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'''Karl Kurz''' (* Göss bei Leoben, † [[11. November]] [[1970]] bei Raach) war Einsiedler in der  [[Einsiedelei am Palfen]] nördlich von  [[Saalfelden]] am Fuße des [[Steinernes Meer|Steinernen Meeres]] im  [[Pinzgau]].
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'''Karl Kurz''' (* Göss bei Leoben, † [[11. November]] [[1970]] bei Raach) war Einsiedler in der  [[Einsiedelei am Palfen]] nördlich von  [[Saalfelden am Steinernen Meer]] am Fuße des [[Steinernes Meer|Steinernen Meeres]] im  [[Pinzgau]].
    
== Acht Schüsse und das Drama eines Unschuldigen ==
 
== Acht Schüsse und das Drama eines Unschuldigen ==
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Er zeichnete  die Geschichte der Klause und die ihrer Be­wohner mit viel Liebe zum De­tail  auf. Auch jene von Karl Kurz. Der aus Göss bei Leoben stammende Kaufmann be­zieht  als Pensionist im Jahr 1967  die auf 1 001 [[m ü. A.]] liegende Einsiede­lei. Er öffnet die  Klause für Besucher. Am [[30. Dezember]] [[1969]] ist  Kurz zu Gast in Robert Lembkes heiterem TV-Beruferaten "''Was bin  ich''". Das löst im folgenden Sommer einen Gästean­sturm aus - und ruft  Neider auf den Plan.  
 
Er zeichnete  die Geschichte der Klause und die ihrer Be­wohner mit viel Liebe zum De­tail  auf. Auch jene von Karl Kurz. Der aus Göss bei Leoben stammende Kaufmann be­zieht  als Pensionist im Jahr 1967  die auf 1 001 [[m ü. A.]] liegende Einsiede­lei. Er öffnet die  Klause für Besucher. Am [[30. Dezember]] [[1969]] ist  Kurz zu Gast in Robert Lembkes heiterem TV-Beruferaten "''Was bin  ich''". Das löst im folgenden Sommer einen Gästean­sturm aus - und ruft  Neider auf den Plan.  
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Wieneroiter  schreibt in sei­ner Chronik: "''Am Sonntag, [[27. September]] [[1970]], um 19 Uhr ver­sperrt Karl Kurz die Klause und läutet  mit dem Glöckchen das Ave-Maria.''" Als er in der Wohnstube beim Gebet  sitzt, peitschen Schüsse durch die Stille. "''Ein Unbekannter hatte auf  die Eingangstüre der Klau­se acht Schüsse abgefeuert. Die Projektile  durchdrangen das Holz der Türe und schlugen im Inneren der Klause in Holz und  Mauerwerk ein. Auch ein Fens­terglas zersplitterte.''" Der  Einsiedler schlägt per Glockengeläut Alarm. Ein Tele­fon gibt es nicht am  Palfen. Gendarmeriepostenkomman­dant Karl Reichinger schickt ei­lig  eine Patrouille auf den Berg.  
 
Wieneroiter  schreibt in sei­ner Chronik: "''Am Sonntag, [[27. September]] [[1970]], um 19 Uhr ver­sperrt Karl Kurz die Klause und läutet  mit dem Glöckchen das Ave-Maria.''" Als er in der Wohnstube beim Gebet  sitzt, peitschen Schüsse durch die Stille. "''Ein Unbekannter hatte auf  die Eingangstüre der Klau­se acht Schüsse abgefeuert. Die Projektile  durchdrangen das Holz der Türe und schlugen im Inneren der Klause in Holz und  Mauerwerk ein. Auch ein Fens­terglas zersplitterte.''" Der  Einsiedler schlägt per Glockengeläut Alarm. Ein Tele­fon gibt es nicht am  Palfen. Gendarmeriepostenkomman­dant Karl Reichinger schickt ei­lig  eine Patrouille auf den Berg.  
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Die Beamten treffen Kurz ver­wirrt  und verängstigt in der Klause an. Auf dem Fensterla­den liegt ein  handgeschriebe­ner Zettel. Darauf steht: "''Nur eine Warnung, später zu  spät!''" Weitere  Drohbriefe treffen ein. Bei der [[Gendarmerie]], im Pfarramt und im Gemeindeamt. In einem  heißt es: "''Pfefferte auf die Klause, weil er beim Be­zahlen der  Besichtigungsge­bühr um den Betrag von 20 [[Schilling]]  von Karl Kurz betrogen worden ist.''"  
 
Die Beamten treffen Kurz ver­wirrt  und verängstigt in der Klause an. Auf dem Fensterla­den liegt ein  handgeschriebe­ner Zettel. Darauf steht: "''Nur eine Warnung, später zu  spät!''" Weitere  Drohbriefe treffen ein. Bei der [[Gendarmerie]], im Pfarramt und im Gemeindeamt. In einem  heißt es: "''Pfefferte auf die Klause, weil er beim Be­zahlen der  Besichtigungsge­bühr um den Betrag von 20 [[Schilling]]  von Karl Kurz betrogen worden ist.''"  
 
        
 
        
 
Am [[2. Oktober]] 1970 be­kommt Kurz eine Postkarte. Es werden ihm ein "''Bauchschuss und zwei  Dum-Dum-Geschos­se in die Knie''" angedroht. Wieneroiter:  "''Kurz ist zu der Zeit schon sehr beunruhigt und zeitweise nicht mehr  ansprech­bar.''" Die Ermittlungen verlau­fen erfolglos. Kurz allerdings  verstrickt sich bei Befragungen in Widersprüche. Er gerät in Verdacht, das  Schussattentat selbst inszeniert zu haben, "''um seiner Popularität einen  neuen Schub zu geben''".  
 
Am [[2. Oktober]] 1970 be­kommt Kurz eine Postkarte. Es werden ihm ein "''Bauchschuss und zwei  Dum-Dum-Geschos­se in die Knie''" angedroht. Wieneroiter:  "''Kurz ist zu der Zeit schon sehr beunruhigt und zeitweise nicht mehr  ansprech­bar.''" Die Ermittlungen verlau­fen erfolglos. Kurz allerdings  verstrickt sich bei Befragungen in Widersprüche. Er gerät in Verdacht, das  Schussattentat selbst inszeniert zu haben, "''um seiner Popularität einen  neuen Schub zu geben''".  
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Am [[15. Oktober]] 1970 er­scheint Karl Kurz bei der Kri­minalabteilung des Landesgen­darmeriekommandos.  Unauf­gefordert. Er bezichtigt sich selbst der Tat. Wieneroiter: "In  seiner Verzweiflung denkt er, ein Geständnis kann die ganze Sache zu einem Ende  bringen.''" Er kündigt an, zurück in die Steiermark zu übersiedeln. Den  Bart rasiert sich der Einsiedler ab. "''Er verlässt Saalfelden als  gebrochener Mann.''"  
 
Am [[15. Oktober]] 1970 er­scheint Karl Kurz bei der Kri­minalabteilung des Landesgen­darmeriekommandos.  Unauf­gefordert. Er bezichtigt sich selbst der Tat. Wieneroiter: "In  seiner Verzweiflung denkt er, ein Geständnis kann die ganze Sache zu einem Ende  bringen.''" Er kündigt an, zurück in die Steiermark zu übersiedeln. Den  Bart rasiert sich der Einsiedler ab. "''Er verlässt Saalfelden als  gebrochener Mann.''"  
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[[Kategorie:Gesellschaftliches|Kurz, Karl]]
 
[[Kategorie:Gesellschaftliches|Kurz, Karl]]
 
[[Kategorie:Pinzgau|Kurz, Karl]]
 
[[Kategorie:Pinzgau|Kurz, Karl]]
[[Kategorie:Saalfelden|Kurz, Karl]]
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[[Kategorie:Saalfelden am Steinernen Meer|Kurz, Karl]]