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| | {{Infotabelle Ehemaliger Ballverein | | {{Infotabelle Ehemaliger Ballverein |
| − | | image = | + | | image = [[Datei:2023_06_16_Displaces_Person_Ausstellung_Marko_Feingold_Steg_Salzburg_5.jpg|thumb|]] |
| | | kurzname = SC Hakoah Hallein | | | kurzname = SC Hakoah Hallein |
| | | langname = Sportclub Hakoah Hallein | | | langname = Sportclub Hakoah Hallein |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
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| − | Im Sommer [[1949]] fanden sich fußballbegeisterte Bewohner des [[Displaced Persons|DP]]-Lagers der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] zusammen und formten eine Fußballmannschaft der sie den Namen ''Hakoah'' (hebr. für „Kraft“) gaben. Das von den [[Judentum|jüdischen Bewohnern]] [[Beth Israel]] (Haus Israel) genannte Lager befand sich in den Baracken einer zu Beginn der [[1940er]] Jahre erbauten und vom ''SS-Gebirgsjäger Ausbildungs- und Ersatzbataillon 6'' genutzen Kaserne auf dem sogenannten ''Ostermayerfeld'' in unmittelbarer Nähe zur [[Halleiner Papierfabrik]]. <ref> [http://www.salzschreiber.at/index.php?id=1162| Odo Stierschneider: Vor 60 Jahren wurde Österreichs letztes Jüdisches DP-Lager in Hallein geschlossen] auf: salzschreiber.at, vom 23. Juli 2014</ref> Auf diesem Gelände befand sich vor dem Krieg der Fußballplatzes des [[Halleiner AC]] der dem Kasernenbau weichen musste. In dem Lager warteten über Tausend jüdische Überlebende des Nazi-Regimes auf die Ausreise in die USA, Kanada, Australien oder Israel. Die Fußballmannschaft der Hakoah setzte sich vor allem aus tschechoslowakischen, ungarischen, rumänischen aber auch österreichischen Staatsangehörigen zusammen. | + | Im Sommer [[1949]] fanden sich fußballbegeisterte Bewohner des [[Displaced Persons|DP]]-Lagers der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] zusammen und formten eine Fußballmannschaft der sie den Namen ''Hakoah'' (hebr. für "Kraft") gaben. Das von den [[Judentum|jüdischen Bewohnern]] [[Beth Israel]] (Haus [[Israel]]) genannte Lager befand sich in den Baracken einer zu Beginn der [[1940er]]-Jahre erbauten und vom ''SS-Gebirgsjäger Ausbildungs- und Ersatzbataillon 6'' genutzen Kaserne auf dem sogenannten ''Ostermayerfeld'' in unmittelbarer Nähe zur [[Halleiner Papierfabrik]]. <ref> [http://www.salzschreiber.at/index.php?id=1162| Odo Stierschneider: Vor 60 Jahren wurde Österreichs letztes Jüdisches DP-Lager in Hallein geschlossen] auf: salzschreiber.at, vom 23. Juli 2014</ref> Auf diesem Gelände befand sich vor dem Krieg der Fußballplatzes des [[Halleiner AC]] der dem Kasernenbau weichen musste. In dem Lager warteten über Tausend jüdische Überlebende des Nazi-Regimes auf die Ausreise in die USA, [[Kanada]], [[Australien]] oder Israel. Die Fußballmannschaft der Hakoah setzte sich vor allem aus tschechoslowakischen, ungarischen, rumänischen aber auch österreichischen Staatsangehörigen zusammen. |
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| | Kurz nach ihrer Aufstellung maß sich die Mannschaft in einem freundschaftlichen Vergleich in Hallein mit der [[Linz]]er Hakoah. Das Ergebnis wie auch der genaue Spielort sind nicht bekannt. Im Frühjahr [[1951]] schlug die Hakoah überraschend den höher eingeschätzten [[SC Golling]] mit 3:0. Ansonsten sind aus dieser Anfangszeit keine Spiele überliefert. | | Kurz nach ihrer Aufstellung maß sich die Mannschaft in einem freundschaftlichen Vergleich in Hallein mit der [[Linz]]er Hakoah. Das Ergebnis wie auch der genaue Spielort sind nicht bekannt. Im Frühjahr [[1951]] schlug die Hakoah überraschend den höher eingeschätzten [[SC Golling]] mit 3:0. Ansonsten sind aus dieser Anfangszeit keine Spiele überliefert. |
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| | ==Erinnerungsturnier== | | ==Erinnerungsturnier== |
| − | Der damalige Halleiner Vize-[[Bürgermeister der Stadt Hallein|Bürgermeister]] [[Walter Reschreiter]] ([[SPÖ]]) organisierte zur 60jährigen Wiederkehr der Vereinsgründung des SC Hakoah ein Nachwuchsturnier für U-9 und U-11-Mannschaften. Dieses Erinnerungsturnier wurde am [[30. Oktober]] [[2011]] auf der Sportanlage in [[Gamp]] abgehalten und stand unter dem Ehrenschutz der damaligen [[Landeshauptmann|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]]. Die Festreden hielten [[Gudrun Mosler-Törnström]], Zweite Landtagspräsidentin und [[Marko Feingold]] von der [[Israelitische Kultusgemeinde Salzburg|Jüdischen Kultusgemeinde]] in Salzburg. <ref> [http://salzburg.orf.at/news/stories/2507453/ Kinder-Gedenkturnier für jüdische Fußballspieler] auf: salzburg.orf.at vom 30. Oktober 2011</ref> | + | Der damalige Halleiner Vize-[[Bürgermeister der Stadt Hallein|Bürgermeister]] [[Walter Reschreiter]] ([[SPÖ]]) organisierte zur 60jährigen Wiederkehr der Vereinsgründung des SC Hakoah ein Nachwuchsturnier für U-9 und U-11-Mannschaften. Dieses Erinnerungsturnier wurde am [[30. Oktober]] [[2011]] auf der Sportanlage in [[Gamp]] abgehalten und stand unter dem Ehrenschutz der damaligen [[Landeshauptmann#Salzburger Landeshauptleute in der II. Republik (seit 1945)|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]]. Die Festreden hielten [[Gudrun Mosler-Törnström]], Zweite Landtagspräsidentin und [[Marko Feingold]] von der [[Israelitische Kultusgemeinde Salzburg|Jüdischen Kultusgemeinde]] in Salzburg. <ref> [http://salzburg.orf.at/news/stories/2507453/ Kinder-Gedenkturnier für jüdische Fußballspieler] auf: salzburg.orf.at vom 30. Oktober 2011</ref> |
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| | Neben den heimischen Mannschaften von [[FC Hallein 04]] und [[Union Hallein]] wurden zu diesem besonderen Anlass auch die Nachwuchsfußballspieler des ''TSV Maccabi München'' eingeladen. Den Sieg bei den U-9-Mannschaften holten sich die Kinder der Union Hallein, bei den U-11-Teams blieben die Gäste aus [[München]] siegreich. <ref> [http://salzburg.orf.at/news/stories/2507453/ Kinder-Gedenkturnier für jüdische Fußballspieler] auf: salzburg.orf.at vom 30. November 2011. </ref> Eine Neuauflage dieses Turnieres gab es erneut auf Initiative von Walter Reschreiter im Mai 2014. <ref> [http://salzburg.orf.at/news/stories/2645109/ Holocaust: Fußballturnier zur Erinnerung] auf: Salzburg.orf.at vom 2. Mai 2014</ref> | | Neben den heimischen Mannschaften von [[FC Hallein 04]] und [[Union Hallein]] wurden zu diesem besonderen Anlass auch die Nachwuchsfußballspieler des ''TSV Maccabi München'' eingeladen. Den Sieg bei den U-9-Mannschaften holten sich die Kinder der Union Hallein, bei den U-11-Teams blieben die Gäste aus [[München]] siegreich. <ref> [http://salzburg.orf.at/news/stories/2507453/ Kinder-Gedenkturnier für jüdische Fußballspieler] auf: salzburg.orf.at vom 30. November 2011. </ref> Eine Neuauflage dieses Turnieres gab es erneut auf Initiative von Walter Reschreiter im Mai 2014. <ref> [http://salzburg.orf.at/news/stories/2645109/ Holocaust: Fußballturnier zur Erinnerung] auf: Salzburg.orf.at vom 2. Mai 2014</ref> |
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| − | ==Weblinks== | + | ==Weblink== |
| | * [http://www.jewsinsports.org/profile.asp?sport=soccer&ID=36 Kurzbiographie von Heinrich Schönfeld] auf. jewsinsports.org | | * [http://www.jewsinsports.org/profile.asp?sport=soccer&ID=36 Kurzbiographie von Heinrich Schönfeld] auf. jewsinsports.org |
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| | <references /> | | <references /> |
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