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==Regisseur==
 
==Regisseur==
[[1960]] wurde er Regieassistent und später Dramaturg und Regisseur am Wiener Burgtheater. Als 30jähriger drehte er [[1963]] mit "Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter" den letzten Spielfilm, in dem Hans Moser mitwirkte. Vier Jahre später avancierte er zum Spezialisten für Fernsehshows und -opern. Seinen Ruf als sensibler Filmgestalter begründete Corti unter anderem mit dem Fernsehspiel "Der Fall Jägerstetter" - dessen Kinofassung "Die Verweigerung" hiess -, in dem er sich [[1971]] mit der Naziherrschaft und deren Folgen auseinandersetzte. "Ein junger Mann aus dem Innviertel" ([[1973]]) entwirft ein beklemmendes Psychogramm Adolf Hitlers. Cortis filmisches OEuvre setzte Maßstäbe im österreichischen (und europäischen) Fernsehen der [[1970er]] und [[1980er]] Jahre und befasste sich nicht selten mit Fragen von Schuld und Identität.
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[[1960]] wurde er Regieassistent und später Dramaturg und Regisseur am Wiener Burgtheater. Als 30jähriger drehte er [[1963]] mit "Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter" den letzten Spielfilm, in dem Hans Moser mitwirkte. Vier Jahre später avancierte er zum Spezialisten für Fernsehshows und -opern. Seinen Ruf als sensibler Filmgestalter begründete Corti unter anderem mit dem Fernsehspiel "Der Fall Jägerstetter" - dessen Kinofassung "Die Verweigerung" hiess -, in dem er sich [[1971]] mit der Naziherrschaft und deren Folgen auseinandersetzte. "Ein junger Mann aus dem Innviertel" ([[1973]]) entwirft ein beklemmendes Psychogramm Adolf Hitlers. Cortis filmisches Œuvre setzte Maßstäbe im österreichischen (und europäischen) Fernsehen der [[1970er]] und [[1980er]] Jahre und befasste sich nicht selten mit Fragen von Schuld und Identität.
    
[[1986]] gelang ihm international der Durchbruch mit "Welcome to Vienna", der Geschichte über einen jungen Wiener jüdischer Herkunft, der über Prag, Paris und Marseille nach New York geflüchtet ist und nach Wien zurückkehrt. Einen großen Namen im deutschsprachigen Raum machte sich Corti mit seinen Literaturverfilmungen. Corti nahm sich vieler österreichischer Autoren an und setzte sie ins Bild. [[1984]] entstand "Herrenjahre" nach Gernot Wolfsgruber, im selben Jahr "Eine blassblaue Frauenhandschrift" nach Franz Werfel. Seine letzte Arbeit, die dreiteilige Fernsehverfilmung von Joseph Roths Roman "Der Radetzkymarsch" mit Charlotte Rampling und Max von Sydow, konnte er nicht mehr selbst vollenden, sein Kameramann Gernot Roll stellte den Film fertig. Für diesen Film wurden ihm posthum der Adolf-Grimme-Preis und zwei Goldene Kameras verliehen.
 
[[1986]] gelang ihm international der Durchbruch mit "Welcome to Vienna", der Geschichte über einen jungen Wiener jüdischer Herkunft, der über Prag, Paris und Marseille nach New York geflüchtet ist und nach Wien zurückkehrt. Einen großen Namen im deutschsprachigen Raum machte sich Corti mit seinen Literaturverfilmungen. Corti nahm sich vieler österreichischer Autoren an und setzte sie ins Bild. [[1984]] entstand "Herrenjahre" nach Gernot Wolfsgruber, im selben Jahr "Eine blassblaue Frauenhandschrift" nach Franz Werfel. Seine letzte Arbeit, die dreiteilige Fernsehverfilmung von Joseph Roths Roman "Der Radetzkymarsch" mit Charlotte Rampling und Max von Sydow, konnte er nicht mehr selbst vollenden, sein Kameramann Gernot Roll stellte den Film fertig. Für diesen Film wurden ihm posthum der Adolf-Grimme-Preis und zwei Goldene Kameras verliehen.
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