Joseph Köfler: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Joseph Köfler.jpg|mini|Joseph Köfler<ref>Linzer Zeitung, 3. April 1840, 16.</ref>]]
[[Datei:Joseph Köfler.jpg|mini|Joseph Köfler<ref>Linzer Zeitung, 3. April 1840, 16.</ref>]]
Dr. med. '''Joseph Köfler''' (* [[1783]] in [[Kufstein]], [[Nordtirol]]; † [[28. Oktober]] [[1849]] in Haag am Hausruck) war Landgerichtsarzt in Kelheim in [[Bayern]] (provisorisch), [[Thalgau]] und Haag im [[Hausruckviertel|Hausruckkreis]].
Dr. med. '''Joseph Köfler''' auch Koefler (* [[1783]] in [[Kufstein]], [[Nordtirol]]; † [[28. Oktober]] [[1849]] in Haag am Hausruck) war Landgerichtsarzt in Kelheim in [[Bayern]] (provisorisch), [[Thalgau]] und Haag im [[Hausruckviertel|Hausruckkreis]].


== Leben ==
== Leben ==
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Vermutlich wird er praktischer Arzt in seinem Heimatort Kufstein. Vom Generalkommissat des Regenkreises wird er am [[29. Juni]] [[1812]] als Landgerichtsarzt bei dem Landgericht Kelheim provisorisch angestellt.
Vermutlich wird er praktischer Arzt in seinem Heimatort Kufstein. Vom Generalkommissat des Regenkreises wird er am [[29. Juni]] [[1812]] als Landgerichtsarzt bei dem Landgericht Kelheim provisorisch angestellt.
Laut Dekret des Generalkommissariats der Salzachkreises vom [[6. März]] [[1814]] wurde er definitiv zum Landgerichtsarzt in Thalgau mit einem Gehalt von 600 f RW oder 500 flm WW ernannt. Am [[28. September]] [[1815]] wurde er in gleicher Eigenschaft und mit gleichem Gehalt zum vormals bestehenden Landgericht Haag im Hausruckkreise versetzt und arbeitete dort bis [[1. Mai]] [[1816]], dem Beginn der [[Kaisertum Österreich|österreichischen Regierungsperiode]].<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 159.</ref>
Laut Dekret des Generalkommissariats der Salzachkreises vom [[6. März]] [[1814]] wurde er definitiv zum Landgerichtsarzt in Thalgau mit einem Gehalt von 600 f RW oder 500 flm WW ernannt.
Daraufhin stellt er ein Ansuchen um eine Heiratslizenz. Im Juni wird ihm beschieden: "auf die Bitte des als Landgerichtsarzt zu Thalgau angestellten Dr Köfler um Heiratslizenz betreffend wird hiermit erwidert dass diese nach den neuesten Verordnungen von der geeigneten Polizeistelle verliehen werde." Er wollte Johanna Fenn aus Neumarkt im Landgericht Mühldorf geboren zur Frau nehmen. Diese lebte bei ihm als "Häuserinn", was - in der Beschreibung Barisanis - das "dortige ohnehin pigotte Landvolk" ärgern würde und den guten Ruf Köflers gefährden könnte.<ref>SLA Gen Kr Kom Thalgau Nr 25.</ref> In den Matrikenbüchern Thalgau und Mondsee findet sich kein Hinweis auf eine erfolgte Heirat.
 
Im Jänner 1815 reicht er eine Bitte um Versetzung nach Abensberg im bayerischen Regenkreis an. "Unterthänigst Unterzeichneter brachte in Erfahrung, daß das königl. Landgerichts-Physikat zu Abensberg im Regenkreis durch den Todfall des Landgerichtsarztes Dr. Riederer gegenwärtig erledigt sey." Dieses Bittschreiben wird vom Medizinalrat [[Joseph von Barisani|Dr. Barisani]] einbegleitet und enthält folgende Würdigung: "Ueber die Verwendung des Doktor Koefler als Gerichtsarzt im K. L. G. Thalgau und HerrschaftsGericht Mondsee kann ich nur so viel zu seinem Lobe allerunterthänigst berichten, daß er sich während den 10 Monaten seit seiner Anstellung als einen brauchbaren und thätigen Gerichtsarzt gezeigt habe."<ref>SLA Gen Kr Kom Thalgau Nr 25.</ref> Es kommt aber zu einer anderen Versetzung.
 
Am [[28. September]] [[1815]] wurde Köfler in gleicher Eigenschaft und mit gleichem Gehalt zum vormals bestehenden Landgericht Haag im Hausruckkreise versetzt und arbeitete dort bis [[1. Mai]] [[1816]], dem Beginn der [[Kaisertum Österreich|österreichischen Regierungsperiode]].<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 159.</ref>


Aus seiner Tätigkeit in Haag am Hausruck haben sich Sanitätsberichte erhalten.
Aus seiner Tätigkeit in Haag am Hausruck haben sich Sanitätsberichte erhalten.