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| | == Staat == | | == Staat == |
| | ===Verfassung und politisches System=== | | ===Verfassung und politisches System=== |
| − | Frankreich ist eine Republik - Verfassung von 1958 (mit starker Stellung des Präsidenten, der für 7 Jahre direkt gewählt wird und den Regierungschef ernennt); Änderungen 1962 und Juni 1992 - Parlament aus 2 Kammern: Senat mit 321 Mitgliedern (davon 13 aus den Übersee-Ländern von Frankreich und 12 von den Auslandsfranzosen) und Nationalversammlung mit 577 Mitgliedern für 9 Jahre bzw. 5 Jahre gewählt. | + | Frankreich ist eine Republik – Verfassung von 1958 (mit starker Stellung des Präsidenten, der für sieben Jahre direkt gewählt wird und den Regierungschef ernennt); Änderungen 1962 und Juni 1992 – Parlament aus zwei Kammern: Senat mit 321 Mitgliedern (davon 13 aus den Übersee-Ländern von Frankreich und 12 von den Auslandsfranzosen) und Nationalversammlung mit 577 Mitgliedern für neun Jahre bzw. fünf Jahre gewählt. |
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| − | Nationalfeiertag ist der 14. Juli | + | Nationalfeiertag ist der 14. Juli. |
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| − | Präsident: François Hollande (seit 15. Mai 2012)<br/>
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| − | Premierminister: Manuel Valls
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| | ===Fläche und Bevölkerung=== | | ===Fläche und Bevölkerung=== |
| − | Frankreich besteht aus dem europäischen Mutterland („France métropolitaine“, kurz „Métropole“) und den Überseegebieten<ref>Die französischen Überseegebiete haben staatsrechtlich einen unterschiedlichen Status. Zum Teil sind sie als Übersee-Départements (Französisch-Guayana [Südamerika], Guadeloupe [Karibik], Martinique [Karibik], Réunion [Indischer Ozean], Mayotte [Indischer Ozean, seit 2011]) – den Départements des Mutterlandes völlig gleichgestellt, zum Teil haben sie einen Sonderstatus wie zB Saint-Pierre und Miquelon, Französisch-Polynesien und Neukaledonien. Der Großteil der Bevölkerung der Überseegebiete lebt in den Übersee-Départements (rund 2 Millionen Einwohner).</ref> („France d’outre-mer“, kurz „Outre-mer“). | + | Frankreich besteht aus dem europäischen Mutterland („France métropolitaine“, kurz „Métropole“) und den Überseegebieten<ref>Die französischen Überseegebiete haben staatsrechtlich einen unterschiedlichen Status. Zum Teil sind sie als Übersee-Départements (Französisch-Guayana [Südamerika], Guadeloupe [Karibik], Martinique [Karibik], Réunion [Indischer Ozean], Mayotte [Indischer Ozean, seit 2011]) den Départements des Mutterlandes völlig gleichgestellt, zum Teil haben sie einen Sonderstatus wie zB Saint-Pierre und Miquelon, Französisch-Polynesien und Neukaledonien. Der Großteil der Bevölkerung der Überseegebiete lebt in den Übersee-Départements (rund 2 Millionen Einwohner).</ref> („France d’outre-mer“, kurz „Outre-mer“). |
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| − | Es hat eine Fläche von 668 633 km² und eine Bevölkerungszahl von rund 65,8 Millionen Einwohnern, wovon 543 965 km² und 62,8 Millionen Einwohner auf das Mutterland entfallen. Die Bevölkerungsdichte der gesamten Französischen Republik beträgt 98 Einwohner pro Quadratkilometer, während das „französische Mutterland“ (Metropolitan-Frankreich ohne Überseegebiete) 118 Einwohner pro Quadratkilometer zählt. | + | Es hat eine Fläche von 672 369 km² km² und eine Bevölkerungszahl von rund 67 Millionen Einwohnern, wovon 551 500 km² und rund 65 Millionen Einwohner auf das Mutterland entfallen.<ref>Es gibt sehr unterschiedliche Angaben, der Text folgt der [https://fr.wikipedia.org/wiki/France französischen Wikipedia.]</ref> |
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| | Ethnische Gruppen sind: Franzosen (94 Prozent), Algerier, Portugiesen, Marokkaner, Italiener und weitere kleine Minderheiten; <br/> | | Ethnische Gruppen sind: Franzosen (94 Prozent), Algerier, Portugiesen, Marokkaner, Italiener und weitere kleine Minderheiten; <br/> |
| | Sprachen: Französisch (Amtssprache), regionale Dialekte und Sprachen sind u. a. Provenzalisch, Bretonisch, Korsisch, Baskisch, Flämisch; <br/> | | Sprachen: Französisch (Amtssprache), regionale Dialekte und Sprachen sind u. a. Provenzalisch, Bretonisch, Korsisch, Baskisch, Flämisch; <br/> |
| | Religionszugehörigkeit: laut einer Umfrage der Tageszeitung ''Le Monde'' (Datum laut Quelle unbekannt) bezeichneten sich 51 % der Franzosen als | | Religionszugehörigkeit: laut einer Umfrage der Tageszeitung ''Le Monde'' (Datum laut Quelle unbekannt) bezeichneten sich 51 % der Franzosen als |
| − | katholisch, 31 % erklärten keiner Religion anzugehören und etwa neun Prozent gaben an Muslime zu sein. Drei Prozent bezeichneten sich als Protestanten und ein Prozent als Juden, sechs Prozent machten andere oder keine Angaben<ref>Quelle Wikipedia Deutschland Frankreich, Stand Dezember 2010</ref>. | + | katholisch, 31 % erklärten keiner Religion anzugehören und etwa neun Prozent gaben an Muslime zu sein. Drei Prozent bezeichneten sich als Protestanten und ein Prozent als Juden, sechs Prozent machten andere oder keine Angaben<ref>Deutschsprachige Wikipedia, "Frankreich", Stand Dezember 2010</ref>. |
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| | ===Politische Einteilung=== | | ===Politische Einteilung=== |
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| | == Größere Städte == | | == Größere Städte == |
| − | Rund 73 % der Gesamtbevölkerung lebt in Städten, die Zahlen in Klammer sind die Einwohnerzahlen der jeweiligen Großräume mit Umlandgemeinden (Zahlen 2010): Paris 2,4 Mio. (10,5 Mio.), Marseille 850 000 (Marseille - Aix-en-Provence 1,6 Mio.), Lyon 484 000, Toulouse 441 000 (880 000), Nizza 343 000 (942 000), Nantes 285 000, Straßburg 272 000; | + | Rund 73 % der Gesamtbevölkerung lebt in Städten, die Zahlen in Klammer sind die Einwohnerzahlen der jeweiligen Großräume mit Umlandgemeinden (Zahlen 2010): Paris 2,4 Mio. (10,5 Mio.), Marseille 850 000 (Marseille – Aix-en-Provence 1,6 Mio.), Lyon 484 000, Toulouse 441 000 (880 000), Nizza 343 000 (942 000), Nantes 285 000, Straßburg 272 000; |
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| | ===Paris=== | | ===Paris=== |
| | Paris ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Das administrativ zur Stadt Paris gehörende Gebiet hat gut 2 Millionen Einwohner, in der städtischen Siedlungszone (Unité urbaine) leben mehr als 10 Millionen Menschen. | | Paris ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Das administrativ zur Stadt Paris gehörende Gebiet hat gut 2 Millionen Einwohner, in der städtischen Siedlungszone (Unité urbaine) leben mehr als 10 Millionen Menschen. |
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| − | ====Salzburg-Bezüge====
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| − | Eine seiner zahlreichen Reisen führte den jungen [[Wolfgang Amadeus Mozart]] nach Paris, wo seine ihn begleitende Mutter starb. Nachdem im Dezember [[1800]] die Franzosen Salzburg besetzt hatten, musste der Naturforscher, Gelehrter und Sammler [[Carl Ehrenbert Freiherr von Moll]] seine Mineraliensammlung zugunsten der Pariser Bergakademie abtreten. Auch Teile der Einrichtung der [[Alte Residenz|alten Residenz]] der [[Fürsterzbischof|Fürsterzbischöfe]] wurde während der Besetzung der Franzosen nach Paris geschafft.
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | ==Historische Salzburgbezüge== | | ==Historische Salzburgbezüge== |
| | + | Eine seiner zahlreichen Reisen führte den jungen [[Wolfgang Amadeus Mozart]] nach Paris, wo seine ihn begleitende Mutter starb. |
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| | In nähere Berührung mit Frankreich kam das geistliche Reichsfürstentum Salzburg durch die expansive Politik Frankreichs. | | In nähere Berührung mit Frankreich kam das geistliche Reichsfürstentum Salzburg durch die expansive Politik Frankreichs. |
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| | Noch weit stärker geriet die Berührung in der Napoleonischen Zeit. Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik: | | Noch weit stärker geriet die Berührung in der Napoleonischen Zeit. Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik: |
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| − | * Im Ersten (1792 – 1797) und im Zweiten Koalitionskrieg (1799 – 1802) hatte Salzburg wieder ein Kontingent zum Reichsheer zu stellen. Im Dezember [[1800]] griff das Kriegsgeschehen auf Salzburg selbst über: Am [[10. Dezember]] verließ der letzte Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] vor den anrückenden Franzosen fluchtartig das Land, um nicht wiederzukehren. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] 1800 kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - der [[Schlacht am Walserfeld]]. Dann errungenen Sieg über die österreichische Hauptarmee rückten die Franzosen in die Stadt Salzburg ein. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. | + | * Im Ersten (1792 – 1797) und im Zweiten Koalitionskrieg (1799 – 1802) hatte Salzburg wieder ein Kontingent zum Reichsheer zu stellen. Im Dezember [[1800]] griff das Kriegsgeschehen auf Salzburg selbst über: Am [[10. Dezember]] verließ der letzte Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] vor den anrückenden Franzosen fluchtartig das Land, um nicht wiederzukehren. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] 1800 kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden – der [[Schlacht am Walserfeld]]. Dann errungenen Sieg über die österreichische Hauptarmee rückten die Franzosen in die Stadt Salzburg ein. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. Dazu gehörte der Verlust von Kunstschätzen und anderen Kulturgütern: So musste der Naturforscher, Gelehrter und Sammler [[Carl Ehrenbert Freiherr von Moll]] seine Mineraliensammlung zugunsten der Pariser Bergakademie abtreten. Auch Teile der Einrichtung der [[Alte Residenz|alten Residenz]] der [[Fürsterzbischof|Fürsterzbischöfe]] wurde während der Besetzung der Franzosen nach Paris geschafft. |
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| | * Ähnlich war das Schicksal Salzburgs, das jetzt ein weltliches [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] war, im Dritten Koalitionskrieg ([[1805]]). Auf ihrem Vormarsch Richtung Wien besetzten die Franzosen auch Salzburg. Nach der kriegsentscheidenden Schlacht von Austerlitz, [[Tschechien#Mähren|Mähren]]) musste das Kaisertum Österreich große Gebietsverluste hinnehmen, erhielt aber das [[Herzogtum Salzburg]]. Die französischen Besatzungstruppen verließen am 25. Februar das Land, nachdem sie es ausgiebig geplündert hatten. | | * Ähnlich war das Schicksal Salzburgs, das jetzt ein weltliches [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] war, im Dritten Koalitionskrieg ([[1805]]). Auf ihrem Vormarsch Richtung Wien besetzten die Franzosen auch Salzburg. Nach der kriegsentscheidenden Schlacht von Austerlitz, [[Tschechien#Mähren|Mähren]]) musste das Kaisertum Österreich große Gebietsverluste hinnehmen, erhielt aber das [[Herzogtum Salzburg]]. Die französischen Besatzungstruppen verließen am 25. Februar das Land, nachdem sie es ausgiebig geplündert hatten. |
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| | * Noch schlimmer kam es im [[General-Landesadministration#Historischer Hintergrund|Fünften Koalitionskrieg]] ([[1809]]): Am [[29. April]] wurde die Stadt von [[Bayern|Bayrisch]]-französischen Truppen unter Marschall [[François-Josephe Lefebvre]] besetzt. Napoleon ließ proklamieren, dass das Land Salzburg in seinem Namen zu verwalten sei. Unter französische Leitung – ein Militärgouverneur (Brigadegeneral Baron Kisler), einem Kontributionseinheber und Intendant ([[Camille Périer]]) wurde eine [[General-Landesadministration]] (administration générale du pays de Salzbourg) eingerichtet, die aus fünf hohen Salzburger Funktionären bestand. Die Franzosen richteten ihre Aufmerksam darauf, das Land finanziell auszupressen – die geforderte Kriegskontribution hatte die unerschwingliche Höhe von 5,300.000 [[Gulden]] – sowie die in den Gebirgsgauen aktiven [[Befreiungskrieg 1809|Befreiungskämpfer]] niederzuringen. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], hatten auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Auch der [[Pass Strub]] war heiß umkämpft. Aber der Kampf blieb vergeblich. In dem am 14. Oktober 1809 geschlossenen Frieden von Schönbrunn musste [[Kaiser Franz I.]] das Land an Napoleon abtreten, der es als Tauschobjekt gegenüber dem verbündeten Bayern einsetzte – Napoleon war auch König von [[Italien]] und erwarb im Frieden von Schönbrunn weiters ua. Ober[[Kärnten|kärnten]] als Teil der neuen „Illyrischen Provinzen“ Frankreichs, Bayern hatte 1805 als Verbündeter Frankreichs Tirol gewonnen: Im Zuge des angestrebten französisch/italienisch-bayrischen Gebietsaustausches gelangte das Land Salzburg – ohne [[Matrei]] – an Bayern, das endlich am [[30. September]] [[1810]] die Verwaltung des geschundenen Landes übernahm. Nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Herrschaftssystems kam Salzburg im Jahr 1816 wieder zu Österreich. | | * Noch schlimmer kam es im [[General-Landesadministration#Historischer Hintergrund|Fünften Koalitionskrieg]] ([[1809]]): Am [[29. April]] wurde die Stadt von [[Bayern|Bayrisch]]-französischen Truppen unter Marschall [[François-Josephe Lefebvre]] besetzt. Napoleon ließ proklamieren, dass das Land Salzburg in seinem Namen zu verwalten sei. Unter französische Leitung – ein Militärgouverneur (Brigadegeneral Baron Kisler), einem Kontributionseinheber und Intendant ([[Camille Périer]]) wurde eine [[General-Landesadministration]] (administration générale du pays de Salzbourg) eingerichtet, die aus fünf hohen Salzburger Funktionären bestand. Die Franzosen richteten ihre Aufmerksam darauf, das Land finanziell auszupressen – die geforderte Kriegskontribution hatte die unerschwingliche Höhe von 5,300.000 [[Gulden]] – sowie die in den Gebirgsgauen aktiven [[Befreiungskrieg 1809|Befreiungskämpfer]] niederzuringen. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], hatten auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Auch der [[Pass Strub]] war heiß umkämpft. Aber der Kampf blieb vergeblich. In dem am 14. Oktober 1809 geschlossenen Frieden von Schönbrunn musste [[Kaiser Franz I.]] das Land an Napoleon abtreten, der es als Tauschobjekt gegenüber dem verbündeten Bayern einsetzte – Napoleon war auch König von [[Italien]] und erwarb im Frieden von Schönbrunn weiters ua. Ober[[Kärnten|kärnten]] als Teil der neuen „Illyrischen Provinzen“ Frankreichs, Bayern hatte 1805 als Verbündeter Frankreichs Tirol gewonnen: Im Zuge des angestrebten französisch/italienisch-bayrischen Gebietsaustausches gelangte das Land Salzburg – ohne [[Matrei]] – an Bayern, das endlich am [[30. September]] [[1810]] die Verwaltung des geschundenen Landes übernahm. Nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Herrschaftssystems kam Salzburg im Jahr 1816 wieder zu Österreich. |
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| | + | Als eine rare positive Auswirkung der französischen Herrschaft in Salzburg kann die Einführung von Hausnummern und [[Straßen der Stadt Salzburg|Straßennamen]] genannt werden. |
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| | ==Weitere Salzburgbezüge== | | ==Weitere Salzburgbezüge== |
| | + | === Gegenwart === |
| | + | ==== Franzosen in Salzburg ==== |
| | + | Die Zahl der Franzosen, die im [[Bundesland Salzburg]] leben, ist gering. im Jahr 2017 sind 392 französische Staatsbürger registriert, davon leben 226 in der Landeshauptstadt, 90 im [[Flachgau]], 76 in den übrigen Bezirken. |
| | + | |
| | + | Im Tourismusjahr 2014/2015 kamen 55.181 Franzosen nach Salzburg 2015/2016 waren es mit 53.169 um 3,6 Prozent weniger; das war nur Platz 18 bzw. 19, hinter Israel und Saudi-Arabien. Im Schnitt bleiben Franzosen drei Nächte im Land Salzburg. |
| | + | |
| | + | ==== Honorarkonsulat ==== |
| | + | Die Französische Republik unterhält in Salzburg ein [[Honorarkonsulat#Frankreich|Honorarkonsulat]]. |
| | + | |
| | + | ==== Wirtschaftliche Beziehungen ==== |
| | + | Bei der Wirtschaftskammer Salzburg waren im Jahr 2017 148 Salzburger Firmen mit regelmäßigen Geschäftsbeziehungen zu Frankreich registriert.“ Waren im Wert von 354 Millionen Euro haben Salzburger Unternehmen im Jahr 2015 in die Französische Republik exportiert. Darunter befanden sich Baumaschinen, Krane, Baumaterialien, Holzmöbel, Zutrittssysteme, Medizintechnik, Kfz-Teile, Lebensmittel, Getränke und Sportartikel. Frankreich liegt damit an sechster Stelle der Exportländer der Salzburger Unternehmen. |
| | + | |
| | + | Das AußenwirtschaftsCenter Paris sieht für heimische Unternehmen Chancen im französischen Markt – vor allem, wenn sie auf Mobilität, Biolebensmittel und Produkte für ältere Menschen spezialisiert sind. Zudem stehen Mode, Architektur, Design hoch im Kurs, außerdem Energieeffizienz und innovative Technologien für Fabriken und neue Materialien. |
| | + | |
| | + | Die Einfuhren aus Frankreich sind mit 164 Millionen Euro nur halb so hoch wie die Salzburger Exporte. Damit liegt Frankreich an 14. Stelle der Importländer. |
| | + | |
| | + | ==== Flugverbindungen ==== |
| | + | Vier Mal pro Woche fliegt Eurowings seit Jänner 2017 nach Paris-Charles-de-Gaulle. Sie sind gut ausgelastet. |
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| | ===Personen=== | | ===Personen=== |
| | * Invasoren und Besatzer der napoleonischen Zeit: | | * Invasoren und Besatzer der napoleonischen Zeit: |
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| | ** [[Geneviève Geffray]] (* 1945), Leiterin der [[Bibliotheca Mozartiana]] der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Stiftung Mozarteum]] | | ** [[Geneviève Geffray]] (* 1945), Leiterin der [[Bibliotheca Mozartiana]] der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Stiftung Mozarteum]] |
| | ** [[Nicolas Marchand]] (* 1980), Salzburger Autor, Schauspieler und Regisseur mit Frankreichbezug | | ** [[Nicolas Marchand]] (* 1980), Salzburger Autor, Schauspieler und Regisseur mit Frankreichbezug |
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| − | ===Sonstige===
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| − | * Reims, Salzburgs Partnerstadt in Frankreich, Namensgeberin der [[Reimsstraße]] in [[Itzling]]
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| − | * [[Fernstreckenrennen Paris - Wien]] [[1902]]
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| − | * Am [[24. März]] [[1965]] sahen 6 000 Zuschauer in [[ASV-Platz Itzling|Itzling]] das B-Fußballländerspiel zwischen Österreich und [[Frankreich]] (0:2).
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| | ===Frankreich-Wahl auch in Salzburg === | | ===Frankreich-Wahl auch in Salzburg === |
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| | Vier Franzosen leiteten das Salzburger Wahlbüro. Unter ihnen war die Französischlehrerein Florence Gautier, die erzählte, dass sie bisher entweder in Wien oder mit Prokuration in Frankreich wählen durften. Die Wahlvorgang ist aber etwas anders als in Österreich. Es gibt Wahlkarten und es werden keine Kandidaten angekreuzt. Zehn Kandidaten standen zur Wahl und somit gab es auch zehn Wahlkarten. Man steckte aber nur eine Wahlkarte in den Umschlag und diesen dann in die Wahlurne. | | Vier Franzosen leiteten das Salzburger Wahlbüro. Unter ihnen war die Französischlehrerein Florence Gautier, die erzählte, dass sie bisher entweder in Wien oder mit Prokuration in Frankreich wählen durften. Die Wahlvorgang ist aber etwas anders als in Österreich. Es gibt Wahlkarten und es werden keine Kandidaten angekreuzt. Zehn Kandidaten standen zur Wahl und somit gab es auch zehn Wahlkarten. Man steckte aber nur eine Wahlkarte in den Umschlag und diesen dann in die Wahlurne. |
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| − | Die Wahlhelfer in Salzburg erwarteten am Sonntag rund 250 Wähler. | + | Die Wahlhelfer erwarteten in Salzburg rund 250 Wähler. |
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| | + | ===Präsident Macron in Salzburg === |
| | + | Am [[23. August]] [[2017]] kam der neue französische Staatspräsident Emmanuel Macron mit Gattin nach Salzburg, um die [[Salzburger Festspiele]] zu besuchen. Sie wurden am [[Flughafen Salzburg|Flughafen]] von Bundeskanzler Christian Kern und dessen Frau Eveline Steinberger-Kern empfangen. In der Folge führte der Präsident Gespräche mit Bundeskanzler Kern sowie mit seinen Amtskollegen aus Tschechien und der Slowakei, während der französische Honorarkonsul Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt)|Peter Lechenauer]] Brigitte Macron zum Damenprogramm begleiten durfte. |
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| | + | ===Sonstige=== |
| | + | * Reims, Salzburgs [[Städtepartnerschaften|Partnerstadt]] in Frankreich, Namensgeberin der [[Reimsstraße]] in [[Itzling]] |
| | + | * [[Fernstreckenrennen Paris - Wien]] [[1902]] |
| | + | * Am [[24. März]] [[1965]] sahen 6 000 Zuschauer in [[ASV-Platz Itzling|Itzling]] das B-Fußballländerspiel zwischen Österreich und [[Frankreich]] (0:2). |
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| | {{Mehr}} | | {{Mehr}} |
| | ==Fußnoten== | | ==Fußnoten== |
| | <references/> | | <references/> |
| − | == Weblinks ==
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| − | * [http://at.rendezvousenfrance.com/ Rendez-Vous en France], die Seite von Atout France, Französische Zentrale für Tourismus
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| − | * [https://mosaikreisen.wordpress.com/2015/02/24/atout-france-prasentierte-reise-neuigkeiten-2015-aus-frankreich/ Atout France präsentierte Reise-Neuigkeiten 2015 aus Frankreich]
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| − | * [http://www.reisemosaik.at/Frankreich Reiseinformationen über Frankreich sowie alle Regionen kurz beschrieben]
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * [[Benutzer:Peter Krackowizer]] | | * [[Benutzer:Peter Krackowizer]] |
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| | * Salzburgwiki-Beiträge | | * Salzburgwiki-Beiträge |
| | * [http://salzburg.orf.at/news/stories/2530011/ salzburg.orf.at] | | * [http://salzburg.orf.at/news/stories/2530011/ salzburg.orf.at] |
| | + | * [[Salzburger Nachrichten]] vom 22./23. August 2017 |
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| | + | == Weblinks == |
| | + | * [http://at.rendezvousenfrance.com/ Rendez-Vous en France], die Seite von Atout France, Französische Zentrale für Tourismus |
| | + | * [https://mosaikreisen.wordpress.com/2015/02/24/atout-france-prasentierte-reise-neuigkeiten-2015-aus-frankreich/ Atout France präsentierte Reise-Neuigkeiten 2015 aus Frankreich] |
| | + | * [http://www.reisemosaik.at/Frankreich Reiseinformationen über Frankreich sowie alle Regionen kurz beschrieben] |
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