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== Leben ==
 
== Leben ==
Richard Strele war Sohn des Statthaltereirats Anton Strele und der Maria, geborene Rhomberg.
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Richard Strele war Sohn des Statthaltereirats Anton Strele und der Maria, geborene Rhomberg. Dr Strele stammte aus einer Lech­taler Familie, aber 1849 in Bozen geboren. 
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Er besuchte das Obergymnasium in Salzburg. Nach der Matura meldete er sich 1866 zu den Tiroler Kaiserjägern und wurde Leutnant der Reserve. Danach studierte er von [[1868]] bis 1872 Philologie an der Universität Innsbruck. [[1872]] wurde er Supplent (Hilfslehrer) an der Militär-Unterrealschule Pancsova, [[1873]] an der Oberrealschule Czernowitz und [[1876]] an der Realschule Sereth. [[1877]] stellte ihn die Czernowitzer Universitätsbibliothek als Amanuensis<ref>eine veraltete Bezeichnung für einen Sekretär oder Schreibgehilfen eines Gelehrten</ref> ein.
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Er besuchte das Obergymnasium in Salzburg. Nach der Matura meldete er sich [[1866]] zu den Tiroler Kaiserjägern und wurde Leutnant der Reserve. 1866 war er Mitglied der Akade­mischen Legion, daher auch Besitzer von Kriegsmedaillen, ohne je ausgerückt zu sein. Er war auch Dichter in der Art [[Joseph Victor von Scheffel|Josef Viktor von Scheffel]]s aktiv und soll diesem auch im Äußern nicht unähnlich gewesen sein. Seine Stärke lag auf dem Gebiet der Dialekt- und Ge­legenheitsdichtung, die er bei den Fest­abenden auch selbst vortrug.  Strele war auch in der Burschenschaftsbewegung tätig, unter anderem als Texter von Studentenliedern, sowie ein bekannter Heimatdichter.
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1877 kehrte er nach Salzburg zurück und widmete seine Berufstätigkeit der [[Salzburger Studienbibliothek|Studienbibliothek]], zunächst als Skriptor, [[1889]] wurde er Kustos und [[1906]] Direktor der Bibliothek. [[1911]] wurde er als Regierungsrat pensioniert. Seit [[1901]] trug er das Prädikat ''Ritter''.
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Von [[1868]] bis 1872 studierte er Philologie an der Universität Innsbruck. [[1872]] wurde er Supplent (Hilfslehrer) an der Militär-Unterrealschule Pancsova,<ref>in der Vojvodina im südlichen Banat, heute [[Serbien]]</ref> [[1873]] an der Oberrealschule Czernowitz<ref>in der [[Bukowina]], heute in der Westukraine</ref>  und [[1876]] an der Realschule Sereth.<ref>in der rumänischen Südbukowina</ref> [[1877]] stellte ihn die Czernowitzer Universitätsbibliothek als Amanuensis<ref>eine veraltete Bezeichnung für einen Sekretär oder Schreibgehilfen eines Gelehrten</ref> ein.
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Strele war auch in der Burschenschaftsbewegung tätig, unter anderem als Texter von Studentenliedern, sowie ein bekannter Heimatdichter.
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[[1877]] kehrte er nach Salzburg zurück und widmete seine Berufstätigkeit der [[Salzburger Studienbibliothek|Studienbibliothek]], zunächst als Skriptor, [[1889]] wurde er Kustos und [[1906]] Direktor der Bibliothek. [[1911]] wurde er als Regierungsrat pensioniert. Seit [[1901]] trug er das Prädikat "Ritter".
    
Er war unter anderem auf dem Gebiet der Volkskunde schriftstellerisch tätig, hier sind seine bedeutendsten Veröffentlichungen "Der [[Palmesel]]" und "Wetterschießen" (erschienen in der Zeitschrift des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]], Band 28 und 29).
 
Er war unter anderem auf dem Gebiet der Volkskunde schriftstellerisch tätig, hier sind seine bedeutendsten Veröffentlichungen "Der [[Palmesel]]" und "Wetterschießen" (erschienen in der Zeitschrift des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]], Band 28 und 29).
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Er starb im [[Landeskrankenhaus]] und wurde auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beerdigt. Seine Grabstätte besteht zwar noch, ist aber neu vergeben und trägt keinen Hinweis auf seinen Namen.
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Strele war eine statt­liche, vornehme Erscheinung, ein guter Gesellschafter, Chorphilister mit Leib und Seele, der sogar in seinem 68. Lebensjahr noch eine Exzellenz zum Duell forderte, beschreibt ihn  [[Hofrat]] Dr. [[Franz Martin]].
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Strele Ritter der Eisernen Krone und Träger des Franz-Josef-Ordens. Er starb unverheiratet.
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Er starb im Salzburger [[Landeskrankenhaus]] und wurde auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beerdigt. Seine Grabstätte besteht zwar noch, ist aber neu vergeben und trägt keinen Hinweis auf seinen Namen.
    
== Straßenbenennung ==
 
== Straßenbenennung ==
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* {{wikipedia-de|Richard Strele von Bärwangen}}
 
* {{wikipedia-de|Richard Strele von Bärwangen}}
 
* [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Richard Ritter Strele von Bärwangen, in:  [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19190006&zoom=2&seite=00000106 59, 1919, 106]
 
* [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Richard Ritter Strele von Bärwangen, in:  [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19190006&zoom=2&seite=00000106 59, 1919, 106]
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* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=19510317&query=%22Ludwig+Mayr%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], "[[Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 17. März 1951, Seite 4, ein Beitrag von Hofrat Dr. Franz Martin
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[[Kategorie:Geboren 1849]]
 
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[[Kategorie:Gestorben 1919]]
 
[[Kategorie:Gestorben 1919]]