Kobler-Spängler-Briefe von 1883 bis 1884: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Über seine Tochter Johanna Spängler (* [[1882]]; † [[1973]]), verheiratet mit dem Schuldirektor in Krems, Rupert Holzapfel (* [[1868]]; † [[1940]]), kam die Sammlung aus dem Nachlass von dessen Tochter Gertraud Holzapfel (* [[1917]]; † [[2001]]), verheiratet Saska in Krems, an [[Otto Holzapfel]] (* [[1941]]) in [[Freiburg im Breisgau]] in [[Deutschland]].  
Über seine Tochter Johanna Spängler (* [[1882]]; † [[1973]]), verheiratet mit dem Schuldirektor in Krems, Rupert Holzapfel (* [[1868]]; † [[1940]]), kam die Sammlung aus dem Nachlass von dessen Tochter Gertraud Holzapfel (* [[1917]]; † [[2001]]), verheiratet Saska in Krems, an [[Otto Holzapfel]] (* [[1941]]) in [[Freiburg im Breisgau]] in [[Deutschland]].  


Die Briefe sind zum Teil übertragen, zum Teil zusammenfassend registriert; eine genauere Auswertung steht noch aus. Die ältesten Briefe stammen aus der Beziehung zwischen [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] (* [[1796]]; † [[1886]]) und Franz ''Francesco'' Castelli (* 1796; † [[1832]]). Deren Tochter [[Zäzilia Amalia Kobler]] wird [[1821]] geboren und heiratet [[1846]] [[Richard Franz Schlegel]], stirbt aber bei der Geburt des ersten Kindes [[1848]]. Diese Tochter, [[Franziska Schlegel|Franziska "Fanni" Schlegel]] (* [[1848]]; † [[1905]]), heiratet [[1872]] in der [[Stadt Salzburg]] den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den oben genannten Dr. Franz II. Xaver Gregor Spängler. Ein großer Teil des Briefwechsels spiegelt die besonders enge Beziehung zwischen Großmutter "Fanny" und Enkelkind "Fanni".<ref>Trotz unterschiedlicher Schreibweise in den Briefen vereinheitliche ich, [[Otto Holzapfel]], zu Großmutter "Fanny" [Kobler] und Enkelin "Fanni" [Schlegel-Spängler].</ref>
Die Briefe sind zum Teil übertragen, zum Teil zusammenfassend registriert; eine genauere Auswertung steht noch aus. Die ältesten Briefe stammen aus der Beziehung zwischen [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] (* [[1796]]; † [[1886]]) und Franz ''Francesco'' Castelli (* 1796; † [[1832]]). Deren Tochter [[Zäzilia Amalia Kobler]] wurde [[1821]] geboren und heiratete [[1846]] [[Richard Franz Schlegel]], starb aber bei der Geburt des ersten Kindes [[1848]]. Diese Tochter, [[Franziska Schlegel|Franziska "Fanni" Schlegel]] (* [[1848]]; † [[1905]]), heiratete [[1872]] in der [[Stadt Salzburg]] den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den oben genannten Dr. Franz II. Xaver Gregor Spängler. Ein großer Teil des Briefwechsels spiegelt die besonders enge Beziehung zwischen Großmutter "Fanny" und Enkelkind "Fanni".<ref>Trotz unterschiedlicher Schreibweise in den Briefen vereinheitliche ich, [[Otto Holzapfel]], zu Großmutter "Fanny" [Kobler] und Enkelin "Fanni" [Schlegel-Spängler].</ref>


== 1883 ==
== 1883 ==
==== Brief des Erzbischofs Franz Eder vom 16. Jänner 1883 an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
==== Brief des Erzbischofs Franz Albert Eder vom 16. Jänner 1883 an Franz Spängler ====
Salzburg 16. Januar 1883 [zusammengebunden mit den Briefen von 1853; siehe dort] [[Erzbischof]] [[Franz de Paula Albert Eder]], Briefbogen mit Bildchen von Maria Plain; Salzburg 30. 11. 1886 Briefbogen mit Bildchen von Salzburg und Prägedruck, (Erzbischof) F. A.; Salzburg 2. 12. 1888 mit Umschlag [darin habe ich die beiden anderen Briefe ebenfalls eingelegt] und Siegel, Briefbogen mit Bildchen von Salzburg, eingelegt Andachtsbildchen, (Erzbischof) F. A. Gerichtet ist der Brief an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]], ebenso die beiden folgenden Schreiben vom 30. November 1886 und vom 2. Dezember 1888.<br /> ''Hochwolgeborenem Herrn Bezirksrichter! Verehrtester Freund! Nun bin ich nach zwei lieben Briefchen dir eine Antwort schuldig geworden. Praeteriere dies omni novus appulit annus: Det Deus Omnipotens optima quaeque Tibi! [Die vergangenen Tage des Jahres... [?]: Möge der allmächtige Gott dir das Beste geben!] Dieß mein herzlichster Segenswunsch für dich, Frau Gemalin und Kindern. Für deine freundlichste Begrüßung und Beglückwünschung aus Anlaß der jüngst (3.d.M. [des Monats]) von Sr.Majestät unserem Kaiser allergnädigst mir verliehenem GeheimenRaths-Würde dir geziemendst dankend benachrichtige ich dich zu gleich, daß ich nach Wien mich begeben werde, sobald die Schulgesetz-Novelle auf die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung im Herrenhause gesetzt sein wird und um jene Zeit freue ich mich also aufs frohe Wiedersehen in Wien. Dich samt Frau Gemalin und Kindern herzlichst grüssend und Gottes Schutze anflehend Dein ergebenster alter Freund + Franz Albert Erzbischof. Salzburg 16. I. [18]83.''
Brief des Erzbischofs vom 16. Jänner 1883 an Franz Spängler; Salzburg 16. Januar 1883 [zusammengebunden mit den Briefen von 1853; siehe dort] [[Erzbischof]] [[Franz de Paula Albert Eder]], Briefbogen mit Bildchen von Maria Plain; Salzburg 30. 11. 1886 Briefbogen mit Bildchen von Salzburg und Prägedruck, (Erzbischof) F. A.; Salzburg 2. 12. 1888 mit Umschlag [darin liegen beiden anderen Briefe ebenfalls] und Siegel, Briefbogen mit Bildchen von Salzburg, beigefügt Andachtsbildchen, (Erzbischof) F. A. Gerichtet ist der Brief an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]], ebenso die beiden folgenden Schreiben vom 30. November 1886 und vom 2. Dezember 1888. [Ergänzung]; [?] = fragliche Stelle:<br />
''Hochwolgeborenem Herrn Bezirksrichter! Verehrtester Freund! Nun bin ich nach zwei lieben Briefchen dir eine Antwort schuldig geworden. Praeteriere dies omni novus appulit annus: Det Deus Omnipotens optima quaeque Tibi! [Die vergangenen Tage des Jahres... [?]: Möge der allmächtige Gott dir das Beste geben!] Dieß mein herzlichster Segenswunsch für dich, Frau Gemalin und Kindern. Für deine freundlichste Begrüßung und Beglückwünschung aus Anlaß der jüngst (3.d.M. [des Monats]) von Sr.Majestät unserem Kaiser allergnädigst mir verliehenem GeheimenRaths-Würde dir geziemendst dankend benachrichtige ich dich zu gleich, daß ich nach Wien mich begeben werde, sobald die Schulgesetz-Novelle auf die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung im Herrenhause gesetzt sein wird und um jene Zeit freue ich mich also aufs frohe Wiedersehen in Wien. Dich samt Frau Gemalin und Kindern herzlichst grüssend und Gottes Schutze anflehend Dein ergebenster alter Freund + Franz Albert Erzbischof. Salzburg 16. I. [18]83.''
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Papierspitzchenbildchen mit einem Jesusknaben. – Bei den anderen Briefen [siehe: 19. 11. 1871] liegen ein Partezettel für Peter Paul Eder († 1851), Hallein, und Maria Th. Eder († 1865) und Benediktiner P. Albert Eder gratuliert "Zum XVI. Geburtstage" [für Franz Spängler * 1855].
Papierspitzchenbildchen mit einem Jesusknaben. – Bei den anderen Briefen [siehe: 19. 11. 1871] liegen ein Partezettel für Peter Paul Eder († 1851), Hallein, und Maria Th. Eder († 1865) und Benediktiner P. Albert Eder gratuliert "Zum XVI. Geburtstage" [für Franz Spängler * 1855].
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==== Brief vom 17. Jänner 1883 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
==== Brief vom 17. Jänner 1883 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; XX = unleserlich:<br />
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; XX = unleserlich:<br />
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==== Brief vom 19. Jänner 1883 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 19. Jänner 1883 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
[[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] [Nr. 79<ref>"Nr. 79" usw. bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] an Fanni Spängler [Nr. 19]:<br /> ''Salzburg 19te Januar 1883/ Liebe Fanni! Unser Briefwechsel ist ins Stocken geworden, fast einen ganzen Monat hab ich von Euch und euren Beidenn nichts mehr gehört. Ich hoffe ihr werdet euch alle wohl befinden? mir Gott sey dank, geht es auch so ziemlich gut. Die 84 Jahren drüken oft recht schwer. - Ich muß mir oft recht Gewalt an thun mich in der frischen Luft längere Zeit aufzuhalten. Deine 4 Dirndel werden dir Bewegung genug verschaffen. Aber Gott sey dank sie sind Gesund und gedei[he]n/ las dich keine Stunde reuen, die du für sie Verwendest. Wir haben einen schlechten Winter. Schnee fast gar keinen, Regen genug. - Grüße mir deinen Mann vielmals. Im Herbst hoffe ich euch alle bey mir zu seh’n. Die Rosa welche euch alle herzlich grüßt, ist immer etwas kränklicht. Lebt alle recht wohl und bleibt gesund. Dieß wünscht Eure Großmutter Fanni. - Von der Lisi einen Handkuß.''
Brief vom 19. Jänner 1883 von (Nr. 79) [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]]<ref>"Nr. 79" usw. bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] an (Nr. 19) Fanni / [[Franziska Spängler]]; [Ergänzung]:
<br /> ''Salzburg 19te Januar 1883/ Liebe Fanni! Unser Briefwechsel ist ins Stocken geworden, fast einen ganzen Monat hab ich von Euch und euren Beidenn nichts mehr gehört. Ich hoffe ihr werdet euch alle wohl befinden? mir Gott sey dank, geht es auch so ziemlich gut. Die 84 Jahren drüken oft recht schwer. - Ich muß mir oft recht Gewalt an thun mich in der frischen Luft längere Zeit aufzuhalten. Deine 4 Dirndel werden dir Bewegung genug verschaffen. Aber Gott sey dank sie sind Gesund und gedei[he]n/ las dich keine Stunde reuen, die du für sie Verwendest. Wir haben einen schlechten Winter. Schnee fast gar keinen, Regen genug. - Grüße mir deinen Mann vielmals. Im Herbst hoffe ich euch alle bey mir zu seh’n. Die Rosa welche euch alle herzlich grüßt, ist immer etwas kränklicht. Lebt alle recht wohl und bleibt gesund. Dieß wünscht Eure Großmutter Fanni. - Von der Lisi einen Handkuß.''
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==== Brief vom 27. Februar 1883 von Therese von Lürzer an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
==== Brief vom 27. Februar 1883 von Therese von Lürzer an Franz Spängler ====
ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
Brief vom 27. Februar 1883 von Therese von Lürzer an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
''Hall 27 ten Februar 1883 Meine Lieben Theuren Franz u Frau Franziska[.] Schon lange wollte ich Euch meine lieben schreiben, zu danken für Eure Briefe u Neujahr wünsche, was mich immer so herzlich freut, doch da ich weis das es dir mehr Vergnigen macht, wen ich selbst schreibe so habe ich es gelassen, den ich hätte müssen schreiben lassen. Ihr seid doch überzeigt, daß ich Euch immer das beste von ganzen [Herzen] wünsche, so wie auch der lieben Fani zum kommenden Namensfest taufe und Glück u Segen, Gott erhalte / Sie gesund u All Ihre lieben Angehörigen. Ich war so Gicht leidend, u dan ist auch immer die rechte Hand sehr unfähig zu schreiben. Nun kommt der Sterbe Tag meiner lieben lieben Schwester Toni<ref>[[Antonia Lürzer von Zechenthal]], Toni, * 1803; † 15. März 1882 in Salzburg, Mutter von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]</ref>, die ist mir unvergeslich, ich hatte Sie so herzlich gerne, wir werden uns jenseits wieder sehen was bei mir nicht gar so lange hergehen wird, wen man so alt ist, u doch auch mit ver- / schiedene Leiden hat ist es oft gleich um [einen] ges[ch]ehen, je nun wen es des Höchsten Wille ist. Es würde mich ja ungemein freuen, wen mir das große Vergnügen zutheil würde Euch zu sehen ich sehe wohl ein das es schwer thunlich ist, jedoch freuen würde es mich ungemein. Von den Payerischen'' [Payer, Anm.] ''sehe u höre ich nichts, die komen nicht herab, u ich hinauf nicht, das erlauben meine Gicht leiden nicht, sonst wäre ich lange schon hinauf gefahren, alle zu sehen den die alt bekanten sind alle sind alle gestorben, u auss[er] diese / auch [euch] habe ich niemand, u so gehe ich nirgens hin, auser in die Kirche zu einer Heiligen Messe u am Abend in Rosenkranz, wo ich auch imer für Euch meine lieben bete, doch bei ungünstiger Witterung gehe ich nicht. Es freut mich herzlich das Ihr Euch in Familienkreis so glücklich, fühlt, man lebt ruhig, u kann sein ganzes Augenmerk auf die Kinder haben, die Toni hat auch nur für Ihre Kinder gelebt. Und meine lieben wiederhole ich die besten Wünsche zum neu Jhar [gestrichen] Jahr als auch der lieben Frau Fani, u bitte behaltet immer lieb Eure alte Tante u schreibt mir wieder ein mal. Lebt recht wohl u denkt manchmal an eure Euch liebende Tante Theres v Lürzer.''
''Hall 27 ten Februar 1883 Meine Lieben Theuren Franz u Frau Franziska[.] Schon lange wollte ich Euch meine lieben schreiben, zu danken für Eure Briefe u Neujahr wünsche, was mich immer so herzlich freut, doch da ich weis das es dir mehr Vergnigen macht, wen ich selbst schreibe so habe ich es gelassen, den ich hätte müssen schreiben lassen. Ihr seid doch überzeigt, daß ich Euch immer das beste von ganzen [Herzen] wünsche, so wie auch der lieben Fani zum kommenden Namensfest taufe und Glück u Segen, Gott erhalte / Sie gesund u All Ihre lieben Angehörigen. Ich war so Gicht leidend, u dan ist auch immer die rechte Hand sehr unfähig zu schreiben. Nun kommt der Sterbe Tag meiner lieben lieben Schwester Toni<ref>[[Antonia Lürzer von Zechenthal]], Toni, * 1803; † 15. März 1882 in Salzburg, Mutter von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]</ref>, die ist mir unvergeslich, ich hatte Sie so herzlich gerne, wir werden uns jenseits wieder sehen was bei mir nicht gar so lange hergehen wird, wen man so alt ist, u doch auch mit ver- / schiedene Leiden hat ist es oft gleich um [einen] ges[ch]ehen, je nun wen es des Höchsten Wille ist. Es würde mich ja ungemein freuen, wen mir das große Vergnügen zutheil würde Euch zu sehen ich sehe wohl ein das es schwer thunlich ist, jedoch freuen würde es mich ungemein. Von den Payerischen'' [Payer, Anm.] ''sehe u höre ich nichts, die komen nicht herab, u ich hinauf nicht, das erlauben meine Gicht leiden nicht, sonst wäre ich lange schon hinauf gefahren, alle zu sehen den die alt bekanten sind alle sind alle gestorben, u auss[er] diese / auch [euch] habe ich niemand, u so gehe ich nirgens hin, auser in die Kirche zu einer Heiligen Messe u am Abend in Rosenkranz, wo ich auch imer für Euch meine lieben bete, doch bei ungünstiger Witterung gehe ich nicht. Es freut mich herzlich das Ihr Euch in Familienkreis so glücklich, fühlt, man lebt ruhig, u kann sein ganzes Augenmerk auf die Kinder haben, die Toni hat auch nur für Ihre Kinder gelebt. Und meine lieben wiederhole ich die besten Wünsche zum neu Jhar [gestrichen] Jahr als auch der lieben Frau Fani, u bitte behaltet immer lieb Eure alte Tante u schreibt mir wieder ein mal. Lebt recht wohl u denkt manchmal an eure Euch liebende Tante Theres v Lürzer.''
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==== Brief vom 7. April 1883 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]:<br />
''Pottenstein, 7/4 1883. // Liebe Großmutter! // Für deinen lieben Brief zu meinem Namenstage danke ich dir bestens. Es freut mich, zu hören, daß du wo[h]l bist. Auch uns geht es Gott sei Dank, recht gut, wir sind heiter und gesund und die Kinder gedeihen. Doch komme ich heute wieder mit einer großen Bettelei. Sei mir aber ja nicht böse und laß mich nicht umsonst auf deine Güte zählen. // Es steht uns nämlich eine große Ausgabe unabweisbar vor der Thüre. Der [!] alte Sofa im Speisezimmer ist nämlich nun gänzlich hin und wir müßen als Ersatz hiefür etwas Anders kaufen. / Seit ich verheiratet bin, habe ich den Wunsch, einen Schlafdivan zu besitzen und nachdem die kleine Hanna bald wird aus ihrem Korb heraus und in ein größeres Bett kommen müßen, so muß Franzi eine andere Liegestätte bekommen und die Andern nachrücken. Mein Fremdenbett mag ich nicht hergeben, denn es trifft doch öfter daß Jemand zu uns kommt, und so bleibt keinde andere Auskunft als einen Schlafdivan anzuschaffen. Das ist aber eine Ausgabe von 50 bis 60 fl, und da dieß für uns eine große Summe ist, so habe ich gedacht, ich thue vielleicht keine Fehlbitte, wenn ich mich an deine Güte wende und um einen Beitrag zur Anschaffung eines Schlafdivans recht innig bitte. / ''
''Es ist wahr, wir verdanken deiner Güte schon sehr viel, und gewiß sind wir auch herzlich dankbar dafür, aber so eine Anschaffung kommt halt schwer an. Laß dich also von meinem Flehen erweichen, und öffne deine milde Hand. // Die Hoffnung, dich heuer mit den Kindern in Salzburg besuchen zu dürfen, erfreut uns sehr. Gott gebe, daß uns nichts daran hindert Auch meinem Mann würde ein Urlaub sehr wo[h]l thun. // Anliegend sende ich dir Mitgliedskarte und Rechenschaftsbericht ferner die Einladung zur Generalversammlung des hiesigen Frauen-Wo[h]lthetigkeitsvereines. Den Jahresbetrag für 1883 per 2 fl habe ich'' [für] ''dich geleistet und werde mir erlauben, dieß gelegentlich zu verrechnen. / '' [zum Teil Kinderschrift oder imitierte Kinderschrift:] ''Liebe Großmutter! // Wir freuen uns schon sehr, heuer nach Salzburg reisen zu dürfen. Bis dahin, küßen wir dich herzlich. Deine dankbaren // Urenkelinen // Franzi Spängler // Toni Spängler // Rosa u Hanna. // Von Franzl herzliche Grüße. Er sagt, ich sei ein Bettelsack. Allen Bekannten Grüße''
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==== Brief vom 1. August 1883 von Fanni Spängler an Fanny Kobler ====
==== Brief vom 1. August 1883 von Fanni Spängler an Fanny Kobler ====
Fanni Spängler an Fanny Kobler:<br /> Pottenstein 1. August 1883: ''Liebe Großmutter!'' [...]; sie kündigt Ankunft in Salzburg mit dem Postzug für den 7. 8. an; wir freuen ''uns sehr auf den Aufenthalt in der lieben Heimat''; der Mann freut sich über die kleine Erholung, hat mit der ''Anlegung der neuen Grundbücher'' viel zu tun, ''die Kinder spielen stundenlang "Reise nach Salzburg"'', 15 Stunden Reise, davon 3 Stunden Warten in St. Pölten; Kathi (Magd) begleitet sie. ''Zugleich bitte ich dich, für Dienstag Nachmittag 3 Seitel Milch und 1 Seiten Obers'' [Sahne, Anm.] ''zur Jause zu besorgen, da ich weiß, daß man nur in der Frühe Milch bekommt. Eben so viel brauche ich zum Frühstück. Roserl u. Hanna'' ["Johanna", genannt "Hansimutti", geb. 16. 5. 1882] ''bekommen nämlich zur Jause und Abends Cacao.'' [...] ''Sonntag oder Montag wird meine Kiste kommen, die ich nur in’s Zimmer zu stellen bitte.'' [...]
Brief vom 1. August 1883 von Fanni / [[Franziska Spängler]] an Fanny / [[Franziska Kobler]]; [...] = Auslassung; Inhalt zum Teil referiert:<br />
''Pottenstein 1. August 1883 // Liebe Großmutter!'' [...]; sie kündigt Ankunft in Salzburg mit dem Postzug für den 7. 8. an; wir freuen ''uns sehr auf den Aufenthalt in der lieben Heimat''; der Mann freut sich über die kleine Erholung, hat mit der ''Anlegung der neuen Grundbücher'' viel zu tun, ''die Kinder spielen stundenlang "Reise nach Salzburg"'', 15 Stunden Reise, davon 3 Stunden Warten in St. Pölten; Kathi (Magd) begleitet sie. ''Zugleich bitte ich dich, für Dienstag Nachmittag 3 Seitel Milch und 1 Seiten Obers'' [Sahne, Anm.] ''zur Jause zu besorgen, da ich weiß, daß man nur in der Frühe Milch bekommt. Eben so viel brauche ich zum Frühstück. Roserl u. Hanna'' ["Johanna", genannt "Hansimutti", geb. 16. Mai 1882] ''bekommen nämlich zur Jause und Abends Cacao.'' [...] ''Sonntag oder Montag wird meine Kiste kommen, die ich nur in’s Zimmer zu stellen bitte.'' [...]
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==== Briefe und Postkarten Franz Spängler und Tochter Franziska Spängler, August 1883 ====
Briefe und Postkarten von / an Franziska Spängler (* 18. Juni 1877; † 1962) [nicht alle notiert]: August 1883 und 1884; der Vater Spängler schreibt aus Pottenstein eine Postkarte an "Fräulein Franziska Spängler, Bezirksrichterstochter, in Salzburg, Mozartplatz 10" und dankt für einen Brief. "Sei recht brav und folgsam, und mache dadurch der Mutter und mir Freude... dein dich liebender Vater"
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==== Brief vom 7. September 1883 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]:<br />
''Pottenstein, 7/9 1883. // Liebe Großmutter! // Verzeih, daß ich dir erst heute für all’ die Güte und Liebe danke, die du mir und den Meinen erwiesen hast in den drei Wochen, welche wir bei dir verlebten. Du wirst dir vorstellen, daß ich Manches zu thun hatte, ehe einige Ordnung bei uns war, und nun wartete ich schon bis ich dir die beifolgende Fotografie mitsenden konnte. Bitte, nimm die kleine Gesellschaft, welche sich hier auffallend ruhig hält, freundlich auf. // Und nun laß dir danken von ganzem Herzen für Alles, was ich mit den Meinen bei dir genoßen habe. Es war mir eine große Freude und Erholung, daß ich wieder / einmal in der lieben Heimat war. Sehr freuten wir uns, daß du so gut aussiehst und so wo[h]l bist. Möge der kommende Winter wieder gut vorbei gehen! // Dienstag, den 4. September ist Franzi in die Schule eingetreten und besucht nun mit großer Lust die zweite Klaße. // Ich freue mich, daß es mir gelungen ist, Franzi für die zweite Klaße vorzubereiten. // Talent hat sie Gott sei Dank genug, eher möchte es an Fleiß und Ausdauer fehlen. // Vor der Hand nimt sie den Schulbesuch sehr ernsthaft und hoffentlich wird es uns gelingen, sie in dieser Anspannung zu erhalten. // ''
 
''Wenn du die Theres besuchst, so sage ihr, daß ich sie vielmals grüßen / laße, und daß es mir leid thut, sie nicht gesehen zu haben, aber ich kam leider nicht dazu. // Indem ich dir nochmals bestens für Alles danke bleibe ich deine dankbare Enkelin Fanni. Die Kinder schicken viele Bußerl. Von Anna u Kathi Handküße Wie geht es Luise. Wir grüßen sie. // Liebe Großmutter! // Auch ich sage dir herzlich Dank für alle Liebe und Güte, die du uns während unseres Aufenthaltes in Salzburg erwiesen hast. Du wirst auch wieder froh sein, daß du wieder deine gewohnte Ruhe und Ordnung hast, und / du den Lärm der 4 Plagegeister nicht mehr um dich hören mußt. // Wir hoffen, dß du dich wo[h]lbefindest u. freuen uns von dir bald Nachricht zu erhalten. // Lebe recht wohl [!]; es grüßt dich herzlich // Dein // dankbarer Enkel // Franz''
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[[Datei:O. J. 1.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 1.]]
[[Datei:O. J. 1.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 1.]]
[[Datei:O. J. 2.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 2.]]
[[Datei:O. J. 2.JPG|thumb|Brief ohne Datum, ca. 1883/1885, Seite 2.]]
[[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an Fanni Spängler: Salzburg am 13. September [nach 1882/83]<br /> ''Liebe Fani. Du wirst nicht wißen warum auf dein Brief so lange keine Antwort bekommst, wir hatten das schöne Wetter benuzen müßen um die Betten in die Sonn zu bringen, du weist ja wie groß und schwer sie sind. Morgen wird der Bodenzezer [-setzer] kommen um die Böden einzulassen und zu beüsten [? beizen]. Wie geht es dir, deinem Mann und die Kinde/ Mit dem Pottografie [! Photo-] der kleinen Gesellschaft hast du mir eine große Freunde gemacht, ich danke dir vilmals dafür, sie sind alle gut getroffen. Mir Gott sey dank geht es so zimmlich gut. Ihr werdet woll oft von Salzburg und den schönen Bergen sprächen. - Du würst wohl nicht lange herumgehn? Gott gebe das alles gut vorübergeht/ Vor einigen Tagen hat sich die Feurwache hier Protezirt. d Lostin [?] ist recht schön. Von Linz, Wien, Tirol und Bömmen. Auch die Maschinen sehr zwekmeßig. Die Franzi sollte ja in der Schulle recht fleißig sein. Deinem Mann sage viele Grüße von mir. Lebt alle rech wohl dieß wünscht und bleibt gesund dieß wünscht euere Urgroßmutter Fani. - Meine Augen werden sehr schwach. Grüß Anna und Lotti. Die Liese küß die dir Hand. - Herr und Frau von König [?] haben mich vor einigen Tagen besucht, und haben mich ersucht wenn du einmal nach Wien hinein Fahren würdest sie zu besuchen. Sie sieht recht gut aus, hat einen kleinen Buben. Es scheind ihnen gut zu gehn. Ich denke er muß in Wien in der Akademi angestellt sein Aderweiße [?]. Sie wohnen den Zellfitur [?] gegenüber No 56.''
Brief vom 13. September [ohne Jahr; erschlossen; nach 1882/83] von [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an Fanni / [[Franziska Spängler]]; [Ergänzung]; [?] fragliche Stelle:<br />
''Salzburg am 13. September // Liebe Fani. Du wirst nicht wißen warum auf dein Brief so lange keine Antwort bekommst, wir hatten das schöne Wetter benuzen müßen um die Betten in die Sonn zu bringen, du weist ja wie groß und schwer sie sind. Morgen wird der Bodenzezer [-setzer] kommen um die Böden einzulassen und zu beüsten [? beizen]. Wie geht es dir, deinem Mann und die Kinde/ Mit dem Pottografie [! Photo-] der kleinen Gesellschaft hast du mir eine große Freunde gemacht, ich danke dir vilmals dafür, sie sind alle gut getroffen. Mir Gott sey dank geht es so zimmlich gut. Ihr werdet woll oft von Salzburg und den schönen Bergen sprächen. - Du würst wohl nicht lange herumgehn? Gott gebe das alles gut vorübergeht/ Vor einigen Tagen hat sich die Feurwache hier Protezirt. d Lostin [?] ist recht schön. Von Linz, Wien, Tirol und Bömmen. Auch die Maschinen sehr zwekmeßig. Die Franzi sollte ja in der Schulle recht fleißig sein. Deinem Mann sage viele Grüße von mir. Lebt alle rech wohl dieß wünscht und bleibt gesund dieß wünscht euere Urgroßmutter Fani. - Meine Augen werden sehr schwach. Grüß Anna und Lotti. Die Liese küß die dir Hand. - Herr und Frau von König [?] haben mich vor einigen Tagen besucht, und haben mich ersucht wenn du einmal nach Wien hinein Fahren würdest sie zu besuchen. Sie sieht recht gut aus, hat einen kleinen Buben. Es scheind ihnen gut zu gehn. Ich denke er muß in Wien in der Akademi angestellt sein Aderweiße [?]. Sie wohnen den Zellfitur [?] gegenüber No 56.''
 
"Die Kinder" werden gegrüßt, und offenbar wird wieder eines erwartet: Rosa, das dritte Kind, wird 1880 geboren, Johanna 1882; Franzi, geb. 1877, ist bereits bzw. soll offenbar in die Schule.
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"Die Kinder" werden gegrüßt, und offenbar wird wieder eines erwartet: Rosa, das dritte Kind, wird 1880 geboren, Johanna 1882 [Nr. 9]; Franzi, geb. 1877, ist bereits bzw. soll offenbar in die Schule.
==== Brief vom 2. Oktober 1883 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
Brief vom 2. Oktober 1883 von Fanny / [[Franziska Kobler]] an Fanni / [[Franziska Spängler; Briefbogen aus Seidenpapier, datiert Salzburg 2. 10. 1882 [richtig: 1883] von "Urgroßmutter Fanni" an "Fani" (Spängler): XXX Mir Gott lob geht es ja zimlich gut. XXX Wan wirst du entbinden XXX Wochenbett XXX grüße Mann und Kinder [schwer zu lesen, da durchscheinend] – ein Sohn Franz Spängler wurde am 20. Oktober 1883 geboren. [nicht gelesen]
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==== Brief vom 22. November [?] 1883 von Therese von Lürzer an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
==== Brief vom 1. November 1883 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [?] unsicher Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]:<br />
''Pottenstein, 1./11. 1883. // Liebe Großmutter! // Gott sei Dank, seit Montag bin ich wieder außer Bett, und fühle mich wieder wo[h]l und kräftig, als ob schon mehrere Wochen seit der Ankunft unsers Buberls vergangen wären. Heute ist der dreizehnte Tag; auch der kleine Franz sieht gut aus und scheint ein kräftiges, gesundes Kind zu sein.<ref>Franz Spängler (* 20. Oktober 1883). Eine Geburtsurkunde liegt mir, [[Otto Holzapfel]], nicht vor. Nach meinen Unterlagen ist der Geburtstag der 20. Oktober; für den Brief wäre das der zwölfte Tag.</ref> Daß ich eine große Freude habe, endlich auch einen Knaben zu haben, kannst du dir denken. Ich will mir nun auch alle Mühe geben, ihn gut zu pflegen, damit er recht stark wird. Er erfreut sich eines sehr gesunden Hungers, / und da ich ihn selbst stille, so läßt auch mein Hunger nichts zu wünschen übrig. // Ich habe dir noch nicht gedankt für den Taufdukaten und die geschenkten 30 fl, welche uns höchst willkommen waren. Zehn Gulden davon haben wir gleich für unsern Sohn in die Postsparkasse gelegt als Samen für künftige Ersparnisse. Wir danken dir von Herzen für deine großmütige Gabe. Bei uns ist es je[t]zt recht lebhaft, die fünf Kinder machen schon Arbeit. Sehr froh bin ich, daß Marie bei uns ist, ohne ihre Hilfe ginge es mir sehr schwer.''
 
''Die vier größeren Kinder geben ihr genug Arbeit, Franzi muß / rechtzeitig in die Schule kommen und ihre Hausaufgaben müßen ordentlich gemacht werden. // In der Schule ist Franzi recht brav, gebe Gott, daß unser Buberl einst so leicht lerne, wie Franzi. Zu Hause ist Franzi freilich desto schlimmer, je ruhiger sie in der Schule ist. // Vor einigen Tagen brachte sie aus der Arbeitsschule ein von ihr gehäkeltes Borterl, es ist recht ordentlich gearbeitet. Ich habe je[t]zt sehr viel Handarbeit, und komme wenig dazu; bis alle Kinder täglich in Ordnung sind, hat man schon zu thun. Auch das Stillen nimmt viel Zeit in Anspruch, besonders solange das Kind so klein ist. Wenn nur das Buberl recht gedeiht, dann / will ich gerne Zeit und Kraft an seine Pflege wenden. Und nun, liebe Großmutter, bleib nur recht gesund besonders im Winter, der nun wieder vor der Thür steht. Heute ist es wunderbar schön, ich weiß wenige Allerheiligenfeste, wo es noch so hübsch und warm war. // Mit der Bitte, du mögest deinen kleinen Urenkel lieb haben, bleibe ich deine dankbare Enkelin // Fanni Spängler. // Von Franz und Marie viele Grüße. Die Kinder küßen dir die Hand. Handkuß von Anna u. Kathi Allen Bekannte[n] die besten Grüße.''
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==== Brief vom 22. November [?] 1883 von Therese von Lürzer an Franz Spängler ====
Brief vom 22. November [?] 1883 von Therese von Lürzer an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; [?] = unsichere Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
''Hall 22 ten 11 M[onat] 1883 Lieber Theurer Franz u Frau Fani[.] Zu deinen komenden Namensfest<ref>Einer der Namenstage für "Franz" ist der 3. Dezember; das stützt die Datierung dieses Briefes, vgl. "11 M".</ref>, wünsche ich dir von herzen alles gute, Gott erhalte dich gesund u zufrieden u Segne dich, in All deinen Handlungen, ich bitte bewahre mir immer dein freundliches Wohlwollen. Für deinen lieben Brief u fotografhien deiner lieben Kinderln danke ich dir recht herzlich u / ich gratuliere dir zu deinen buberl<ref>Franz Spängler, * 20. Oktober 1883</ref>, Gott möge dir deine lieben Kinder recht gesund u stark heranbliehen lassen daß Ihr viele Freuden an Ihnen erlebt. Gottlob das alles gut vorüber ging. Ja ja die liebe Toni würde sich sehr freuen, wen Sie noch am leben wäre, wie ich mich jnnig freue, das Bild ist doch herzig von deinen lieben Mäderln / u freut mich sehr, ich schaue sie oft an. Gottlob no[c]h bin ich möglichst gesund, wie es ein so ho[h]es Alter erlaubt, den jeder Tag hat seine Plage, doch so lange ich auf sein kann bin ich glücklich, u in die Kirche gehen kan mit Hielfe meiner Dienerin. Bei Euch wird es recht lebhaft sein mit den lieben lebhaften Kinderln da möchte ich sehr gerne [?] da zu / den ich habe die Beiden sehr gerne u spiele gerne mit ihnen[.] von meinen Haußherr hat 2 Kinder 2 Buberln 1 ist wohl erst ein Monat u eines ist ein jahr u 3 Monat alt das kommt öfters zu mir, er ist so lustig, ich mache oft späße u er will bei mir bleiben[.] Lieber Franz grüße mir deine Liebe Frau recht herzlich, u deine Kinderln, u sei versichert das ich täglich für Euch alle bete. Lebt nun alle recht wohl, ich empfälle Euch in den Schutz Gottes u ich verbleibe deine treue alte Tante Theres v Lürzer''
''Hall 22 ten 11 M[onat] 1883 Lieber Theurer Franz u Frau Fani[.] Zu deinen komenden Namensfest<ref>Einer der Namenstage für "Franz" ist der 3. Dezember; das stützt die Datierung dieses Briefes, vgl. "11 M".</ref>, wünsche ich dir von herzen alles gute, Gott erhalte dich gesund u zufrieden u Segne dich, in All deinen Handlungen, ich bitte bewahre mir immer dein freundliches Wohlwollen. Für deinen lieben Brief u fotografhien deiner lieben Kinderln danke ich dir recht herzlich u / ich gratuliere dir zu deinen buberl<ref>Franz Spängler, * 20. Oktober 1883</ref>, Gott möge dir deine lieben Kinder recht gesund u stark heranbliehen lassen daß Ihr viele Freuden an Ihnen erlebt. Gottlob das alles gut vorüber ging. Ja ja die liebe Toni würde sich sehr freuen, wen Sie noch am leben wäre, wie ich mich jnnig freue, das Bild ist doch herzig von deinen lieben Mäderln / u freut mich sehr, ich schaue sie oft an. Gottlob no[c]h bin ich möglichst gesund, wie es ein so ho[h]es Alter erlaubt, den jeder Tag hat seine Plage, doch so lange ich auf sein kann bin ich glücklich, u in die Kirche gehen kan mit Hielfe meiner Dienerin. Bei Euch wird es recht lebhaft sein mit den lieben lebhaften Kinderln da möchte ich sehr gerne [?] da zu / den ich habe die Beiden sehr gerne u spiele gerne mit ihnen[.] von meinen Haußherr hat 2 Kinder 2 Buberln 1 ist wohl erst ein Monat u eines ist ein jahr u 3 Monat alt das kommt öfters zu mir, er ist so lustig, ich mache oft späße u er will bei mir bleiben[.] Lieber Franz grüße mir deine Liebe Frau recht herzlich, u deine Kinderln, u sei versichert das ich täglich für Euch alle bete. Lebt nun alle recht wohl, ich empfälle Euch in den Schutz Gottes u ich verbleibe deine treue alte Tante Theres v Lürzer''
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==== Brief ohne Datierung von Katharina Arrigler an Franziska Spängler ====
==== Brief ohne Datierung [ca. 1883/1885] von Katharina Arrigler an Franziska Spängler ====
Briefbogen mit Klebebildchen Mädchen und Junge, ohne Datum [ca. 1883/1885], von [[Katharina Arrigler]] an Franziska Spängler (* 1877):<br />''Liebe Franzl! Ich muß dir ein paar Zeilen schreiben u. danken für die Freude die du mir mit den Strumpfbändern gemacht hast, hättest du nur mein überraschtes Gesicht gesehen, du hättest gelacht. Allen zeige ich sie u. bin stolz, daß ich eine so fleißige Enkelin habe. sie sind recht schön gestrickt gehäkelt u. auch sehr schön mas[c]hen kriegst du, du wußtest schon, daß ich sie recht nothwendig brauche. die Meinen waren schon recht schlecht u. das Eine verlor ich neulich im Minnbel [Mirabell-?] Garten. denkst du noch an Salzburg, wir wünschen sehr oft, daß du wieder bei der Küchenthür herein kämmst. und freuen uns schon wieder auf Euch, dan[n] kannst du deine Schwestern zu uns führen. Gib der Toni, Roserl u. Hannile<ref>Johanna Spängler (* 1882); damit ergibt sich eine Datierung des Briefes vor der Geburt von Otto (* 1886)</ref> Bußerl von mir ich lasse ihnen danken für ihre Wünsche. so wie ich auch noch dir danke, für deine liebe Gratulation, die habe ich mir aufgehoben, ja liebe Franzl, du hast mir eine große [unterstrichen] Freude gemacht, wenn ich dir nur auch eine Freude machen könnte. Jetzt mußt du dich wohl auf das Christkind freuen, und es hat für dich vielleicht bestellt. Nun leb wohl liebe Franzl es grüßt dich / deine / dich liebende Großmutter. / Viele Grüße von den Tanten.''
Briefbogen mit Klebebildchen Mädchen und Junge, ohne Datum [ca. 1883/1885], von [[Katharina Arrigler]] an Franziska Spängler (* 1877); [Ergänzung]; [?] = fragliche Lesung:<br />
''Liebe Franzl! Ich muß dir ein paar Zeilen schreiben u. danken für die Freude die du mir mit den Strumpfbändern gemacht hast, hättest du nur mein überraschtes Gesicht gesehen, du hättest gelacht. Allen zeige ich sie u. bin stolz, daß ich eine so fleißige Enkelin habe. sie sind recht schön gestrickt gehäkelt u. auch sehr schön mas[c]hen kriegst du, du wußtest schon, daß ich sie recht nothwendig brauche. die Meinen waren schon recht schlecht u. das Eine verlor ich neulich im Minnbel'' [Mirabell-?] ''Garten. denkst du noch an Salzburg, wir wünschen sehr oft, daß du wieder bei der Küchenthür herein kämmst. und freuen uns schon wieder auf Euch, dan[n] kannst du deine Schwestern zu uns führen. Gib der Toni, Roserl u. Hannile<ref>Johanna Spängler (* 1882); damit ergibt sich eine Datierung des Briefes vor der Geburt von Otto (* 1886)</ref> Bußerl von mir ich lasse ihnen danken für ihre Wünsche. so wie ich auch noch dir danke, für deine liebe Gratulation, die habe ich mir aufgehoben, ja liebe Franzl, du hast mir eine große [unterstrichen] Freude gemacht, wenn ich dir nur auch eine Freude machen könnte. Jetzt mußt du dich wohl auf das Christkind freuen, und es hat für dich vielleicht bestellt. Nun leb wohl liebe Franzl es grüßt dich / deine / dich liebende Großmutter. / Viele Grüße von den Tanten.''


Zwei Fotos oben.
Zwei Fotos oben.
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==== Franz II. Xaver Gregor Spängler an Franziska Spängler ====
Briefe und Postkarten von / an Franziska Spängler (* 18. Juni 1877; † 1962; Nr. 9 a): 1884 Vater Spängler schreibt aus Pottenstein Postkarte an "Fräulein Franziska Spängler, Bezirksrichterstochter, in Salzburg, Mozartplatz 10", dankt für Brief. "Sei recht brav und folgsam, und mache dadurch der Mutter und mir Freude... dein dich liebender Vater"
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Brief von Franziska Spängler, * 18. Juni 1877, älteste Tochter von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen mit Linien und einer bunten Rose; große, exakte Schulschrift; / = Seitenwechsel; // = Absatz:<br />
Brief von Franziska Spängler, * 18. Juni 1877, älteste Tochter von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen mit Linien und einer bunten Rose; große, exakte Schulschrift; / = Seitenwechsel; // = Absatz:<br />
''Liebe Urgroßmutter! Die besten Wünsche zum Namenstag! Ich wünsche, daß du recht gesund bleibst und noch / recht oft deinen Namenstag erlebst. Behalte lieb deine Urenkelin // Franziska. // Pottenstein. 6./3. 1884.''
''Liebe Urgroßmutter! Die besten Wünsche zum Namenstag! Ich wünsche, daß du recht gesund bleibst und noch / recht oft deinen Namenstag erlebst. Behalte lieb deine Urenkelin // Franziska. // Pottenstein. 6./3. 1884.''
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==== Brief vom 6. Mai 1884 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; Leseabsatz eingefügt:<br />
''Pottenstein, 6. May 1884. // Liebe Großmutter! // Seit Empfang deines le[t]zten lieben Briefes ist wieder eine ziemliche Zeit verstrichen und mehrmal habe ich dir schreiben wollen, doch finde ich hiezu gar so schwer die notwendige Ruhe. // Heute aber sende ich dir aus freudigem Herzens [!] meine und der Meinigen beste Wünsche zum Namenstag. Möge der liebe Gott dich recht gesund sein laßen, damit uns auch dieß Jahr wieder die Freude werde, dich im Sommer in Salzburg zu sehen und unsere Kinder zu zeigen. // Für all das Gute, welches wir von dir empfangen haben, segne dich Gott. / Anliegend erlaube ich mir, dir etwas selbstgemachte Bäckerei zu senden, möchte sie dir gut schmecken, wie derartige Sachen meinen 4 Dirndln schmecken! Die Kinder bekommen nur sehr selten süße Sachen, deßhalb sind sie jedesmal so entzückt, wenn ein derartiges Stückchen abfällt. Franzi wird dir selbst einen kleinen Brief schreiben. Es geht ihr sehr gut in der Schule, anfangs März brachte sie den Schulausweis nach Hause. Zu unserer Freude hatte sie durchaus erste Klaße nur beim Singen hat sie zweite Klaße. Es ist aber ihr Wunsch und Bestreben, auch die erste Klaße zu erringen. Franzi scheint nicht ohne Musikgehör zu sein, denn sie kann schon da und dort etwas nachsingen, / was man ihr vorsingt. Natürlich fehlt ihr hiebei die Übung.''
''Mein Mann und ich wünschen, daß in unserm Hause Musik gelernt und gepflegt würde, und bald wird Franzi Unterricht im Klavierspiel bekommen müßen. Und da hätte ich schon wieder eine große Bitte: da wir nämlich nicht versäumen wollen, rechtzeitig Musikunterricht den Kindern zu geben, so müßen wir natürlich auf Anschaffung eines Klaviers bedacht sein. Nun haben wir ein gutes, überspieltes Klavier in Aussicht, welches hier verkäuflich sein wird, und dessen Preis nicht zu hoch sein dürfte. Immerhin aber ist der Ankauf eine für uns große Ausgabe und da wende ich mich dann abermals vertrauend an deine Großmut, / und bitte dich recht herzlich, sende mir eine Beisteuer. Ich mag das alte Lied nicht wiederholen von den vielen großen Ausgaben, welche unser Haushalt erfordert, du kannst dir selbst denken, wie unsere Einna[h]men auch immer vollständig aufgehen. Beiliegend sende ich dir die Jahreskarte vom Frauenwo[h]ltätigkeitsverein. Ich habe die 3 fl schon gezahlt und bitte dich, dieselben meiner Mutter zu übergeben, da ich ihr etwas schuldig bin und mich mit ihr auf diese Weise ausgleichen möchte. // Franz und meine Schwester Marie senden dir nebst vielen Grüßen die besten Wünsche. Auch Anna u. Kathi küßen dir die Hand und gratuli[e]ren. / Es umarmt dich deine // sehr geldsüchtige Enkelin // Fanni.''
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[[Datei:Welser Anzeiger, 2. August 1884.jpg|thumb| Beilage zum Welser Anzeiger vom 2. August 1884 (Ausschnitt).]]
[[Datei:Welser Anzeiger, 2. August 1884.jpg|thumb| Beilage zum Welser Anzeiger vom 2. August 1884 (Ausschnitt).]]


''Montag 4/8. 2 ½ Uhr Nachm. // Hier erwarteten uns Emma u Minna, die auch für einen Wagen gesorgt hatten. // Gegen 6 Uhr kamen wir in die / Wohnung. Großmutter begrüßte uns freundlich, von Tomaselli<ref>[[Café Tomaselli]]; die Großmutter [[Franziska Kobler]] wohnte zu dieser Zeit, spätestens seit Juli 1881, im Nachbarhaus, [[Alter Markt]] Nr. 10, wo sie auch 1886 starb.</ref> wurde Kafe geholt und wir erquikten uns Alle daran. Nachdem der meiste Eisenbahnruß abgeputzt war, pa[c]kten Kathi und ich gleich Alles aus, und richteten uns häuslich ein. Nach Tisch ging ich gleich zu Otto ([[Otto Spängler]]; Anm.). Alle grüßen herzlich[.] Sonntag war in der Mirabell-Kapelle ([[Mirabellkapelle]]; Anm.) die Trauung der Anna Stielitz [?] [.] Durch Lida’s Güte kam ich auch in die Kirche. Anna sah allerliebst aus. Lida<ref>"Lida", verheiratet Guttenberg, ist eine enge Freundin von Fanni, auch eine frühe Spängler-Bekanntschaft, und wird häufig in den Briefen seit 1860 genannt.</ref> ist mit den Kindern allein hier, doch wird Hermann nachkommen. Sie bleiben bis Ende August. Wir freuen uns sehr, daß wir heuer wieder zusammen sind. Das Wetter ist herrlich. / Samstag Nachmittag ging ich mit den Schwestern und 3 Kindern nach [[Leopoldskron]]. Dort sah ich Tante Pepi /: so rund wie immer :/ und Vetter Julius sammt seinen Kindern. Gestern fuhr ich mit Kathi und den Kindern nach [[Hellbrunn]], Mutter u Schwestern<ref>Fannis Halbgeschwister aus der zweiten Ehe von [[Richard Franz Schlegel]]</ref> kamen zu Fuß nach. Herunter mußte Alles zu Fuß gehen, da nur sehr wenige Stellwägen fuhren. Denke dir, Hanna<ref>Johanna (* 16. Mai 1882; verheiratet Holzapfel)</ref> ist mit uns zu Fuß von Hellbrunn gegangen, es waren kaum 5 Minuten, daß ich sie trug. Sie kam ganz lustig an und ist heute gar nicht müde. // ''
''Montag 4/8. 2 ½ Uhr Nachm. // Hier erwarteten uns Emma u Minna, die auch für einen Wagen gesorgt hatten. // Gegen 6 Uhr kamen wir in die / Wohnung. Großmutter begrüßte uns freundlich, von Tomaselli<ref>[[Café Tomaselli]]; die Großmutter [[Franziska Kobler]] wohnte zu dieser Zeit, spätestens seit Juli 1881, im Nachbarhaus, [[Alter Markt]] Nr. 10, wo sie auch 1886 starb.</ref> wurde Kafe geholt und wir erquikten uns Alle daran. Nachdem der meiste Eisenbahnruß abgeputzt war, pa[c]kten Kathi und ich gleich Alles aus, und richteten uns häuslich ein. Nach Tisch ging ich gleich zu Otto ([[Otto Spängler]]; Anm.). Alle grüßen herzlich[.] Sonntag war in der Mirabell-Kapelle ([[Mirabellkapelle]]; Anm.) die Trauung der Anna Stielitz [?] [.] Durch Lida’s Güte kam ich auch in die Kirche. Anna sah allerliebst aus. Lida<ref>"Lida", verheiratet [[von Guttenberg]], ist eine enge Freundin von Fanni, auch eine frühe Spängler-Bekanntschaft, und wird häufig in den Briefen seit 1860 genannt.</ref> ist mit den Kindern allein hier, doch wird Hermann nachkommen. Sie bleiben bis Ende August. Wir freuen uns sehr, daß wir heuer wieder zusammen sind. Das Wetter ist herrlich. / Samstag Nachmittag ging ich mit den Schwestern und 3 Kindern nach [[Leopoldskron]]. Dort sah ich Tante Pepi /: so rund wie immer :/ und Vetter Julius sammt seinen Kindern. Gestern fuhr ich mit Kathi und den Kindern nach [[Hellbrunn]], Mutter u Schwestern<ref>Fannis Halbgeschwister aus der zweiten Ehe von [[Richard Franz Schlegel]]</ref> kamen zu Fuß nach. Herunter mußte Alles zu Fuß gehen, da nur sehr wenige Stellwägen fuhren. Denke dir, Hanna<ref>Johanna (* 16. Mai 1882; verheiratet Holzapfel)</ref> ist mit uns zu Fuß von Hellbrunn gegangen, es waren kaum 5 Minuten, daß ich sie trug. Sie kam ganz lustig an und ist heute gar nicht müde. // ''


''Heute Vormittag war ich mit allen 4 Mädchen im Curhausener Kultur Bad<ref>[[Kurhaus Salzburg (historisch)]]</ref>. Die Bäder thun meinen Füßen sehr gut. / '' [drittes Blatt:] ''Soweit wäre Alles schön und gut, wenn nur du auch hier wärest. Wie sehr freue ich mich auf dein Kommen! Denkst du doch manchmal an mich? Die Kinder und viele Bekannte grüßen dich, Hanna schickt Bußerl. Hanna war anfangs scheu, wird aber schon zutraulich. // Der Bub ist das beliebteste Spielwerk meiner Schwestern. Die 3 Großen wollen immer bei'' [unterstrichen:] ''der Tante stricken. // Heute habe ich zwei Karten auf einmal bekommen, dafür keine am Samstag. Plage dich nur nicht zu sehr, grüße Alle, die um uns fragen bestens und behalte mich lieb! / Wenn ich nur für die wenigen Tage deines Urlaubes dir so schönes Wetter sichern könnte, wie ich je[t]zt habe! // Ich schließe diesen etwas länglichen Brief mit der Bitte behalte lieb deine Alte.''
''Heute Vormittag war ich mit allen 4 Mädchen im Curhausener Kultur Bad<ref>[[Kurhaus Salzburg (historisch)]]</ref>. Die Bäder thun meinen Füßen sehr gut. / '' [drittes Blatt:] ''Soweit wäre Alles schön und gut, wenn nur du auch hier wärest. Wie sehr freue ich mich auf dein Kommen! Denkst du doch manchmal an mich? Die Kinder und viele Bekannte grüßen dich, Hanna schickt Bußerl. Hanna war anfangs scheu, wird aber schon zutraulich. // Der Bub ist das beliebteste Spielwerk meiner Schwestern. Die 3 Großen wollen immer bei'' [unterstrichen:] ''der Tante stricken. // Heute habe ich zwei Karten auf einmal bekommen, dafür keine am Samstag. Plage dich nur nicht zu sehr, grüße Alle, die um uns fragen bestens und behalte mich lieb! / Wenn ich nur für die wenigen Tage deines Urlaubes dir so schönes Wetter sichern könnte, wie ich je[t]zt habe! // Ich schließe diesen etwas länglichen Brief mit der Bitte behalte lieb deine Alte.''
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==== Brief vom 26. November 1884 von Therese von Lürzer an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
==== Brief vom 7. September 1884 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]:<br />
''Pottenstein 7/9 1884. // Liebe Großmutter! // Es ist nun eine ganze Woche verstrichen, seit wir wieder daheim sind, und erst heute komme ich dazu dir für all’ das Liebe und Gute zu danken, was wir während unseres Aufenthaltes in Salzburg bei dir genossen haben. Gott segne dich für Alles, was du mir und den Meinen getan hast! // Ich freute mich sehr, dich so wo[h]l zu finden, gebe uns Gott im künftigen Jahr ein frohes Wiedersehen! // Die Kinder schicken dir viele Grüße, und danken dir auch für Alles, ebenso mein Mann. / Am Montag hat die Schule angefangen, nun geht auch Toni. Es ist eine große Erleichterung für mich, daß die zwei größeren Kinder täglich einige Stunden außer Haus sind. Toni ist ganz stolz, daß sie schon Schülerin ist. Wir befinden uns wieder recht wo[h]l daheim; man geht gerne fort und noch lieber wieder heim.''
 
''Ich denke, es wird auch dir wieder wo[h]l thun, daß die große Unruhe wieder auf dem Hause ist. // Ich bitte dich, grüße alle Bekannten von mir. // Ich erlaube mir noch zum Schluß an das Bügeleisen zu erinnern, welches der Theres / gehört, damit die Luise es ihr gelegentlich überbringe. // Indem ich dich herzlich umarme wiederhole ich meinen Dank und bitte dich, laß wieder von dir hören deine // dankbare Enkelin // Fanni Spängler.''
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==== Brief vom 26. November 1884 von Therese von Lürzer an Franz Spängler ====
[[Datei:Brief vom 26. November 1884 Seite 4.JPG|thumb|Der Brief vom 26. November 1884.]]
[[Datei:Brief vom 26. November 1884 Seite 4.JPG|thumb|Der Brief vom 26. November 1884.]]
ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [?] unsicher Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
Brief vom 26. November 1884 von Therese von Lürzer an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Briefbogen; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]; [?] = unsichere Lesart; vgl. den Brief vom 1. Dezember 1881 mit weiteren Hinweisen.<br />
''Hall den 26 November 1884 Theurer Lieber Franz Es hat mich wirklich sehr erfreut von dir ein Briefchen erhalten zu haben, mit den herzlichen Glückswünschen zum Namenstag, ich wünsche sie dir eben so jnnig zurük zu deinen komenden hohen Namensfest, möge Gott mir die Kraft in die Henden legen, dir / das zu sagen, alle diese freundlich wünschen mit welchen deine Seelige liebe Mutter, aber Sie wird mit Mutte[r] in [?] Liebe auf dich lieber Franz u All deine Lieben herab blicken. Gott erhalte dich u All deine lieben Angehörigen gesund u zufrieden, u Gottes reichen [Segen] möge Euch / zu theil werden[.] Beware mir ein freundliches andenken. Es freut mich daß Ihr Euch alle wohl befindet, auch mir geht es so ziemlich gut wie es ein so hohes Alter erlaubt, u dazu noch Gicht leidend, wo man leider jede witterungs Änderung fühlen muß, wo ich dan bald da bald dort Schmerzen fühle, doch so lange ich in die Kirche gehen kann danke / ich meinen guten Gott. Es würde mich wohl recht herzlich freuen, wen du einmal herein herein kämest auch mich ein mal besuchest u alle in Insbruck. Ich wünsche Euch ein gutes Neujahr, weil meine Hand so zittert kömmt mich das schreiben hart an, um auf Neujahr wieder zu schreiben. Wie werden sich deine lieben Kinder auf den schönen Cristbaum freuen. Lieber Franz lebe nun recht wohl u bleibe deiner alten treuen Tante immer freundlich, wie auch deine liebe Frau, ich bete Täglich für Euch. Ich küsse Euch im Geist'' [auf der Seite oben umgekehrt:] ''Eure Euch liebende Theres[e] von Lürzer''
''Hall den 26 November 1884 Theurer Lieber Franz Es hat mich wirklich sehr erfreut von dir ein Briefchen erhalten zu haben, mit den herzlichen Glückswünschen zum Namenstag, ich wünsche sie dir eben so jnnig zurük zu deinen komenden hohen Namensfest, möge Gott mir die Kraft in die Henden legen, dir / das zu sagen, alle diese freundlich wünschen mit welchen deine Seelige liebe Mutter, aber Sie wird mit Mutte[r] in [?] Liebe auf dich lieber Franz u All deine Lieben herab blicken. Gott erhalte dich u All deine lieben Angehörigen gesund u zufrieden, u Gottes reichen [Segen] möge Euch / zu theil werden[.] Beware mir ein freundliches andenken. Es freut mich daß Ihr Euch alle wohl befindet, auch mir geht es so ziemlich gut wie es ein so hohes Alter erlaubt, u dazu noch Gicht leidend, wo man leider jede witterungs Änderung fühlen muß, wo ich dan bald da bald dort Schmerzen fühle, doch so lange ich in die Kirche gehen kann danke / ich meinen guten Gott. Es würde mich wohl recht herzlich freuen, wen du einmal herein herein kämest auch mich ein mal besuchest u alle in Insbruck. Ich wünsche Euch ein gutes Neujahr, weil meine Hand so zittert kömmt mich das schreiben hart an, um auf Neujahr wieder zu schreiben. Wie werden sich deine lieben Kinder auf den schönen Cristbaum freuen. Lieber Franz lebe nun recht wohl u bleibe deiner alten treuen Tante immer freundlich, wie auch deine liebe Frau, ich bete Täglich für Euch. Ich küsse Euch im Geist'' [auf der Seite oben umgekehrt:] ''Eure Euch liebende Theres[e] von Lürzer''


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30. 12. 1884 siehe: Briefe 1872 bis 1887
==== Brief vom 30. Dezember 1884 von Fanni Spängler an Franziska Kobler ====
Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]] ohne Umschlag; ein Bogen; // = Absatz; / = Seitenwechsel; [Ergänzung]:<br />
''Pottenstein, 30/12. 1884. // Liebe Großmutter! // Zum Jahreswechsel spreche ich dir mein und der Meinen beste Glückwünsche aus. Gott erhalte dich recht gesund und wo[h]l, und segne dich und vergelte dir all das Gute was du mir und Andern gethan hast. // Von Mutter höre ich, daß du Gottlob wo[h]l bist, so Gott will wird auch dieses Jahr ein Wiedersehen in Salzburg möglich sein, wenn du uns nämlich sehen willst. // Die Kinder reden noch immer von Salzburg und freuen sich schon wieder auf die Fahrt dahin. / Die Weihnachtsfeiertage haben wir gut zugebracht. Die Kinder waren sehr glücklich. // Sie bekommen außer dem Christbaum allerlei von Kleidungsstücken Puppen u s. w. // Franzi und Toni lernen fleißig in der Schule. Der Bubi kann auch schon allein gehen. // Gottlob sind Alle gesund und munter. // Zu thun habe ich natürlich genug. // Bis nur ta[ä]glich fünf Kinder gewaschen, angezogen und / gefüttert sind! // ''
 
''Wenn die Kinder auch sehr einfach gekleidet sind habe ich doch immer für sie zu arbeiten. Nähen und stricken und flicken darf ich gar nie aufhören. Aber ich habe auch viele Freude an den Kindern Wenn sie Gott nur immer Alle gesund sein läßt, dann geht Alles gut. // Franzi stellt sich ganz geschi[c]kt zum Klavierspielen. // Je[t]zt bedaure ich daß ich es nie gelernt habe. Wie gut könnte ich das je[t]zt brauchen. / So viel es meine Arbeiten gestatten, lerne ich in meinen Tagen noch mit; doch bringe ich es natürlich zu nichts Rechten. Ich will und darf ja meine anderen Arbeiten deßhalb nicht hinten laßen. // Indem ich dir meines Mannes und meiner Kinder beste Wünsche und Grüße entrichte, bitte ich dich alle Bekannten schön zu grüßen und bleibe deine // dankbare Enkelin // Fanni Spängler''
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{{Kobler-Spängler-Briefe}}
{{Kobler-Spängler-Briefe}}


[[Kategorie:Historisches Dokument]]
[[Kategorie:Korrespondenz]]
[[Kategorie:Salzburger Familien]]
[[Kategorie:Spängler]]
[[Kategorie:Spängler]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Kobler]]