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ein Bogen, "englischer" Prägedruck "Löwe, Wappen und Einhorn"; / = Seitenwechsel; fragliche [?] und unleserliche XX Stellen:<br />
 
ein Bogen, "englischer" Prägedruck "Löwe, Wappen und Einhorn"; / = Seitenwechsel; fragliche [?] und unleserliche XX Stellen:<br />
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''Salzburg den 2/7 [18]71. Mein inigst geliebter Franz! Nun wird es in 10 Tagen gerade ein Monath, seit ich deinen letzten Brief erhalten habe, ich bin gewiß nicht böse darüber, weil ich weiß das die Corespondenz mit der F'' [Fanni] ''sehr eifrig ist, so wirst du wenig Zeit finden, aber ganz vergeßen hoffe ich wirst du die Mutter doch nicht darüber. Die Frau von Sattler geht heute nach Wien – zu ihren Gemahl und wird vieleicht 10 bis 14 Tage dort bleiben vieleicht kömmst du in der Zeit nach Wien sie würde es sehr freuen dich zu sehen. Ich schücke dir, ihre Atresse, dammit du sie zu finden weist. '' [oben auf dem Kopf:] ''Otto und Louise grüßen dich recht herzlich. / Hier hat nicht ein Mensch eine Ahnung bezüglich der F ich bin sehr froh, ich habe neulich mit der alten Fani''  [&nbsp;[[Franziska Kobler]], Anm.] ''zimlich lange gesprochen und auß eben diesen gesprech glaube ich, Hofnung schöpfen, zu dürfen, das sich die Sache machen wird, unter andren sagte sie auch, daß sie der Fani eine Zulage geben wird, und sterbe ich sagte sie, so bekömmt sie so alles, ich habe schon alles Testammentarisch gemacht. Sie war sehr lieb und freundlich, Ich sage dieß nur dir, schreibe aber der Jungen Fani gar nichts davon, den es wird der alten F gewiß lieber sein ich bitte dich recht sehr, den wir könten vieleicht dadurch die ganze Sache / verderben. – Ich weiß nicht soll ich die 2 paar Seckl noch anstrücken welche ich hier habe, und dir schücken, oder bestehst du mit denen welche du dort hast. Schreibe es mir im nächsten Brief, sonst strüke ich fleißig an den neuen, und werde ich dieser Tage mit den 18t[en] paar fertig. Nun fange ich wider neun Zweierrei[h]en [?] an damit wir mit denen Seckl zu recht kommen. Neues weiß ich gar nichts, als das Otto seit Feyertag in Hittau, und Werfen ist, in Gescheft ist, und Morgen Abends wider kömmt. Heute den 4 t[en] kome ich erst dazu diesen Brief zu vollenden. Otto kamm erst gestern Früh nachhauße, es geht ihm gut, er hat aber so viel zu thun eben in dieser Angelegenheit, das er dich nebst herzlichen Gruß bitten läßt / einige Tage ihm zuzuwarten bis er dir, deine lieben Briefe Beantworten kann. Ich danke dir recht herzlich für den endlich heute erhaltenen Brief es freute mich sehr wen du deine Wünsche wirst analisirt haben, ich denke schon du hast eine gute Wahl getrofffen, wenigstens ist es ein gescheides – heußliches und dabey nicht ein so putzsichtiges Mädchen, auch ist sie nicht durch viele Unterhaltungen verwöhnt. der liebe Gott, gebe seinen Segen dazu. Die Fani Kopler'' [! Kobler] ''sagte auch damals das du in 2 Monathen kömmst um dir das Jawort zu hollen. also denke ich wirst du bis Ende August kommen vieleicht wieder mit einen Vergnügungszug. Lebe recht wohl mein lieber Franz sey inigst gegrüßt und geküßt von deiner treuen Mutter Spä[n]gl[er]''
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''Salzburg den 2/7 [18]71. Mein inigst geliebter Franz! Nun wird es in 10 Tagen gerade ein Monath, seit ich deinen letzten Brief erhalten habe, ich bin gewiß nicht böse darüber, weil ich weiß das die Corespondenz mit der F'' [Fanni, Anm.] ''sehr eifrig ist, so wirst du wenig Zeit finden, aber ganz vergeßen hoffe ich wirst du die Mutter doch nicht darüber. Die Frau von Sattler geht heute nach Wien – zu ihren Gemahl und wird vieleicht 10 bis 14 Tage dort bleiben vieleicht kömmst du in der Zeit nach Wien sie würde es sehr freuen dich zu sehen. Ich schücke dir, ihre Atresse, dammit du sie zu finden weist. '' [oben auf dem Kopf:] ''Otto und Louise grüßen dich recht herzlich. / Hier hat nicht ein Mensch eine Ahnung bezüglich der F ich bin sehr froh, ich habe neulich mit der alten Fani''  [&nbsp;[[Franziska Kobler]], Anm.] ''zimlich lange gesprochen und auß eben diesen gesprech glaube ich, Hofnung schöpfen, zu dürfen, das sich die Sache machen wird, unter andren sagte sie auch, daß sie der Fani eine Zulage geben wird, und sterbe ich sagte sie, so bekömmt sie so alles, ich habe schon alles Testammentarisch gemacht. Sie war sehr lieb und freundlich, Ich sage dieß nur dir, schreibe aber der Jungen Fani gar nichts davon, den es wird der alten F gewiß lieber sein ich bitte dich recht sehr, den wir könten vieleicht dadurch die ganze Sache / verderben. – Ich weiß nicht soll ich die 2 paar Seckl noch anstrücken welche ich hier habe, und dir schücken, oder bestehst du mit denen welche du dort hast. Schreibe es mir im nächsten Brief, sonst strüke ich fleißig an den neuen, und werde ich dieser Tage mit den 18t[en] paar fertig. Nun fange ich wider neun Zweierrei[h]en [?] an damit wir mit denen Seckl zu recht kommen. Neues weiß ich gar nichts, als das Otto seit Feyertag in Hittau, und Werfen ist, in Gescheft ist, und Morgen Abends wider kömmt. Heute den 4 t[en] kome ich erst dazu diesen Brief zu vollenden. Otto kamm erst gestern Früh nachhauße, es geht ihm gut, er hat aber so viel zu thun eben in dieser Angelegenheit, das er dich nebst herzlichen Gruß bitten läßt / einige Tage ihm zuzuwarten bis er dir, deine lieben Briefe Beantworten kann. Ich danke dir recht herzlich für den endlich heute erhaltenen Brief es freute mich sehr wen du deine Wünsche wirst analisirt haben, ich denke schon du hast eine gute Wahl getrofffen, wenigstens ist es ein gescheides – heußliches und dabey nicht ein so putzsichtiges Mädchen, auch ist sie nicht durch viele Unterhaltungen verwöhnt. der liebe Gott, gebe seinen Segen dazu. Die Fani Kopler'' [! Kobler, Anm.] ''sagte auch damals das du in 2 Monathen kömmst um dir das Jawort zu hollen. also denke ich wirst du bis Ende August kommen vieleicht wieder mit einen Vergnügungszug. Lebe recht wohl mein lieber Franz sey inigst gegrüßt und geküßt von deiner treuen Mutter Spä[n]gl[er]''
 
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