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[[Datei:Kirche St Michael 01.jpg |thumb|Michaelskirche, Südfassade]]  
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[[Datei:Residenzplatz mit Brunnen von der Dombogenterrasse.jpg|thumb|Der [[Residenzplatz]] mit dem [[Residenzbrunnen]], links die Filialkirche zum hl. Michael.]]
[[Datei:St._Michaelskirche_innen.jpg|thumb|Innenaufnahme der Michaelskirche]]
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[[DAtei:Filialkirche zum hl. Michael Altar.jpg|thumb|Blick zum Altar.]]
[[Datei:Michaelskirche neuer volksaltaraltar.jpg|thumb|Der neue Volksaltar (2015)]]
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[[Datei:Michaelskirche neuer volksaltaraltar.jpg|thumb|Der neue Volksaltar seit 2015.]]
Die '''Kirche St. Michael''', auch '''Michaeliskirche''' oder selten '''Kirche St. Michael''', von den Salzburgern aber einfach '''Michaelskirche''' genannt, ist die älteste Pfarrkirche in der [[Altstadt]] [[Stadt Salzburg|Salzburgs]]. Heute ist sie eine Filialkirche. Das [[Patrozinium]] wird an [[Michael|Michaeli]], dem [[29. September]], begangen.
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[[Datei:Filialkirche zum hl. Michael Deckengemälde.jpg|thumb|Das Deckengemälde.]]
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Die '''Filialkirche zum hl. Michael''',<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hrsg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 135.</ref> von den Salzburgern durchwegs ''Michaelskirche'' genannt, war bis [[1189]] Pfarrkirche in der [[Altstadt]] [[Stadt Salzburg|Salzburgs]]. Heute ist sie eine Filialkirche der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.
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== Patrozinium ==
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Das [[Patrozinium]] wird an [[Michael|Michaeli]], dem [[29. September]], begangen.
    
== Lage ==
 
== Lage ==
Die Kirche des [[Michael|Erzengels Michael]] befindet sich am [[Residenzplatz]] - Haus Nr. 8. Ihre südliche Front grenzt an den Residenzplatz (wo sich auch der Eingang zur Kirche befindet), im Nordwesten ein kleines Stück an den [[Waagplatz]], den Turm und seine Fassade sieht man von dem nur wenige Meter im Osten gelegenen [[Mozartplatz]].
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Die Kirche, die dem Erzengel [[Michael]] geweiht ist, befindet sich am [[Residenzplatz]] - Haus Nr. 8. Ihre südliche Front grenzt an den Residenzplatz (wo sich auch der Eingang zur Kirche befindet), im Nordwesten ein kleines Stück an den [[Waagplatz]], den Turm und seine Fassade sieht man von dem nur wenige Meter im Osten gelegenen [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]]. Der Durchgang am Haus Residenzplatz Nr. 7 zum Waagplatz ist der [[Michaelsbogen]]. Die Kirche war namensstiftend für Objekte in ihrere Umgebung:
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* für den [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Michaelsplatz]], der 1849 in [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] umbenannt wurde
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* bis 1841 sprudelte das Wasser des [[Michaelsbrunnen]]s auf dem [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Michaelsplatz]]
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* für den [[Michaelsbogen]]
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* für das 1867 abgetragene [[Michaelstor]]
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* an der Fassade des nahen [[Höllbräu]]s prangt eine Statue des Erzengels als [[Seelenwäger]]
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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[[Datei:Filialkirche zum hl. Michael Wappen Seeauer.jpg|thumb|Zu sehen ist das Wappen von [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Beda Seeauer]]: zwei Kamele und der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]: zwei gekreuzte Schlüssel]]
 
Ihre Ursprünge reichen in die Zeit [[Karl der Große|Karls des Großen]] zurück. Die Kirche wurde neben der baierischen [[Pfalz]], dem [[Herzogtum Bayern|herzoglichen Verwaltungssitz]] der [[Baiernherzöge in Salzburg|Agilolfinger]], und dem ältesten Gerichtssitz der Stadt, damals allgemein [[Schranne]] genannt, errichtet. Noch vor [[800]] ist hier "''an der Pforte''" (siehe [[Bischofsburg in Salzburg|Bischofsburg]]) die älteste dem Erzengel Michael geweihte Kirche nachgewiesen ([[813]]), und zwar immer als Filialkirche [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peters]]. Bis [[1223]] war die sie zugleich kaiserliche Pfalzkapelle und Pfarrkirche der [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürgerschaft]].  
 
Ihre Ursprünge reichen in die Zeit [[Karl der Große|Karls des Großen]] zurück. Die Kirche wurde neben der baierischen [[Pfalz]], dem [[Herzogtum Bayern|herzoglichen Verwaltungssitz]] der [[Baiernherzöge in Salzburg|Agilolfinger]], und dem ältesten Gerichtssitz der Stadt, damals allgemein [[Schranne]] genannt, errichtet. Noch vor [[800]] ist hier "''an der Pforte''" (siehe [[Bischofsburg in Salzburg|Bischofsburg]]) die älteste dem Erzengel Michael geweihte Kirche nachgewiesen ([[813]]), und zwar immer als Filialkirche [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peters]]. Bis [[1223]] war die sie zugleich kaiserliche Pfalzkapelle und Pfarrkirche der [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürgerschaft]].  
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Die Michaelskirche besaß folgerichtig zwei Zugänge und zwei Stockwerke: den obere Stock für Kaiser und Gefolge mit einem Zugang von der Pfalz, der untere Stock für die Bürger. Nach der Verlegung des Marktplatzes und des Gerichtssitzes lag die Kirche nicht mehr im Mittelpunkt des Bürgerlebens. Zudem löste die Marienkirche (heute [[Franziskanerkirche]]) und später der [[Dom]] die Michaelskirche als Pfarrkirche ab.  
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Die Kirche St. Michael besaß folgerichtig zwei Zugänge und zwei Stockwerke: den obere Stock für Kaiser und Gefolge mit einem Zugang von der Pfalz, der untere Stock für die Bürger. Nach der Verlegung des Marktplatzes und des Gerichtssitzes lag die Kirche nicht mehr im Mittelpunkt des Bürgerlebens. Zudem löste die Marienkirche (heute [[Franziskanerkirche]]) und später der [[Dom]] die Kirche St. Michael als Pfarrkirche ab.  
    
Nachdem die [[Grafen von Plain]] im Auftrag von Kaiser [[Friedrich I. Barbarossa]] am [[5. April]] [[1167]] die Stadt und [[Festung Hohensalzburg|Festung]] verwüsteten und in Brand gesteckt hatten, um die Reichsacht zu vollziehen, wurde die Kirche neu aufgebaut. Dank ihrer Position als Pfalzkapelle entstand sie umgehend neu und konnte schon ein Jahr später, [[1168]] neu von Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach|Konrad III.]] geweiht werden.
 
Nachdem die [[Grafen von Plain]] im Auftrag von Kaiser [[Friedrich I. Barbarossa]] am [[5. April]] [[1167]] die Stadt und [[Festung Hohensalzburg|Festung]] verwüsteten und in Brand gesteckt hatten, um die Reichsacht zu vollziehen, wurde die Kirche neu aufgebaut. Dank ihrer Position als Pfalzkapelle entstand sie umgehend neu und konnte schon ein Jahr später, [[1168]] neu von Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach|Konrad III.]] geweiht werden.
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[[1767]] bis [[1778]] wurde diese Kirche im Auftrag von [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Beda Seeauer]] erneut umgebaut und im Stil des [[Rokoko]] ausstaffiert. Der heutige [[Marmor]]<nowiki>hochaltar</nowiki> mit dem Bildnis des heiligen Michael wurde [[1770]] verändert.
 
[[1767]] bis [[1778]] wurde diese Kirche im Auftrag von [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Beda Seeauer]] erneut umgebaut und im Stil des [[Rokoko]] ausstaffiert. Der heutige [[Marmor]]<nowiki>hochaltar</nowiki> mit dem Bildnis des heiligen Michael wurde [[1770]] verändert.
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Zum Abschluss der Innenrestaurierung 2015 erhielt die Michaelskirche einen neuen, transparent gestalteten Volksaltar und einen neuen Ambo. Am [[28. September]] [[2015]] wurden diese von [[Äbte der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzabt]] [[Korbinian Birnbacher]] [[OSB]] gesegnet und eingeweiht.
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Von [[1945]] bis [[1959]] war sie die Pfarrkirche der [[Russisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Maria Schutz|Russisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Maria Schutz]] in Salzburg.
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Zum Abschluss der Innenrestaurierung 2015 erhielt die Kirche St. Michael einen neuen, transparent gestalteten Volksaltar und einen neuen Ambo. Am [[28. September]] [[2015]] wurden diese von [[Äbte der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzabt]] [[Korbinian Birnbacher]] [[OSB]] gesegnet und eingeweiht.
    
== Orgel ==
 
== Orgel ==
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Die Orgel stammt von [[Orgelmacher]] [[Johann Rochus Egedacher]], der sie 1770 mit vier Registern aufstellte. 1974/75 wurde sie unter der künstlerischen Beratung von [[Gerhard Croll]] (Salzburg) und Hans Nadler (Bregenz) von Herbert Gollini restauriert, wobei dieser die Register Copel 8', Flöte 4' und Oktave 2' rekonstruieren musste, da nur mehr das Prospekt-Register Principal 4' erhalten geblieben war.<ref>[[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgelfrühling in Salzburg''. In: ''Singende Kirche'', Jg. 22 (1974/75), Nr. 3, S. 134.</ref>
 
Die Orgel stammt von [[Orgelmacher]] [[Johann Rochus Egedacher]], der sie 1770 mit vier Registern aufstellte. 1974/75 wurde sie unter der künstlerischen Beratung von [[Gerhard Croll]] (Salzburg) und Hans Nadler (Bregenz) von Herbert Gollini restauriert, wobei dieser die Register Copel 8', Flöte 4' und Oktave 2' rekonstruieren musste, da nur mehr das Prospekt-Register Principal 4' erhalten geblieben war.<ref>[[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgelfrühling in Salzburg''. In: ''Singende Kirche'', Jg. 22 (1974/75), Nr. 3, S. 134.</ref>
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== Landschaftskrippe zu Weihnachten==
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== Wechselkrippe ==
[[Datei:Krippe Kirche St Michael 01.jpg|thumb|right|Krippe in der Michaelskirche]]
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Die Filialkirche zum hl. Michael besitzt die einzige [[Krippe#Wechselkrippe|Wechselkrippe]] im [[Bundesland Salzburg]]. Sie zeigt nicht nur weihnachtliche Szenen, sondern in der Fasten- und zur Osterzeit auch das Passions- und Ostergeschehen sowie dazwischen einige Figurengruppen.  
[[Datei:Krippe Kirche St Michael 02.jpg|thumb|right|Krippe in der Michaelskirche am 24. Dezember 2015]]
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In der [[Weihnachtszeit]] zeigt die ''Michaeli-Krippe'', eine [[Weihnachtskrippe#Krippentypen|Landschaftskrippe]], den biblischen Jahreskreis mit Motiven und Panoramen der Stadt Salzburg. Die Krippe befindet sich unmittelbar neben der schweren Eingangstüre, rechts in einem Schaukasten hinter Glas. Es ist eine klassische Kastenkrippe.  Die Panoramen dafür schuf Bruder Pius der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]. Die Figuren dazu, oft nur vier Zentimeter groß, schnitzte [[Josef Klampfer]].  
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In den vielen Kirchen der Stadt Salzburg gibt es zahlreiche Krippen, manche noch größer und vielleicht auch prächtigere.  
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Gebaut wurde diese Wechselkrippe von Frater [[Pius Hochreiter]] [[OSB]] (* 1904; † 1982), der ab [[1827]] [[Benediktinerorden|Benediktinermönch]] in der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] war (zu der die Kirche pfarrlich gehört). Dieser Landschaftsbauer hatte sich für den Ort der Darstellungen etwas Besonderes einfallen lassen. Seine Darstellung der Fastenkrippe finden vor der Kulisse der [[Festung Hohensalzburg]] und auf einer der Befestigungsmauern auf dem [[Kapuzinerberg]] statt. Der [[Residenzplatz]] ist Schauplatz für Händler und Volkstypen. Für die [[Weihnachtskrippe]] wählte Hochreiter den [[Friedhof von St. Peter]] unmittelbar unter den Felswänden des [[Mönchsberg]]es mit den [[Katakomben]] als Kulisse.
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Das Besondere an der Krippe in der Kirche St. Michael ist, dass die Weihnachtsgeschichte rund um die Geburt von Jesus mit Figuren das Gelände der Erzabtei von St. Peter darstellt. Die Panoramen sind sehr wirklichkeitsnahe. Im [[Advent]] kommen viele Besucher, um diese Krippe zu sehen. Erst am Weihnachtstag  wird die Krippe mit dem Jesukind ergänzt, dem dann auch Hirten und Engel huldigen. Ochs und Esel und viele andere Tiere schauen zu, wie Josef und Maria andächtig das Jesu-Kind anbeten. Zuletzt erscheinen in dieser besonderen Szenerie noch die Heiligen drei Könige.
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Der Krippenschnitzer [[Josef Klampfer]] (* 1892; † 1962) fertigte die Figuren für beide Krippen an.
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Es gibt viele Salzburger, die dieses Ritual seit ihrer Kindheit miterlebt haben und es ihren Kindern und Enkelkindern zeigen. Der Besuch der Krippe in der Michaelskirche ist ihnen im Advent ein fester Bestandteil. ''Die Krippe in der Kirche St. Michael ist die unsere, nur die für Einheimische'' meinen viele Salzburger.  
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==== Bilder ====
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Datei:Wechselkrippe Filialkirche Michael Altstadt Salzburg.jpg|Die Wechselkrippe Mitte Februar 2020.  
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Datei:Wechselkrippe Filialkirche Michael Altstadt Salzburg 02.jpg|Die Wechselkrippe Mitte Juni 2023.  
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Datei:Wechselkrippe Filialkirche Michael Altstadt Salzburg 03.jpg|Die Wechselkrippe Mitte Juni 2023.  
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== Osterkrippe ==
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=== Landschaftskrippe zu Weihnachten ===
[[Datei:Osterkrippe Kirche St Michael 01.jpg|thumb|right|Osterkrippe in der Michaelskirche]]
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In der [[Weihnachtszeit]] zeigt die ''Michaeli-Krippe'', eine Weihnachtskrippe, den biblischen Jahreskreis mit Motiven und Panoramen der Stadt Salzburg. Die Krippe befindet sich unmittelbar neben der schweren Eingangstüre, rechts in einem Schaukasten hinter Glas. Es ist eine klassische Kastenkrippe.  
[[Datei:Osterkrippe Kirche St Michael 04.jpg|thumb|right|Osterkrippe in der Michaelskirche]]
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Die [[Osterkrippe]] in der Michaelskirche zeigt die Passion von Jesus vor einer [[Altstadt]]-Szenerie, bestehend aus [[Festung Hohensalzburg]], [[Glockenspiel]], [[Stieglkeller]] und [[Dom]].  
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Am Karfreitag befindet sich davor eine Kreuzigungsgruppe: Jesus am Kreuz, umgeben von drei Engeln, zwei unwürdigen (?) Gefährten sowie der klagenden Maria, Maria Magdalena und Johannes, seinem geliebten Jünger. Links steht ein Wachhäuschen, mit zwei Soldaten davor. Rechts steht eine Gruppe von Soldaten; ein Hauptmann, auf dem Pferd sitzend, und zwei weitere Soldaten. Rechts dahinter vor dem Dom findet gerade ein Markt statt. Eine Bäuerin bietet Brot, Kartoffeln und Obst zum Kauf an und eine Bürgerin feilscht mit ihr über den Preis. Ein Kaufmann übergibt einer Bürgerin die soeben gekaufte Ware. Ein anderer Kaufmann führt ein Pferd herbei, das mit lebenden Geflügel und vollen Taschen beladen ist. Die Menschen der Stadt bleiben unbeeindruckt von dem traurigen Geschehen davor.
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In den vielen Kirchen der Stadt Salzburg gibt es Krippen, manche noch größer und vielleicht auch prächtiger. Das Besondere an der Krippe in der Kirche St. Michael ist, dass die Weihnachtsgeschichte rund um die Geburt von Jesus mit Figuren das Gelände der Erzabtei von St. Peter darstellt. Die Panoramen sind sehr wirklichkeitsnahe Darstellungen Salzburger Orte.  
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Am Ostersonntag zeigt die Osterkrippe den auferstandenen Jesus Christus, erhöht auf einem mit Lichtkugeln geschmückten Podest stehend vor einem prächtigen Strahlenkranz mit einem Chor von Engeln (''Putti'') darauf. Davor steht eine musizierende Gruppe von Engeln, einer singend, die anderen Geige, Gitarre und Harfe spielend. Rechts davon, zur menschenleeren Stadt hin gewendet, verkündigt ein großer Engel an Maria Magdalena, die den Kelch des neuen Testament in der Hand hält, dass Jesus vom Tode auferstanden ist.
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Die Weihnachtskrippe ist bereits im [[Advent]] zu sehen. Jedoch erst am Weihnachtstag wird die Krippe mit dem Jesukind ergänzt, dem dann auch Hirten und Engel huldigen. Ochs und Esel und viele andere Tiere schauen zu, wie Josef und Maria andächtig das Jesu-Kind anbeten. Zuletzt erscheinen in dieser besonderen Szenerie noch die Heiligen drei Könige.
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==Bildergalerie==
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=== Fastenkrippe ===
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Die [[Fastenkrippe]] in der Kirche St. Michael zeigt die Passion von Jesus vor einer [[Altstadt]]-Szenerie, bestehend aus [[Festung Hohensalzburg]], [[Salzburger Glockenspiel]], [[Stieglkeller]] und [[Dom]].  
Datei:Kirche St. Michael Panorama Innenraum.jpg|Langhaus und eingezogener Chor
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Datei:Kirche St. Michael Hauptaltar 20160319.jpg|Hochaltar mit Ölbild vom sog. ''Höllensturz''
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Am Karfreitag befindet sich vor dieser Kulisse eine Kreuzigungsgruppe: Jesus am Kreuz, umgeben von drei Engeln, zwei Gefährten sowie der klagenden Maria, Maria Magdalena und Johannes, seinem geliebten Jünger. Links steht ein Wachhäuschen mit zwei Soldaten davor. Rechts steht eine Gruppe von Soldaten, ein Hauptmann, auf dem Pferd sitzend, und zwei weitere Soldaten. Rechts dahinter vor dem Dom findet gerade ein [[Märkte in der Stadt Salzburg|Markt]] statt. Eine Bäuerin bietet Brot, Kartoffeln und Obst zum Kauf an und eine Bürgerin feilscht mit ihr über den Preis. Ein Kaufmann übergibt einer Bürgerin die soeben gekaufte Ware. Ein anderer Kaufmann führt ein Pferd herbei, das mit lebenden Geflügel und vollen Taschen beladen ist. Die Menschen der Stadt bleiben unbeeindruckt von dem traurigen Geschehen davor.
Datei:Kirche St. Michael Deckenfresco 20160319.jpg|Deckenfresko 
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Datei:Kirche St. Michael Innenansicht Chor 20160319.jpg|Westansicht mit Musikempore
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Am Ostersonntag zeigt die Osterkrippe den auferstandenen Jesus Christus, erhöht auf einem mit Lichtkugeln geschmückten Podest stehend vor einem prächtigen Strahlenkranz mit einem Chor von Engeln (''Putti'') darauf. Davor steht eine musizierende Gruppe von Engeln, einer singend, die anderen Geige, Gitarre und Harfe spielend. Rechts davon, zur menschenleeren Stadt hin gewendet, verkündigt ein großer Engel an Maria Magdalena, die den Kelch des neuen Testament in der Hand hält, dass Jesus vom Tode auferstanden ist.
Datei:Kirche St. Michael Wappen Beda Seeauer 20160319.jpg|Wappen von Abt [[Beda Seeauer]]  
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== Kuriosum ==
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[[Datei:Filialkirche zum hl. Michael schiefer Turm Blick vom Basteiweg.jpg|thumb|Blick auf den schiefen Turm der Filialkirche zum hl. Michael.]]
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[[Datei:Residenzplatz Filialkirche zum hl Michael Salzburg im Winter um 1938.jpg|thumb|Der [[Residenzplatz]] mit der Filialkirche zum hl. Michael, vermutlich im Winter 1938.]]
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Bei einem [[Besuch im Kapuzinerkloster Salzburg|Besuch]] von [[SALZBURGWIKI]]-Autor [[Peter Krackowizer]] am 31. August 2008 im [[Kapuzinerkloster Salzburg]] auf dem [[Kapuzinerberg]] in der [[Stadt Salzburg]] machte ihn Bruder Gebhard auf zwei Besonderheiten in der Salzburger [[Altstadt]] aufmerksam: Der Kirchturm der Filialkirche zum hl. Michael sei nicht gerade (hier im Bild) und der Tambour der [[Dom]]kuppel stehe nicht in der Mitte, sondern leicht nach links versetzt.
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== Bilder ==
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{{Bildkat}} 
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* {{Commonscat|Kirche St. Michael (Salzburg)}}
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== Literatur ==
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* ''Filialkirche zum hl. Michael [in Salzburg]'', in: ''Österreichische Kunsttopographie'' Band XII, Wien 1913, S. 199–208.
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* [[Dehio Salzburg]]. Wien 1986.
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* [[Adolf Hahnl|Hahnl, Adolf]]: ''St. Peter und die Stadt Salzburg'', in: ''Das älteste Kloster im deutschen Sprachraum - St. Peter in Salzburg''. [[St. Peter in Salzburg|Katalog zur]]  3. [[Landesausstellung]] 15. Mai–26. Oktober 1982, Red.: [[Heinz Dopsch]] und [[Roswitha Juffinger]] (Salzburg 1982) S. 44–54.
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* [[Martin Hell|Hell, Martin]]: ''Ein frühgeschichtlicher Grabfund bei der Michaelskirche in Salzburg'', in: [[MGSLK]] 98 (1958) S. 235–240.
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* [[Theodor Hoppe|Hoppe, Theodor]]: ''Zur Baugeschichte der Michaelskirche in Salzburg'', in: MGSLK 115 (1975), S. 243–247.
 +
* [[Franz Pagitz|Pagitz, Franz]]: ''Der [[Pfalz]]bezirk um St. Michael in Salzburg'', in: MGSLK 115 (1975), S. 175–241.
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===weitere Bilder ===
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{{Bildkat|Kirche zu Ehren des Erzengels Michael|Kirche St. Michael}} &nbsp;&nbsp; {{Commonscat|Michaelskirche (Salzburg)}}
   
==Quellen==
 
==Quellen==
 
* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg
 
* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg
* [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/kirchen_und_kloester/michaelskirche Michaelskirche]
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* [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/kirchen_und_kloester/Kirche St. Michael Kirche St. Michael]
* [[Salzburg, die Geschichte einer Stadt]], Seite 154
+
* [[Salzburg, die Geschichte einer Stadt]], Seite 154  
== Fußnote ==
+
* [[Salzburger Brauch]], Seite 131f
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* E-Mail am 4. Dezember 2018 Mag. Dr. Gerald Hirtner des [[Archiv der Erzabtei St. Peter|Archivs der Erzabtei St. Peter]] an [[Benutzer:Peter Krackowizer]]
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== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
<references/>
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{{SORTIERUNG: Michael, Kirche zu Ehren des Erzengels}}
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{{SORTIERUNG: Michael, Filialkirche zum hl.}}
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Religion]]
 
[[Kategorie:Religion]]
 
[[Kategorie:Erzdiözese]]
 
[[Kategorie:Erzdiözese]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)‎]]
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[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)‎]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Erzabtei St. Peter]]
 
[[Kategorie:Erzabtei St. Peter]]