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| | [[Datei:Johann Georg Laschenzky.jpg|thumb|Johann Georg Laschenzky]] | | [[Datei:Johann Georg Laschenzky.jpg|thumb|Johann Georg Laschenzky]] |
| | [[Datei:Gedenktafel_Johann_Georg_Laschensky.jpg|thumb|Gedenktafel für Johann Georg Laschensky in der [[Kaigasse]] Nr. 20]] | | [[Datei:Gedenktafel_Johann_Georg_Laschensky.jpg|thumb|Gedenktafel für Johann Georg Laschensky in der [[Kaigasse]] Nr. 20]] |
| − | '''Johann Georg Laschensky''' – auch: Laschen'''z'''ky – (der Ältere) (* [[29. Juli]] [[1760]] <ref>176'''0''' laut Pillwein, 176'''3''' laut [[Friedrich Pirckmayer|Pirckmayer]]; laut Sterbebucheintragung um 1758. </ref> Neustift/Wien, † [[1849]] Wien) war ein Salzburger Maurer- und Baumeister, der zwischen 1786 und ca. 1809 am Bau zahlreicher Gebäude in Stadt und Land Salzburg maßgeblich mitgewirkte. | + | '''Johann Georg Laschensky''' (der Ältere), auch Laschen'''z'''ky (* [[29. Juli]] [[1760]]<ref>176'''0''' laut Pillwein, 176'''3''' laut [[Friedrich Pirckmayer|Pirckmayer]]; laut Sterbebucheintragung um 1758. </ref> in Neustift bei Wien; † [[1849]] in [[Wien]]), war ein Salzburger Maurer- und Baumeister, der zwischen [[1786]] und ca. [[1809]] am Bau zahlreicher Gebäude in Stadt und Land Salzburg maßgeblich mitwirkte. Die Baumeisterfamilie [[Laschensky]] war durch vier Generationen in Salzburg tätig. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| | Sein Vater Johann Laschinsky war anscheinend zunächst ein armer Maurer oder Ziegelschläger in der Wiener Vorstadt Neustift, der es jedoch zum Wiener Hofpolier brachte. | | Sein Vater Johann Laschinsky war anscheinend zunächst ein armer Maurer oder Ziegelschläger in der Wiener Vorstadt Neustift, der es jedoch zum Wiener Hofpolier brachte. |
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| − | Laschensky lernte sein Handwerk zuerst bei seinem Vater und dann an der k. k. Akademie in Wien. Nach einer Praxis in [[Böhmen|Prag]] und [[München]] war er vier Jahre Polier beim Hofmaurermeister Anton Baumgartner in München. 1786 erhielt er die Hofmaurermeisterstelle im Rentamt Straubing ([[Bayern|Niederbayern]]). | + | Laschensky lernte sein Handwerk zuerst bei seinem Vater und dann an der k. k. Akademie in Wien. Nach einer Praxis in [[Böhmen|Prag]] und [[München]] war er vier Jahre Polier beim Hofmaurermeister Anton Baumgartner in München. 1786 erhielt er die Hofmaurermeisterstelle im Rentamt Straubing ([[Bayern|Niederbayern]]). Im selben Jahr wurde er Salzburger Hofmaurermeister und erwarb außerdem eine bürgerliche [[Erkl%C3%A4rungen_fr%C3%BCherer_Bezeichnungen_und_Ausdr%C3%BCcke#G|Maurermeistergerechtigkeit]] sowie das [[Bürgerrecht der Stadt Salzburg|Bürgerrecht]] der [[Stadt Salzburg]]. |
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| − | [[1786]] wurde er Salzburger Hofmaurermeister und erwarb er außerdem eine bürgerliche [[Erkl%C3%A4rungen_fr%C3%BCherer_Bezeichnungen_und_Ausdr%C3%BCcke#G|Maurermeistergerechtigkeit]] sowie das Bürgerrecht der Stadt [[Salzburg]].
| + | Am [[5. Februar]] [[1787]] heiratete er im [[Salzburger Dom]] Katharina Fischer († [[1809]]). |
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| − | Am [[5. Februar]] [[1787]] heiratete er im [[Salzburger Dom]] Katharina Fischer († 1809). | |
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| | [[1788]] kaufte er die aufgelassene [[Nicolaikirche]] im [[Kaiviertel]] und baute sie zu seinem Wohnhaus um (heute [[Kaigasse]] 20). | | [[1788]] kaufte er die aufgelassene [[Nicolaikirche]] im [[Kaiviertel]] und baute sie zu seinem Wohnhaus um (heute [[Kaigasse]] 20). |
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| − | 21 Jahre später besaß er mit seiner Frau das besagte Wohnhaus, ein noch unausgebautes Haus (die aufgelassene [[Schwarzbruderschaftskirche]]) in der [[Kaigasse]] 10 (im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstört), ein halbes Haus bei der [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|St.-Andrä-Kirche]], ein Stockwerk im Bildhauerhaus in der [[Bergstraße]] (Nr. 4), eine Ziegelei in [[Viehhausen]], fünf Pferde und vier Kühe. | + | 21 Jahre später besaß er mit seiner Frau das besagte Wohnhaus, ein noch unausgebautes Haus (die aufgelassene [[Schwarzbruderschaftskirche]]) in der [[Kaigasse]] 10 (im [[Zweiten Weltkrieg]] zerstört), ein halbes Haus bei der alten [[Kirche des heiligen Andreas|St.-Andrä-Kirche]], ein Stockwerk im Bildhauerhaus in der [[Bergstraße]] (Nr. 4), eine Ziegelei in [[Viehhausen]], fünf Pferde und vier Kühe. |
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| | Er starb im Alter von 91 Jahren in Wien und wurde am [[Friedhof von St. Peter]], Gruft VII, bestattet. | | Er starb im Alter von 91 Jahren in Wien und wurde am [[Friedhof von St. Peter]], Gruft VII, bestattet. |
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| − | Die [[Laschensky|Baumeisterfamilie Laschensky]] war durch vier Generationen in Salzburg tätig (siehe auch: [[Otto Laschensky]]).
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| | ==Tätigkeit und Werke== | | ==Tätigkeit und Werke== |
| − | | + | Als Hofmaurermeister des [[Fürsterzbischof]]s [[Hieronymus Graf Colloredo]]s hatte Laschensky die Oberaufsicht über alle im Bau befindlichen Hofgebäude, die er oft nach fremden Plänen ausführte. |
| − | Als Hofmaurermeister der [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]]s hatte Laschensky die Oberaufsicht über alle im Bau befindlichen Hofgebäude, die er oft nach fremden Plänen ausführte. | |
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| | Zu seinen Bauten gehören | | Zu seinen Bauten gehören |
| − | * der [[Alte Residenz|Residenz]]trakt gegen die [[Franziskanergasse]], erbaut ab 1788 den nach Plänen des Wiener Baumeisters Andreas Zach; | + | * der [[Alte Residenz|Residenz]]trakt gegen die [[Franziskanergasse]] (später [[Toskanatrakt]] genannt), erbaut ab 1788 den nach Plänen des Wiener Baumeisters Andreas Zach; |
| − | * das Badschloss (Privatbad des Erzbischofs) in [[Bad Gastein]] (Straubinger-Platz 4), erbaut ab 1791 nach Plänen des Hofbauverwalters [[Wolfgang Hagenauer]]; | + | * das [[Badeschloss]] (Privatbad des Fürsterzbischofs) in [[Bad Gastein]] am [[Straubingerplatz (Bad Gastein)|Straubingerplatz]] 4, erbaut ab [[1791]] nach Plänen des Hofbauverwalters [[Wolfgang Hagenauer]]; |
| − | * die Vergrößerung der gotischen [[Pfarrkirche zum hl. Vitus (Henndorf am Wallersee)|Henndorfer Kirche]] nach Laschenskys „Riss" ab 1792; | + | * die Vergrößerung der gotischen [[Pfarrkirche zum hl. Vitus (Henndorf am Wallersee)|Henndorfer Kirche]] nach Laschenskys "Riss" ab [[1792]]; |
| − | * die Schweizereistallung (Kuhstall) im [[Schloss Montfort|Montforter Hof]] in [[Morzg]], seit 1792 im Besitz Colloredos; | + | * die Schweizereistallung (Kuhstall) im [[Schloss Montfort|Montforter Hof]] in der Gemeinde [[Morzg (Gemeinde)|Morzg]], seit [[1792]] im Besitz Colloredos; |
| − | * die große Stallung in [[Jagdschloss Weitwörth|Weitwörth]] bei [[Oberndorf]], damals Jagdschloss der Erzbischöfe. | + | * die große Stallung im [[Jagdschloss Weitwörth]] bei [[Oberndorf]], damals Jagdschloss der Erzbischöfe. |
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| | Private Auftraggeber waren reiche Kaufmanns- und Patrizierfamilien wie die [[Fendt]], [[Zezi]], [[Gschwendtner (Eisenhändler)|Gschwendtner]], [[Ignatz Anton von Weiser|Weiser]], Volderauer, [[Franz Triendl|Triendl]], [[Franz Xaver Späth|Späth]] und [[Mangin]] sowie die [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Grafen Kuenburg]]. | | Private Auftraggeber waren reiche Kaufmanns- und Patrizierfamilien wie die [[Fendt]], [[Zezi]], [[Gschwendtner (Eisenhändler)|Gschwendtner]], [[Ignatz Anton von Weiser|Weiser]], Volderauer, [[Franz Triendl|Triendl]], [[Franz Xaver Späth|Späth]] und [[Mangin]] sowie die [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Grafen Kuenburg]]. |
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| − | * 1787 errichtete Laschensky das noch bestehende schlossartige Gebäude ([[Arenbergstraße]] 2) der ehemaligen Lederfabrik [[Christian Zezi|Zezi]]-Gschwendtner (heute: [[Villa Ferch-Erggelet]]) mit giebelgekröntem Mitteltrakt, von den Zeitgenossen als neue Zierde der Stadt bewundert. | + | * [[1787]] errichtete Laschensky das noch bestehende schlossartige Gebäude ([[Arenbergstraße]] 2 der ehemaligen Lederfabrik [[Christian Ignaz Zezi|Zezi]]-Gschwendtner (heute [[Villa Ferch-Erggelet]]) mit giebelgekröntem Mitteltrakt, von den Zeitgenossen als neue Zierde der Stadt bewundert. |
| − | * 1797 wurde das Haus [[Reichenhaller Straße]] 10 erbaut, das ab 1805 dem Tuchscherer [[Hofmann]] gehörte. | + | * [[1797]] wurde das Haus [[Reichenhaller Straße]] 10 erbaut, das ab 1805 dem Tuchscherer [[Hofmann]] gehörte. |
| | *Nach Laschenskys Zeichnungen wurden verschönert: | | *Nach Laschenskys Zeichnungen wurden verschönert: |
| − | ** Die [[Alte fürsterzbischöfliche Hofapotheke|Hofapotheke]] ([[Alter Markt]] 7) mit klassizistischer Fassade im sogenannten Wiener Plattenstil, | + | ** Die [[Alte fürsterzbischöfliche Hofapotheke|Hofapotheke]] ([[Alter Markt]] 7) mit [[Klassizismus|klassizistischer]] Fassade im sogenannten Wiener Plattenstil, |
| | ** der Graf Kuenburgische Palast ([[Langenhof]], [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 16), | | ** der Graf Kuenburgische Palast ([[Langenhof]], [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 16), |
| | ** das Weiserhaus ([[Alter Markt]] 3), | | ** das Weiserhaus ([[Alter Markt]] 3), |
| | ** das Volderauersche Haus ([[Kranzlmarkt]] 2) und | | ** das Volderauersche Haus ([[Kranzlmarkt]] 2) und |
| − | ** das Triendlhaus ([[Sigmund-Haffner-Gasse]] 6). | + | ** das Triendlhaus (Sigmund-Haffner-Gasse 6). |
| | Die Fassaden der angeführten Häuser, mit Ausnahme der Hofapotheke, wurden mittlerweile stark verändert. | | Die Fassaden der angeführten Häuser, mit Ausnahme der Hofapotheke, wurden mittlerweile stark verändert. |
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| − | ==Literatur== | + | == Literatur == |
| | * [[Benedikt Pillwein|Pillwein, Benedikt]], ''Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer Künstler'', Salzburg, 1821 | | * [[Benedikt Pillwein|Pillwein, Benedikt]], ''Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer Künstler'', Salzburg, 1821 |
| − | * [[Friedrich Pirckmayer|Pirckmayer, Friedrich]], ''„Das [[Neue Residenz|Residenz-Neugebäude]]“. Beitrag zur salzburgischen Bau- und Kunstgeschichte'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18930003&zoom=2&seite=00000169 33, 1893, S. 169-199.] Salzburg, 1893 | + | * [[Friedrich Pirckmayer|Pirckmayer, Friedrich]], ''"Das [[Neue Residenz|Residenz-Neugebäude]]". Beitrag zur salzburgischen Bau- und Kunstgeschichte'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18930003&zoom=2&seite=00000169 33, 1893, S. 169-199.] Salzburg, 1893 |
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| − | ==Weblinks==
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| − | * [http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Gastein#Badeschloss Badeschloss in Bad Gastein auf Wikipedia]
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| − | * [http://www.laschensky.at/de/ Hotel Restaurant Laschenskyhof,] [[Viehhausen]]
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| − | ==Quelle== | + | == Quelle == |
| | * [[Roswitha Preiß|Preiß, Roswitha]], ''Herr über die Salzburger Hofgebäude. Vor 150 Jahren starb der Salzburger Hofmaurermeister Johann Georg Laschenzky.'' In: ''Unser Land'' Nr. 34/1999 | | * [[Roswitha Preiß|Preiß, Roswitha]], ''Herr über die Salzburger Hofgebäude. Vor 150 Jahren starb der Salzburger Hofmaurermeister Johann Georg Laschenzky.'' In: ''Unser Land'' Nr. 34/1999 |
| − | | + | == Einzelnachweis == |
| − | ====Einzelnachweise====
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| | <references/> | | <references/> |
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| − | {{SORTIERUNG: Laschensky, Johann Georg}} | + | {{SORTIERUNG:Laschensky, Johann Georg}} |
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