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| + | [[File:Schloss Montfort (Salzburg).jpg|thumb|Schloss Montfort]] |
| − | [[Bild:Morzg Montforter Hof.jpg|thumb|350px|Der [[Morzger Hügel]] mit [[Montforter Hof]] (links)]] | + | [[File:Schloss Montfort (Salzburg)-Wirtschaftstrakt.jpg|thumb|Schloss Montfort, der Wirtschaftstrakt.]] |
| − | Das alte Herrengut '''Montforter Hof''' (auch ''Golser Hof'' oder ''Montforter Schlösschen'' genannt) befindet sich im Süden des Salzburger Stadtteils [[Morzg]] an der südlichen Flanke des [[Morzger Hügel]]s.
| + | [[File:Schloss Montfort (Salzburg)-Allee.jpg|thumb|Schloss Montfort-Allee, die ehemalige Zufahrt von der [[Keltenallee]].]] |
| | + | Der alte Herrenhof '''Schloss Montfort''' (auch ''Golser Hof'' oder ''Goiser Hof'' genannt) befindet sich im Süden des [[Salzburger Stadtteil]]s [[Morzg]] an der südlichen Flanke des hinteren [[Morzger Hügel]]s. Mit seinen historischen Achsen ist Schloss Mortfort ein unverzichtbarer Teil des [[Landschaftsgarten Hellbrunn|Landschaftsgartens Hellbrunn]]. |
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| − | Urkundlich wurde das Gut [[1334]] erstmals genannt. Um 1700 entstand dann aus dem ''Golser Hof'' der ''Montforter Hof''.
| + | ==Geschichte== |
| | + | [[1334]] wurden erstmals zwei Güter zu Gols (''Gols duo praedia'') im Nonnberger [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#U|Urbar]] urkundlich erwähnt, in jenem von [[1382]] finden sich ''die hueb ze Gols'' (''zwei Güter/[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Huben]] zu Gols''). Von [[1412]] bis [[1528]] waren die Golser auf dem Hof, dann bekam ihn Lienhart Hörmann, Schwiegersohn der Erentraud Golser, von dessen Nachkommen der Golser Hof [[1606]] auf Baltasar Egger überging. [[1650]] erwarben Mathias [[Mayr von Pürglau]] und seine Frau Susanne Fabrizin den Hof von Magdalena Eggerin, Frau des Johann Helbmreicher. |
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| − | ==Quelle==
| + | Ein weiteres Gut, das einen Hauptbestandteil des späteren Montforter Hofes bildete war Gut Luftenegg (auch Lüftenegg), dessen erste urkundliche Erwähnung im [[Nonnberger Urbar]] von [[1509]] zu finden ist. Damals war es im Besitz von Vital Schlosser, im [[16. Jahrhundert|16.]] und [[17. Jahrhundert]] in jenem der Familien Krägler und Lackner. |
| − | * Salzburgwiki-Beitrag [[Morzg]]
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| − | * ''Salzburgs Synchronik'', Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6
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| | + | Maria Anna Gräfin von Montfort, geborene Gräfin von [[Thun und Hohenstein]], erwarb – mit finanzieller Beihilfe ihres Onkels [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst]] und ihres Vaters Maximilian Graf von [[Thun]] – [[1699]] den ''Golser Hof'' und in den folgenden Jahren weitere Grundstücke, u. a. [[1709]] das ''Gut Lüftenegg'', welche teils unter der Grundherrschaft der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Benediktinerinnenstift Nonnberg]], teils unter jener des [[Salzburger Hof]]es (''hofurbarisch'') und teils unter jener des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]] standen. So entstand dann zu Beginn des [[18. Jahrhundert]]s aus diesen Anwesen der ''Montforter Hof'' – damals auch ''Hof Thunegg'' genannt. |
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| | + | Nachdem Anton III. Graf von Montfort (* [[1670]]) im Jahre [[1727]] Teile der Regierungsgeschäfte auf seinem Sohn Ernst übertragen hatte, übersiedelte er [[1728]] mit seiner Frau Maria Anna Gräfin von Montfort, geborene Thun, von den Montfortischen Herrschaften in der Bodenseeregion nach Salzburg in den Montforter Hof, wo sie beide [[1733]] verstarben. |
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| | + | Gräfin Montfort widmete vor ihrem Tod den Hof zu einem [[Fideikommiss]] für ihren Enkel Josef Grafen von [[Lodron]], das, sollte Graf Lodron keine Nachkommen hinterlassen, auf das gräfliche Haus von Montfort überzugehen hatte. So geschah es, dass [[1746]] Anton Graf von Montfort († [[1787]] als Letzter seines Namens) dem Grafen Josef von Lodron nachfolgte. [[1791]] kaufte den Hof Hieronymus Graf von Lodron. |
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| | + | [[1792]] erwarb Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] den Montforter Hof, den er mit einer neuen Fassade versehen ließ und als Jagdschloss in Verwendung hatte. [[1796]] wurde der Besitz von allen grundherrlichen Bürden freigemacht. Vor allem ließ der aufgeklärte Colloredo hier einen landwirtschaftlichen Musterbauernhof mit einem großen Stallgebäude errichten. |
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| | + | Der [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] der [[Erzdiözese Salzburg|Salzburger Diözese]] nach der [[Säkularisation]], Graf [[Leopold Maximilian von Firmian]], hatte die Bitte ausgesprochen, den Hof dem jeweiligen [[Erzbischof von Salzburg]] als Sommerresidenz zu überlassen. Doch die endgültige Entscheidung des Kaisers darüber verzögerte sich bis in das Jahr [[1842]]. Unterdessen war der Hof nach [[1816]] dem jeweiligen [[Landeshauptmann|Kreishauptmann des Salzachkreises]] verpachtet worden. So bewohnten bzw. pachteten hintereinander die Kreishauptmänner Graf [[Karl Graf Welsperg-Raitenau|Welsperg]], Graf [[Albert Graf Montecuccoli-Laderchi|Montecuccoli]], Graf [[Leopold Graf Stolberg|Stolberg]] und Graf [[Gustav Ignaz Graf Chorinsky|Chorinsky]] das Schloss. Als es 1842 zu einer Entscheidung kommen sollte, kam Kaiser Ferdinand der Empfehlung seines Hofkammerpräsidenten Freiherr von Kübeck, das Pachtverhältnis mit dem Kreishauptmann fortzusetzten, nach und unterschrieb am [[5. Juli]] 1842 eine dementsprechende Resolution. |
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| | + | In der Folge wurde Schloss Montfort veräußert und kam [[1875]] in den Besitz von Karl Überreiter. [[1884]] erwarb es [[Alois Graf von Arco-Stepperg]], von dem das Schloss auf seine einzige Tochter [[Sophie Gräfin Moy de Sons]] überging. So wie das [[Wasserschloss Anif]] und die [[Villa Swoboda]] erbte den Montforter Hof der Neffe der Gräfin, der Kunsthistoriker [[Johannes Graf von Moy]], dem sein Adoptivsohn [[Johannes Graf von Moy (Sohn)|Johannes Graf von Moy]] als Besitzer nachfolgte. Im Jahr 2003 wurde das Schloss an Gert-Rudolf Flick verkauft. Es ist daher in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. |
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| | + | == Weblinks == |
| | + | * [http://www.visit-salzburg.net/deutsch/sehenswuerdig/montforterhof.htm www.visit-salzburg.net] |
| | + | * {{Austriaforum|Wissenssammlungen/Burgen_und_Schlösser/Salzburg/Montfort,_Schloß_(Montforterhof)|Schloss Montfort}} |
| | + | * [http://www.burgendaten.de/castle.php?country_id=7&castle_id=4500 www.burgendaten.de] |
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| | + | ==Quellen== |
| | + | * [[SALZBURGWIKI]]-Beiträge |
| | + | {{Quelle Salzburgs Synchronik}} |
| | + | * ''[[Österreichische Kunsttopographie|Österreichische Kunst-Topographie]]'', herausgegeben vom Kunsthistorischen Institute der k. k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, redigiert von Max Dvorak, Band XI (Salzburg-Land II. Band): ''Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg. III. Teil: Gerichtsbezirk Salzburg.'' Von Paul Buberl, archivalischer Teil von [[Franz Martin]]. Wien (Kunstverlag Anton Schroll & Co.) 1916. S. 423., [https://archive.org/stream/sterreichische11austuoft/sterreichische11austuoft_djvu.txt im Internet abrufbar] |
| | + | * Hubert Bastgen: ''Zur Geschichte der kirchlichen Stiftungen nach der Säkularisation (5. Der Montforterhof und die Frage einer erzbischöflichen Sommerresidenz).'' In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 55. S. 71ff. (im Speziellen S. 90ff.); Eigenverlag der Gesellschaft. Salzburg 1915 |
| | + | * Karl Heinz Burmeister: ''Die Grafen von Montfort'', Klaus Merten: ''Die Burgen und Schlösser der Grafen von Montfort-Tettnang und Rothesnfels'' sowie Elamr L . Kuhn: ''Zeittafel''. In: ''Die Grafen von Montfort – Geschichte und Kultur'' herausgegeben von Dr. Bernd Wiedmann. Verlag Robert Gessler, Friedrichshafen 1982. ''S. 16, 147f. und 204.'' |
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| | + | {{SORTIERUNG: Montfort, Schloss}} |
| | + | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |
| | + | [[Kategorie:Morzg]] |
| | + | [[Kategorie:Architektur]] |
| | [[Kategorie:Schloss]] | | [[Kategorie:Schloss]] |
| − | [[Kategorie:Morzg]] | + | [[Kategorie:historisches Gebäude]] |