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| − | {{Dieser Artikel|informiert über '''die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich'''.<br />Über die Auswirkungen im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] informiert der Artikel [[Coronavirus und das Bundesland Salzburg]].<br />Der Artikel [[Infektionskrankheit Covid-19 Datenübersichten]] zeigt '''grafische Datenübersichten''' zu verschiedenen Zeitpunkten.}} | + | {{Dieser Artikel|informiert über '''die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich im Jahr 2020'''.<br /><small>Über die Auswirkungen im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] informiert der Artikel [[Coronavirus und das Bundesland Salzburg]].<br />Der Artikel [[Infektionskrankheit Covid-19 Datenübersichten]] zeigt '''grafische Datenübersichten''' zu verschiedenen Zeitpunkten.</small>}} |
| | [[Datei:Infektionskrankheit Covid-19 Infektionskette.jpg|thumb|600px| Infektionskette: Zu Hause bleiben, sich selber und andere schützen. Die Mathematik zeigt es: Nur so durchbrechen wir die Ansteckungskette.]] | | [[Datei:Infektionskrankheit Covid-19 Infektionskette.jpg|thumb|600px| Infektionskette: Zu Hause bleiben, sich selber und andere schützen. Die Mathematik zeigt es: Nur so durchbrechen wir die Ansteckungskette.]] |
| | [[Datei:Verhaltensregeln Corona Virus Grafik.jpg|thumb|600px|Verhaltensregeln gegen eine Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19.]] | | [[Datei:Verhaltensregeln Corona Virus Grafik.jpg|thumb|600px|Verhaltensregeln gegen eine Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19.]] |
| − | Die '''Infektionskrankheit Covid-19''', auch als SARS-CoV-2 bezeichnet und umgangssprachlich der oder das<ref>siehe [https://www.duden.de/rechtschreibung/Coronavirus www.duden.de]</ref> Coronavirus genannt (im Salzburgwiki "der Coronavirus"), ist eine Krankheit, die sich [[2020]] auf der gesamte Welt verbreitet hat. | + | Die '''Infektionskrankheit Covid-19''', auch als SARS-CoV-2 bezeichnet und umgangssprachlich der oder das<ref>siehe [https://www.duden.de/rechtschreibung/Coronavirus www.duden.de]</ref> Coronavirus genannt (im SALZBURGWIKI "der Coronavirus"), ist eine Krankheit, die sich [[2020]] auf der gesamte Welt verbreitet hat. Mit Ende Juni [[2023]] war sie keine meldepflichtige Krankheit mehr in Österreich. Das Epidemiegesetz galt bis Ende 2023.<ref>[https://www.sn.at/politik/innenpolitik/live-corona-regierung-nimmt-abschied-vom-krisenmodus-massnahmen-enden-spaetestens-mit-30-juni-133374055 www.sn.at], 31. Jänner 2023</ref> |
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| | == Der Ausbruch == | | == Der Ausbruch == |
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| | == Allgemeine Beiträge zum Thema Infektionskrankheit Covid-19 == | | == Allgemeine Beiträge zum Thema Infektionskrankheit Covid-19 == |
| | === Name === | | === Name === |
| − | „Corona“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Krone oder Kranz. Der Virus trägt den Namen wegen seines kranzförmigen Aussehens. Die heilige Maria mit dem Strahlenkranz wird oft als ''Coronata'' bezeichnet. Ein Detail am Rande: Die heilige Corona war eine frühchristliche Märtyrerin und gilt ausgerechnet als Schutzheilige gegen Seuchen. In Österreich gibt es in [[Niederösterreich]] die Gemeinde St. Corona am Wechsel, in [[Italien]] mehrere Orte wie zum Beispiel das ''Santuario della Madonna di Corona''<ref>siehe [http://www.madonnadellacorona.it/de/home-4/ deutschsprachige homepage des Wallfahrtsheiligtums</ref> nordwestlich von Verona.
| + | "Corona" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Krone oder Kranz. Der Virus trägt den Namen wegen seines kranzförmigen Aussehens. Die heilige Maria mit dem Strahlenkranz wird oft als ''Coronata'' bezeichnet. Ein Detail am Rande: Die heilige Corona war eine frühchristliche Märtyrerin und gilt ausgerechnet als Schutzheilige gegen Seuchen. In Österreich gibt es in [[Niederösterreich]] die Gemeinde St. Corona am Wechsel, in [[Italien]] mehrere Orte wie zum Beispiel das ''Santuario della Madonna di Corona''<ref>siehe [http://www.madonnadellacorona.it/de/home-4/ deutschsprachige homepage des Wallfahrtsheiligtums</ref> nordwestlich von Verona. |
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| | === Beschreibung === | | === Beschreibung === |
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| | Zunächst stellte man fest, dass diese Infektionskrankheit Ende Dezember [[2019]] in der [[China|chinesischen]] Stadt Wuhan nachgewiesen war. Sie soll sich von dort zunächst im Februar 2020 besonders in Oberitalien ausgebreitet und von dann in ganz Europa haben. | | Zunächst stellte man fest, dass diese Infektionskrankheit Ende Dezember [[2019]] in der [[China|chinesischen]] Stadt Wuhan nachgewiesen war. Sie soll sich von dort zunächst im Februar 2020 besonders in Oberitalien ausgebreitet und von dann in ganz Europa haben. |
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| − | Während im Spätsommer die Infektionszahlen auf der ganzen Welt wieder stark anstiegen, wurde berichtet, dass in Wuhan Normalität eingekehrt war und Covid-19 als "besiegt" galt. Dann meldete die ''Frankfurter Allgemeine'' am Sonntag, den 15. November 2020,<ref>[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/italien-coronavirus-in-lungenproben-vom-september-2019-17053663.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE www.faz.net] vom 15. November 2020, abgefragt am 17. November 2020</ref> dass in Italien<blockquote>"[...] gemäß einer Studie des Instituts für Tumorerkrankungen in Mailand und der Universität Siena, deren Ergebnis am Sonntag [15.11.2020] in der Fachzeitschrift „Tumori Journal“ veröffentlicht wurde, Sars-CoV-2 schon im September 2019 vor allem im Norden des Landes kursierte[..]"</blockquote>Dabei waren Tests von 959 Personen untersucht worden, die zwischen September 2019 und März 2020 an freiwilligen ''Screenings'' für eine mögliche Tumorerkrankung der Lungen teilgenommen hatten. Bei diesen damals entnommenen Proben konnten bei rund elf Prozent Antikörper gegen das Coronavirus festgestellt werden. Bei den im Herbst 2020 nachträglich positiv auf das Coronavirus getesteten Proben stammten 14 Prozent von den Lungenproben im September 2019, vom Februar 2020 stammten 30 Prozent der nachträglich positiven Tests. 53,2 Prozent aller positiven Proben aus den Lungenproben stammten aus der norditalienischen Region Lombardei. | + | Während im Spätsommer die Infektionszahlen auf der ganzen Welt wieder stark anstiegen, wurde berichtet, dass in Wuhan Normalität eingekehrt war und Covid-19 als "besiegt" galt. Dann meldete die ''Frankfurter Allgemeine'' am Sonntag, den 15. November 2020,<ref>[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/italien-coronavirus-in-lungenproben-vom-september-2019-17053663.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE www.faz.net] vom 15. November 2020, abgefragt am 17. November 2020</ref> dass in Italien<blockquote>"[...] gemäß einer Studie des Instituts für Tumorerkrankungen in Mailand und der Universität Siena, deren Ergebnis am Sonntag [15.11.2020] in der Fachzeitschrift "Tumori Journal" veröffentlicht wurde, Sars-CoV-2 schon im September 2019 vor allem im Norden des Landes kursierte[..]"</blockquote>Dabei waren Tests von 959 Personen untersucht worden, die zwischen September 2019 und März 2020 an freiwilligen ''Screenings'' für eine mögliche Tumorerkrankung der Lungen teilgenommen hatten. Bei diesen damals entnommenen Proben konnten bei rund elf Prozent Antikörper gegen das Coronavirus festgestellt werden. Bei den im Herbst 2020 nachträglich positiv auf das Coronavirus getesteten Proben stammten 14 Prozent von den Lungenproben im September 2019, vom Februar 2020 stammten 30 Prozent der nachträglich positiven Tests. 53,2 Prozent aller positiven Proben aus den Lungenproben stammten aus der norditalienischen Region Lombardei. |
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| | === Fast 25 Tage Spitalsaufenthalt notwendig === | | === Fast 25 Tage Spitalsaufenthalt notwendig === |
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| | === Coronavirus kann Nervensystem schädigen === | | === Coronavirus kann Nervensystem schädigen === |
| − | '''11. April''' 2020: Aus einer Studie chinesischer Wissenschafter mit Patienten in Wuhan ging hervor, dass rund ein Drittel zeigte demnach neurologische Symptome zeigten. Zu den häufigsten Symptomen gehörten Schwindel und Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen. In einem unabhängigen Editorial zur Studie teilten die Neurologen Samuel Pleasure, Ari Green und Andrew Josephson von der Universität von Kalifornien diese Manifestationen in spezifische Symptome (Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn, Muskelschwächen und Schlaganfälle) und unspezifische Symptome (Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Schwindel und Krampfanfälle) ein. Gerade bei den unspezifischen Symptomen bleibe unklar, ob diese Ausdruck der Krankheit selbst seien oder Teil einer systemischen Entzündungsreaktion bei Patienten, die bereits sehr krank waren. Diese Frage müssten künftige Studien untersuchen.<ref>[[Salzburg24.at]] vom [https://www.salzburg24.at/news/welt/coronavirus-kann-nervensystem-schaedigen-86103874 11. April 2020]</ref> | + | '''11. April''' 2020: Aus einer Studie chinesischer Wissenschafter mit Patienten in Wuhan ging hervor, dass rund ein Drittel zeigte demnach neurologische Symptome zeigten. Zu den häufigsten Symptomen gehörten Schwindel und Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen. In einem unabhängigen Editorial zur Studie teilten die Neurologen Samuel Pleasure, Ari Green und Andrew Josephson von der Universität von Kalifornien diese Manifestationen in spezifische Symptome (Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn, Muskelschwächen und Schlaganfälle) und unspezifische Symptome (Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Schwindel und Krampfanfälle) ein. Gerade bei den unspezifischen Symptomen bleibe unklar, ob diese Ausdruck der Krankheit selbst seien oder Teil einer systemischen Entzündungsreaktion bei Patienten, die bereits sehr krank waren. Diese Frage müssten künftige Studien untersuchen.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/welt/coronavirus-kann-nervensystem-schaedigen-86103874 11. April 2020]</ref> |
| | [[Datei:Infektionskrankheit Covid-19.jpg|thumb|Symbolbild]] | | [[Datei:Infektionskrankheit Covid-19.jpg|thumb|Symbolbild]] |
| | == Entwicklung von Dezember 2019 bis Ende Februar 2020 == | | == Entwicklung von Dezember 2019 bis Ende Februar 2020 == |
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| | Kollaritsch führte als Beispiel das Protokoll der Kommunikation rund um die britische Masernepidemie der [[1990er]]-Jahre an. Auch darin hatte man damals mit der Angst der Bevölkerung gespielt. Im Protokoll der Sitzung vom 12. März heißt es weiter "Kurz verdeutlicht, dass die Menschen vor einer Ansteckung Angst haben sollen bzw. Angst davor, dass Eltern/Großeltern sterben. Hingegen sei die Angst vor der Lebensmittelknappheit, Stromausfälle etc. der Bevölkerung zu nehmen." | | Kollaritsch führte als Beispiel das Protokoll der Kommunikation rund um die britische Masernepidemie der [[1990er]]-Jahre an. Auch darin hatte man damals mit der Angst der Bevölkerung gespielt. Im Protokoll der Sitzung vom 12. März heißt es weiter "Kurz verdeutlicht, dass die Menschen vor einer Ansteckung Angst haben sollen bzw. Angst davor, dass Eltern/Großeltern sterben. Hingegen sei die Angst vor der Lebensmittelknappheit, Stromausfälle etc. der Bevölkerung zu nehmen." |
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| − | Ein Sprecher des Bundeskanzlers relativierte Kurz seine Aussage, der damit lediglich Verständnis für die Angst um Familienmitglieder gezeigt hatte. Allerdings hatte sich der Kanzler später im März mit drastischen Aussagen zu Wort gemeldet. So sprach er noch Ende März eine Warnung aus, dass bald jeder jemanden kennen wird, der an Corona verstorben sei [was sich bis Ende April jedoch nicht bewahrheitet hatte, auch nicht im Herbst 2020]. Kollaritsch selbst hielt laut Ö1 fest, nicht von einem Spiel mit der Angst in Österreich gesprochen zu haben. Ohne drastische Wortwahl hätte die Bevölkerung die Maßnahmen der Regierung aber nicht angenommen, meinte er.<ref>[[Salzburg24.at]] vom [https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-krise-bewusstes-spiel-der-regierung-mit-der-angst-86790211 27. April 2020]</ref> | + | Ein Sprecher des Bundeskanzlers relativierte die Aussage von Kurz, der damit lediglich Verständnis für die Angst um Familienmitglieder gezeigt hatte. Allerdings hatte sich der Kanzler später im März mit drastischen Aussagen zu Wort gemeldet. So sprach er noch Ende März eine Warnung aus, dass bald jeder jemanden kennen wird, der an Corona verstorben sei [was sich bis Ende April jedoch nicht bewahrheitet hatte, auch nicht im Herbst 2020]. Kollaritsch selbst hielt laut Ö1 fest, nicht von einem Spiel mit der Angst in Österreich gesprochen zu haben. Ohne drastische Wortwahl hätte die Bevölkerung die Maßnahmen der Regierung aber nicht angenommen, meinte er.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-krise-bewusstes-spiel-der-regierung-mit-der-angst-86790211 27. April 2020]</ref> |
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| | === Schneekanone soll große Flächen desinfizieren === | | === Schneekanone soll große Flächen desinfizieren === |
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| | Dazu komme, dass derzeit wegen der Krise Kindergartenpädagoginnen in der Probezeit gekündigt werden oder für andere Aufgaben eingesetzt. | | Dazu komme, dass derzeit wegen der Krise Kindergartenpädagoginnen in der Probezeit gekündigt werden oder für andere Aufgaben eingesetzt. |
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| − | === Neue Berechnung der Dunkelziffer anhand von Island-Daten === | + | === Neue Berechnung der Dunkelziffer anhand von [[Island]]-Daten === |
| − | '''3. April''' 2020. Eine neue Berechnung über das tatsächliche Ausmaß der Covid-19-Infektionen in Österreich hatten Forscher der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien vorgelegt. Sie hatten dazu Daten aus Island auf Österreich übertragen. Im Schnitt aller Szenarien war die Zahl an Infektionen mit Stand [[1. April]] neun Mal so hoch als jene der bestätigten Fälle. Allerdings sei die Unsicherheit der Berechnung "beträchtlich". Mit Stand 1. April würde dieser Multiplikator von neun knapp 100 000 Infizierte in Österreich bedeuten. Die Wissenschafter räumten allerdings ein, dass die Unsicherheit der statistischen Methode relativ hoch ist, "und auch über die Unsicherheit besteht eine relativ große Unsicherheit", so Kastner. Der Multiplikator könnte demnach auch bei vier bzw. 14 liegen, was beim Stand vom 1. April eine Schwankungsbreite von 40 000 bis 140 000 Infizierten bedeuten würde.<ref>[https://doi.org/10.13140/RG.2.2.18427.05928 https://doi.org..]</ref> | + | '''3. April''' 2020. Eine neue Berechnung über das tatsächliche Ausmaß der Covid-19-Infektionen in Österreich hatten Forscher der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien vorgelegt. Sie hatten dazu Daten aus [[Island]] auf Österreich übertragen. Im Schnitt aller Szenarien war die Zahl an Infektionen mit Stand [[1. April]] neun Mal so hoch als jene der bestätigten Fälle. Allerdings sei die Unsicherheit der Berechnung "beträchtlich". Mit Stand 1. April würde dieser Multiplikator von neun knapp 100 000 Infizierte in Österreich bedeuten. Die Wissenschafter räumten allerdings ein, dass die Unsicherheit der statistischen Methode relativ hoch ist, "und auch über die Unsicherheit besteht eine relativ große Unsicherheit", so Kastner. Der Multiplikator könnte demnach auch bei vier bzw. 14 liegen, was beim Stand vom 1. April eine Schwankungsbreite von 40 000 bis 140 000 Infizierten bedeuten würde.<ref>[https://doi.org/10.13140/RG.2.2.18427.05928 https://doi.org..]</ref> |
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| | === Bisher 92 190 Testungen in Österreich === | | === Bisher 92 190 Testungen in Österreich === |
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| | * Univ. Prof. Dr. Franz Allerberger sagte in einem Video auf der Website der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES), dass es anhand von vorhandenen Studien nicht belegbar sei, dass das Tragen einer Maske bei "durch die Luft übertragenen Krankheitserregern" einen wirklichen Effekt habe. "Man sieht ja bei diesen Einmal-Mundschutzmasken links, rechts, oben, unten wie die Luft hineinkommt", so Allerberger. | | * Univ. Prof. Dr. Franz Allerberger sagte in einem Video auf der Website der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES), dass es anhand von vorhandenen Studien nicht belegbar sei, dass das Tragen einer Maske bei "durch die Luft übertragenen Krankheitserregern" einen wirklichen Effekt habe. "Man sieht ja bei diesen Einmal-Mundschutzmasken links, rechts, oben, unten wie die Luft hineinkommt", so Allerberger. |
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| − | '''Diesen sechs Quellen gegenüber steht die MedUni Wien''', die die Maßnahmen der österreichischen Regierung gegenüber der [[APA]] am Dienstag, 31. März, als "hervorragende Maßnahme" bezeichnete. Vizerektor Oswald Wagner plädierte sogar für eine Ausweitung der Regelung. Auch das Zentrum für Public Health an der MedUni Wien sprach sich in einem Brief für eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum aus. "Diese Maßnahme hat nachweislich zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie u.a. in Japan beigetragen. Dabei dienen die Masken nicht dem Schutz vor Ansteckung, sondern dem Schutz der Kontaktpersonen vor einer Ansteckung durch einen latent oder asymptomatisch Infizierten", heißt es in dem der APA vorliegenden Schreiben. | + | '''Diesen sechs Quellen gegenüber steht die MedUni Wien''', die die Maßnahmen der österreichischen Regierung gegenüber der [[APA]] am Dienstag, 31. März, als "hervorragende Maßnahme" bezeichnete. Vizerektor Oswald Wagner plädierte sogar für eine Ausweitung der Regelung. Auch das Zentrum für Public Health an der MedUni Wien sprach sich in einem Brief für eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum aus. "Diese Maßnahme hat nachweislich zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie u. a. in Japan beigetragen. Dabei dienen die Masken nicht dem Schutz vor Ansteckung, sondern dem Schutz der Kontaktpersonen vor einer Ansteckung durch einen latent oder asymptomatisch Infizierten", heißt es in dem der APA vorliegenden Schreiben. |
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| | === Anzeigenflut === | | === Anzeigenflut === |
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| | Die Pestsäule - die Dreifaltigkeitssäule, wie sie offiziell heißt, ist nach der großen Pestepidemie im Jahr [[1679]] errichtet worden. Damals sind in der Donaumetropole – samt Vororten – rund 80 000 Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer gefallen. Kaiser Leopold I. versprach, der Stadt eine Säule zu stiften, sollte die Pest aus Wien weichen, was im Herbst 1679 schließlich geschah. Noch im selben Jahr wurde ein Holzprovisorium errichtet, das aber dennoch fast acht Jahre hielt. Dann, am [[30. Juni]] 1687, wurde der Grundstein zur heutigen Skulptur gelegt, die am Dreifaltigkeitstag 1693 eingeweiht wurde. | | Die Pestsäule - die Dreifaltigkeitssäule, wie sie offiziell heißt, ist nach der großen Pestepidemie im Jahr [[1679]] errichtet worden. Damals sind in der Donaumetropole – samt Vororten – rund 80 000 Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer gefallen. Kaiser Leopold I. versprach, der Stadt eine Säule zu stiften, sollte die Pest aus Wien weichen, was im Herbst 1679 schließlich geschah. Noch im selben Jahr wurde ein Holzprovisorium errichtet, das aber dennoch fast acht Jahre hielt. Dann, am [[30. Juni]] 1687, wurde der Grundstein zur heutigen Skulptur gelegt, die am Dreifaltigkeitstag 1693 eingeweiht wurde. |
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| | + | == Rückblick 2023 == |
| | + | Im [[Winter 2022/2023|Winterhalbjahr 2022/2023]] hatte es in Österreich rund 4 000 Grippetote gegeben. Die nach den ersten beiden Pandemiejahren erwartet stark eingetretene Grippesaison 2022/2023 führte damit zu ähnlich hohen Opferzahlen wie im Schnitt etwa alle fünf Jahre. Das geht aus am Mittwoch, dem [[12. Juni]] [[2023]] veröffentlichten Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hervor. Für 2021/2022 gaben die Statistiker 652 Grippetote an, den Winter davor aufgrund der Wirkung der Coronamaßnahmen gar keine. |
| | + | |
| | + | Da es keine Meldepflicht für Influenza in Österreich gibt, ist es so, dass die Zahl der Grippetoten mit "Alternativsystemen erfasst werden muss", erläuterte Bernhard Benka, Leiter des AGES-Geschäftsfelds Öffentliche Gesundheit, im Gespräch mit der [[APA]]. Die Berechnungsmethode wurde heuer geändert und erstmals die in der Pandemie etablierten monatlichen ''Open-Data''-Publikationen der Statistik Austria mit der Zahl der Todesfälle - ohne Todesursachen - nach Kalenderwoche herangezogen, berichtete AGES-Statistiker Lukas Richter. "Das Neue ist, dass wir zeitnahe und qualitativ bessere Daten bekommen", sagte Benka. Damit veränderten sich die AGES-Zahlen früherer Jahre zu den Grippetoten rückwirkend, es konnten aber auch nachträglich erstmals die Pandemiejahre abgeschätzt werden, erklärte der Experte. |
| | + | |
| | + | Damit wurde die sogenannte Influenza-assoziierte Übersterblichkeit in den Kalenderwochen 40 bis 20 der Jahre 2022/2023 von der AGES mit 4 020 betroffenen Personen berechnet. Innerhalb der Schwankungsbreite (95-Prozent-Konfidenzintervall) waren es demnach 3 578 bis 4462 Grippetote. Im letzten ganzen Winter vor der Coronapandemie 2018/2019 gab es geschätzt 2 022 Influenza-Opfer, in der Saison davor (2017/2018) 4 277 und in den Wintermonaten 2016/2017 mit 4 939 laut der AGES-Schätzung die höchste Zahl an Grippetoten der vergangenen sieben Jahre. |
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| | + | Bei den Grippe- und grippeähnlichen Erkrankungen hatte es Ende [[2022]] vergleichsweise hohe Erkrankungszahlen gegeben und schon früh im Herbst die ersten Influenza-Nachweise ("echte Grippe"). Benka sprach von zurückgekehrter "Normalität" nach den ersten Jahren der Coronapandemie. Dass es insgesamt nicht mehr Grippetote gab als in früheren Jahren, sei aber möglicherweise daran gelegen, dass von der auch bei Influenza vulnerablen Gruppe der Über-65-Jährigen viele schon an Covid-19 gestorben waren. |
| | + | |
| | + | Aufregung hatte es in der Grippewelle 2022/2023 auch um mehrere an den Folgen einer Influenzainfektion gestorbene Kinder gegeben. Eine weiterführende Analyse durch die AGES zur Grippesterblichkeit werde nur zwischen Über- und Unter-65 unterschieden können und nicht die Zahl der gestorbenen Kinder aufzeigen, erläuterte Benka auf APA-Nachfrage. Es komme immer wieder vor, dass auch Kinder "an einer fulminant verlaufenden Influenza" sterben, erinnerte der Infektionsexperte und wies auf die Grippeimpfung hin, die nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Schwangere und Kinder besonders empfohlen ist. |
| | + | |
| | + | In die Modellierung zur Berechnung der Grippetoten werden zusätzliche Indikatoren für Influenza oder Covid hineingenommen, erklärte Richter. Nach dem kürzlichen Auslaufen der Meldepflicht für Covid-19, plant die AGES in Zukunft auch, die Übersterblichkeit durch das Coronavirus SARS-CoV-2 zu berechnen, sagte Benka. Dafür brauche es etwa die Zahl der Menschen mit schweren Atemwegsinfektionen ("SARI") in stationärer Spitalsbehandlung und die Abwasseranalysedaten.<ref>[https://www.sn.at/panorama/oesterreich/etwa-4000-grippetote-im-vergangenen-winter-141880450 www.sn.at], 12. Juli 2023</ref> |
| | + | |
| | + | == International == |
| | [[Datei:Datenstand der Johns Hopkins University 02April2020.jpg|thumb|center|900px|Datenstand der Johns Hopkins University zum Stand der Infektionskrankheit Covid-19 am 2. April 2020.]] | | [[Datei:Datenstand der Johns Hopkins University 02April2020.jpg|thumb|center|900px|Datenstand der Johns Hopkins University zum Stand der Infektionskrankheit Covid-19 am 2. April 2020.]] |
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| − | == International ==
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| | Unter diesem [https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6 Link] werden die '''weltweit dauernd aktualisiert zusammengefassten Daten''' zu offiziell registrierten CoV-Infektionen von der ''Johns Hopkins University'' veröffentlicht. | | Unter diesem [https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6 Link] werden die '''weltweit dauernd aktualisiert zusammengefassten Daten''' zu offiziell registrierten CoV-Infektionen von der ''Johns Hopkins University'' veröffentlicht. |
| | <hr> | | <hr> |
| − | Da sich das [[Salzburgwiki]] nur mit Themen beschäftigt, die einen Salzburgbezug haben müssen, wird dieser Artikel nicht in der offiziellen Artikelliste des Salzburgwikis geführt. Aber aufgrund der Bedeutung der Infektionskrankheit Covid-19 möchte Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] einige Eckdaten und besondere internationale Ereignisse hier festhalten. Diese können im Artikel [[Benutzer:Archiv/Internationale Notizen rund um den Coronavirus]] nachgelesen werden. | + | Da sich das [[SALZBURGWIKI]] nur mit Themen beschäftigt, die einen Salzburgbezug haben müssen, wird dieser Artikel nicht in der offiziellen Artikelliste des SALZBURGWIKIs geführt. Aber aufgrund der Bedeutung der Infektionskrankheit Covid-19 möchte Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] einige Eckdaten und besondere internationale Ereignisse hier festhalten. Diese können im Artikel [[Benutzer:Archiv/Internationale Notizen rund um den Coronavirus]] nachgelesen werden. |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| | * [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/oesterreich-kann-sich-mit-nahrung-gut-selbst-versorgen-85092313 www.sn.at/wirtschaft], 19. März: Österreich kann sich mit Nahrung gut selbst versorgen | | * [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/oesterreich-kann-sich-mit-nahrung-gut-selbst-versorgen-85092313 www.sn.at/wirtschaft], 19. März: Österreich kann sich mit Nahrung gut selbst versorgen |
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| | * [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62997 24. Februar 2020] | | * [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62997 24. Februar 2020] |
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