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'''Phyllonorycter heegeriella''' (''Lithocolletis heegeriella'' Zeller, 1846) ist eine Schmetterlings-[[Glossar Biologie#A|Art]] ([[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]]), und hier der [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
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'''Phyllonorycter heegeriella''' (''Lithocolletis heegeriella'' Zeller, 1846: 232-234, Taf. 1, Fig. 28) ist eine [[Schmetterling]]s-[[Glossar Biologie#A|Art]] ([[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]]), und hier der [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
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==Diagnose==
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Die kleinen Minen, die aus einem umgebogenen Blattzipfel eines Eichenblattes bestehen, sind recht charakteristisch, sodass auch daraus erhaltene Falter problemlos bestimmbar sind. Es gibt aber recht ähnlich ''Phyllonorycter''-Arten, die bei gefangenen Tieren oft eine Genitaluntersuchung erforderlich machen, besonders, wenn die Falter schon etwas abgeflogen sind.
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
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Nachweise der Art stammen bisher hauptsächlich aus der [[Stadt Salzburg]] und deren Umgebung, sowie aus [[Thalgau]] (Zonen I und Ia nach Embacher et al. 2011). Die Höhenverbreitung ist sehr gering und nur von rund 400 bis 590 [[m ü. A.]] dokumentiert. Lebensraum in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] sind Laubmischwälder und [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>ränder mit Vorkommen der Nahrungspflanzen der Raupen, [[Eiche]]n-Arten. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines sind von April bis Mai, sowie von August bis September gefunden worden, fliegen also in zwei Generationen im Jahr ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021).
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Nachweise der Art stammen bisher hauptsächlich aus der [[Stadt Salzburg]] und deren Umgebung sowie aus [[Thalgau]] (Zonen I und Ia nach Embacher et al. 2024). [[2022]] erfolgte ein Nachweis in [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]]-Süd beim Gruberbauer am Licht (Zone III, [[Schieferalpen]]) und [[2023]] in Saalfelden Stadt in einem Garten, ebenfalls am Licht (Zone II, [[Nördliche Kalkalpen]]). Die Höhenverbreitung ist sehr gering und nur von rund 400 bis 740 [[m ü. A.]] dokumentiert. Lebensraum in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] sind Laubmischwälder und [[Wald (Ökosystem)|Wald]]<nowiki></nowiki>ränder mit Vorkommen der Nahrungspflanzen der Raupen, [[Eiche]]n-Arten. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines sind von April bis Mai sowie von August bis September gefunden worden, fliegen also in zwei Generationen im Jahr (Kurz&nbsp;&amp;&nbsp;Kurz&nbsp;2025).
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==Nachbarfaunen==
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Nach Huemer (2013) fehlt die Art in [[Osttirol]], kommt aber sonst in allen österreichischen Bundesländern vor. Auch in [[Oberösterreich]] (Klimesch 1990) sowie in [[Bayern]] (Haslberger & Segerer 2016) wurde ''P. heegeriella'' jeweils in allen Landesteilen gefunden, im voralpinen Hügel- und Moorland ([[Alpenvorland]]) und den [[Alpen]] allerdings nur mit Nachweisen zwischen 1901 und 1970.
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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Außer der Flugzeit eines Tieres (18-19 Uhr MEZ nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021) liegen zur Biologie der Imagines keine Informationen aus Salzburg vor. Die Raupen fressen in Faltenminen an Eichen-Arten, wobei aus Salzburg bisher nur Funde an der heimischen Stieleiche (''[[Quercus robur]]'') dokumentiert sind. Dabei wurde auch das gleichzeitige Vorkommen von Raupen von ''[[Phyllonorycter quercifoliella]]'' am selben Baum festgestellt. Auf Basis der bisherigen Funde und besonders der geringen Höhenverbreitung, wird ''P. heegeriella'' zur Zeit als potentiell bedroht eingestuft.
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Außer der Flugzeit eines Tieres (18–19 Uhr MEZ nach Kurz&nbsp;&amp;&nbsp;Kurz&nbsp;2025) liegen zur Biologie der Imagines keine Informationen aus Salzburg vor. Die Raupen fressen in Faltenminen an [[Eiche]]n-Arten, wobei aus Salzburg bisher nur Funde an der heimischen Stieleiche (''[[Quercus robur]]'') dokumentiert sind. (Andere Eichen-Arten sind im Land nicht heimisch, sie kommen nur selten vor und dabei fast nur in Parkanlagen und Gärten). Dabei wurde auch das gleichzeitige Vorkommen von Raupen von ''[[Phyllonorycter quercifoliella]]'' am selben Baum festgestellt. Auf Basis der bisherigen Funde und besonders der geringen Höhenverbreitung wird ''P. heegeriella'' zur Zeit als potentiell bedroht eingestuft (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
   
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[[Salzburgwiki:Projekt_Fauna_und_Flora|Projekt: Fauna und Flora von Salzburg]]
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{{Fauna und Flora Projekt}}
 
   
== Bilder ==
 
== Bilder ==
 
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==Quellen==
 
==Quellen==
{{Quelle Embacher et al.}}
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*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*[[Marion Kurz|Kurz, M. E.]] &amp; [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] 2000–2021. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 07 Oktober 2021].
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*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
*Kurz, M. A. & G. Embacher 2019. Die Lithocolletinae (Lepidoptera: Gracillariidae) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik '''20''': 93-104.
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*[[Karl Mitterberger|Mitterberger, K.]] 1909. Verzeichnis der im [[Kronland Salzburg|Kronlande Salzburg]] bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 49: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19090003&zoom=2&seite=00000195 195-552].
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*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
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*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.08.17].
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* Aktualisierung 2023 von [[Benutzer:Pinzgauer5760]] siehe [[Benutzer Diskussion:Pinzgauer5760#Inhaltliche Änderungen von Artikeln mit oder ohne Quellenangabe|Benutzer Diskussion:Pinzgauer5760]]
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== Einzelnachweis ==
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