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=== Fünfmal ausgeplündert ===
 
=== Fünfmal ausgeplündert ===
Die Napoleonischen Kriege am Anfang des 19. Jahrhunderts brachten für das Land Salzburg nach fast fünfhundertjährigem Bestehen als selbständiger Staat das abrupte Ende und innerhalb von wenigen Jahren einen fünfmaligen Wechsel der Herrschaft. Nach der siegreichen Schlacht gegen die Österreicher auf dem Walserfeld, besetzten französische Truppen am 15. Dezember 1800 für vier Monate die Stadt Salzburg. Bereits einige Tage vorher war der letzte regierende Fürsterzbischof, Hieronymus Graf Colloredo, aus Salzburg geflohen, nachdem er einen Statthalter eingesetzt hatte. Die Besatzer plünderten das Land aus und misshandelten die Bevölkerung. Nach dem Frieden von Lunèville  war die Säkularisation des Erzstiftes Salzburg, die heimlich bereits 1797 geplant worden war, Wirklichkeit geworden. Galten doch die geistlichen Fürstentümer in Deutschland schon seit langem als überholte Staatsformen, die keine Existenzberechtigung mehr besaßen. Ein Berater Colloredos ahnte schon 1798 dass Salzburg „entweder Österreich zum Frühstück oder Bayern zum Schmaus anheim fallen“ werde. Colloredo dankte am 11. Februar 1803 ab, allerdings nicht, ohne vorher noch viel Geld für seine Privatschatulle aus dem durch die Kriegswirren verarmten Land zu ziehen.  Der frühere Großherzog von Toskana, Ferdinand III., ein Bruder  von Kaiser Franz II. trat nun die Regierung in Salzburg an. Zu seinem räumlich aufgesplitterten Kurfürstentum gehörten neben Salzburg noch weitere säkularisierte Länder wie Berchtesgaden, ein Teil von Passau und Eichstätt, die alle ehedem geistliche Fürstentümer waren.  Im Oktober 1805 floh Ferdinand unter Mitnahme eines großen Teils des Domschatzes vor den heranrückenden französischen und bayerischen Truppen. Dem ohnehin finanziell ausgebluteten Land wurden hohe Geldsummen abgepresst und die Bevölkerung hatte unter Plünderungen und mutwilligen Zerstörungen zu leiden.  
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Die Napoleonischen Kriege am Anfang des 19. Jahrhunderts brachten für das Land Salzburg nach fast fünfhundertjährigem Bestehen als selbständiger Staat das abrupte Ende und innerhalb von wenigen Jahren einen fünfmaligen Wechsel der Herrschaft. Nach der siegreichen Schlacht gegen die Österreicher auf dem Walserfeld, besetzten französische Truppen am [[15. Dezember 1800]] für vier Monate die Stadt Salzburg. Bereits einige Tage vorher war der letzte regierende Fürsterzbischof, [[Hieronymus Graf Colloredo]], aus Salzburg geflohen, nachdem er einen Statthalter eingesetzt hatte. Die Besatzer plünderten das Land aus und misshandelten die Bevölkerung. Nach dem Frieden von Lunèville  war die Säkularisation des Erzstiftes Salzburg, die heimlich bereits 1797 geplant worden war, Wirklichkeit geworden. Galten doch die geistlichen Fürstentümer in Deutschland schon seit langem als überholte Staatsformen, die keine Existenzberechtigung mehr besaßen. Ein Berater Colloredos ahnte schon 1798 dass Salzburg „entweder Österreich zum Frühstück oder Bayern zum Schmaus anheim fallen“ werde. Colloredo dankte am 11. Februar 1803 ab, allerdings nicht, ohne vorher noch viel Geld für seine Privatschatulle aus dem durch die Kriegswirren verarmten Land zu ziehen.  Der frühere Großherzog von Toskana, Ferdinand III., ein Bruder  von Kaiser Franz II. trat nun die Regierung in Salzburg an. Zu seinem räumlich aufgesplitterten Kurfürstentum gehörten neben Salzburg noch weitere säkularisierte Länder wie Berchtesgaden, ein Teil von Passau und Eichstätt, die alle ehedem geistliche Fürstentümer waren.  Im Oktober 1805 floh Ferdinand unter Mitnahme eines großen Teils des [[Domschatz]]es vor den heranrückenden französischen und bayerischen Truppen. Dem ohnehin finanziell ausgebluteten Land wurden hohe Geldsummen abgepresst und die Bevölkerung hatte unter Plünderungen und mutwilligen Zerstörungen zu leiden.  
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Nach den Bestimmungen des Friedensvertrags von Pressburg fiel Salzburg zusammen mit Berchtesgaden am 17. März 1806 an Österreich. Kaum drei Jahre nach der Übernahme Salzburgs erklärte der österreichische Kaiser Franz Frankreich den Krieg, der zu einer schweren Niederlage der Österreicher führte. Im Friedensvertrag von Schönbrunn musste Österreich am 14. Oktober 1809 auf Salzburg verzichten. Das abziehende Regime nahm jene Kunstschätze  mit nach Wien, die von den Vorgängern noch übrig gelassen worden waren. Danach stand Salzburg für fast ein Jahr unter französischer Verwaltung, welche die Bevölkerung durch Einquartierungen und Proviantbeschaffung schwer belastete.  
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Nach den Bestimmungen des Friedensvertrags von Pressburg fiel Salzburg zusammen mit Berchtesgaden am 17. März 1806 an Österreich. Kaum drei Jahre nach der Übernahme Salzburgs erklärte der österreichische Kaiser Franz Frankreich den Krieg, der zu einer schweren Niederlage der Österreicher führte. Im Friedensvertrag von Schönbrunn musste Österreich am 14. Oktober 1809 auf Salzburg verzichten. Das abziehende Regime nahm jene Kunstschätze  mit nach Wien, die von den Vorgängern noch übrig gelassen worden waren. Danach stand Salzburg für fast ein Jahr unter französischer Verwaltung, welche die Bevölkerung durch Einquartierungen und Proviantbeschaffung schwer belastete.
    
=== Unter bayerischer Herrschaft ===
 
=== Unter bayerischer Herrschaft ===