Änderungen

89 Bytes hinzugefügt ,  13:57, 9. Dez. 2025
K
Textersetzung - „Landschaftsphysiker“ durch „Landschaftsphysikus
Zeile 5: Zeile 5:  
Anton Hell wurde im [[oberbayern|oberbayrischen]] Eichstätt geboren, und zwar laut Grabstein im Jahr 1762. Sein Studium absolvierte er in Ingolstadt und dort promovierte er [[1785]] - mit 23 Jahren - zum Doktor der Medizin.<ref>Franz Xaver Freninger, Hg., Das Matrikelbuch der Universität Ingolstadt-Landshut-München, München 1872, 56.</ref>
 
Anton Hell wurde im [[oberbayern|oberbayrischen]] Eichstätt geboren, und zwar laut Grabstein im Jahr 1762. Sein Studium absolvierte er in Ingolstadt und dort promovierte er [[1785]] - mit 23 Jahren - zum Doktor der Medizin.<ref>Franz Xaver Freninger, Hg., Das Matrikelbuch der Universität Ingolstadt-Landshut-München, München 1872, 56.</ref>
   −
Um [[1789]] begann er dann "seinen mühevollen Dienst", als Landschaftsphysiker in Laufen.<ref>siehe Grabstein.</ref> Er selbst schreibt [[1804]] als er seine Gehaltsbezüge offenlegt: "was endlich die 4te Frage betrifft, nämlich den Genuß an Bestallungen sowohl aus weltlichen, als geistlichen Kassen, hatte ich mich während meines 16jährigen Hierseins niemals einer so wohltätigen Unterstützung zu erfreuen." <ref>SLA churf und k.k. österr Reg XI 025.</ref> Pichler erwähnt in seiner Landesgeschichte den "verstorbenen, noch in fürsterzbischöflicher Zeit bestellten Landschaftsphysikus Dr. Anton Hell".<ref>[[Georg Abdon Pichler]], Salzburg’s Landesgeschichte, Salzburg 1865, 1008.</ref> [[1791]] hat der [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] "den hochgelehrten Herrn Anton Hell, der Arzneywissenschaft Doktor, und Landschafts-Physikus in Laufen zu Ihrem Rathe gnädigst zu ernennen geruhet."<ref>"[[Salzburger Zeitung]]", 13. August 1791, 7.</ref>
+
Um [[1789]] begann er dann "seinen mühevollen Dienst", als [[Landschaftsphysikus]] in Laufen.<ref>siehe Grabstein.</ref> Er selbst schreibt [[1804]] als er seine Gehaltsbezüge offenlegt: "was endlich die 4te Frage betrifft, nämlich den Genuß an Bestallungen sowohl aus weltlichen, als geistlichen Kassen, hatte ich mich während meines 16jährigen Hierseins niemals einer so wohltätigen Unterstützung zu erfreuen." <ref>SLA churf und k.k. österr Reg XI 025.</ref> Pichler erwähnt in seiner Landesgeschichte den "verstorbenen, noch in fürsterzbischöflicher Zeit bestellten Landschaftsphysikus Dr. Anton Hell".<ref>[[Georg Abdon Pichler]], Salzburg’s Landesgeschichte, Salzburg 1865, 1008.</ref> [[1791]] hat der [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] "den hochgelehrten Herrn Anton Hell, der Arzneywissenschaft Doktor, und Landschafts-[[Physiker|Physikus]] in Laufen zu Ihrem Rathe gnädigst zu ernennen geruhet."<ref>"[[Salzburger Zeitung]]", 13. August 1791, 7.</ref>
 +
 
 +
[[Datei:1791 Laufen Hell.jpg|thumb|Anton Hell 1791 in Laufen.]]
    
In einem [[1802]] verfassten Artikel über die "Kuhblatternimpfung" wird Anton Hell gemeinsam mit den Ärzten '[[Josef Servatius d'Outrepont|d'Outrepont]] und Franz Ritter erwähnt, weil sie schon in der Gegend von [[Nußdorf am Haunsberg|Nußdorf]], [[Michaelbeuern]] und [[Lamprechtshausen]] die Schutzpockenimpfung vollzogen hatten.<ref>"[[Intelligenzblatt von Salzburg]]", 15. Mai 1802, 309.</ref>  
 
In einem [[1802]] verfassten Artikel über die "Kuhblatternimpfung" wird Anton Hell gemeinsam mit den Ärzten '[[Josef Servatius d'Outrepont|d'Outrepont]] und Franz Ritter erwähnt, weil sie schon in der Gegend von [[Nußdorf am Haunsberg|Nußdorf]], [[Michaelbeuern]] und [[Lamprechtshausen]] die Schutzpockenimpfung vollzogen hatten.<ref>"[[Intelligenzblatt von Salzburg]]", 15. Mai 1802, 309.</ref>  
Zeile 13: Zeile 15:  
Der Landphysikus Dr. Anton Hell in Laufen hatte die [[Pfleggericht]]e [[Pfleggericht Laufen|Laufen]], [[Tittmoning]], [[Waging am See|Waging]] und [[Teisendorf]] zu betreuen und die Bezahlung dafür "größtentheils nur aus der Steuer Kasse zu erheben". (Salzburg den 6. Dezember 1807)<ref>[[Salzburger Landesarchiv|SLA]] [[Kurfürstentum Salzburg|churf.]] u k.k. österr Reg II B 32.</ref>
 
Der Landphysikus Dr. Anton Hell in Laufen hatte die [[Pfleggericht]]e [[Pfleggericht Laufen|Laufen]], [[Tittmoning]], [[Waging am See|Waging]] und [[Teisendorf]] zu betreuen und die Bezahlung dafür "größtentheils nur aus der Steuer Kasse zu erheben". (Salzburg den 6. Dezember 1807)<ref>[[Salzburger Landesarchiv|SLA]] [[Kurfürstentum Salzburg|churf.]] u k.k. österr Reg II B 32.</ref>
   −
Am 11. Oktober [[1808]] verstarb Anton Hell mit 46 Jahren an einem "Entzündungsfieber". Nur acht Tage zuvor war sein Kollege [[Felix Winkelhofer (Bezirksarzt)|Felix Winkelhofer]] in [[Zell am See|Zell im Pinzgau]] im Alter von nur 33 Jahren an der Lungensucht verstorben. Nun mussten beide Stellen neu besetzt werden.<ref>Medizinisch chirurgische Zeitung 1. Dezember 1808, 16.</ref>
+
Am 11. Oktober [[1808]] verstarb Anton Hell mit 46 Jahren an einem "Entzündungsfieber". Nur acht Tage zuvor war sein Kollege [[Felix Winkelhofer (Bezirksarzt)|Felix Winkelhofer]] in [[Zell am See|Zell im Pinzgau]] im Alter von nur 33 Jahren an der Lungensucht verstorben. Nun mussten beide Stellen neu besetzt werden.<ref>"[[Medicinisch-chirurgische Zeitung]]", 1. Dezember 1808, 16.</ref>
    
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==