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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''P. issikii'' ist ein Neozoon, das ursprünglich in Ostasien beheimatet war. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gelang es der Art dann relativ rasch, ganz Südsibirien zu erobern und um das Jahr 2000 traf sie in Europa ein. Der erste Fund in Salzburg gelang schließlich im Jahr 2008 (Kurz et al. 2010). Zuerst fanden sich nur einzelne Minen im Bereich der [[Stadt Salzburg]], nicht einmal vier Jahre später tritt die Art bereits massenweise an Linden im Stadtgebiet auf und wurde Ende 2011 erstmals auch außerhalb des Salzburger Beckens in [[Thalgau]] an einer jungen Linde im Friedhof gefunden. Somit sind heute Nachweise aus den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) bekannt (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011). Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung erstreckt sich von rund 400 - 680 m ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2012). Hinsichtlich des Lebensraumes ist ''P. issikii'' wenig wählerisch. Sie kommt in Gärten, Parks und an Alleebäumen genauso vor wie an natürlichen, sonnigen Waldrändern. Die Generationsfolge ist bisher nicht zufriedenstellend dokumentiert, das Massenauftreten der Raupen fällt aber jedenfalls in den Herbst.
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''P. issikii'' ist ein Neozoon, das ursprünglich in Ostasien beheimatet war. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gelang es der Art dann relativ rasch, ganz Südostsibirien zu erobern und 1985 traf sie in Europa ein (nach Lepiforum (2025) vermutlich durch Verschleppung von Ostasien nach Moskau). Der erste Fund in Salzburg gelang schließlich im Jahr 2008 (Kurz et al. 2010). Zuerst fanden sich nur einzelne Minen im Bereich der [[Stadt Salzburg]], nicht einmal vier Jahre später tritt die Art bereits massenweise an Linden im Stadtgebiet auf und wurde Ende 2011 erstmals auch außerhalb des Salzburger Beckens in [[Thalgau]] an einer jungen Linde im Friedhof gefunden. Somit sind heute Nachweise aus den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) bekannt (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2024). Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung erstreckt sich von rund 400 bis 680 m ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Hinsichtlich des Lebensraumes ist ''P. issikii'' wenig wählerisch. Sie kommt in Gärten, Parks und an Alleebäumen genauso vor wie an natürlichen, sonnigen Waldrändern. Die Generationsfolge ist bisher nicht zufriedenstellend dokumentiert, das Massenauftreten der Raupen fällt aber jedenfalls in den Herbst.
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==Nachbarfaunen==
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Huemer (2013) gibt ''P. issikii'' aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg und dem Burgenland an. Die Art kommt allerdings auch in diesen beiden Bundesländern vor (Kurz & Kurz 2025). Bei Klimesch (1990) ist sie für Oberösterreich noch nicht aufgeführt, kommt aber zumindest mit Funden nach 2002 im Alpenvorland vom Donautal bis zum Alpenrand vor (Kurz & Kurz 2025, GBIF 2025). In Bayern fehlten nur Nachweise aus dem voralpinen Hügel- und Moorland (Alpenvorland) und den Alpen (Haslberger & Segerer 2016), aber auch hier sind Meldungen aus dem Grenzgebiet zu Salzburg bekannt (Kurz & Kurz 2025).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==