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Das '''Bistum Chiemsee''' bestand von [[1215]], gegründet von Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]], bis [[1808]] und gehörte zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. Im Jänner [[2009]] wurde es von Papst Benedikt XVI. als Titularbistum (historische Diözese, die einem Titularbischof zugeordnet wird) wieder errichtet.
 
Das '''Bistum Chiemsee''' bestand von [[1215]], gegründet von Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]], bis [[1808]] und gehörte zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. Im Jänner [[2009]] wurde es von Papst Benedikt XVI. als Titularbistum (historische Diözese, die einem Titularbischof zugeordnet wird) wieder errichtet.
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Es befand sich im [[Chiemgau]] in [[Bayern]] mit Sitz auf [[Herrenchiemsee]]. Die [[Bischöfe von Chiemsee]] waren die [[Weihbischof|Weihbischöfe]] der [[Salzburger Erzbischöfe]], die aus den Mitgliedern des [[Domkapitel]]s gewählt wurden.
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==Bischof==
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Die [[Bischöfe von Chiemsee]] waren [[Weihbischof|Weihbischöfe]] der [[Salzburger Erzbischöfe]] und wurden aus den Mitgliedern des [[Domkapitel]]s gewählt. Der Bischof galt als Lehnsmann des Salzburger Erzbischofs und wurde von diesem nominiert, konfirmiert, konsekriert und investiert. Obwohl Bischof einer eigenen Diözese, residierte er gewöhnlich in Salzburg im [[Chiemseehof]]. Da der Bischof von Chiemsee Vasall des Erzbischofs war, hatte er Sitz und Stimme auf den [[Salzburger Landstände|Salzburger Landtagen]] und war kein [[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|Reich]]<nowiki></nowiki>sfürst.
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Bischofskirche war die Kirche des Klosters Herrenchiemsee. Die [[Augustiner-Chorherren]] des Klosters Herrenchiemsee bildeten das Domkapitel.
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==Gebietsumfang und -einteilung==
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===Grenzen===
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Das Gebiet des Bistums Chiemsee war gänzlich vom [[Erzdiözese Salzburg#Geschichte|Erzbistum Salzburg]] umschlossen. Die Bistumsgrenzen verliefen vom Südöstende des [[Chiemsee]]s südwärts, die heutige tirolisch-salzburgische Landesgrenze entlang und danach, noch die Nebentäler des [[Brixental]]s in sich schließend, wieder nordnordostwärts, immer östlich des Inns, über das Kaisergebirge, bis zum Nordufer des Chiemsees.
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===Pfarreien===
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Das Bistum bestand ursprünglich aus zehn Pfarreien; davon lagen
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* fünf in Bayern (Herrenchiemsee, Prien am Chiemsee, Eggstätt, Söllhuben und Grassau),
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* vier (bis 1504 in Bayern, dann) in [[Tirol]] (Kirchdorf, St. Ulrich am Pillersee, St. Johann im Leukental [d.i. St. Johann in Tirol] und Söll) sowie
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* eine ([[Brixen im Thale]]) auf damals salzburgischem, seit 1816 ebenfalls tirolischem Gebiet.
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1804 bestand das Bistum aus elf Pfarreien mit 16 Vikariaten, zehn Kuratien, zehn Kooperaturen, elf Kaplaneien und Benefizien, einem Priesterhaus, einem Chorherrenstift, einem Kapuzinerkloster und 38.818 Katholiken.
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===Archidiakonate===
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Bereits bei der Bistumsgründung wurde festgelegt, dass die Rechte des Archidiakons von Chiemsee, der zugleich Dompropst und Propst des Augustinerchorherrenstifts sowie des Inselklosters war, nicht geschmälert werden sollten. Bischof und Archidiakon standen stets in einem Kompetenzstreit, wobei Bayern die Position des Archidiakons unterstützte. Klare Rechtsverhältnisse wurden erst 1613 durch die Teilung des Archidiakonates in einen erzbischöflich-salzburgischen und einen bischöflich-chiemseeischen Teil geschaffen. Durch die Errichtung eines Dekanates in St. Johann im Leukental wurde der Einfluss des Dompropstes 1621 wiederum verringert.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
* Salzburgwiki
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* Fischer, Peter: ''St. Johann war einst bischöfliche Residenz : Vor 200 Jahren wurde das Bistum Chiemsee aufgelöst''. In: Heimatkundliche Beiträge des Museums- und Kulturvereines Sankt Johann in Tirol [http://www.museum1.at/fileadmin/journal/Ausgabe_Fruehjahr_2008.pdf Nr.&nbsp;12,&nbsp;Frühjahr&nbsp;2008&nbsp;(PDF,&nbsp;683&nbsp;kB)] = Tiroler Heimatblätter, 84 (2009), H.&nbsp;1, S.&nbsp;36–39.
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Chiemsee Wikikpedia Deutschland Bistum Chiemsee]
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* [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Chiemsee Bistum Chiemsee]
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==Literatur==
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* Fürst, Max: ''Das Bistum Chiemsee und seine Bischöfe''. In: Heimatbilder aus dem Chiemgau, Nr.&nbsp;49 (Traunstein, Historischer Verein für den Chiemgau, 1927) S.&nbsp;226-240.
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* Wallner, Engelbert: ''Das Bistum Chiemsee im Mittelalter „1215-1508“'' (Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Bd.&nbsp;5). Rosenheim, Verlag des Historischen Vereins Rosenheim, 1967.
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* [[Johannes Graf von Moy|Moy, Johannes Graf von]]: ''Das Bistum Chiemsee'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 122 (1982) S.&nbsp;1–50.
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* Naimer, Erwin: ''Das Bistum Chiemsee in der Neuzeit'' (Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Bd.&nbsp;11). Rosenheim, Verlag des Historischen Vereins Rosenheim, 1990.
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* Naimer, Erwin: ''Kirchengeschichte von St. Johann'', in: Hye, Franz-Heinz; Trockenbacher, Franz;  Marktgemeinde St. Johann in Tirol (Hrsg.): ''St. Johann in Tirol, Natur und Mensch in Geschichte und Gegenwart''. St. Johann in Tirol, Verlag der Marktgemeinde, 1990.
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* Heim, Manfred: ''Bischof und Archidiakon, geistliche Kompetenzen im Bistum Chiemsee (1215-1817)''. St. Ottilien, EOS-Verlag, 1992.
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* [[Karl Heinz Ritschel|Ritschel, Karl Heinz]]: ''Das Bistum Chiemsee''. 2000.<!--Die hier gegebene Literaturliste beruht auf der obigen Quelle "Fischer, Peter", so offenkundig auch die in Wikipedia und anderen Quellen aufzufindenden Literaturlisten. Ich (Benutzer:Karl Irresberger) habe sie ergänzt, nur bei Ritschel war das nicht möglich, da dieses Werk, außer bei Fischer und den ihm Folgenden, nirgends angeführt zu finden war. (Anm. Karl Irresberger)__>
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* Heim, Manfred: ''Das Bistum Chiemsee in der Germania Sacra'', in: ''Bayerische Geschichte – Landesgeschichte in Bayern. Festgabe für Alois Schmid zum 60. Geburtstag'', hg. v. Konrad Ackermann und Hermann Rumschöttel (Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 68), München 2005, S.&nbsp;393–406.
 
[[Kategorie:Kirche]]
 
[[Kategorie:Kirche]]
 
[[Kategorie:Kirche (Geschichte)]]
 
[[Kategorie:Kirche (Geschichte)]]