| | Noch vor Ende der Belagerung von Radstadt war Peter Pässler mit einem Teil der Belagerungsaufständischen den Pinzgauer Bauern zu Hilfe geeilt, da von Tirol ein Bündner Heer</ref>Die Ostschweizer hatten seit dem Verlassen Geißmayers die Seite gewechselt und unterstützten nun Erzherzog Ferdinand von Tirol im Kampf gegen die aufständischen Bauern</ref> in den [[Oberpinzgau]] eingedrungen war. Bei [[Zell am See]] war Pässler sein Heer in eine Schlacht gegen das Heer des Schwäbischen Bundes, das von Norden her vorgedrungen war. Doch Pässler verlor den Kampf und seine Truppen wurden versprengt. | | Noch vor Ende der Belagerung von Radstadt war Peter Pässler mit einem Teil der Belagerungsaufständischen den Pinzgauer Bauern zu Hilfe geeilt, da von Tirol ein Bündner Heer</ref>Die Ostschweizer hatten seit dem Verlassen Geißmayers die Seite gewechselt und unterstützten nun Erzherzog Ferdinand von Tirol im Kampf gegen die aufständischen Bauern</ref> in den [[Oberpinzgau]] eingedrungen war. Bei [[Zell am See]] war Pässler sein Heer in eine Schlacht gegen das Heer des Schwäbischen Bundes, das von Norden her vorgedrungen war. Doch Pässler verlor den Kampf und seine Truppen wurden versprengt. |
| − | Etwa 2.000 Leute von dem etwa 5.000 Mann starken Heer überlebten Belagerung und Schlacht. Wer nicht fliehen konnte und die Hände des Erzbischofs fiel, der mit einem Heer von Salzburg nach Radstadt gekommen war, wurde gnadenlos umgebracht, durch das Schwert oder durch den Strang. | + | Etwa 2.000 Leute von dem etwa 5.000 Mann starken Heer überlebten Belagerung und Schlacht. Wer nicht fliehen konnte und in die Hände des Erzbischofs fiel, der mit einem Heer von Salzburg nach Radstadt gekommen war, wurde gnadenlos umgebracht, durch das Schwert oder durch den Strang. |
| | Pässler musste fliehen und zog nach Venzone (deutsch Peuschelsdorf) im nördlichen Friaul, wo er als Straßenräuber sein Dasein fristete. Auf seinen Kopf hatte Ferdinand von Tirol 200 [[Gulden]] ausgesetzt. Der in [[Werfen]] geborene [[Lucas Wieser]], war in den Jahren 1525 und 1526 an den Bauernaufständen gegen [[Erzbischof]] [[Matthäus Lang von Wellenburg]] beteiligt gewesen und seitdem auf der Flucht. Das Angebot Ferdinands und des Erzbischofs, Pässler (und Geißmayer) zur Strecke zu bringen, dafür eine Belohnung und Straffreiheit zu erlangen, war für Wieser zu verlockend. Als Weggefährte von Pässler konnte er sich diesem ohne Argwohn Pässlers nähern. In einem Schreiben vom [[24. September]] [[1527]] berichtete dann Wieser an den Brunecker Stadtrichter Wolfgang Wistl von seinem Vorhaben, Pässler zu meucheln und bat Wistl, den Brief dem Innsbrucker Hofrat weiterzuleiten. Mitte Oktober 1527 fiel dann der tödliche Schuss auf Pässler und Wieser musste vor den Freunden Pässlers fliehen. Er floh nach Salzburg, wo ihm die Behörden tatsächlich auch die 200 Gulden ausbezahlten. Allerdings war der Erzbischof Matthäus Lang der Meinung, dass Wieser als Aufständischer sehr seine Strafe verdient hätte und ließ ihn verhaften. | | Pässler musste fliehen und zog nach Venzone (deutsch Peuschelsdorf) im nördlichen Friaul, wo er als Straßenräuber sein Dasein fristete. Auf seinen Kopf hatte Ferdinand von Tirol 200 [[Gulden]] ausgesetzt. Der in [[Werfen]] geborene [[Lucas Wieser]], war in den Jahren 1525 und 1526 an den Bauernaufständen gegen [[Erzbischof]] [[Matthäus Lang von Wellenburg]] beteiligt gewesen und seitdem auf der Flucht. Das Angebot Ferdinands und des Erzbischofs, Pässler (und Geißmayer) zur Strecke zu bringen, dafür eine Belohnung und Straffreiheit zu erlangen, war für Wieser zu verlockend. Als Weggefährte von Pässler konnte er sich diesem ohne Argwohn Pässlers nähern. In einem Schreiben vom [[24. September]] [[1527]] berichtete dann Wieser an den Brunecker Stadtrichter Wolfgang Wistl von seinem Vorhaben, Pässler zu meucheln und bat Wistl, den Brief dem Innsbrucker Hofrat weiterzuleiten. Mitte Oktober 1527 fiel dann der tödliche Schuss auf Pässler und Wieser musste vor den Freunden Pässlers fliehen. Er floh nach Salzburg, wo ihm die Behörden tatsächlich auch die 200 Gulden ausbezahlten. Allerdings war der Erzbischof Matthäus Lang der Meinung, dass Wieser als Aufständischer sehr seine Strafe verdient hätte und ließ ihn verhaften. |