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Die '''{{PAGENAME}}''' ist eine Höhle im [[Tennengau]] am östlichen Abhangs des [[Göllstock]]s.
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[[File:Gollinger Wasserfall Forschungsprojekt 2001 02.jpg|thumb|Gollinger Wasserfall Forschungsprojekt 2001.]]
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Die '''Schwarzbachhöhle''' ist eine [[Zu Naturdenkmälern erklärte Höhlen|besonders geschützte Höhle]] im [[Tennengau]] am östlichen Abhangs des [[Göllstock]]s.
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== Allgemeines ==
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== Beschreibung ==
Das aus der Höhle fließende Wasser speist den darunterliegenden [[Gollinger Wasserfall]]. Im Jahre [[1954]] vermutete  man hinter dem vom Wasser überfluteten Bereich der Schwarzbachhöhle  trockene Hohlräume zu finden. So versuchte man das Wasser abzupumpen und  so den Wasserspiegel zu senken um dorthin vordringen zu können, doch  der Versuch blieb erfolglos. [[1961]]/[[1962|62]] drangen Höhlentaucher  in die vollständig mit Wasser gefüllte Höhle vor, konnten aber keinen  entscheidenden Geländegewinn erzielen. [[1973]] unternahm der deutsche  Höhlentaucher Jochen Hasenmayer einen gefährlichen Alleintauchgang und  stieß dabei 170 Meter in die Höhle vor. Er erreichte dabei eine Tiefe  von 50 Metern.
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Die Schwarzbachhöhle befindet sich an der Ostflanke des [[Göllstock]]s westlich der [[Wallfahrtskirche St. Nikolaus]] in der Ortschaft [[Torren]] in Nordwesten der Marktgemeinde [[Golling an der Salzach]] unmittelbar neben der Grenze zur Marktgemeinde [[Kuchl]].
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Die Volksmeinung, das Wasser stamme aus dem [[Königssee]], der sich auf der anderen Seite des Göllstocks befindet, ist nicht nur vom geologischen Gesichtspunkt her gesehen Unsinn, sondern wurde auch durch Färbeversuche als falsch bewiesen.
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Die Eingangshöhe des Hohlraums liegt bei 580 [[m ü. A.|Meter Seehöhe]], etwa 120 Meter über dem Niveau des [[Salzachtal]]s. Das aus der Höhle fließende Wasser speist den darunterliegenden [[Gollinger Wasserfall]], der auch Schwarzbachfall genannt wird.
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Die Wassertemperatur liegt ganzjährig bei 5–6 Grad Celsius. Die Quellschüttung schwankt enorm, im Winter versiegt sie, oft kommen nur 20–30 l/s aus tiefer gelegenen Nebenaustritten. Bei Hochwasserlagen können auch 15.000–20.000 l/s, die tausendfache Menge, austreten.<ref>Huemer: Der Gollinger Wasserfall. 2005, Kapitel 2, Karsthydrologische Beschreibung, S. 38 f.</ref> Die Messreihe 1999–2011 ergab einen Mittelwert von 1261 l/s.<ref>Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2011. 119. Band. Wien 2013, S. Q35 ([https://info.bml.gv.at/dam/jcr:84717c66-1af9-4e17-978c-c2a714ebed7b/Hydrographisches%20Jahrbuch%202011_publiziert%202013.pdf info.bmlrt.gv.at], PDF; 12,9 MB)</ref>
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== Geschichte ==
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Im Jahre [[1954]] vermutete man hinter dem vom Wasser überfluteten Bereich der Schwarzbachhöhle trockene Hohlräume zu finden. So versuchte man das Wasser abzupumpen und so den Wasserspiegel zu senken um dorthin vordringen zu können. Doch der Versuch blieb erfolglos. [[1961]]/[[1962|62]] drangen Höhlentaucher in die vollständig mit Wasser gefüllte Höhle vor, konnten aber keinen entscheidenden Geländegewinn erzielen. [[1973]] unternahm der deutsche Höhlentaucher Jochen Hasenmayer einen gefährlichen Alleintauchgang und stieß dabei 170 Meter in die Höhle vor. Er erreichte dabei eine Tiefe von 50 Metern.
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Die Volksmeinung, das Wasser stamme aus dem [[Königssee]], der sich auf der anderen Seite des Göllstocks befindet, ist nicht nur vom geologischen Gesichtspunkt her gesehen Unsinn, sondern wurde auch durch Färbeversuche als falsch bewiesen.<ef>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=szt&datum=19431214&query=%22Schwarzbachh%c3%b6hle%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "[[Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 14. Dezember 1943, Seite 4</ref><ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=fNCgj89dMlFXwKeZOmfCtkQvatglofkjJ9KsTNiU7Kmo9VJO5NW0UAc%2BSwExuNhR2xSIvyFkaDXX6pT11V5HZwlcCdUBvtczkarxgcaHKGqGQUq6WBQOH6TYY3pMkIbC&id1=lo19960615_08&q=Schwarzbachfall#slide84 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 15. Juni 1996, Lokalteil Seite 8</ref>
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== Weblink ==
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* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.1405,47.6012/zoom/15.6 AMap]
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Gollinger Wasserfall]]
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* [[SALZBURGWIKI]]-Artikel [[Gollinger Wasserfall]]
* ''Salzburg und seine Landschaften'', Erich Seefeldner, 1961, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]]
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* {{Quelle Seefeldner}}
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{{Quelle AMap}}
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* {{wikipedia-de|Schwarzbachfall-Höhle}}
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== Einzelnachweise ==
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<references/>
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]][[Kategorie:Höhle]]
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[[Kategorie:Landschaft]]
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[[Kategorie:Höhle]]
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[[Kategorie:Naturschutz]]
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[[Kategorie:Naturdenkmal]]
 
[[Kategorie:Tennengau]]
 
[[Kategorie:Tennengau]]
   
[[Kategorie:Ostalpen]]
 
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[[Kategorie:Nördliche Kalkalpen]]
 
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[[Kategorie:Kalkhochalpen]]
 
[[Kategorie:Kalkhochalpen]]