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| | === September 2015 === | | === September 2015 === |
| | + | * '''25. September, Freitag''': |
| | + | :'''Salzburg''': Das Notquartier in der Bahnhofsgarage stößt am Freitag wiederum an seine Kapazitätsgrenze von 800 Menschen. |
| | + | :''Grenze Freilassing''': Auf der [[Saalachbrücke Rott|Saalachbrücke]] in Richtung Freilassing warten am Nachmittag rund 600 Menschen. |
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| | * '''24. September, Donnerstag''': | | * '''24. September, Donnerstag''': |
| | :: Ab sofort wird die Garage ab einem Belag von 800 Menschen für weitere Flüchtlinge gesperrt. | | :: Ab sofort wird die Garage ab einem Belag von 800 Menschen für weitere Flüchtlinge gesperrt. |
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| | * '''21. September, Montag:''' | | * '''21. September, Montag:''' |
| | : '''Salzburg''': 400 Flüchtlinge hatten die Nacht auf Montag in der Tiefgarage des Salzburger Hauptbahnhofs verbracht. Am frühen Nachmittag befanden sich etwa 460 Flüchtlinge in der Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof, weitere etwa 100 Personen im ehemaligen Zollamtsgebäude nahe der Grenze. Mit Zügen aus Wien, Villach und Graz kamen bis Abend rund 1 000 weitere Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof an. Entlastung brachte ein Sonderzug mit rund 420 Flüchtlingen, der Salzburg gegen 21:00 Uhr in Richtung Deutschland verlassen hatte. | | : '''Salzburg''': 400 Flüchtlinge hatten die Nacht auf Montag in der Tiefgarage des Salzburger Hauptbahnhofs verbracht. Am frühen Nachmittag befanden sich etwa 460 Flüchtlinge in der Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof, weitere etwa 100 Personen im ehemaligen Zollamtsgebäude nahe der Grenze. Mit Zügen aus Wien, Villach und Graz kamen bis Abend rund 1 000 weitere Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof an. Entlastung brachte ein Sonderzug mit rund 420 Flüchtlingen, der Salzburg gegen 21:00 Uhr in Richtung Deutschland verlassen hatte. |
| − | : '''Grenze Freilassing''': Am frühen Nachmittag warteten rund 150 Flüchtlinge vor der [[Saalachbrücke Rott]] an der [[Grenzübergang Saalbrücke|Grenze]] nach [[Freilassing]]. Am späten Montagnachmittag kamen Hunderte Flüchtlinge am Grenzübergang Saalbrücke Richtung Freilassing nicht mehr weiter. Deutschland hatte wieder einen Einreisestopp für Asylwerber verhängt. Seit den Abendstunden wurden wieder Flüchtlinge in Kleingruppen über die Brücke gelassen. Gegen 21 Uhr befanden sich 500 bis 600 Flüchtlinge an der Saalbrücke an der deutschen Grenze zu Freilassing. dann spitzte sich die Lage drastisch zu: bis zu 1&nbps;200 Flüchtlinge warteten stundenlang an der Saalachbrücke auf die Einreise nach Deutschland<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/bis-zu-1-200-fluechtlinge-am-grenzuebergang-auf-der-saalbachbruecke/4461972 www.salzburg24.at]</ref>. | + | : '''Grenze Freilassing''': Am frühen Nachmittag warteten rund 150 Flüchtlinge vor der [[Saalachbrücke Rott]] an der [[Grenzübergang Saalbrücke|Grenze]] nach [[Freilassing]]. Am späten Montagnachmittag kamen Hunderte Flüchtlinge am Grenzübergang Saalbrücke Richtung Freilassing nicht mehr weiter. Deutschland hatte wieder einen Einreisestopp für Asylwerber verhängt. Seit den Abendstunden wurden wieder Flüchtlinge in Kleingruppen über die Brücke gelassen. Gegen 21 Uhr befanden sich 500 bis 600 Flüchtlinge an der Saalbrücke an der deutschen Grenze zu Freilassing. dann spitzte sich die Lage drastisch zu: bis zu 1&nbps;200 Flüchtlinge warteten stundenlang an der Saalachbrücke auf die Einreise nach Deutschland. |
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| | * '''20. September, Sonntag:''' | | * '''20. September, Sonntag:''' |
| − | : '''Salzburg''': Schon zu Mittag wurden rund 600 Flüchtlinge in der Bahnhofsgarage versorgt<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/salzburg-bereitet-sich-wieder-auf-fluechtligngszustrom-vor/4460144 www.salzburg24.at]</ref>. In der Tiefgarage waren heute rund 800 bis 900 Personen, teilten Stadt und Land Salzburg am Sonntag kurz nach 17 Uhr nach einer Einsatzbesprechung mit. Das Notquartier am Gelände der ehemaligen [[Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering|Autobahnmeisterei]] bei [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte|Salzburg-Mitte]] steht weiterhin bereit. 350 Flüchtlinge wurden im Lauf des Tages bereits in diese Unterkunft gebracht. Diese Menschen machten sich zumeist selbstständig auf den Weg nach Deutschland<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/fluechtlinge-in-salzburg-situation-am-hauptbahnhof-stabil-166510/ Salzburger Nachrichten]</ref>. | + | : '''Salzburg''': Schon zu Mittag wurden rund 600 Flüchtlinge in der Bahnhofsgarage versorgt. In der Tiefgarage waren heute rund 800 bis 900 Personen, teilten Stadt und Land Salzburg am Sonntag kurz nach 17 Uhr nach einer Einsatzbesprechung mit. Das Notquartier am Gelände der ehemaligen [[Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering|Autobahnmeisterei]] bei [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte|Salzburg-Mitte]] steht weiterhin bereit. 350 Flüchtlinge wurden im Lauf des Tages bereits in diese Unterkunft gebracht. Diese Menschen machten sich zumeist selbstständig auf den Weg nach Deutschland. |
| | : '''Österreich''': Trotz Stacheldrahts und scharfer Grenzkontrollen in Ungarn, Kroatien und Slowenien hatten am Samstag laut Rotem Kreuz bis zu 13 000 und am Sonntag 10 700 Flüchtlinge Österreich erreicht<ref>Quelle [http://derstandard.at/2000022508172/Fluechtlinge-10-700-Menschen-kamen-Sonntag-ins-Burgenland derstandard.at]</ref>. | | : '''Österreich''': Trotz Stacheldrahts und scharfer Grenzkontrollen in Ungarn, Kroatien und Slowenien hatten am Samstag laut Rotem Kreuz bis zu 13 000 und am Sonntag 10 700 Flüchtlinge Österreich erreicht<ref>Quelle [http://derstandard.at/2000022508172/Fluechtlinge-10-700-Menschen-kamen-Sonntag-ins-Burgenland derstandard.at]</ref>. |
| | : '''Deutschland''': Rund 2 700 Menschen erreichten an dem Tag den Freistaat. | | : '''Deutschland''': Rund 2 700 Menschen erreichten an dem Tag den Freistaat. |
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| | * '''19. September, Samstag:''' | | * '''19. September, Samstag:''' |
| | : '''Salzburg''': Am Abend hielten sich wieder rund 700 Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof auf. | | : '''Salzburg''': Am Abend hielten sich wieder rund 700 Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof auf. |
| − | :: Sehr gut bewähren sich die Duschzelte, die von der [[Berufsfeuerwehr Salzburg|Berufsfeuerwehr]] bereits Donnerstag im Bereich [[Südtirolerplatz]] aufgestellt wurden. Diese sind täglich bis 22 Uhr in Betrieb und bieten den Menschen oft erstmals seit Tagen oder gar Wochen die Möglichkeit gründlicher Hygiene. Seit Freitag sind dort auch Baby-Badewannen aufgestellt. Betreut wird die Anlage von freiwilligen Helfern<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/fluechtlinge-lage-am-salzburger-bahnhof-und-in-quartieren-ruhig/4459535 www.salzburg24.at]</ref>. | + | :: Sehr gut bewähren sich die Duschzelte, die von der [[Berufsfeuerwehr Salzburg|Berufsfeuerwehr]] bereits Donnerstag im Bereich [[Südtirolerplatz]] aufgestellt wurden. Diese sind täglich bis 22 Uhr in Betrieb und bieten den Menschen oft erstmals seit Tagen oder gar Wochen die Möglichkeit gründlicher Hygiene. Seit Freitag sind dort auch Baby-Badewannen aufgestellt. Betreut wird die Anlage von freiwilligen Helfern. |
| | : '''Österreich''': 6 700 kamen bis Mittag im Burgenland an. Ungarn hatte die Menschen aus Kroatien überraschend seine Grenze passieren lassen. Auch die ersten Flüchtlinge kamen an die österreichisch-slowenische Grenze. Im ungarischen Hegyeshalom ist am Samstagnachmittag ein Sonderzug mit rund 2 500 Flüchtlingen eingetroffen, von wo aus sich die Menschen zu Fuß in Richtung österreichischer Grenze und Nickelsdorf auf den Weg gemacht haben. | | : '''Österreich''': 6 700 kamen bis Mittag im Burgenland an. Ungarn hatte die Menschen aus Kroatien überraschend seine Grenze passieren lassen. Auch die ersten Flüchtlinge kamen an die österreichisch-slowenische Grenze. Im ungarischen Hegyeshalom ist am Samstagnachmittag ein Sonderzug mit rund 2 500 Flüchtlingen eingetroffen, von wo aus sich die Menschen zu Fuß in Richtung österreichischer Grenze und Nickelsdorf auf den Weg gemacht haben. |
| | : '''Kroatien''': In Kroatien sind seit Mittwoch fast 21 000 Flüchtlinge angekommen, die nach einem neuen Weg Richtung Westen suchen, nachdem Ungarn am Dienstag seine Südgrenze zu Serbien für Schutzsuchende de facto dicht gemacht hat. | | : '''Kroatien''': In Kroatien sind seit Mittwoch fast 21 000 Flüchtlinge angekommen, die nach einem neuen Weg Richtung Westen suchen, nachdem Ungarn am Dienstag seine Südgrenze zu Serbien für Schutzsuchende de facto dicht gemacht hat. |
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| | * '''6. September, Sonntag:''' | | * '''6. September, Sonntag:''' |
| − | : '''Salzburg''': Die ÖBB haben die Zahl der am Sonntag durchgereisten Flüchtlinge mit mehr als 13 000 beziffert. Erst jüngst in Salzburg aufgenommen Asylwerber halfen am Salzburger Hauptbahnhof bei der Betreuung ihrer Leidesgenossen mit. Das [[Rotes Kreuz|Rote Kreuz]] hat nach eigenen Angaben in den Nachtstunden auf Montag rund 60 Flüchtlinge betreut, 35 davon benötigten auch medizinische Hilfe, eine Person wurde zur Behandlung in ein Spital gebracht. 25 Flüchtlinge verließen den Zug und schliefen für einige Stunden in einem der 175 aufgestellten Betten. | + | : '''Salzburg''': Die ÖBB haben die Zahl der am Sonntag durchgereisten Flüchtlinge mit mehr als 13 000 beziffert. Erst jüngst in Salzburg aufgenommen Asylwerber halfen am Salzburger Hauptbahnhof bei der Betreuung ihrer Leidensgenossen mit. Das [[Rotes Kreuz|Rote Kreuz]] hat nach eigenen Angaben in den Nachtstunden auf Montag rund 60 Flüchtlinge betreut, 35 davon benötigten auch medizinische Hilfe, eine Person wurde zur Behandlung in ein Spital gebracht. 25 Flüchtlinge verließen den Zug und schliefen für einige Stunden in einem der 175 aufgestellten Betten. |
| | : '''Österreich''': Am Wochenende haben insgesamt 15 000 aus Ungarn kommende Flüchtlinge die Grenze nach Österreich passiert. Ein Großteil davon ist bereits nach Deutschland weitergereist. Lediglich 90 Personen davon haben nach Angaben der "Zeit im Bild" einen Asylantrag gestellt. | | : '''Österreich''': Am Wochenende haben insgesamt 15 000 aus Ungarn kommende Flüchtlinge die Grenze nach Österreich passiert. Ein Großteil davon ist bereits nach Deutschland weitergereist. Lediglich 90 Personen davon haben nach Angaben der "Zeit im Bild" einen Asylantrag gestellt. |
| | :Rund 900 Flüchtlinge haben die Nacht auf Montag in Bahnhöfen und Zügen der ÖBB verbracht. "''Etwa 100 Personen schliefen am Wiener Hauptbahnhof und 200 in Zügen am Salzburger Hauptbahnhof''", sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun. Vom Wiener Westbahnhof, wo 600 Flüchtlinge im Notquartier übernachteten, fuhr um 9.40 Uhr ein Sonderzug ab. Zwischen Wien und Budapest gab es wieder regulären Zugverkehr. | | :Rund 900 Flüchtlinge haben die Nacht auf Montag in Bahnhöfen und Zügen der ÖBB verbracht. "''Etwa 100 Personen schliefen am Wiener Hauptbahnhof und 200 in Zügen am Salzburger Hauptbahnhof''", sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun. Vom Wiener Westbahnhof, wo 600 Flüchtlinge im Notquartier übernachteten, fuhr um 9.40 Uhr ein Sonderzug ab. Zwischen Wien und Budapest gab es wieder regulären Zugverkehr. |