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| − | Die '''Geschichte der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße''' beginnt im Jahr [[1924]] und wurde von [[Franz Wallack|Hofrat Dipl.-Ing. Franz Wallack]] in einem 240 Seiten umfassenden Buch geschildert. Hier werden interessante Abschnitte daraus wiedergegeben. | + | Die '''Geschichte der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße''' beginnt im Jahr [[1924]] und wurde von [[Franz Friedrich Wallack|Hofrat Dipl.-Ing. Franz Wallack]] in einem 240 Seiten umfassenden Buch geschildert. Hier werden interessante Abschnitte daraus wiedergegeben. |
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| | ==Der Beginn== | | ==Der Beginn== |
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| | ==Die Arbeitslosigkeit der 1920er Jahre== | | ==Die Arbeitslosigkeit der 1920er Jahre== |
| − | Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab, und die Arbeitslosigkeit erreichte horrende 26 Prozent. Jetzt holte die Regierung die Pläne für die Glocknerstraße aus der Schublade, um wenigstens 3.200 von durchschnittlich 520.000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf 6 m Breite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich gewiss 120.000 Besucher kämen. Auf dieser Annahme gründete auch der Finanzierungsplan: Der Staat streckt die Bausumme vor, die Benützer dieser Straße tilgen diesen Betrag mit einem Benutzungsentgelt. | + | Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab, und die Arbeitslosigkeit erreichte horrende 26 Prozent. Jetzt holte die Regierung die Pläne für die Glocknerstraße aus der Schublade, um wenigstens 3.200 von durchschnittlich 520.000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Breite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich gewiss 120.000 Besucher kämen. Auf dieser Annahme gründete auch der Finanzierungsplan: Der Staat streckt die Bausumme vor, die Benützer dieser Straße tilgen diesen Betrag mit einem Benutzungsentgelt. |
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| | ==Planung und Werbung für die Straße== | | ==Planung und Werbung für die Straße== |
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| | ==Die Baumannschaften 1934== | | ==Die Baumannschaften 1934== |
| − | Von Norden nach Süden: | + | Von Norden nach Süden der Baulose Mitte und Süd: |
| − | | + | In Salzburg: |
| | + | *Baulager Fuscher Lacke: 205 Mann |
| | + | *Baulager Mittertörl: 180 Mann |
| | + | *Baulager Wegscheid: 110 Mann |
| | + | *Baulager Wintergrube: 75 Mann (war bereits knapp unter dem Hochtortunnel in 2.626 m Höhe), mit einem Steinbruch |
| | + | In Kärnten: |
| | + | *Baulager Hochtor: 220 Mann, mit einem Steinbruch |
| | + | *Baulager Viehbühel: 94 Mann |
| | + | *Baulager Fallbichl: 310 Mann |
| | + | *Baulager Guttal: 210 Mann |
| | + | *Baulager Kasereck: 40 Mann |
| | ==Die Eröffnung der Straße== | | ==Die Eröffnung der Straße== |
| | Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am [[3. August]] [[1935]] eröffnet und tags darauf mit einem [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|internationalen Auto- und Motorradrennen]] zünftig in Betrieb genommen. | | Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am [[3. August]] [[1935]] eröffnet und tags darauf mit einem [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|internationalen Auto- und Motorradrennen]] zünftig in Betrieb genommen. |
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| | ==Quelle== | | ==Quelle== |
| | * ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues'' von Dipl.-Ing. Franz Wallack, in der zweiten Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien | | * ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues'' von Dipl.-Ing. Franz Wallack, in der zweiten Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien |
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| | + | [[Kategorie:Geschichte]] |
| | + | [[Kategorie:Straße]] |