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| − | [[Datei:Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Parkhaus Freiwandeck 02.jpg|thumb|Nach der neuen Verglasung 2018: links das [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] bis zum "Turm" und daran anschließend rechts das Parkhaus Freiwandeck.]] | + | {{Salzburgbezug}}[[Datei:Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Parkhaus Freiwandeck 02.jpg|thumb|Nach der neuen Verglasung 2018: links das [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] bis zum "Turm" und daran anschließend rechts das Parkhaus Freiwandeck.]] |
| | [[Datei:Freiwandeck Parkhaus September 1961.jpg|thumb|Bauzustand September 1961.]] | | [[Datei:Freiwandeck Parkhaus September 1961.jpg|thumb|Bauzustand September 1961.]] |
| | [[Datei:Parkhaus Freiwandeck Eroeffnung 1963.jpg|thumb|Eröffnung Parkhaus Freiwandeck am 8. August 1963.]] | | [[Datei:Parkhaus Freiwandeck Eroeffnung 1963.jpg|thumb|Eröffnung Parkhaus Freiwandeck am 8. August 1963.]] |
| − | [[Datei:Parkhaus Freiwandeck GROHAG 2018.jpg|thumb|Im Bild bei der Eröffnung des modernisierten Parkhauses im Juli 2018 eingerahmt von den Mitgliedern des Bergführereines Heiligenblut: v.l. [[Johannes Hörl]] (Vorstand [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]]), [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]] ([[Landeshauptmann]] Salzburg), Margarethe Schramböck (Bundesministerin), Ulrich Zafoschnig (Landesrat Kärnten);]] | + | [[Datei:Parkhaus Freiwandeck GROHAG 2018.jpg|thumb|Im Bild bei der Eröffnung des modernisierten Parkhauses im Juli 2018 eingerahmt von den Mitgliedern des Bergführereines Heiligenblut: v.l. [[Johannes Hörl]] (Vorstand [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]]), [[Wilfried Haslauer junior]] ([[Landeshauptmann]] Salzburg), Margarethe Schramböck (Bundesministerin), Ulrich Zafoschnig (Landesrat Kärnten);]] |
| | [[Datei:Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Parkhaus Freiwandeck 02a.jpg|thumb|Aussehen bis Sommer 2018.]] | | [[Datei:Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Parkhaus Freiwandeck 02a.jpg|thumb|Aussehen bis Sommer 2018.]] |
| | [[Datei:Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Parkhaus Freiwandeck 03a.jpg|thumb|Aussehen bis Sommer 2018.]] | | [[Datei:Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Parkhaus Freiwandeck 03a.jpg|thumb|Aussehen bis Sommer 2018.]] |
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| | == Einleitung == | | == Einleitung == |
| − | Dieses Parkhaus befindet sich am [[Nationalparkplatz]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] auf einer Höhe von 2 369 [[m ü. A.]] am Ende der [[Gletscherstraße]] gegenüberdes höchsten Berges von Österreich, dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], in [[Kärnten]]. | + | Dieses Parkhaus befindet sich am [[Nationalparkplatz]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] auf einer Höhe von 2 369 [[m ü. A.]] am Ende der [[Gletscherstraße]] gegenüber des höchsten Berges von Österreich, dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], in [[Kärnten]]. |
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| | Es bietet 610 Parkplätze auf gedeckten Geschoßen sowie offenen am Dach (fünftes Geschoß), die alle kostenlos sind. | | Es bietet 610 Parkplätze auf gedeckten Geschoßen sowie offenen am Dach (fünftes Geschoß), die alle kostenlos sind. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Mit der Eröffnung der Gletscherstraße am [[2. Oktober]] [[1932]] endete diese Stichstraße auf einem Umkehrplatz der sich unterhalb des ehemaligen [[Kaiser Franz Josef Haus]]es noch heute befindet. Erst [[1933]] wurde dann der [[Parkplatz Hoher Sattel]] errichtet. Hauptanziehungspunkt war seinerzeit die [[Pasterze]], die fast bis auf die Höhe dieses Parkplatzes reichte. Aber auf dem damaligen kleinen Parkplatz waren viel zu wenige Parkplätze, um an Spitzentagen alle Fahrzeuge aufnehmen zu können. Bis Sommer [[1936]] wurden dann weitere Parkflächen geschaffen, der [[Parkplatz Freiwandeck]] auf dem heutigen [[Nationalparkplatz]] entstand. Aber auch diese Parkplätze reichten nicht aus und so entschied man sich Mitte der [[1950er]]-Jahre zur Errichtung des Parkhauses Freiwandeck am [[Freiwandeck]]. | + | Mit der Eröffnung der Gletscherstraße am [[2. Oktober]] [[1932]] endete diese Stichstraße auf einem [[Parkplatz Kaiser-Franz-Josefs-Höhe I|Umkehrplatz]] der sich unterhalb des ehemaligen [[Kaiser Franz Josef Haus]]es noch heute befindet. Erst [[1933]] wurde dann der [[Parkplatz Kaiser-Franz-Josefs-Höhe II]] errichtet. Hauptanziehungspunkt war seinerzeit die [[Pasterze]], die fast bis auf die Höhe dieses Parkplatzes reichte. Aber auf dem damaligen kleinen Parkplatz waren viel zu wenige Parkplätze, um an Spitzentagen alle Fahrzeuge aufnehmen zu können. Bis Sommer [[1936]] wurden dann weitere Parkflächen geschaffen, der [[Parkplatz Freiwandeck]] auf dem heutigen [[Nationalparkplatz]] entstand. Aber auch diese Parkplätze reichten nicht aus und so entschied man sich Mitte der [[1950er]]-Jahre zur Errichtung des Parkhauses Freiwandeck am [[Freiwandeck]]. |
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| − | [[1953]] wurden am [[15. August]] 1 573 Pkw, 143 Busse und 2 333 Motorräder auf der Gletscherstraße gezählt. An solchen "Rekordtagen" musste der Verkehr auf dem [[Parkplatz Glocknerhaus II|Pufferparkplatz Glocknerhaus II]] angehalten werden, da auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe nur Platz für rund 200 Kfz war. So entschied noch im Jahr 1953 die Betreibergesellschaft der Straße, die [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]], den beschleunigten Ausbau der Straße von sechs auf 7,5 Meter Breite, die Errichtung eines Pufferparkplatzes für 300 Fahrzeuge beim [[Glocknerhaus]] und den Bau eines vorerst dreigeschossigen Parkhauses Freiwandeck für 429 Pkw und 100 Motorräder. Bis 1960 sollte dann das Gebäude um zwei Geschoße mit insgesamt 630 Stellplätzen aufgestockt werden ([[Franz Wallack|Wallack]] plante ursprünglich sogar 900 Stellplätze). | + | [[1953]] wurden am [[15. August]] 1 573 Pkw, 143 Busse und 2 333 Motorräder auf der Gletscherstraße gezählt. An solchen "Rekordtagen" musste der Verkehr auf dem [[Parkplatz Glocknerhaus II|Pufferparkplatz Glocknerhaus II]] angehalten werden, da auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe nur Platz für rund 200 Kfz war. So entschied noch im Jahr 1953 die Betreibergesellschaft der Straße, die [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]], den beschleunigten Ausbau der Straße von sechs auf 7,5 Meter Breite, die Errichtung eines Pufferparkplatzes für 300 Fahrzeuge beim [[Glocknerhaus]] und den Bau eines vorerst dreigeschossigen Parkhauses Freiwandeck für 429 Pkw und 100 Motorräder. Bis [[1960]] sollte dann das Gebäude um zwei Geschoße mit insgesamt 630 Stellplätzen aufgestockt werden ([[Franz Wallack|Wallack]] plante ursprünglich sogar 900 Stellplätze). |
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| − | Im Sommer [[1955]] bewilligte das Finanzministerium 125 Millionen [[Schilling]] für den weiteren Ausbau der Großglockner Hochalpenstraße. Es sollte das Parkhaus Freiwandeck auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und ein Aussichtsturm mit Funkstation auf der [[Edelweißspitze]] errichtet sowie die [[Edelweißstraße]] von sechs auf 7,5 Meter verbreitert werden.<ref>Quelle ''Austro-Motor, Fachzeitschrift für Weltmotorwesen'', Wien, Ausgabe 1955/5</ref> | + | Im Sommer [[1955]] bewilligte das Finanzministerium 125 Millionen [[Schilling]] für den weiteren Ausbau der Großglockner Hochalpenstraße. Es sollte das Parkhaus Freiwandeck auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und ein Aussichtsturm mit Funkstation auf der [[Edelweißspitze]] errichtet sowie die [[Edelweißstraße]] von sechs auf 7,5 Meter verbreitert werden.<ref>[[Austro-Motor]], Fachzeitschrift für Weltmotorwesen'', Wien, Ausgabe 1955/5</ref> |
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| | === Arbeitskräftemangel ließ den Erbauer der Straße Franz Wallack zu besonderem Zuckerl greifen === | | === Arbeitskräftemangel ließ den Erbauer der Straße Franz Wallack zu besonderem Zuckerl greifen === |
| − | Obwohl insgesamt die Besucherzahlen der Straße rasant zunahmen (1955 waren es rund 722 000 Personen, 1958 bereits rund 970 000) dauerte es mit der Umsetzung der Projekte noch jahrelang. Denn das „Jahrzehnt des Wiederaufbaus“, die [[1950er]]-Jahre, brauchte überall Arbeitskräfte und so waren für Bauten im Hochgebirge kaum Arbeitskräfte zu finden. | + | Obwohl insgesamt die Besucherzahlen der Straße rasant zunahmen (1955 waren es rund 722 000 Personen, [[1958]] bereits rund 970 000) dauerte es mit der Umsetzung der Projekte noch jahrelang. Denn das "Jahrzehnt des Wiederaufbaus", die [[1950er]]-Jahre, brauchte überall Arbeitskräfte und so waren für Bauten im Hochgebirge kaum Arbeitskräfte zu finden. |
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| | Wallack verfiel auf einen Köder für Baufirmen, um bis 1960 doch noch zumindest drei Parkdecks fertigzustellen. Er bot den Firmen eine Prämie an, wenn sie seinen Auftrag vorzeitig erledigten. Doch auch dieser Köder änderte nichts an dem Arbeitskräftemangel. Wallack musste weiter warten. | | Wallack verfiel auf einen Köder für Baufirmen, um bis 1960 doch noch zumindest drei Parkdecks fertigzustellen. Er bot den Firmen eine Prämie an, wenn sie seinen Auftrag vorzeitig erledigten. Doch auch dieser Köder änderte nichts an dem Arbeitskräftemangel. Wallack musste weiter warten. |
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| | === Zwei Türme im Parkhaus sorgen für reibungslose Nutzung === | | === Zwei Türme im Parkhaus sorgen für reibungslose Nutzung === |
| − | Wallack zerbrach sich den Kopf darüber, wie man den Verkehr in und aus dem Parkhaus lenken könnte, „''wegen der Undiszipliniertheit der Fahrgäste''“, wie er meinte. Die Lösung fand er zwei Türmen mit wendeltreppenähnlichen Auffahrtsrampen: im ersten Turm erfolgt die Auffahrt auf die einzelnen Parkdecks im Einbahnsystem und am anderen Ende der Decks steht der zweite Turm, ebenfalls mit wendeltreppenähnlicher Auffahrtsrampe. Hier aber für die Ausfahrt. | + | Wallack zerbrach sich den Kopf darüber, wie man den Verkehr in und aus dem Parkhaus lenken könnte, "wegen der Undiszipliniertheit der Fahrgäste", wie er meinte. Die Lösung fand er zwei Türmen mit wendeltreppenähnlichen Auffahrtsrampen: im ersten Turm erfolgt die Auffahrt auf die einzelnen Parkdecks im Einbahnsystem und am anderen Ende der Decks steht der zweite Turm, ebenfalls mit wendeltreppenähnlicher Auffahrtsrampe. Hier aber für die Ausfahrt. |
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| − | Baubeginn war dann aber endlich im Sommer [[1959]]. Die erste Bauetappe mit drei Etagen war bis 1961 fast abgeschlossen. Daneben wurde die Aussichtsterrasse, die heute "Nationalparkplatz" bezeichnet wird, vergrößert und fertiggestellt. [[1961]] konnte das Erdgeschoß mit 80 Stellplätzen freigegeben werden. Ein [[Lawine]]<nowiki>nabgang</nowiki> auf das oberste Deck im Dezember [[1962]] bescherte den Räumtrupps im Frühjahr 1963 vier Wochen Arbeit, um das Gebäude von Schnee, Eis und Geröll zu befreien. Sicherungsarbeiten machten die Benutzung des Erdgeschoßes erst mit [[19. Juli]] 1963 möglich.
| + | Spätestens Sommer [[1957]] war dann endlich Baubeginn.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=GfnM68m9b6uUbDwbPvrZl13vKRT6zgcW0TQw33jCq6PgH2UjIkBI7iDQqPTgG7hGfNfHG3ExPiKvEpyJZDwrfzKulguvNguGMvDvfBXwE2vjYU%2FLwz0wBKQchdqBf7NQ&id1=19570425_03&q=Freiwandeck#slide3 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 25. April 1957, Seite 3</ref> Im Herbst [[1958]] stand schon der Großteil des Rohbaus.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=sTzytetn0VQr2hhssSMRhHu9z3Ie4rzIDv7ix4gk4thRxuMuYtrdozNjQxfoQMZZn5tuLpXFo6Wa%2B9OCutMUErgO6t5xQITF091A30nSvhKeRUZOGMzSayIlRRtKiWRC&id1=19581010_05&q=Cyclops#slide5 www.sn.at], Archiv der [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 10. Oktober 1958, Seite 5</ref> Die erste Bauetappe mit drei Etagen war bis [[1961]] fast abgeschlossen. Daneben wurde die Aussichtsterrasse, die heute "Nationalparkplatz" bezeichnet wird, vergrößert und fertiggestellt. 1961 konnte bereits das Erdgeschoß mit 80 Stellplätzen freigegeben werden. Ein [[Lawine]]<nowiki>nabgang</nowiki> auf das oberste Deck im Dezember [[1962]] bescherte den [[Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung|Räumtrupps im Frühjahr]] 1963 vier Wochen Arbeit, um das Gebäude von Schnee, Eis und Geröll zu befreien. Sicherungsarbeiten machten die Benutzung des Erdgeschoßes erst mit [[19. Juli]] 1963 möglich. |
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| − | Am [[8. August]] [[1963]] konnten dann die drei errichteten Geschoße in Betrieb genommen. Der Entwurf des Parkhauses stammte von Architekt Wilhelm Zinnauer und dieser wurde 1961 von Stararchitekt [[Clemens Holzmeister]] gelobt.<ref>Quelle [[Die Großglockner Hochalpenstraße Erbe und Auftrag]], Seite 165</ref> | + | Am [[8. August]] [[1963]] eröffnete [[Landeshauptmann]] DDr. [[Hans Lechner]] dann die drei errichteten Geschoße, die für 300 Pkw Platz boten.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=KvN5wdElrjvzAD%2BXB4WdxhbvR4VO%2F%2FcU14IFKlB6c6scnqJXx7D9bL%2B83cDAGJxbO0l1Xf4OfO03cVUkts0DFoGSZeGiqEaheMMbmWDrsfepbqCcte2DbjyCLkhjvF4H&id1=19630809_05&q=%2520Freiwandeck#slide5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe am 9. August 2021, Seite 5</ref> Der Entwurf des Parkhauses stammte von Architekt Wilhelm Zinnauer und dieser wurde 1961 von Stararchitekt [[Clemens Holzmeister]] gelobt.<ref>Quelle [[Die Großglockner Hochalpenstraße Erbe und Auftrag]], Seite 165</ref> |
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| | === Die endgültige Fertigstellung erfolgte erst 1990 === | | === Die endgültige Fertigstellung erfolgte erst 1990 === |
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| − | Im Spätherbst 1964 und im April 1965 beschädigten Lawinen das Gebäude abermals schwer. Die Stahlträger wurden derart verbogen, dass die GROHAG als Betreibergesellschaft den Vollausbau auf fünf Etage auf Jahre hinaus unmöglich sah. Auch waren mittlerweile große Geldbeträge in den Bau der Gerlos Alpenstraße geflossen, die ebenfalls von der GROHAG erbaut wurde. Die Eröffnung war am 1. Dezember 1962. | + | Im Spätherbst [[1964]] und im April [[1965]] beschädigten Lawinen das Gebäude abermals schwer. Die Stahlträger wurden derart verbogen, dass die GROHAG als Betreibergesellschaft den Vollausbau auf fünf Etage auf Jahre hinaus unmöglich sah. Auch waren mittlerweile große Geldbeträge in den Bau der [[Gerlos Alpenstraße]] geflossen, die ebenfalls von der GROHAG erbaut wurde (Eröffnung war am [[1. Dezember]] [[1962]]). |
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| − | Erst 26 Jahre später, 1985, war eine unausweichliche Generalsanierung des Parkhauses der Anlass, endlich auf fünf Geschoße wie von Anfang an geplant, aufzustocken und die Parkplatzkapazität von 700 Stellplätzen zu ermöglichen. | + | Erst 26 Jahre später, [[1985]], war eine unausweichliche Generalsanierung des Parkhauses der Anlass, endlich auf fünf Geschoße wie von Anfang an geplant, aufzustocken und die Parkplatzkapazität von 700 Stellplätzen zu ermöglichen. |
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| | Zwischen 1963 und 1985 waren die Parkplätze im Bereich der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe im Schnitt an 18 Tagen völlig ausgelastet und Besucher mussten unten beim Glocknerhaus auf dem Pufferparkplatz warten, bis sie auffahren konnten. | | Zwischen 1963 und 1985 waren die Parkplätze im Bereich der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe im Schnitt an 18 Tagen völlig ausgelastet und Besucher mussten unten beim Glocknerhaus auf dem Pufferparkplatz warten, bis sie auffahren konnten. |
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| | Schließlich konnte 1990 das Parkhaus Freiwandeck mit fünf Geschoßen für 700 Stellplätze freigegeben werden, wie man es 1953 (!) plante. | | Schließlich konnte 1990 das Parkhaus Freiwandeck mit fünf Geschoßen für 700 Stellplätze freigegeben werden, wie man es 1953 (!) plante. |
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| − | 2011 kam es zu einer Verringerung von einer Parkfläche von 1 200 m² auf 610 Stellplätze zugunsten der Ausstellungsfläche für die Dauerausstellung [[125 Jahre Automobilismus]] - "Die Erfolgsgeschichte des Automobils". | + | [[2011]] kam es zu einer Verringerung von einer Parkfläche von 1 200 m² auf 610 Stellplätze zugunsten der Ausstellungsfläche für die Dauerausstellung [[125 Jahre Automobilismus]] - "Die Erfolgsgeschichte des Automobils". |
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| | === 2018: Verglasung Parkhaus und Besucherzentrum === | | === 2018: Verglasung Parkhaus und Besucherzentrum === |
| − | 2,5 Millionen Euro wurden 2018 für die Erneuerung (Vollverglasung samt Außengestaltung und Besucherleitsystem, Eigenstromversorgung mit 800m² PV-Anlagen, Sprinkleranlage mit 150 m³ Löschwasserbehälter, wichtige Verbesserungen im Brandschutz u.d.gl.) des vor einem halben Jahrhundert errichteten und seither höchstgelegenen Parkhauses in Europa samt Besucherzentrum investiert. | + | 2,5 Millionen Euro wurden 2018 für die Erneuerung (Vollverglasung samt Außengestaltung und Besucherleitsystem, Eigenstromversorgung mit 800 m² PV-Anlagen, Sprinkleranlage mit 150 m³ Löschwasserbehälter, wichtige Verbesserungen im Brandschutz u.d.gl.) des vor einem halben Jahrhundert errichteten und seither höchstgelegenen Parkhauses in Europa samt Besucherzentrum investiert. |
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| − | Die Gesamtfläche der Verglasung beträgt etwa 3 000 m², dazu sorgen 800 m² Photovoltaik-Module für eine komplette Eigenstromversorgung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (erwartete Stromproduktion: 120 000 KWh/Jahr). Allein für die Unterkonstruktion der Glasfassade wurden 90 Tonnen Stahl verbaut. Dazu wurde eine Sprinkleranlage mit Löschwasserbehälter, Inhalt 150 m³, nach dem neuesten Stand der Technik als wichtige Verbesserung im Brandschutz errichtet, die einerseits der Sicherheit der Besucher dient und andererseits auch der Feuerwehr [[Heiligenblut am Großglockner]] als „eiserne Wasserreserve“ zur Verfügung steht. | + | Die Gesamtfläche der Verglasung beträgt etwa 3 000 m², dazu sorgen 800 m² Photovoltaik-Module für eine komplette Eigenstromversorgung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (erwartete Stromproduktion: 120 000 KWh/Jahr). Allein für die Unterkonstruktion der Glasfassade wurden 90 Tonnen Stahl verbaut. Dazu wurde eine Sprinkleranlage mit Löschwasserbehälter, Inhalt 150 m³, nach dem neuesten Stand der Technik als wichtige Verbesserung im Brandschutz errichtet, die einerseits der Sicherheit der Besucher dient und andererseits auch der Feuerwehr [[Heiligenblut am Großglockner]] als "eiserne Wasserreserve" zur Verfügung steht. |
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| − | Die Arbeiten und Aufträge führten 15 heimische Unternehmen (Bauaufsicht von GROHAG-Prok. [[Thomas Noel]] mit Arch. Egbert Laggner aus Sachsenburg, Kärnten) aus den Regionen der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] durch. Von der Durchführungsentscheidung bis zur Umsetzung vergingen aufgrund der Behördenverfahren (Naturschutzrechtliche Bewilligung, Naturschutzbeirat, Bewilligung nach § 5 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz, Ortsbildpflegekommission, Baurechtliche Bewilligung inkl. Brandschutzkonzept und Gutachten des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes sowie begleitenden Maßnahmen, wie Brutkästen für die [[Alpendohle]], Mehlschwalbe und Hausrotschwanz) drei Jahre und es konnte dadurch eine breite Unterstützung und Akzeptanz aller Beteiligten erzielt werden. | + | Die Arbeiten und Aufträge führten 15 heimische Unternehmen (Bauaufsicht von GROHAG-Prok. [[Thomas Noel]] mit Arch. Egbert Laggner aus Sachsenburg, Kärnten) aus den Regionen der [[Hohen Tauern]] durch. Von der Durchführungsentscheidung bis zur Umsetzung vergingen aufgrund der Behördenverfahren (Naturschutzrechtliche Bewilligung, Naturschutzbeirat, Bewilligung nach § 5 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz, Ortsbildpflegekommission, Baurechtliche Bewilligung inkl. Brandschutzkonzept und Gutachten des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes sowie begleitenden Maßnahmen, wie Brutkästen für die [[Alpendohle]], Mehlschwalbe und Hausrotschwanz) drei Jahre und es konnte dadurch eine breite Unterstützung und Akzeptanz aller Beteiligten erzielt werden. |
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| | == Bilder == | | == Bilder == |
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| − | == Bilderweblinks ==
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| − | * [https://peterkrackowizer.zenfolio.com/p157196555 peterkrackowizer.zenfolio.com], Bilder vom Bau des Parkhauses aus den den Jahren 1961 und 1962
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| − | * [https://peterkrackowizer.zenfolio.com/p488318619 peterkrackowizer.zenfolio.com], Bilder von der Eröffnung des Parkhauses 1963
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * Buch [[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]] | | * Buch [[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]] |
| | * [[Franz Wallack|Wallack, Franz]]: ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues'', zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien | | * [[Franz Wallack|Wallack, Franz]]: ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues'', zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien |
| | + | * [[Peter Krackowizer|Krackowizer, Peter]]: "[[Glockner-Splitter. Geschichten rund um die Großglockner Hochalpenstraße.]], 2024 |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |
| | <references/> | | <references/> |
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