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| | [[Datei:Aicher Margarethe.jpg|thumb|Margarethe Aicher (zweite Person von rechts)]] | | [[Datei:Aicher Margarethe.jpg|thumb|Margarethe Aicher (zweite Person von rechts)]] |
| − | [[Professor|Prof.]] '''Margarethe „Gretl“ Aicher''' (* [[9. Juli|9.]] oder [[19. Juli]]<ref>die Quellen geben hier unterschiedliche Daten an</ref> [[1928]] in Salzburg, † [[14. März]] [[2012]] ebenda) war Leiterin des [[Salzburger Marionettentheater]]s. | + | [[Professor|Prof.]] '''Margarethe „Gretl“ Aicher''' (* [19. Juli]] [[1928]] in Salzburg, † [[14. März]] [[2012]] ebenda) war Leiterin des [[Salzburger Marionettentheater]]s. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Gretl Aicher war die Enkelin des Gründers dieses Theaters, [[Anton Aicher]]. Aicher hatte im Alter von 16 Jahren mit dem Puppenspiel begonnen, das 1913 gegründete Theater im Jahr 1977 übernommen und es bis zu ihrem Tod auch geleitet. | + | Gretl Aicher war die Enkelin des Gründers dieses Theaters, [[Anton Aicher]]. Als Kind besuchte sie die [[Privatgymnasium St. Ursula|Ursulinen]], schloss mit Mittlerer Reife ab und erlernte 1944/1945 an der Staatlichen Meisterschule Schnitzen, Malen und Bühnenbild. |
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| − | "''Wenn bei einer Vorstellung ein Faden riss und der Kopf einer Puppe plötzlich leblos an der Seite hing, dann sagte Gretl immer, wir sollten weitermachen, als wäre nichts passiert''", erinnerte sich Michaela Obermayr, die seit 18 Jahren neben Gretl Aicher die Puppen an den Fäden durch Geschichten führt. "''Genau das hätte sie jetzt von uns gewollt, und genau das werden wir auch tun.''" | + | Aicher hatte im Alter von 15 Jahren mit dem Puppenspiel begonnen, übernahm im 1913 gegründeten Theater ab 1952 die Lichtregie, ab 1965 die Theaterschneiderei und ab 1967 die Bühnenverantwortung, bevor sie nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1977 die gesamte künstlerische Leitung übernahm. |
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| | + | "''Wenn bei einer Vorstellung ein Faden riss und der Kopf einer Puppe plötzlich leblos an der Seite hing, dann sagte Gretl immer, wir sollten weitermachen, als wäre nichts passiert''", erinnerte sich Michaela Obermayr, die seit 18 Jahren neben Gretl Aicher die Puppen an den Fäden durch Geschichten führt. "''Genau das hätte sie jetzt von uns gewollt, und genau das werden wir auch tun.''" |
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| | Gretl Aicher, die unverheiratet und kinderlos blieb, war die Seele des Salzburger Marionettentheaters, das ihre Welt, ihre Familie war. Sie war bis zuletzt in allen zehn Musiktheater-Produktionen - von [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] bis [[The Sound of Music]] - aktiv dabei. Erst im November 2011 war sie auf Italien-Tournee. Im Jänner 2012 hatte sie ihre letzte '[[Die Zauberflöte|Zauberflöte]]' gespielt. Der 'Papageno' war ihre Lebensrolle, die sie seit 1952 viele tausende Male an ihren Fäden führte. | | Gretl Aicher, die unverheiratet und kinderlos blieb, war die Seele des Salzburger Marionettentheaters, das ihre Welt, ihre Familie war. Sie war bis zuletzt in allen zehn Musiktheater-Produktionen - von [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] bis [[The Sound of Music]] - aktiv dabei. Erst im November 2011 war sie auf Italien-Tournee. Im Jänner 2012 hatte sie ihre letzte '[[Die Zauberflöte|Zauberflöte]]' gespielt. Der 'Papageno' war ihre Lebensrolle, die sie seit 1952 viele tausende Male an ihren Fäden führte. |
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| | ==Ehrungen== | | ==Ehrungen== |
| − | Am [[16. Dezember]] [[1998]] würdigte der [[Bundespräsident]] ihr Wirken mit der Verleihung des ''Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst''<ref>[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=18712 Salzburger Landeskorrespondenz vom 16.12.1998]</ref>, das ihr am [[20. Dezember]] [[1999]] durch Landesrat [[Othmar Raus]] überreicht wurde.<ref>[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=21425|Salzburger Landeskorrespondenz vom 20.12.1999]</ref> | + | 1984 wurde ihr durch den Bundesminister für Unterricht und Kunst der Berufstitel "[[Professor]]" verliehen. |
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| | + | 1988 Erhielt sie das Goldenen [[Ehrenzeichens des Landes Salzburg]]. |
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| | + | 1988 erhielt sie die Ehrenbürgerschaft von Nashville/Tennessee (USA). |
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| | + | Am [[16. Dezember]] [[1998]] würdigte der [[Bundespräsident]] ihr Wirken mit der Verleihung des ''Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst''<ref>[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=18712 Salzburger Landeskorrespondenz vom 16.12.1998]</ref>, das ihr am [[20. Dezember]] [[1999]] durch Landesrat Dr. [[Othmar Raus]] in der Salzburger Residenz überreicht wurde. |
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| | Am [[4. März]] [[1999]] erhielt sie von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Josef Dechant]] den [[Bürgerbrief der Stadt Salzburg|Bürgerbrief]] der [[Salzburg|Stadt Salzburg]] verliehen. | | Am [[4. März]] [[1999]] erhielt sie von [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Josef Dechant]] den [[Bürgerbrief der Stadt Salzburg|Bürgerbrief]] der [[Salzburg|Stadt Salzburg]] verliehen. |
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| | * [http://salzburg.orf.at/news/stories/2524924/ salzburg.orf.at] | | * [http://salzburg.orf.at/news/stories/2524924/ salzburg.orf.at] |
| | * [http://dorfzeitung.com/archives/16641 Nachruf "Die Dorfzeitung"] | | * [http://dorfzeitung.com/archives/16641 Nachruf "Die Dorfzeitung"] |
| | + | * [http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=21425 Salzburger Landeskorrespondenz vom 20.12.1999] |
| | * [[Salzburger Volkszeitung]] vom 19. Juli 2008: ''Gretl Aicher feiert am 19. Juli ihren 80. Geburtstag'' | | * [[Salzburger Volkszeitung]] vom 19. Juli 2008: ''Gretl Aicher feiert am 19. Juli ihren 80. Geburtstag'' |
| | <references/> | | <references/> |
| − | * [http://www.focus.de/kultur/kunst/theater-leiterin-des-salzburger-marionettentheaters-gestorben_aid_724347.html Geburtsdatum: 09. Juli 1928]
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| | {{SORTIERUNG: Aicher, Margarethe}} | | {{SORTIERUNG: Aicher, Margarethe}} |