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| | [[Datei:Kajetanerkirche.jpg|thumb|Links und rechts Teile des alten Traktes des [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder|Krankenhauses der Barmherzigen Brüder]], sowie die Kajetanerkirche im Mittelpunkt; im [[Kaiviertel]] der [[Salzburger Altstadt]] vom [[Kajetanerplatz]] aus gesehen]] | | [[Datei:Kajetanerkirche.jpg|thumb|Links und rechts Teile des alten Traktes des [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder|Krankenhauses der Barmherzigen Brüder]], sowie die Kajetanerkirche im Mittelpunkt; im [[Kaiviertel]] der [[Salzburger Altstadt]] vom [[Kajetanerplatz]] aus gesehen]] |
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| − | [[Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 01.jpg|thumb|Kajetanerkirche nach Renovierung 2023. Blick zum Hauptaltar.]]
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| − | [[Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 03.jpg|thumb|Kajetanerkirche nach Renovierung 2023. Blick in die Kuppel.]]
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| − | [[Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 06.jpg|thumb|Kajetanerkirche nach Renovierung 2023. Das Altarbild.]]
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| − | [[Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 07.jpg|thumb|Kajetanerkirche nach Renovierung 2023. Blick zur Orgel über dem Eingang.]]
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| − | [[Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 08.jpg|thumb|Kajetanerkirche nach Renovierung 2023. Der Altartisch des Hauptaltars.]]
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| | Die '''Kajetanerkirche St. Maximilian''' ist eine unter [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|Denkmalschutz]] stehende Kirche im [[Kaiviertel]] am südöstlichen Rand der [[Salzburger Altstadt]]. | | Die '''Kajetanerkirche St. Maximilian''' ist eine unter [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|Denkmalschutz]] stehende Kirche im [[Kaiviertel]] am südöstlichen Rand der [[Salzburger Altstadt]]. |
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| | seines Vaters erbrachte Zeugnis hervorzuheben, in dem der kaiserliche Hofbaumeister Beduzzi bestätigt, das ''an der Kirche kein einziger Architekturfehler vorhanden sei''. | | seines Vaters erbrachte Zeugnis hervorzuheben, in dem der kaiserliche Hofbaumeister Beduzzi bestätigt, das ''an der Kirche kein einziger Architekturfehler vorhanden sei''. |
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| − | Der Ausbau der Kirche ging nach der Wiederaufnahme der Arbeiten [[1696]] langsam vonstatten, sodass die Einweihung erst am [[3l. Oktober]] [[1700]] durch den [[Sigmund Carl von Castel-Barco]], [[Bischof von Chiemsee]] erfolgen konnte. | + | Der Ausbau der Kirche ging nach der Wiederaufnahme der Arbeiten [[1696]] langsam vonstatten, sodass die Einweihung erst am [[31. Oktober]] [[1700]] durch den [[Sigmund Carl von Castel-Barco]], [[Bischof von Chiemsee]] erfolgen konnte. |
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| | Zwei Flügelbauten des ehemaligen [[Theatinerkloster]] umschließen die in die Gebäudeflucht eingebettete kleine Kirche. Der Zentralbau ist von einer hohen Tambourkuppel gekrönt, an die seitlich zwei vier Kapellen anschließen. Kleine dekorative Wandfelder mit Scheinfenstern und Emporen vervollständigen die Kirche. Das Kuppelfresko wurde von [[Paul Troger]] geschaffen. | | Zwei Flügelbauten des ehemaligen [[Theatinerkloster]] umschließen die in die Gebäudeflucht eingebettete kleine Kirche. Der Zentralbau ist von einer hohen Tambourkuppel gekrönt, an die seitlich zwei vier Kapellen anschließen. Kleine dekorative Wandfelder mit Scheinfenstern und Emporen vervollständigen die Kirche. Das Kuppelfresko wurde von [[Paul Troger]] geschaffen. |
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| | [[1809]] wurde die Niederlassung der vom hl. Kajetan von Thiene begründeten Kongregation der Theatiner aufgehoben. Das Gebäude diente danach als Garnisonsspital und wurde [[1923]] dem Orden der [[Barmherzige Brüder|Barmherzigen Brüder]] übergeben, die seitdem den Spitalsbetrieb fortführen. Am [[7. August]] [[1945]] wurde anlässlich des [[Patrozinium]]<nowiki>sfestes</nowiki> des hl. Kajetan die Kajetanerkirche nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] wieder eröffnet. | | [[1809]] wurde die Niederlassung der vom hl. Kajetan von Thiene begründeten Kongregation der Theatiner aufgehoben. Das Gebäude diente danach als Garnisonsspital und wurde [[1923]] dem Orden der [[Barmherzige Brüder|Barmherzigen Brüder]] übergeben, die seitdem den Spitalsbetrieb fortführen. Am [[7. August]] [[1945]] wurde anlässlich des [[Patrozinium]]<nowiki>sfestes</nowiki> des hl. Kajetan die Kajetanerkirche nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] wieder eröffnet. |
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| − | Nach einer dreijährigen Renovierung, die [[2023]] abgeschlossen war, erscheinen nun Details der 1685 erbauten Kirche in neuem Glanz. Kirchenbesucher sahen in den vergangenen Jahrzehnten weiße Innenwände, seit 2023 ist die Kirche in edler Farboptik gehalten. Ursprünglich sollte die Kirche wie zur Eröffnung im Jahr [[1700]] weiß gestrichen werden. Auch bei der letzten Restaurierung [[1980]] blieb es bei Weiß. Wie die Leiterin des Denkmalamtes, [[Eva Hody]], erklärt, war diese Neuerung auch für Experten eine Überraschung. Zu Beginn der Restaurierungsarbeiten glaubten die Fachleute, dass sie mit einer guten Staubreinigung und einer weißen Tünche auf den Wänden auskommen. "Es hat sich dann aus technischen Problemen heraus gezeigt, dass es ältere Farbbefunde gibt, die uns erklären, dass die Kirche ursprünglich nicht weiß gefasst war, sondern eine bunte Steinfarbigkeit hatte, und so ist sie heute wieder restauriert." sagt Hody. | + | ==== Restaurierung 1980/81 ==== |
| | + | Bereits die umfassende Restaurierung [[1980]] bis [[1981]] brachte einige Überraschungen. So wurden bei den Seitenaltären die übertünchten Scheinbaldachine Trogers wiederentdeckt und aufwendig freigelegt sowie die vermuteten Vergoldungen im Kirchenraum rekonstruiert. Der Umfang dieser Restaurierungsarbeiten machte es nötig, dass die Arbeiten von zwei Firmen gemeinsam durchgeführt werden mussten. Kleinste Unterschiede in der Vergoldungstechnik verraten kundigen Augen heute noch die Aufteilung der Arbeiten wie eine unsichtbare Linie, die den Kirchenraum in zwei Hälften teilt. Unter anderem wurden allzu auffällige Spuren älterer Restaurierungen abgenommen, darunter auch ein spannendes Stück Restauriergeschichte: direkt über der Signatur Trogers hatten, der überlieferten Handwerkstradition folgend, [[1881]] Restaurator [[Josef Gold]] und [[1948]] Restaurator Bruno Malanik ihre Namen hinterlassen. Obwohl 1981 diese selbstbewussten Signaturen abgenommen wurden, blieb man der alten Tradition treu: direkt hinter dem Hauptaltar wurde eine vertikale Linie in den Putz gekratzt, rechts und links davon verewigten sich die für die jeweiligen Raumhälften verantwortlichen Firmen. |
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| | + | ==== Restaurierung 2021/23 ==== |
| | + | Nach einer dreijährigen Renovierung, die [[2023]] abgeschlossen war, erscheinen nun Details der 1685 erbauten Kirche in neuem Glanz. Kirchenbesucher sahen in den vergangenen Jahrzehnten weiße Innenwände, seit 2023 ist die Kirche in edler Farboptik gehalten. Ursprünglich sollte die Kirche wie zur Eröffnung im Jahr 1700 weiß gestrichen werden. Auch bei der letzten Restaurierung 1980 blieb es bei Weiß. Wie die Leiterin des Denkmalamtes, [[Eva Hody]], erklärt, war diese Neuerung auch für Experten eine Überraschung. Zu Beginn der Restaurierungsarbeiten glaubten die Fachleute, dass sie mit einer guten Staubreinigung und einer weißen Tünche auf den Wänden auskommen. "Es hat sich dann aus technischen Problemen heraus gezeigt, dass es ältere Farbbefunde gibt, die uns erklären, dass die Kirche ursprünglich nicht weiß gefasst war, sondern eine bunte Steinfarbigkeit hatte, und so ist sie heute wieder restauriert." sagt Hody. |
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| | Das [[1728]] von Paul Troger geschaffenen Kuppelfresko wirkte vor der Restaurierung wie ein dunkler Fleck und war kaum noch zu erkennen. Jetzt kommt ihm wieder die Hauptrolle zu, die ihm gebührt. Das hat nicht nur mit der Reinigung von Ruß, Staub und Belägen zu tun, sondern mit der neuen Farbgebung des gesamten Kirchenraumes. Statt in Weiß sind die Wände nun in warmen Steinfarben gefasst, was den Raum stimmig und einladend macht und die Kuppel optisch mit dem Kirchenraum verbindet. Die Farbtöne aus dem Fresko von Troger finden sich an den Wänden wieder. Die Pilaster sind in grauer Marmoroptik bemalt. | | Das [[1728]] von Paul Troger geschaffenen Kuppelfresko wirkte vor der Restaurierung wie ein dunkler Fleck und war kaum noch zu erkennen. Jetzt kommt ihm wieder die Hauptrolle zu, die ihm gebührt. Das hat nicht nur mit der Reinigung von Ruß, Staub und Belägen zu tun, sondern mit der neuen Farbgebung des gesamten Kirchenraumes. Statt in Weiß sind die Wände nun in warmen Steinfarben gefasst, was den Raum stimmig und einladend macht und die Kuppel optisch mit dem Kirchenraum verbindet. Die Farbtöne aus dem Fresko von Troger finden sich an den Wänden wieder. Die Pilaster sind in grauer Marmoroptik bemalt. |
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| | + | Als eine besondere Herausforderung erwies sich die barrierefreie Erschließung der Kirche. Sie auch für die Patienten vom [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder]] aus barrierefrei zugänglich sein. So musste der historische Fußboden zur Benutzung mit Rollstühlen restauriert und Unregelmäßigkeiten so weit wie möglich ausgeglichen werden. Der Haupteingang und die beiden Seitenkapellen erhielten barrierefreie Zugänge. Diese wurden elegant und zurückhaltend in den historischen Bestand geschnitten. Damit kommt diese dauerhaften, nicht reversiblen Maßnahmen zukünftige Generationen Zeugnis für den hohen |
| | + | Stellenwert, der im [[21. Jahrhundert]] dem Thema der Inklusion zu. |
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| | + | ; Bilde nach Beendigung der Restaurierung: |
| | + | <gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> |
| | + | Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 01.jpg|Blick zum Hauptaltar. |
| | + | Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 03.jpg|Blick in die Kuppel. |
| | + | Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 08.jpg|Der Altartisch des Hauptaltars. |
| | + | Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 06.jpg|Das Altarbild. |
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| | == Inneneinrichtung == | | == Inneneinrichtung == |
| | === Scala Santa === | | === Scala Santa === |
| | :''Hauptartikel [[Scala Santa (Kajetanerkirche)|Scala Santa]] | | :''Hauptartikel [[Scala Santa (Kajetanerkirche)|Scala Santa]] |
| − | Eine Besonderheit ist die ''Heilige Stiege'', die ''Scala Santa'', neben der Kirche, die in Nachahmung der römischen ''Scala Santa'' [[1712]] hier errichtet wurde. Sie besteht aus 28 Stufen, darf nur kniend erklommen werden und führt hinauf zur Kreuzkapelle mit dem Kreuzaltar, die beide um [[1750]] geschaffen wurden. Der Altar besitzt ein geschnitztes Holzkruzifix mit seitlich zwei trauernden Engeln vor einer gemalten Landschaft. Das Deckenbild mit der ehernen Schlange wird Jacob Zanusi zugeschrieben. Der [[Johannes Nepomuk]] Altar im Vorraum zur Kreuzkapelle links zeigt den bekannten Brückensturz des Heiligen. Den rechtsseitig im Vorraum stehenden Pius Altar mit dem Bild des Papstes Pius V. vor Maria Immaculata kniend schuf [[Jakob Zanusi]] um das Jahr 1730. | + | Eine Besonderheit ist die ''Heilige Stiege'', die ''Scala Santa'', neben der Kirche, die in Nachahmung der römischen ''Scala Santa'' [[1712]] hier errichtet wurde. Sie besteht aus 28 Stufen, darf nur kniend erklommen werden und führt hinauf zur [[Kreuzkapelle (Kajetanerkirche)|Kreuzkapelle]] mit dem Kreuzaltar, die beide um [[1750]] geschaffen wurden. |
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| | ===Altäre=== | | ===Altäre=== |
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| | Die Stiftung des Hochaltarbildes erfolgte durch den [[Domkapitular]] Paris Dominik Freiherr von [[Wolkenstein]], worauf das [[Domkapitel]] mit dem "gewesten Hausmeister und Maler" des (inzwischen gestorbenen) Stifters Jakob Christoph Plazer verhandelte, der sich verpflichtete, das ''verlobte Plat mit angelegenem Fleiß'' gegen nachträgliche Schätzung durch Sachverständige zu verfertigen (Domkapitelprotokoll, [[28. Jänner]] [[1698]] f. 42). Am [[4. August]] 1698 berichtet Plazer, dass das Bild ''albereits in völliger Perfeetion'' stehe und ''bittet umsomehr um baldige Beaugenscheinung und Bezahlung'', als er aus Verfolgung ''alhießiger Mahler lenger alhier nit zu verbleiben habe''. Der Maler erhielt statt der ursprünglich bestimmten 400 nur 200 fl., da sich die Hinterlassenschaft des Stifters inzwischen als passiv erwiesen hatte (Domkapitelprotokolle [[4. August]], [[7. August]] 1698; [[20. März]], [[28. September]] [[1699]]). | | Die Stiftung des Hochaltarbildes erfolgte durch den [[Domkapitular]] Paris Dominik Freiherr von [[Wolkenstein]], worauf das [[Domkapitel]] mit dem "gewesten Hausmeister und Maler" des (inzwischen gestorbenen) Stifters Jakob Christoph Plazer verhandelte, der sich verpflichtete, das ''verlobte Plat mit angelegenem Fleiß'' gegen nachträgliche Schätzung durch Sachverständige zu verfertigen (Domkapitelprotokoll, [[28. Jänner]] [[1698]] f. 42). Am [[4. August]] 1698 berichtet Plazer, dass das Bild ''albereits in völliger Perfeetion'' stehe und ''bittet umsomehr um baldige Beaugenscheinung und Bezahlung'', als er aus Verfolgung ''alhießiger Mahler lenger alhier nit zu verbleiben habe''. Der Maler erhielt statt der ursprünglich bestimmten 400 nur 200 fl., da sich die Hinterlassenschaft des Stifters inzwischen als passiv erwiesen hatte (Domkapitelprotokolle [[4. August]], [[7. August]] 1698; [[20. März]], [[28. September]] [[1699]]). |
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| − | Das Altarblatt des Hochaltars mit der Marter des hl. Maximilian, geschaffen 1727 und ebenso das Altarbild des rechten Seitenaltars mit dem hl. Kajetan als Tröster der Pestkranken sowie vier Bildern auf Leinwand über den Beichtstühlen wurden alle von Paul Troger geschaffen. Das Altarbild des linken Seitenaltars mit der Darstellung der Heiligen Sippe stammt von [[Johann Michael Rottmayr]] ([[1708]]). | + | Das Altarblatt des Hochaltars mit der Marter des hl. Maximilian, 1727, und ebenso das Hauptaltarbild des rechten Seitenaltars mit dem hl. Kajetan als Tröster der Pestkranken sowie vier Bildern auf Leinwand über den Beichtstühlen stammen alle von Paul Troger.<ref>[[Benedikt Pillwein]]: ''Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler'', Salzburg 1821, in [https://books.google.at/books?id=DGhOAAAAcAAJ&pg=PR12&hl=de&source=gbs_selected_pages&cad=2#v=onepage&q&f=false in googlebooks zum Nachlesen]</ref> Das Altarbild des linken Seitenaltars mit der Darstellung der Heiligen Sippe stammt von [[Johann Michael Rottmayr]] ([[1708]]). |
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| | === Seitenaltäre === | | === Seitenaltäre === |
| | Zwei weitere Seitenaltäre beiderseits der Vorhalle ergänzen das große Oval des Kirchenraumes zum Rechteck: Den Altar der linken Kapelle mit Stuckmarmor von [[Jakob Zanusi]] ([[1712]]) zeigt den hl. Andreas Avellinus. Aus der Zeit nach [[1750]] sind hier 14 Kreuzwegbilder zu sehen. Der Altar der rechten Kapelle aus der Zeit um 1750 zeigt auch eine Figur des hl. Johannes von Gott. | | Zwei weitere Seitenaltäre beiderseits der Vorhalle ergänzen das große Oval des Kirchenraumes zum Rechteck: Den Altar der linken Kapelle mit Stuckmarmor von [[Jakob Zanusi]] ([[1712]]) zeigt den hl. Andreas Avellinus. Aus der Zeit nach [[1750]] sind hier 14 Kreuzwegbilder zu sehen. Der Altar der rechten Kapelle aus der Zeit um 1750 zeigt auch eine Figur des hl. Johannes von Gott. |
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| | + | === Orgel === |
| | + | [[Datei:2023 09 30 Kajetanerkirche Salzburg nach Renovierung 07.jpg|thumb|Kajetanerkirche nach Renovierung 2023. Blick zur Orgel über dem Eingang.]] |
| | + | Die Orgel wurde vermutlich [[1697]] von [[Christoph Egedacher]] geschaffen und erklang beim ersten feierlichen Gottesdienst in der Kirche, am Fest des Ordensstifters, den [[7. August]] [[1697]].<ref>[[Lorenz Hübner]], [[Benedikt Pillwein]] (Hrsg.): "Die Ordens-Gesellschaft der Theatiner zu Salzburg. Das Wohngebäude." In: Kaiserl. Königl. Oesterreichisches Amts- und Intelligenz-Blatt von Salzburg, Stück 59, 23. Juli 1830, Seiten 1116–120; S. 1117</ref><ref>Eine andere Quelle schreibt sie [[Johann Christoph Egedacher]] zu, mit dem Erbauungsjahr [[1708]] (Bruce Hynes: "A History of Performing Pitch. The story of "A"." Verlag "The Scarecrow Press, Inc", Lanham (Maryland) / Oxford, 2002, Seite 457 (o.p.)</ref> Sie ist original erhalten und stellt das wertvollste historische Orgel-Instrument in der Stadt Salzburg dar. |
| | + | ==== Disposition ==== |
| | + | {| border="0" cellspacing="0" cellpadding="10" style="border-collapse:collapse;" |
| | + | | style="vertical-align:top" | |
| | + | {| border="0" |
| | + | |colspan="2"| '''Manual''' C–c<sup>3</sup><ref group="A.">45 Tasten (Kurze Oktave)</ref> |
| | + | ---- |
| | + | |- |
| | + | | Principal<ref group="A.">Ab G im Prospekt</ref> || 8′ |
| | + | |- |
| | + | | Copl || 8′ |
| | + | |- |
| | + | | Octav || 4′ |
| | + | |- |
| | + | | Fleten || 4′ |
| | + | |- |
| | + | | Quint || ⅔′ |
| | + | |- |
| | + | | Superoctav || 2′ |
| | + | |- |
| | + | | Mixtur IV|| ⅓′ |
| | + | |} |
| | + | | style="vertical-align:top" | |
| | + | {| border="0" |
| | + | |colspan="2"| '''Pedal:''' C–gis<sup>0</sup> |
| | + | ---- |
| | + | |- |
| | + | | Subbass<ref group="A.">Pfeifen sind liegend; vom Altar aus gesehen liegen im rechten Feld die Töne c–gis, im linken G–H.</ref> || 16′ |
| | + | |} |
| | + | |} |
| | + | * Dauercoppel<ref group="A.">Pedal läuft mit einer Ventilkoppel mit.</ref> |
| | + | * Stimmton]: a<sup>1</sup> ≈ 461 Hz bei 15 °C (465 Hz bei 20 °C), Cornettton |
| | + | * Mitteltönige Stimmung |
| | + | * Winddruck: 64 mm Wassersäule |
| | + | ;Anmerkungen |
| | + | <references group="A." /> |
| | | | |
| | == Bildergalerie == | | == Bildergalerie == |
| | === Kirche allgemein === | | === Kirche allgemein === |
| − | <gallery> | + | <gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> |
| | Datei:KH der Barmh. Brüder.jpg|Blick auf die Kajetanerkirche. | | Datei:KH der Barmh. Brüder.jpg|Blick auf die Kajetanerkirche. |
| | Datei:Eingang zur Kajetanerkirche des KH der Barmh. Brüder, Portal.jpg|Eingangsportal zur Kajetanerkirche. | | Datei:Eingang zur Kajetanerkirche des KH der Barmh. Brüder, Portal.jpg|Eingangsportal zur Kajetanerkirche. |
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| | === weitere Bilder === | | === weitere Bilder === |
| | {{Bildkat}} | | {{Bildkat}} |
| | + | == Literatur == |
| | + | * "Die Salzburger Kajetanerkirche. Rückkehr zum barocken Farbraum", Broschüre des Bundesdenkmalamtes als pdf [https://www.bda.gv.at/dam/jcr:90ca9e68-048f-4891-8443-9e78410a967e/BDA_wiederhergestellt-100_Kajetanerkirche.pdf www.bda.gv.at] |
| | + | |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * [https://kirchen-fuehrer.info/de/kirchen/detail.asp?id=28&tit=Kajetanerkirche+in+Salzburg kirchen-fuehrer.info], Die Kajetanerkirche in Salzburg, | | * [https://kirchen-fuehrer.info/de/kirchen/detail.asp?id=28&tit=Kajetanerkirche+in+Salzburg kirchen-fuehrer.info], Die Kajetanerkirche in Salzburg, |
| − | * [[Hans Tietze]]: ''Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg'', in: [[Österreichische Kunsttopographie]], [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53b54ba86af95&location=browse diglib.tugraz.at], pdf | + | * [[Hans Tietze]]: "Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg", in: [[Österreichische Kunsttopographie]], [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53b54ba86af95&location=browse diglib.tugraz.at], pdf |
| | * [https://salzburg.orf.at/stories/3198315/ salzburg.orf.at], 12. März 2023 | | * [https://salzburg.orf.at/stories/3198315/ salzburg.orf.at], 12. März 2023 |
| | * [https://www.sn.at/salzburg/chronik/hochamt-zur-wiedereroeffnung-der-kajetanerkirche-die-salzburger-ordensspitalkirche-wurde-umfassend-restauriert-135078979 www.sn.at], 7. März 2023 | | * [https://www.sn.at/salzburg/chronik/hochamt-zur-wiedereroeffnung-der-kajetanerkirche-die-salzburger-ordensspitalkirche-wurde-umfassend-restauriert-135078979 www.sn.at], 7. März 2023 |
| − |
| + | * {{wikipedia-de}} |
| | + | == Einzelnachweise == |
| | + | <references/> |
| | + | |
| | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |
| | [[Kategorie:Altstadt]] | | [[Kategorie:Altstadt]] |