| | Was empfindet Niki Stajkovic, der auf Hawaii lebt und im Moment auf Besuch in seiner alten Heimat weilt, wenn er am "Lepi" vorbei fährt? "Es war mir immer peinlich, dass meinetwegen das Becken gesperrt wurde. Gleichaltrige haben oft gesagt, schaut' euch den Angeber an. Am liebsten wollte ich versinken, aber der Papa hat gemeint: Noch einmal! Und als braver Bub habe ich gehorcht." | | Was empfindet Niki Stajkovic, der auf Hawaii lebt und im Moment auf Besuch in seiner alten Heimat weilt, wenn er am "Lepi" vorbei fährt? "Es war mir immer peinlich, dass meinetwegen das Becken gesperrt wurde. Gleichaltrige haben oft gesagt, schaut' euch den Angeber an. Am liebsten wollte ich versinken, aber der Papa hat gemeint: Noch einmal! Und als braver Bub habe ich gehorcht." |
| − | Nikola (so sein Taufname) Stajkovic entstammt der reichsten Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien. "Mein Urgroßvater hieß Pasic und war Ministerpräsident, er beherrschte 18 Sprachen. Mein Vater war das schwarze Schaf der Familie, weil er sich nur für Sport interessierte", verriet Niki beim Frühstück mit den [[Salzburger Nachrichten]]. "Warum ausgerechnet Wasserspringen? "Keine Ahnung. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre ich Abfahrer geworden. Oder Surfer, wenn es damals möglich gewesen wäre. Dann wäre ich heute Surfprofi", sagte der sechsfache Teilnehmer an Olympischen Spielen. "Olympia, das war nicht so meins", sagt er. "Entweder ich war krank oder verletzt. In Seoul [[1988]] hatte ich eine Blutvergiftung, der rote Strich reichte schon bis zum Hals. [[1992]] in Barcelona wurde meine Angina mit Penicillin behandelt und habe allergisch darauf reagiert." | + | Nikola (so sein Taufname) Stajkovic entstammt der reichsten Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien. "Mein Urgroßvater hieß Pasic und war Ministerpräsident, er beherrschte 18 Sprachen. Mein Vater war das schwarze Schaf der Familie, weil er sich nur für Sport interessierte", verriet Niki beim Frühstück mit den [[Salzburger Nachrichten]]. "Warum ausgerechnet Wasserspringen? "Keine Ahnung. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre ich Abfahrer geworden. Oder Surfer, wenn es damals möglich gewesen wäre. Dann wäre ich heute Surfprofi", sagte der sechsfache Teilnehmer an Olympischen Spielen. "Olympia, das war nicht so meins", sagt er. "Entweder ich war krank oder verletzt. In Seoul [[1988]] hatte ich eine Blutvergiftung, der rote Strich reichte schon bis zum Hals. [[1992]] in Barcelona wurde meine Angina mit Penicillin behandelt und [ich (sic!)] habe allergisch darauf reagiert." |
| | Aber es kam noch ärger für Niki, der sich schon ein berufliches Standbein geschaffen hatte und auf Hawaii im Immobiliengeschäft tätig war. "Während ich in Barcelona war, hat mein Geschäftspartner meine Unterschrift gefälscht. Die Folge waren ein jahrelanger Streit mit den Gerichten und ein Verlust von circa einer Million Euro. Aber ich hatte auch Glück im Unglück, denn einige Jahre später sind die Preise am Realitätenmarkt gestiegen. Inzwischen läuft das Geschäft ganz gut." | | Aber es kam noch ärger für Niki, der sich schon ein berufliches Standbein geschaffen hatte und auf Hawaii im Immobiliengeschäft tätig war. "Während ich in Barcelona war, hat mein Geschäftspartner meine Unterschrift gefälscht. Die Folge waren ein jahrelanger Streit mit den Gerichten und ein Verlust von circa einer Million Euro. Aber ich hatte auch Glück im Unglück, denn einige Jahre später sind die Preise am Realitätenmarkt gestiegen. Inzwischen läuft das Geschäft ganz gut." |