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In Salzburg wurde er von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer|Lorenz Hagenauer]], einem reichen Handelsmann (der auch Hausherr und Gönner [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s war) entdeckt und gefördert. Wolfgang Hagenauer sollte eigentlich als erstgeborener Sohn den Hof bei Ainring übernehmen, doch dazu sollte es nicht kommen. 1750 starb Wolfgangs Vater und da kein einziger seiner zahlreichen Brüder das väterliche Gut übernehmen wollte, trat eine Schwester mit ihrem Mann dieses Erbe an. Wolfgang absolvierte [[1751]] vorerst eine Zimmermannsausbildung in Salzburg und wohnte während dieser Zeit im Haus seines Onkels, dem bekannten [[Hagenauerhaus]] (Mozarts Geburtshaus) in der Getreidegasse.
 
In Salzburg wurde er von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer|Lorenz Hagenauer]], einem reichen Handelsmann (der auch Hausherr und Gönner [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s war) entdeckt und gefördert. Wolfgang Hagenauer sollte eigentlich als erstgeborener Sohn den Hof bei Ainring übernehmen, doch dazu sollte es nicht kommen. 1750 starb Wolfgangs Vater und da kein einziger seiner zahlreichen Brüder das väterliche Gut übernehmen wollte, trat eine Schwester mit ihrem Mann dieses Erbe an. Wolfgang absolvierte [[1751]] vorerst eine Zimmermannsausbildung in Salzburg und wohnte während dieser Zeit im Haus seines Onkels, dem bekannten [[Hagenauerhaus]] (Mozarts Geburtshaus) in der Getreidegasse.
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[[1755]] folgte Wolfgang Hagenauer seinem Bruder an die Wiener Akademie nach um Architektur zu studieren. Sein jüngerer Bruder Johann Baptist war bereits seit 1754 an die Wiener Akademie inskribiert, um dort Bildhauerei zu studieren. Die Studien der beiden Brüder wurden durch ein vom Salzburger [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] gewährtes Stipendium und die finanzielle Unterstützung ihres Onkels Lorenz Hagenauer ermöglicht. [[1759]] kehrte Wolfgang nach Salzburg zurück und wurde vom Erzbischof am 17. Jänner [[1760]] zum Hofbauverwalter bestellt und in den Rang eines hochfürstlichen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kammerdieners]] erhoben. Wolfgang erlangte jedoch nie die gleiche soziale Anerkennung wie seine jüngeren Brüder Johann Baptist und Johann Georg, die beide in den Adelsstand erhoben werden sollten. Gleichzeitig gründete Wolfgang eine private Zeichen-Abendschule in Salzburg, in der er auch seinen jüngsten Bruder Johann Georg, der später ebenfalls Architekt und Baumeister wurde, unterrichtete.  
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[[1755]] folgte Wolfgang Hagenauer seinem Bruder an die Wiener Akademie nach um Architektur zu studieren. Sein jüngerer Bruder Johann Baptist war bereits seit 1754 an die Wiener Akademie inskribiert, um dort Bildhauerei zu studieren. Die Studien der beiden Brüder wurden durch ein vom Salzburger [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] gewährtes Stipendium und die finanzielle Unterstützung ihres Onkels Lorenz Hagenauer ermöglicht. [[1759]] kehrte Wolfgang nach Salzburg zurück und wurde vom Erzbischof am 17. Jänner [[1760]] zum Hofbauverwalter bestellt und in den Rang eines hochfürstlichen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kammerdieners]] erhoben. Wolfgang erlangte jedoch nie die gleiche soziale Anerkennung wie seine jüngeren Brüder Johann Baptist und Johann Georg, denen beiden das Recht zugestanden wurde, das Adelsprädikat ''"von Hagenauer"'' zu tragen. Gleichzeitig gründete Wolfgang eine private Zeichenschule in Salzburg, in der er auch seinen jüngsten Bruder Johann Georg, der später ebenfalls Architekt und Baumeister wurde, unterrichtete.  
    
Wolfgangs erste Bauten, die Kirche in [[Itter]] ([[1762]]) und die Kirche in Buchbach bei Mühldorf ([[1763]]), lassen bereits den neuen klassizistischen Baustil erkennen. Zwischen [[1764]] und [[1771]] arbeitete Wolfgang Hagenauer eng mit seinem Bruder, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, welcher später Professor und Direktor der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde, zusammen. In dieser Zeit entstanden das [[Sigmundstor]] und die [[Marienstatue|Mariensäule]] auf dem [[Domplatz]] zu [[Salzburg]]. Wolfgang Hagenauer war zuerst von klassizistischer Formgebung  geprägt, verbunden mit dem Willen zu monumentalem Ausdruck, später  jedoch verstärkte sich in seinen Werken der Einfluss des Zopfstiles.
 
Wolfgangs erste Bauten, die Kirche in [[Itter]] ([[1762]]) und die Kirche in Buchbach bei Mühldorf ([[1763]]), lassen bereits den neuen klassizistischen Baustil erkennen. Zwischen [[1764]] und [[1771]] arbeitete Wolfgang Hagenauer eng mit seinem Bruder, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, welcher später Professor und Direktor der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde, zusammen. In dieser Zeit entstanden das [[Sigmundstor]] und die [[Marienstatue|Mariensäule]] auf dem [[Domplatz]] zu [[Salzburg]]. Wolfgang Hagenauer war zuerst von klassizistischer Formgebung  geprägt, verbunden mit dem Willen zu monumentalem Ausdruck, später  jedoch verstärkte sich in seinen Werken der Einfluss des Zopfstiles.
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