberösterreich. Photogeschichtliche...''
 
* Hans Frank, "''Die Photographen in Ischl 1840 bis 1920''", in: ''Festschrift. Photomuseum des Landes Oberösterreich. Photogeschichtliche...''
 
* ''Biobiliografie zur Fotografie in Österreich'', Timm Starl, Albertina Museum
 
* ''Biobiliografie zur Fotografie in Österreich'', Timm Starl, Albertina Museum