| | Nach einem behutsamen Umbau, der in den [[1990er]]-Jahren erfolgte, entstand aus einem bereits heruntergekommenen ''Gasthof zur Hölle'' ein modernes Fünf-Sterne-Hotel. Erhalten geblieben sind wertvolle Stiegenaufgänge, Gewölbe und Mauerwerk. | | Nach einem behutsamen Umbau, der in den [[1990er]]-Jahren erfolgte, entstand aus einem bereits heruntergekommenen ''Gasthof zur Hölle'' ein modernes Fünf-Sterne-Hotel. Erhalten geblieben sind wertvolle Stiegenaufgänge, Gewölbe und Mauerwerk. |
| − | Sehenswert ist die Plastik „[[Seelenwäger]]“, die den Erzengel Michael zeigt, zu erkennen an seinen Attributen, einem Flammenschwert und der Seelenwaage, mit denen er die guten und schlechten Taten jedes Menschen am Tag seines Sterbens und auch am Tage des Jüngsten Gerichtes richten wird. Der Erzengel Michael geleitet die Seele des Verstorbenen entweder in den Himmel oder ins Fegefeuer oder zur Hölle. Der Teufel stiert begierig auf die ahnungslos vorbeiziehenden Menschen in die Judengasse hinab. Der Erzengel Michael unterdrückt die satanischen Begierden mit dem rechten Fuß auf des Teufels Haupt und hält dem Betrachter mit der ausgestreckten rechten Hand die Seelenwaage hin, während er mit erhobenen linken Hand das Flammenschwert schwingt. Die Plastik dürfte im [[17. Jahrhundert]] entstanden sein, zu erkennen an den frühbarocken Schnitzformen, der martialischen Aufmachung und der lebendigen Gestaltung der Figur. Die polychrome Fassung wurde sicher erneuert. Gold und Silber stehen für das ewige Leben im Himmel und Rot und Schwarz für die Qualen in Hölle. <ref> kunstgeschichtliche Interpretation von [[Benutzer:Xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] </ref> <br/> | + | Sehenswert ist die Plastik „[[Seelenwäger]]“, die den Erzengel Michael zeigt, zu erkennen an seinen Attributen, einem Flammenschwert und der Seelenwaage, mit denen er die guten und schlechten Taten jedes Menschen am Tag seines Sterbens und auch am Tage des Jüngsten Gerichtes richten wird. Der Erzengel Michael geleitet die Seele des Verstorbenen entweder in den Himmel oder ins Fegefeuer oder zur Hölle. Der Teufel stiert begierig auf die ahnungslos vorbeiziehenden Menschen in die Judengasse hinab. Der Erzengel Michael unterdrückt die satanischen Begierden mit dem linken Fuß auf des Teufels Haupt und hält dem Betrachter mit der ausgestreckten linken Hand die Seelenwaage hin, während er mit erhobenen rechten Hand das Flammenschwert schwingt. Die Plastik dürfte im [[17. Jahrhundert]] entstanden sein, zu erkennen an den frühbarocken Schnitzformen, der martialischen Aufmachung und der lebendigen Gestaltung der Figur. Die polychrome Fassung wurde sicher erneuert. Gold und Silber stehen für das ewige Leben im Himmel und Rot und Schwarz für die Qualen in Hölle. <ref> kunstgeschichtliche Interpretation von [[Benutzer:Xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] </ref> <br/> |
| | Der Erzengel Michael ist wahrscheinlich [[1927]], als die heutige Fassade im Erdgeschoss nach [[1910]] erstellten Plänen von [[Franz Zell]] ausgeführt wurde, dort angebracht worden. | | Der Erzengel Michael ist wahrscheinlich [[1927]], als die heutige Fassade im Erdgeschoss nach [[1910]] erstellten Plänen von [[Franz Zell]] ausgeführt wurde, dort angebracht worden. |