Kobler-Spängler-Briefe von 1883 bis 1884: Unterschied zwischen den Versionen

 
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==== Brief vom 1. August 1883 von Fanni Spängler an Fanny Kobler ====
==== Brief vom 1. August 1883 von Fanni Spängler an Fanny Kobler ====
Fanni Spängler an Fanny Kobler:<br /> Pottenstein 1. August 1883: ''Liebe Großmutter!'' [...]; sie kündigt Ankunft in Salzburg mit dem Postzug für den 7. 8. an; wir freuen ''uns sehr auf den Aufenthalt in der lieben Heimat''; der Mann freut sich über die kleine Erholung, hat mit der ''Anlegung der neuen Grundbücher'' viel zu tun, ''die Kinder spielen stundenlang "Reise nach Salzburg"'', 15 Stunden Reise, davon 3 Stunden Warten in St. Pölten; Kathi (Magd) begleitet sie. ''Zugleich bitte ich dich, für Dienstag Nachmittag 3 Seitel Milch und 1 Seiten Obers'' [Sahne, Anm.] ''zur Jause zu besorgen, da ich weiß, daß man nur in der Frühe Milch bekommt. Eben so viel brauche ich zum Frühstück. Roserl u. Hanna'' ["Johanna", genannt "Hansimutti", geb. 16. 5. 1882] ''bekommen nämlich zur Jause und Abends Cacao.'' [...] ''Sonntag oder Montag wird meine Kiste kommen, die ich nur in’s Zimmer zu stellen bitte.'' [...]
Brief vom 1. August 1883 von Fanni / [[Franziska Spängler]] an Fanny / [[Franziska Kobler]]; [...] = Auslassung; Inhalt zum Teil referiert:<br />
''Pottenstein 1. August 1883 // Liebe Großmutter!'' [...]; sie kündigt Ankunft in Salzburg mit dem Postzug für den 7. 8. an; wir freuen ''uns sehr auf den Aufenthalt in der lieben Heimat''; der Mann freut sich über die kleine Erholung, hat mit der ''Anlegung der neuen Grundbücher'' viel zu tun, ''die Kinder spielen stundenlang "Reise nach Salzburg"'', 15 Stunden Reise, davon 3 Stunden Warten in St. Pölten; Kathi (Magd) begleitet sie. ''Zugleich bitte ich dich, für Dienstag Nachmittag 3 Seitel Milch und 1 Seiten Obers'' [Sahne, Anm.] ''zur Jause zu besorgen, da ich weiß, daß man nur in der Frühe Milch bekommt. Eben so viel brauche ich zum Frühstück. Roserl u. Hanna'' ["Johanna", genannt "Hansimutti", geb. 16. Mai 1882] ''bekommen nämlich zur Jause und Abends Cacao.'' [...] ''Sonntag oder Montag wird meine Kiste kommen, die ich nur in’s Zimmer zu stellen bitte.'' [...]
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==== Franz II. Xaver Gregor Spängler an Franziska Spängler, August 1883 ====
==== Briefe und Postkarten Franz Spängler und Tochter Franziska Spängler, August 1883 ====
Briefe und Postkarten von / an Franziska Spängler (* 18. Juni 1877; † 1962; Nr. 9 a): 1884 Vater Spängler schreibt aus Pottenstein Postkarte an "Fräulein Franziska Spängler, Bezirksrichterstochter, in Salzburg, Mozartplatz 10", dankt für Brief. "Sei recht brav und folgsam, und mache dadurch der Mutter und mir Freude... dein dich liebender Vater"
Briefe und Postkarten von / an Franziska Spängler (* 18. Juni 1877; † 1962) [nicht alle notiert]: August 1883 und 1884; der Vater Spängler schreibt aus Pottenstein eine Postkarte an "Fräulein Franziska Spängler, Bezirksrichterstochter, in Salzburg, Mozartplatz 10" und dankt für einen Brief. "Sei recht brav und folgsam, und mache dadurch der Mutter und mir Freude... dein dich liebender Vater"
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[[Datei:O. J. 1.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 1.]]
[[Datei:O. J. 1.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 1.]]
[[Datei:O. J. 2.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 2.]]
[[Datei:O. J. 2.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 2.]]
[[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an Fanni Spängler: Salzburg am 13. September [nach 1882/83]<br /> ''Liebe Fani. Du wirst nicht wißen warum auf dein Brief so lange keine Antwort bekommst, wir hatten das schöne Wetter benuzen müßen um die Betten in die Sonn zu bringen, du weist ja wie groß und schwer sie sind. Morgen wird der Bodenzezer [-setzer] kommen um die Böden einzulassen und zu beüsten [? beizen]. Wie geht es dir, deinem Mann und die Kinde/ Mit dem Pottografie [! Photo-] der kleinen Gesellschaft hast du mir eine große Freunde gemacht, ich danke dir vilmals dafür, sie sind alle gut getroffen. Mir Gott sey dank geht es so zimmlich gut. Ihr werdet woll oft von Salzburg und den schönen Bergen sprächen. - Du würst wohl nicht lange herumgehn? Gott gebe das alles gut vorübergeht/ Vor einigen Tagen hat sich die Feurwache hier Protezirt. d Lostin [?] ist recht schön. Von Linz, Wien, Tirol und Bömmen. Auch die Maschinen sehr zwekmeßig. Die Franzi sollte ja in der Schulle recht fleißig sein. Deinem Mann sage viele Grüße von mir. Lebt alle rech wohl dieß wünscht und bleibt gesund dieß wünscht euere Urgroßmutter Fani. - Meine Augen werden sehr schwach. Grüß Anna und Lotti. Die Liese küß die dir Hand. - Herr und Frau von König [?] haben mich vor einigen Tagen besucht, und haben mich ersucht wenn du einmal nach Wien hinein Fahren würdest sie zu besuchen. Sie sieht recht gut aus, hat einen kleinen Buben. Es scheind ihnen gut zu gehn. Ich denke er muß in Wien in der Akademi angestellt sein Aderweiße [?]. Sie wohnen den Zellfitur [?] gegenüber No 56.''
Brief vom 13. September [ohne Jahr; erschlossen; nach 1882/83] von [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an Fanni / [[Franziska Spängler]]; [Ergänzung]; [?] fragliche Stelle:<br />
''Salzburg am 13. September // Liebe Fani. Du wirst nicht wißen warum auf dein Brief so lange keine Antwort bekommst, wir hatten das schöne Wetter benuzen müßen um die Betten in die Sonn zu bringen, du weist ja wie groß und schwer sie sind. Morgen wird der Bodenzezer [-setzer] kommen um die Böden einzulassen und zu beüsten [? beizen]. Wie geht es dir, deinem Mann und die Kinde/ Mit dem Pottografie [! Photo-] der kleinen Gesellschaft hast du mir eine große Freunde gemacht, ich danke dir vilmals dafür, sie sind alle gut getroffen. Mir Gott sey dank geht es so zimmlich gut. Ihr werdet woll oft von Salzburg und den schönen Bergen sprächen. - Du würst wohl nicht lange herumgehn? Gott gebe das alles gut vorübergeht/ Vor einigen Tagen hat sich die Feurwache hier Protezirt. d Lostin [?] ist recht schön. Von Linz, Wien, Tirol und Bömmen. Auch die Maschinen sehr zwekmeßig. Die Franzi sollte ja in der Schulle recht fleißig sein. Deinem Mann sage viele Grüße von mir. Lebt alle rech wohl dieß wünscht und bleibt gesund dieß wünscht euere Urgroßmutter Fani. - Meine Augen werden sehr schwach. Grüß Anna und Lotti. Die Liese küß die dir Hand. - Herr und Frau von König [?] haben mich vor einigen Tagen besucht, und haben mich ersucht wenn du einmal nach Wien hinein Fahren würdest sie zu besuchen. Sie sieht recht gut aus, hat einen kleinen Buben. Es scheind ihnen gut zu gehn. Ich denke er muß in Wien in der Akademi angestellt sein Aderweiße [?]. Sie wohnen den Zellfitur [?] gegenüber No 56.''


"Die Kinder" werden gegrüßt, und offenbar wird wieder eines erwartet: Rosa, das dritte Kind, wird 1880 geboren, Johanna 1882 [Nr. 9]; Franzi, geb. 1877, ist bereits bzw. soll offenbar in die Schule.
"Die Kinder" werden gegrüßt, und offenbar wird wieder eines erwartet: Rosa, das dritte Kind, wird 1880 geboren, Johanna 1882; Franzi, geb. 1877, ist bereits bzw. soll offenbar in die Schule.
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==== Brief vom 2. Oktober 1883 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 2. Oktober 1883 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
[[Fanny Kobler]]: Briefbogen Seidenpapier, Salzburg 2. 10. 1882 [1883], von "Urgroßmutter Fanni" an "Fani" (Spängler): XXX Mir Gott lob geht es ja zimlich gut. XXX Wan wirst du entbinden XXX Wochenbett XXX grüße Mann und Kinder [schwer zu lesen, da durchscheinend] – ein Sohn Franz Spängler wurde am 20. Oktober 1883 geboren.
Brief vom 2. Oktober 1883 von Fanny / [[Franziska Kobler]] an Fanni / [[Franziska Spängler; Briefbogen aus Seidenpapier, datiert Salzburg 2. 10. 1882 [richtig: 1883] von "Urgroßmutter Fanni" an "Fani" (Spängler): XXX Mir Gott lob geht es ja zimlich gut. XXX Wan wirst du entbinden XXX Wochenbett XXX grüße Mann und Kinder [schwer zu lesen, da durchscheinend] – ein Sohn Franz Spängler wurde am 20. Oktober 1883 geboren. [nicht gelesen]
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==== Brief vom 22. November [?] 1883 von Therese von Lürzer an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
==== Brief vom 22. November [?] 1883 von Therese von Lürzer an Franz Spängler ====
ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [?] unsicher Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
Brief vom 22. November [?] 1883 von Therese von Lürzer an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; [?] = unsichere Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
''Hall 22 ten 11 M[onat] 1883 Lieber Theurer Franz u Frau Fani[.] Zu deinen komenden Namensfest<ref>Einer der Namenstage für "Franz" ist der 3. Dezember; das stützt die Datierung dieses Briefes, vgl. "11 M".</ref>, wünsche ich dir von herzen alles gute, Gott erhalte dich gesund u zufrieden u Segne dich, in All deinen Handlungen, ich bitte bewahre mir immer dein freundliches Wohlwollen. Für deinen lieben Brief u fotografhien deiner lieben Kinderln danke ich dir recht herzlich u / ich gratuliere dir zu deinen buberl<ref>Franz Spängler, * 20. Oktober 1883</ref>, Gott möge dir deine lieben Kinder recht gesund u stark heranbliehen lassen daß Ihr viele Freuden an Ihnen erlebt. Gottlob das alles gut vorüber ging. Ja ja die liebe Toni würde sich sehr freuen, wen Sie noch am leben wäre, wie ich mich jnnig freue, das Bild ist doch herzig von deinen lieben Mäderln / u freut mich sehr, ich schaue sie oft an. Gottlob no[c]h bin ich möglichst gesund, wie es ein so ho[h]es Alter erlaubt, den jeder Tag hat seine Plage, doch so lange ich auf sein kann bin ich glücklich, u in die Kirche gehen kan mit Hielfe meiner Dienerin. Bei Euch wird es recht lebhaft sein mit den lieben lebhaften Kinderln da möchte ich sehr gerne [?] da zu / den ich habe die Beiden sehr gerne u spiele gerne mit ihnen[.] von meinen Haußherr hat 2 Kinder 2 Buberln 1 ist wohl erst ein Monat u eines ist ein jahr u 3 Monat alt das kommt öfters zu mir, er ist so lustig, ich mache oft späße u er will bei mir bleiben[.] Lieber Franz grüße mir deine Liebe Frau recht herzlich, u deine Kinderln, u sei versichert das ich täglich für Euch alle bete. Lebt nun alle recht wohl, ich empfälle Euch in den Schutz Gottes u ich verbleibe deine treue alte Tante Theres v Lürzer''
''Hall 22 ten 11 M[onat] 1883 Lieber Theurer Franz u Frau Fani[.] Zu deinen komenden Namensfest<ref>Einer der Namenstage für "Franz" ist der 3. Dezember; das stützt die Datierung dieses Briefes, vgl. "11 M".</ref>, wünsche ich dir von herzen alles gute, Gott erhalte dich gesund u zufrieden u Segne dich, in All deinen Handlungen, ich bitte bewahre mir immer dein freundliches Wohlwollen. Für deinen lieben Brief u fotografhien deiner lieben Kinderln danke ich dir recht herzlich u / ich gratuliere dir zu deinen buberl<ref>Franz Spängler, * 20. Oktober 1883</ref>, Gott möge dir deine lieben Kinder recht gesund u stark heranbliehen lassen daß Ihr viele Freuden an Ihnen erlebt. Gottlob das alles gut vorüber ging. Ja ja die liebe Toni würde sich sehr freuen, wen Sie noch am leben wäre, wie ich mich jnnig freue, das Bild ist doch herzig von deinen lieben Mäderln / u freut mich sehr, ich schaue sie oft an. Gottlob no[c]h bin ich möglichst gesund, wie es ein so ho[h]es Alter erlaubt, den jeder Tag hat seine Plage, doch so lange ich auf sein kann bin ich glücklich, u in die Kirche gehen kan mit Hielfe meiner Dienerin. Bei Euch wird es recht lebhaft sein mit den lieben lebhaften Kinderln da möchte ich sehr gerne [?] da zu / den ich habe die Beiden sehr gerne u spiele gerne mit ihnen[.] von meinen Haußherr hat 2 Kinder 2 Buberln 1 ist wohl erst ein Monat u eines ist ein jahr u 3 Monat alt das kommt öfters zu mir, er ist so lustig, ich mache oft späße u er will bei mir bleiben[.] Lieber Franz grüße mir deine Liebe Frau recht herzlich, u deine Kinderln, u sei versichert das ich täglich für Euch alle bete. Lebt nun alle recht wohl, ich empfälle Euch in den Schutz Gottes u ich verbleibe deine treue alte Tante Theres v Lürzer''
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==== Brief ohne Datierung von Katharina Arrigler an Franziska Spängler ====
==== Brief ohne Datierung [ca. 1883/1885] von Katharina Arrigler an Franziska Spängler ====
Briefbogen mit Klebebildchen Mädchen und Junge, ohne Datum [ca. 1883/1885], von [[Katharina Arrigler]] an Franziska Spängler (* 1877):<br />''Liebe Franzl! Ich muß dir ein paar Zeilen schreiben u. danken für die Freude die du mir mit den Strumpfbändern gemacht hast, hättest du nur mein überraschtes Gesicht gesehen, du hättest gelacht. Allen zeige ich sie u. bin stolz, daß ich eine so fleißige Enkelin habe. sie sind recht schön gestrickt gehäkelt u. auch sehr schön mas[c]hen kriegst du, du wußtest schon, daß ich sie recht nothwendig brauche. die Meinen waren schon recht schlecht u. das Eine verlor ich neulich im Minnbel [Mirabell-?] Garten. denkst du noch an Salzburg, wir wünschen sehr oft, daß du wieder bei der Küchenthür herein kämmst. und freuen uns schon wieder auf Euch, dan[n] kannst du deine Schwestern zu uns führen. Gib der Toni, Roserl u. Hannile<ref>Johanna Spängler (* 1882); damit ergibt sich eine Datierung des Briefes vor der Geburt von Otto (* 1886)</ref> Bußerl von mir ich lasse ihnen danken für ihre Wünsche. so wie ich auch noch dir danke, für deine liebe Gratulation, die habe ich mir aufgehoben, ja liebe Franzl, du hast mir eine große [unterstrichen] Freude gemacht, wenn ich dir nur auch eine Freude machen könnte. Jetzt mußt du dich wohl auf das Christkind freuen, und es hat für dich vielleicht bestellt. Nun leb wohl liebe Franzl es grüßt dich / deine / dich liebende Großmutter. / Viele Grüße von den Tanten.''
Briefbogen mit Klebebildchen Mädchen und Junge, ohne Datum [ca. 1883/1885], von [[Katharina Arrigler]] an Franziska Spängler (* 1877); [Ergänzung]; [?] = fragliche Lesung:<br />
''Liebe Franzl! Ich muß dir ein paar Zeilen schreiben u. danken für die Freude die du mir mit den Strumpfbändern gemacht hast, hättest du nur mein überraschtes Gesicht gesehen, du hättest gelacht. Allen zeige ich sie u. bin stolz, daß ich eine so fleißige Enkelin habe. sie sind recht schön gestrickt gehäkelt u. auch sehr schön mas[c]hen kriegst du, du wußtest schon, daß ich sie recht nothwendig brauche. die Meinen waren schon recht schlecht u. das Eine verlor ich neulich im Minnbel'' [Mirabell-?] ''Garten. denkst du noch an Salzburg, wir wünschen sehr oft, daß du wieder bei der Küchenthür herein kämmst. und freuen uns schon wieder auf Euch, dan[n] kannst du deine Schwestern zu uns führen. Gib der Toni, Roserl u. Hannile<ref>Johanna Spängler (* 1882); damit ergibt sich eine Datierung des Briefes vor der Geburt von Otto (* 1886)</ref> Bußerl von mir ich lasse ihnen danken für ihre Wünsche. so wie ich auch noch dir danke, für deine liebe Gratulation, die habe ich mir aufgehoben, ja liebe Franzl, du hast mir eine große [unterstrichen] Freude gemacht, wenn ich dir nur auch eine Freude machen könnte. Jetzt mußt du dich wohl auf das Christkind freuen, und es hat für dich vielleicht bestellt. Nun leb wohl liebe Franzl es grüßt dich / deine / dich liebende Großmutter. / Viele Grüße von den Tanten.''


Zwei Fotos oben.
Zwei Fotos oben.
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[[Datei:Welser Anzeiger, 2. August 1884.jpg|thumb| Beilage zum Welser Anzeiger vom 2. August 1884 (Ausschnitt).]]
[[Datei:Welser Anzeiger, 2. August 1884.jpg|thumb| Beilage zum Welser Anzeiger vom 2. August 1884 (Ausschnitt).]]


''Montag 4/8. 2 ½ Uhr Nachm. // Hier erwarteten uns Emma u Minna, die auch für einen Wagen gesorgt hatten. // Gegen 6 Uhr kamen wir in die / Wohnung. Großmutter begrüßte uns freundlich, von Tomaselli<ref>[[Café Tomaselli]]; die Großmutter [[Franziska Kobler]] wohnte zu dieser Zeit, spätestens seit Juli 1881, im Nachbarhaus, [[Alter Markt]] Nr. 10, wo sie auch 1886 starb.</ref> wurde Kafe geholt und wir erquikten uns Alle daran. Nachdem der meiste Eisenbahnruß abgeputzt war, pa[c]kten Kathi und ich gleich Alles aus, und richteten uns häuslich ein. Nach Tisch ging ich gleich zu Otto ([[Otto Spängler]]; Anm.). Alle grüßen herzlich[.] Sonntag war in der Mirabell-Kapelle ([[Mirabellkapelle]]; Anm.) die Trauung der Anna Stielitz [?] [.] Durch Lida’s Güte kam ich auch in die Kirche. Anna sah allerliebst aus. Lida<ref>"Lida", verheiratet Guttenberg, ist eine enge Freundin von Fanni, auch eine frühe Spängler-Bekanntschaft, und wird häufig in den Briefen seit 1860 genannt.</ref> ist mit den Kindern allein hier, doch wird Hermann nachkommen. Sie bleiben bis Ende August. Wir freuen uns sehr, daß wir heuer wieder zusammen sind. Das Wetter ist herrlich. / Samstag Nachmittag ging ich mit den Schwestern und 3 Kindern nach [[Leopoldskron]]. Dort sah ich Tante Pepi /: so rund wie immer :/ und Vetter Julius sammt seinen Kindern. Gestern fuhr ich mit Kathi und den Kindern nach [[Hellbrunn]], Mutter u Schwestern<ref>Fannis Halbgeschwister aus der zweiten Ehe von [[Richard Franz Schlegel]]</ref> kamen zu Fuß nach. Herunter mußte Alles zu Fuß gehen, da nur sehr wenige Stellwägen fuhren. Denke dir, Hanna<ref>Johanna (* 16. Mai 1882; verheiratet Holzapfel)</ref> ist mit uns zu Fuß von Hellbrunn gegangen, es waren kaum 5 Minuten, daß ich sie trug. Sie kam ganz lustig an und ist heute gar nicht müde. // ''
''Montag 4/8. 2 ½ Uhr Nachm. // Hier erwarteten uns Emma u Minna, die auch für einen Wagen gesorgt hatten. // Gegen 6 Uhr kamen wir in die / Wohnung. Großmutter begrüßte uns freundlich, von Tomaselli<ref>[[Café Tomaselli]]; die Großmutter [[Franziska Kobler]] wohnte zu dieser Zeit, spätestens seit Juli 1881, im Nachbarhaus, [[Alter Markt]] Nr. 10, wo sie auch 1886 starb.</ref> wurde Kafe geholt und wir erquikten uns Alle daran. Nachdem der meiste Eisenbahnruß abgeputzt war, pa[c]kten Kathi und ich gleich Alles aus, und richteten uns häuslich ein. Nach Tisch ging ich gleich zu Otto ([[Otto Spängler]]; Anm.). Alle grüßen herzlich[.] Sonntag war in der Mirabell-Kapelle ([[Mirabellkapelle]]; Anm.) die Trauung der Anna Stielitz [?] [.] Durch Lida’s Güte kam ich auch in die Kirche. Anna sah allerliebst aus. Lida<ref>"Lida", verheiratet [[von Guttenberg]], ist eine enge Freundin von Fanni, auch eine frühe Spängler-Bekanntschaft, und wird häufig in den Briefen seit 1860 genannt.</ref> ist mit den Kindern allein hier, doch wird Hermann nachkommen. Sie bleiben bis Ende August. Wir freuen uns sehr, daß wir heuer wieder zusammen sind. Das Wetter ist herrlich. / Samstag Nachmittag ging ich mit den Schwestern und 3 Kindern nach [[Leopoldskron]]. Dort sah ich Tante Pepi /: so rund wie immer :/ und Vetter Julius sammt seinen Kindern. Gestern fuhr ich mit Kathi und den Kindern nach [[Hellbrunn]], Mutter u Schwestern<ref>Fannis Halbgeschwister aus der zweiten Ehe von [[Richard Franz Schlegel]]</ref> kamen zu Fuß nach. Herunter mußte Alles zu Fuß gehen, da nur sehr wenige Stellwägen fuhren. Denke dir, Hanna<ref>Johanna (* 16. Mai 1882; verheiratet Holzapfel)</ref> ist mit uns zu Fuß von Hellbrunn gegangen, es waren kaum 5 Minuten, daß ich sie trug. Sie kam ganz lustig an und ist heute gar nicht müde. // ''


''Heute Vormittag war ich mit allen 4 Mädchen im Curhausener Kultur Bad<ref>[[Kurhaus Salzburg (historisch)]]</ref>. Die Bäder thun meinen Füßen sehr gut. / '' [drittes Blatt:] ''Soweit wäre Alles schön und gut, wenn nur du auch hier wärest. Wie sehr freue ich mich auf dein Kommen! Denkst du doch manchmal an mich? Die Kinder und viele Bekannte grüßen dich, Hanna schickt Bußerl. Hanna war anfangs scheu, wird aber schon zutraulich. // Der Bub ist das beliebteste Spielwerk meiner Schwestern. Die 3 Großen wollen immer bei'' [unterstrichen:] ''der Tante stricken. // Heute habe ich zwei Karten auf einmal bekommen, dafür keine am Samstag. Plage dich nur nicht zu sehr, grüße Alle, die um uns fragen bestens und behalte mich lieb! / Wenn ich nur für die wenigen Tage deines Urlaubes dir so schönes Wetter sichern könnte, wie ich je[t]zt habe! // Ich schließe diesen etwas länglichen Brief mit der Bitte behalte lieb deine Alte.''
''Heute Vormittag war ich mit allen 4 Mädchen im Curhausener Kultur Bad<ref>[[Kurhaus Salzburg (historisch)]]</ref>. Die Bäder thun meinen Füßen sehr gut. / '' [drittes Blatt:] ''Soweit wäre Alles schön und gut, wenn nur du auch hier wärest. Wie sehr freue ich mich auf dein Kommen! Denkst du doch manchmal an mich? Die Kinder und viele Bekannte grüßen dich, Hanna schickt Bußerl. Hanna war anfangs scheu, wird aber schon zutraulich. // Der Bub ist das beliebteste Spielwerk meiner Schwestern. Die 3 Großen wollen immer bei'' [unterstrichen:] ''der Tante stricken. // Heute habe ich zwei Karten auf einmal bekommen, dafür keine am Samstag. Plage dich nur nicht zu sehr, grüße Alle, die um uns fragen bestens und behalte mich lieb! / Wenn ich nur für die wenigen Tage deines Urlaubes dir so schönes Wetter sichern könnte, wie ich je[t]zt habe! // Ich schließe diesen etwas länglichen Brief mit der Bitte behalte lieb deine Alte.''
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==== Brief vom 26. November 1884 von Therese von Lürzer an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
==== Brief vom 26. November 1884 von Therese von Lürzer an Franz Spängler ====
[[Datei:Brief vom 26. November 1884 Seite 4.JPG|thumb|Der Brief vom 26. November 1884.]]
[[Datei:Brief vom 26. November 1884 Seite 4.JPG|thumb|Der Brief vom 26. November 1884.]]
ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [?] unsicher Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
Brief vom 26. November 1884 von Therese von Lürzer an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; [?] = unsichere Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
''Hall den 26 November 1884 Theurer Lieber Franz Es hat mich wirklich sehr erfreut von dir ein Briefchen erhalten zu haben, mit den herzlichen Glückswünschen zum Namenstag, ich wünsche sie dir eben so jnnig zurük zu deinen komenden hohen Namensfest, möge Gott mir die Kraft in die Henden legen, dir / das zu sagen, alle diese freundlich wünschen mit welchen deine Seelige liebe Mutter, aber Sie wird mit Mutte[r] in [?] Liebe auf dich lieber Franz u All deine Lieben herab blicken. Gott erhalte dich u All deine lieben Angehörigen gesund u zufrieden, u Gottes reichen [Segen] möge Euch / zu theil werden[.] Beware mir ein freundliches andenken. Es freut mich daß Ihr Euch alle wohl befindet, auch mir geht es so ziemlich gut wie es ein so hohes Alter erlaubt, u dazu noch Gicht leidend, wo man leider jede witterungs Änderung fühlen muß, wo ich dan bald da bald dort Schmerzen fühle, doch so lange ich in die Kirche gehen kann danke / ich meinen guten Gott. Es würde mich wohl recht herzlich freuen, wen du einmal herein herein kämest auch mich ein mal besuchest u alle in Insbruck. Ich wünsche Euch ein gutes Neujahr, weil meine Hand so zittert kömmt mich das schreiben hart an, um auf Neujahr wieder zu schreiben. Wie werden sich deine lieben Kinder auf den schönen Cristbaum freuen. Lieber Franz lebe nun recht wohl u bleibe deiner alten treuen Tante immer freundlich, wie auch deine liebe Frau, ich bete Täglich für Euch. Ich küsse Euch im Geist'' [auf der Seite oben umgekehrt:] ''Eure Euch liebende Theres[e] von Lürzer''
''Hall den 26 November 1884 Theurer Lieber Franz Es hat mich wirklich sehr erfreut von dir ein Briefchen erhalten zu haben, mit den herzlichen Glückswünschen zum Namenstag, ich wünsche sie dir eben so jnnig zurük zu deinen komenden hohen Namensfest, möge Gott mir die Kraft in die Henden legen, dir / das zu sagen, alle diese freundlich wünschen mit welchen deine Seelige liebe Mutter, aber Sie wird mit Mutte[r] in [?] Liebe auf dich lieber Franz u All deine Lieben herab blicken. Gott erhalte dich u All deine lieben Angehörigen gesund u zufrieden, u Gottes reichen [Segen] möge Euch / zu theil werden[.] Beware mir ein freundliches andenken. Es freut mich daß Ihr Euch alle wohl befindet, auch mir geht es so ziemlich gut wie es ein so hohes Alter erlaubt, u dazu noch Gicht leidend, wo man leider jede witterungs Änderung fühlen muß, wo ich dan bald da bald dort Schmerzen fühle, doch so lange ich in die Kirche gehen kann danke / ich meinen guten Gott. Es würde mich wohl recht herzlich freuen, wen du einmal herein herein kämest auch mich ein mal besuchest u alle in Insbruck. Ich wünsche Euch ein gutes Neujahr, weil meine Hand so zittert kömmt mich das schreiben hart an, um auf Neujahr wieder zu schreiben. Wie werden sich deine lieben Kinder auf den schönen Cristbaum freuen. Lieber Franz lebe nun recht wohl u bleibe deiner alten treuen Tante immer freundlich, wie auch deine liebe Frau, ich bete Täglich für Euch. Ich küsse Euch im Geist'' [auf der Seite oben umgekehrt:] ''Eure Euch liebende Theres[e] von Lürzer''


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{{Kobler-Spängler-Briefe}}
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[[Kategorie:Geschichte (Stadt Salzburg)]]
[[Kategorie:Korrespondenz]]
[[Kategorie:Korrespondenz]]
[[Kategorie:Spängler]]
[[Kategorie:Spängler]]
[[Kategorie:Kobler]]
[[Kategorie:Kobler]]