Kameradschaft Bergheim: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Kaiserdenkmal.jpg|mini|Kaiserdenkmal Maria Plain]] | [[Datei:Kaiserdenkmal.jpg|mini|Kaiserdenkmal Maria Plain]] | ||
=== Anfänge im 19. Jahrhundert === | === Anfänge im 19. Jahrhundert === | ||
Aufzeichnungen in [[Maria Plain]] belegen, dass im Jahr [[1858]] beim Erntedankfest der Pfarre Bergheim auch die Veteranen teilnahmen. Die alte Fahne des Vereins trägt die Jahreszahl [[1859]] als ältestes Datum. Aus dieser Zeit stammt auch ein erhaltenes Medaillenband. | Aufzeichnungen in [[Maria Plain]] belegen, dass im Jahr [[1858]] beim [[Erntedankfest]] der [[Pfarre Bergheim]] auch die Veteranen teilnahmen. Die alte Fahne des Vereins trägt die Jahreszahl [[1859]] als ältestes Datum. Aus dieser Zeit stammt auch ein erhaltenes Medaillenband. | ||
Ein frühes Zeugnis der Vereinstätigkeit ist das | Ein frühes Zeugnis der Vereinstätigkeit ist das Kaiserdenkmal Maria Plain rechts der Basilika Maria Plain mit der Inschrift: | ||
:'' | :''Zur Erinnerung an das 80. Geburtstagsfest Sr. Majestät unseres allergnädigsten Kaisers Franz Josef I. 1830/1910, gewidmet vom Militär-Veteranen-Verein Bergheim.'' | ||
Das Denkmal entstand anlässlich des 80. Geburtstags von [[Franz Joseph I.]] im Jahr [[ | Das Denkmal entstand anlässlich des 80. Geburtstags von [[Franz Joseph I.]] im Jahr [[1910]], aus dem auch eine historische Vereinsfotografie erhalten ist. | ||
=== Zwischenkriegszeit === | === Zwischenkriegszeit === | ||
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] (1914–1918) starben 48 Bergheimer Soldaten. Zu ihrem Gedenken wurde am [[8. Mai]] [[1921]] an der Südwestseite der Pfarrkirche Bergheim ein vom Salzburger Bildhauer [[Bruno Berger]] geschaffenes [[Kriegerdenkmal Bergheim|Kriegerdenkmal]] eingeweiht. | Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] (1914–1918) starben 48 Bergheimer Soldaten. Zu ihrem Gedenken wurde am [[8. Mai]] [[1921]] an der Südwestseite der [[Pfarrkirche Bergheim]] ein vom Salzburger Bildhauer [[Bruno Berger]] geschaffenes [[Kriegerdenkmal Bergheim|Kriegerdenkmal]] eingeweiht. | ||
Die heimgekehrten Soldaten schlossen sich im Krieger- und Veteranenverein Bergheim zusammen. Eine Fotografie aus dem Jahr [[1932]] dokumentiert den Verein, jedoch sind schriftliche Aufzeichnungen aus dieser Zeit verschollen. | Die heimgekehrten Soldaten schlossen sich im Krieger- und Veteranenverein Bergheim zusammen. Eine Fotografie aus dem Jahr [[1932]] dokumentiert den Verein, jedoch sind schriftliche Aufzeichnungen aus dieser Zeit verschollen. | ||
=== Zweiter Weltkrieg und Wiedergründung === | === Zweiter Weltkrieg und Wiedergründung === | ||
Von [[1938]] bis [[1945]] war der Verein dem Reichskriegerbund | Von [[1938]] bis [[1945]] war der Verein dem Reichskriegerbund "Kyffhäuser" angeschlossen. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verloren 70 Bergheimer ihr Leben. | ||
Im Jahr [[1948]] gründeten die Überlebenden beider Weltkriege den | Im Jahr [[1948]] gründeten die Überlebenden beider Weltkriege den Heimkehrer-Verein, dessen erster Obmann Andrä Gierlinger wurde. | ||
Im Jahr [[1950]] wurde die [[Friedhofskapelle hl. Laurentius]] neben der Pfarrkirche Bergheim den Kriegsopfern gewidmet. Diese gotische Kapelle aus dem Jahr [[1520]], geweiht von | Im Jahr [[1950]] wurde die [[Friedhofskapelle hl. Laurentius]] neben der Pfarrkirche Bergheim den Kriegsopfern gewidmet. Diese [[Gotik| gotische Kapelle]] aus dem Jahr [[1520]], geweiht von [[Weihbischof]] [[Berthold von Chiemsee]], dient seither als Gedenkstätte für die Gefallenen. Auf [[Marmor]]tafeln sind die Namen der Opfer beider Weltkriege eingemeißelt. Bei der Einweihung wurde die alte Vereinsfahne von 1908 erneut geweiht, nach einer umfassenden Restaurierung, finanziert von Antonia Stuböck. | ||
[[1984]] feierte der Kameradschaftsbund Bergheim | [[1984]] feierte der Kameradschaftsbund Bergheim sein 125-jähriges Jubiläum. | ||
== Obmänner == | == Obmänner == | ||
* 1859–1938: | * 1859–1938: keine Aufzeichnungen | ||
* 1938–1945: | * 1938–1945: Zugehörigkeit zum Reichskriegerbund "Kyffhäuser" | ||
* 1948–[[1954]]: Andrä Gierlinger | * 1948–[[1954]]: Andrä Gierlinger | ||
* 1954–[[1978]]: | * 1954–[[1978]]: Paul Reiter | ||
* 1978–[[1998]]: | * 1978–[[1998]]: Anton Spatzenegger | ||
* 1998–[[2000]]: | * 1998–[[2000]]: Franz Mackner | ||
* 2000–[[2018]]: | * 2000–[[2018]]: Hermann Hutzinger | ||
* seit 2018: | * seit 2018: Wolfgang Wunderl | ||
== Anschrift == | == Anschrift == | ||