| Zeile 20: |
Zeile 20: |
| | Nach dem Ersten Weltkrieg begann Porsche mit der Konstruktion von Rennwagen: [[1921]] fuhr erstmals der dann sehr erfolgreiche [[Der legendäre Sascha-Rennwagen|"Sascha"-Sportwagen]]. Zwistigkeiten mit Camillo Castiglioni (ein aus [[Küstenland#Triest|Triest]] stammender Industrieller, der an Banken, Austro Daimler, BMW und anderen Unternehmen beteiligt war) über diesen "Sascha"-Sportwagen brachten Porsche zu Daimler in Stuttgart, wo er [[1923]] wiederum einen erfolgreichen Mercedes-Rennwagen konstruierte, der [[1924]] mit Christian Werner das berühmte Rennen auf der Insel Sizilien, Italien, gewann: die ''Targa Florio''. | | Nach dem Ersten Weltkrieg begann Porsche mit der Konstruktion von Rennwagen: [[1921]] fuhr erstmals der dann sehr erfolgreiche [[Der legendäre Sascha-Rennwagen|"Sascha"-Sportwagen]]. Zwistigkeiten mit Camillo Castiglioni (ein aus [[Küstenland#Triest|Triest]] stammender Industrieller, der an Banken, Austro Daimler, BMW und anderen Unternehmen beteiligt war) über diesen "Sascha"-Sportwagen brachten Porsche zu Daimler in Stuttgart, wo er [[1923]] wiederum einen erfolgreichen Mercedes-Rennwagen konstruierte, der [[1924]] mit Christian Werner das berühmte Rennen auf der Insel Sizilien, Italien, gewann: die ''Targa Florio''. |
| | | | |
| − | Spannungen nach der Fusion von Daimler und Benz bescherten Porsche einen "Ausflug" von [[1929]] bis [[1931]] als Chefkonstrukteur der Steyr-Werke, wo er den "Steyr 30" und den "[[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]]" konstruierte. [[1931]] gründete er sein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland. Er konstruierte unter anderem Rennwagen für Auto Union (auch jenen Auto Union Rennwagen Typ C, der mit rund 520 PS die Rennen Mitte der [[1930er]]-Jahre dominierte und auch bei den [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1935]], [[1938]] und [[1939]] fuhr) und Modelle für die deutschen Motorradfirmen Zündapp und NSU. | + | Spannungen nach der Fusion von Daimler und Benz bescherten Porsche einen "Ausflug" von [[1929]] bis [[1931]] als Chefkonstrukteur der Steyr-Werke, wo er den "Steyr 30" und den "[[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]]" konstruierte. [[1931]] gründete er sein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland. Er konstruierte unter anderem Rennwagen für Auto Union (auch jenen Auto Union Rennwagen Typ C, der mit rund 520 PS die Rennen Mitte der [[1930er]]-Jahre dominierte und auch bei den [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1935]], [[1938]] und [[1939]] fuhr) und Modelle für die deutschen Motorradfirmen Zündapp und [[NSU]]. |
| | | | |
| | In diese Zeit fällt auch der Beginn der Planung eines billigen Volkswagens im Auftrag des Führers. Sein Konzept wurde von den [[Nationalsozialisten]] aufgenommen und die Automobilfabrik in Wolfsburg ab [[1937]] von der "Deutschen Arbeitsfront" unter seiner technischen Leitung errichtet. Die militärische Verwertung der Idee entsprach aber nicht den Vorstellungen von Porsche. | | In diese Zeit fällt auch der Beginn der Planung eines billigen Volkswagens im Auftrag des Führers. Sein Konzept wurde von den [[Nationalsozialisten]] aufgenommen und die Automobilfabrik in Wolfsburg ab [[1937]] von der "Deutschen Arbeitsfront" unter seiner technischen Leitung errichtet. Die militärische Verwertung der Idee entsprach aber nicht den Vorstellungen von Porsche. |
| | | | |
| | === Der erste VW am Großglockner === | | === Der erste VW am Großglockner === |
| − | [[Datei:Grossglockner hochalpenstraße volkswagen 01.jpg|thumb|[[ Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1938]]: die ersten "KdF"-Wagen, die ersten Prototypen des Volkswagens, fuhren die [[Großglockner Hochalpenstraße]] hinauf, einer der Fahrer war Prof. Ferdinand Porsche.]] | + | [[Datei:Grossglockner hochalpenstraße volkswagen 01.jpg|thumb|[[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1938]]: die ersten "KdF"-Wagen, die ersten Prototypen des Volkswagens, fuhren die [[Großglockner Hochalpenstraße]] hinauf, einer der Fahrer war Prof. Ferdinand Porsche.]] |
| − | „''Stielaugen machten die Ostmärker beim [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|Glockner Rennen]] [[1938]], als ein blaues Automobil, ein ganz normaler Tourenwagen, noch nie dort gesehen, lustig die Großglockner Rennstrecke hinauf brummte. Der Lautsprecher gab bekannt, dass dieses Fahrzeug für die 12,5 km lange Rennstrecke 21:54,4 Min benötigte und einen Schnitt von 34,5 km/h erreichte. Gänzlich ohne zu kochen, gänzlich ohne nach Kühlwasser zu lechzen. Am Steuer saß Ferdinand Porsche, und das Automobil war der KdF-Wagen, Deutschlands Volkswagen!''“ aus ein zeitgenössischer Zeitungsbericht.
| + | "''Stielaugen machten die Ostmärker beim [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|Glockner Rennen]] [[1938]], als ein blaues Automobil, ein ganz normaler Tourenwagen, noch nie dort gesehen, lustig die Großglockner Rennstrecke hinauf brummte. Der Lautsprecher gab bekannt, dass dieses Fahrzeug für die 12,5 km lange Rennstrecke 21:54,4 Min benötigte und einen Schnitt von 34,5 km/h erreichte. Gänzlich ohne zu kochen, gänzlich ohne nach Kühlwasser zu lechzen. Am Steuer saß Ferdinand Porsche, und das Automobil war der KdF-Wagen, Deutschlands Volkswagen!''" aus ein zeitgenössischer Zeitungsbericht. |
| | | | |
| | === Nach dem Zweiten Weltkrieg === | | === Nach dem Zweiten Weltkrieg === |
| Zeile 49: |
Zeile 49: |
| | == Familie == | | == Familie == |
| | :''Hauptartikel [[Familie Porsche]] | | :''Hauptartikel [[Familie Porsche]] |
| − | Ferdinand Porsche war mit Aloysia, geborene [[Kaes]] (* [[1878]]; † [[6. September]] [[1959]]<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=ZSU5f05RXkVUuttdkVBqjtgNFJ3bK1iDICjxQ1KqzDmgTlt7h1BgAVg6tDYcRbL3%2Fd1tdU5zZbzXqsX85jE7pybZK8Dss9QyKtruWY3G1BwL6Q7dPUL3RohSP5MWbfWB&id1=19590909_10&q=%2522Ferry%252BPorsche%2522#slide10 www.sn.at/], Archiv der „[[Salzburger Nachrichten]]“, Ausgabe vom 9. September 1959, Parte</ref>), verheiratet. Die Leitung des österreichischen Betriebs übergab er seiner Tochter [[Louise Piëch|Louise]] (* [[1904]]; † [[1999]]), die mit Dr. [[Anton Piëch]] (* [[1894]]; † [[1952]]) verheiratet war. | + | Ferdinand Porsche war mit Aloysia, geborene Kaes (* [[1878]]; † [[6. September]] [[1959]]<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=ZSU5f05RXkVUuttdkVBqjtgNFJ3bK1iDICjxQ1KqzDmgTlt7h1BgAVg6tDYcRbL3%2Fd1tdU5zZbzXqsX85jE7pybZK8Dss9QyKtruWY3G1BwL6Q7dPUL3RohSP5MWbfWB&id1=19590909_10&q=%2522Ferry%252BPorsche%2522#slide10 www.sn.at/], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 9. September 1959, Parte</ref>), verheiratet. Die Leitung des österreichischen Betriebs übergab er seiner Tochter [[Louise Piëch|Louise]] (* [[1904]]; † [[1999]]), die mit Dr. [[Anton Piëch]] (* [[1894]]; † [[1952]]) verheiratet war. |
| | | | |
| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| Zeile 80: |
Zeile 80: |
| | [[Kategorie:Automobil]] | | [[Kategorie:Automobil]] |
| | [[Kategorie:Techniker]] | | [[Kategorie:Techniker]] |
| | + | [[Kategorie:Konstrukteur]] |
| | [[Kategorie:Wirtschaftstreibender]] | | [[Kategorie:Wirtschaftstreibender]] |
| | [[Kategorie:Unternehmer]] | | [[Kategorie:Unternehmer]] |
| − | [[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]
| + | |
| | [[Kategorie:Pinzgau]] | | [[Kategorie:Pinzgau]] |
| | [[Kategorie:Zell am See]] | | [[Kategorie:Zell am See]] |