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In Stuhlfelden arbeitet Maria Scharlin auch als Hebamme, ein Gewerbe das sie von ihrer Mutter Christina erlernt hatte.
 
In Stuhlfelden arbeitet Maria Scharlin auch als Hebamme, ein Gewerbe das sie von ihrer Mutter Christina erlernt hatte.
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[[1792]] allerdings - Scharlerin war bereits 49 Jahre alt - wurde in Salzburg ein Hebammenlehrkurs errichtet. Damit einher ging die zunehmende Diskriminierung der gelernten Hebammen, die nun als "Pfuscherinnen" bezeichnet wurden.<ref>Gunda Barth-Scalmani (1994): Die Reform des Hebammenwesens in Salzburg zwischen 1760 und 1815. – Mitt(h)eilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde – 134: 365 - 398, hier: 379.</ref>  
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[[1792]] - Maria Schärlerin war bereits 49 Jahre alt - wurde in Salzburg ein Hebammenlehrkurs errichtet. Damit einher ging die zunehmende Diskriminierung der gelernten Hebammen, die nun als "Pfuscherinnen" bezeichnet wurden.<ref>Gunda Barth-Scalmani (1994): Die Reform des Hebammenwesens in Salzburg zwischen 1760 und 1815. – Mitt(h)eilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde – 134: 365 - 398, hier: 379.</ref>  
    
Im Jahr 1801 wurde eine Verordnung "wegen Abschaffung der Bruch Schneider und Quacksalber" erlassen. Deswegen ließ der Pfleger [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Johann Joseph Koch von Sternfeld]] "den 9th Oktober desselben Jahres  die Maria Scharlerin vorruffen und machte ihr den Obrikgkeitlich nachdrücksamen Auftrag, dass sie sich bey Zuchthaus Straffe nicht mehr unterstehen solle, sich in dem Chyrurgisch und Medizinischen Sache mit Pfuscherey und Quaksalberey abzugeben".<ref>SLA, kurf. k.k. ö. Reg. XII, Nr. 14.</ref> Nach ihrer eigen Aussage hat Maria Schärlerin erst nach dem Tod ihrerer Mutter Christina damit begonnen allein Geburten zu betreuen.
 
Im Jahr 1801 wurde eine Verordnung "wegen Abschaffung der Bruch Schneider und Quacksalber" erlassen. Deswegen ließ der Pfleger [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Johann Joseph Koch von Sternfeld]] "den 9th Oktober desselben Jahres  die Maria Scharlerin vorruffen und machte ihr den Obrikgkeitlich nachdrücksamen Auftrag, dass sie sich bey Zuchthaus Straffe nicht mehr unterstehen solle, sich in dem Chyrurgisch und Medizinischen Sache mit Pfuscherey und Quaksalberey abzugeben".<ref>SLA, kurf. k.k. ö. Reg. XII, Nr. 14.</ref> Nach ihrer eigen Aussage hat Maria Schärlerin erst nach dem Tod ihrerer Mutter Christina damit begonnen allein Geburten zu betreuen.