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* '''Ainringer Theatersommer'''
 
* '''Ainringer Theatersommer'''
 
Im Spieljahr 2012 hat sich eine Ainringer Laienspielgruppe ein Historienspiel um das Thema Protestantenvertreibung zur Aufgabe gemacht. Es ist ein grenzüberschreitendes Projekt ("drent und herent"), an dem Darsteller aus [[Wals-Siezenheim]] und Ainring teilnehmen. Als Spielstätte dient eine Freilichtbühne unterhalb der Pfarrkirche St. Laurentius in Ainring.
 
Im Spieljahr 2012 hat sich eine Ainringer Laienspielgruppe ein Historienspiel um das Thema Protestantenvertreibung zur Aufgabe gemacht. Es ist ein grenzüberschreitendes Projekt ("drent und herent"), an dem Darsteller aus [[Wals-Siezenheim]] und Ainring teilnehmen. Als Spielstätte dient eine Freilichtbühne unterhalb der Pfarrkirche St. Laurentius in Ainring.
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'''Premierenbericht in den Salzburger Nachrichten am 2. August 2012 über "So ist doch Gott mit uns" auf der Freilichtbühne in Ainring'''
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Auf der Suche nach Wahrheit.
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Besser ging’s nicht: traumhaftes Sommerwetter, volle Zuschauerränge und  eine Kulisse mit besonderem Flair unterhalb der Kirche St. Laurentius  in Ainring.  Die 60 Sänger und Schauspieler  von „drent und herent“  sorgten für  unvergessliche und nachdenkliche Stunden.
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birgit  kaltenböck Wals-Siezenheim, Ainring.  „Am Tag des Salzburger  Festspielbeginns eröffnen wir heute unsere ,Ainringer Festspiele’  am  Fuße des grünen Högl“, freute sich der Ainringer Bürgermeister [[Hans  Eschlberger]] anlässlich der Premierenveranstaltung des Stückes „So ist  doch Gott mit uns“ vergangenen Freitag.  Neben  zahlreichen Ehrengästen  aus Politik, Kultur und Wirtschaft  von „drent und herent“ der Saalach  war Gerhard Hoyer    extra aus Bad Aibling angereist, um die Geschichte  seiner Vorfahren, die [[1732]] aus [[Leogang]] von der [[Salzburger Protestantenvertreibung]]  betroffen waren, mitanzusehen. Sichtlich gerührt bedankte er sich bei  Autor und  Regisseur  [[Josef Kriechhammer]] aus Wals, der den blinden  Wandersmann spielt,  für die detailgetreue Aufarbeitung dieses Themas.
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Man  spürt, dass die Darsteller aus [[Wals]], [[Ainring]], [[Salzburg]] und Ruhpolding    im wahrsten Sinne des Wortes mit Leib und Seele mit ihrer Rolle eins  sind.  Man glaubt sich regelrecht in die Jahre  1731 und 1732  zurückversetzt, so mitreißend und packend wird die damalige Kluft  zwischen den Lutheranern und der  römisch-katholischen Bevölkerung  gespielt. Die als Nachkommen des [[Zauberer Jackl]]s bezeichneten Lutheraner  werden von den strenggläubigen Katholiken regelrecht außer Landes  geprügelt.  Andreas Gapp ist einer davon, der krank und verletzt im  Garten der Familie Pernthaner landet. Die Familie „bewirtet  den  Teufel“, in dem sie dem Leidenden nach Kräften hilft. Am Ende wird jener  von den Jesuiten entdeckt,  brutal misshandelt und vertrieben. Zweifel  macht sich unter den Menschen breit, besonders die  junge Generation ist  auf der Suche nach der Wahrheit und stellt die  religiösen Auswüchse an  den Pranger.  Musikalisch umrahmt wurde das historische Schauspiel    von Kompositionen der Walserin [[Agnes Gerl]].  „Sie unterstreicht  mit  ihren einfühlsamen Klangbildern die Dramatik des Schauspiels auf  berührende Art und Weise“, streut ihr Hans Eschlberger Rosen.  Standing  Ovations nach erfolgter Premiere waren hoch verdienter Lohn für die  letzten paar Monate voller Proben. Benedikt Huber, der jüngste der  Darsteller,  bringt es auf den Punkt: „Am schönsten ist am Ende der  Applaus!“ Dem ist  nichts mehr hinzuzufügen.
    
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