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Am [[15. Juli]] [[1924]] bezwangen die beiden Alpinisten [[Friedrich Rigele (Alpinist)|Fritz Rigele]] und [[Wilhelm Welzenbach]] die bis dahin aus unbesteigbar geltende Nordwestwand. Welzenbach verwendete dafür eigens geschmiedete "Eisnägel" - aus denen sich im Laufe der Zeit die Eisschrauben entwickelten.
 
Am [[15. Juli]] [[1924]] bezwangen die beiden Alpinisten [[Friedrich Rigele (Alpinist)|Fritz Rigele]] und [[Wilhelm Welzenbach]] die bis dahin aus unbesteigbar geltende Nordwestwand. Welzenbach verwendete dafür eigens geschmiedete "Eisnägel" - aus denen sich im Laufe der Zeit die Eisschrauben entwickelten.
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Am  [[16. Mai]] [[1932]] stürzte bei der Begehung der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns der Deutsche [[Toni Schmid]] tödlich ab. Es war ein Pfingstsonntag und Schmid war mit Ernst Krebs unterwegs gewesen, der schwer verletzt überlebte. In der Nähe weilende Touristen, einer der beiden war Arzt, wurden Zeugen des Unglücks. Ihnen gelang es gegen Mittag in 2&nbsp;800 Meter Höhe an die Abgestürzten heranzukommen. Schmid war bereits tot. Nach erster Hilfeleistung für den schwerverletzten Krebs holten die beiden Helfer vom [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] oberhalb des [[Mooserboden]]s Decken, ein Zelt und sämtliche notwendigen Ausrüstungsgegenstände, um Krebs, so gut es ging, zu versorgen und vor dem Erfrieren zu schützen. Am 17. Mai stieg aus [[Kaprun]] eine zehnköpfige Rettungsmannschaft auf und holten Krebs.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=abd&datum=19320517&seite=3&zoom=33&query=%22Toni%2Bschmid%22&ref=anno-search ANNO], Der Abend, Ausgabe vom 17. Mai 1932, Seite 3</ref>
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Am  [[16. Mai]] [[1932]] stürzte bei der Begehung der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns der Deutsche [[Toni Schmid]] tödlich ab. Es war ein Pfingstsonntag und Schmid war mit Ernst Krebs unterwegs gewesen, der schwer verletzt überlebte. In der Nähe weilende Touristen, einer der beiden war Arzt, wurden Zeugen des Unglücks. Ihnen gelang es gegen Mittag in 2&nbsp;800 Meter Höhe an die Abgestürzten heranzukommen. Schmid war bereits tot. Nach erster Hilfeleistung für den schwerverletzten Krebs holten die beiden Helfer vom [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] oberhalb des [[Mooserboden]]s Decken, ein Zelt und sämtliche notwendigen Ausrüstungsgegenstände, um Krebs, so gut es ging, zu versorgen und vor dem Erfrieren zu schützen. Am 17. Mai stieg aus [[Kaprun]] eine zehnköpfige Rettungsmannschaft auf und holte Krebs.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=abd&datum=19320517&seite=3&zoom=33&query=%22Toni%2Bschmid%22&ref=anno-search ANNO], Der Abend, Ausgabe vom 17. Mai 1932, Seite 3</ref>
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Unter dem Titel "Todesmarsch zum Wiesbachhorn" berichteten die "[[Salzburger Nachrichten]]" am Freitag, den [[31. August]] [[1957]] von einer Bergtragödie, bei der fünf, Lehrer und Schüler, den Tod fanden. Eine aus zwei Erziehern und sechs Schülern bestehende Gruppe aus [[Wien]] wurde am Mittwoch, [[29. August]] auf dem Weg von der [[Oberwalderhütte]] auf das [[Kaindlgrat]] von einem Wettersturz überrascht. Erst in den frühen Morgenstunden des Donnerstags, [[30. August]], traf die Alarmmeldung ein, dass diese Gruppe im Schneesturm jede Orientierung verloren, bei der [[Gendarmerie]] in [[Zell am See]] ein. Überbringer waren Bergsteiger, die einige Zeit mit den Wiener gemeinsam gegangen waren, aber im Schneesturm von ihnen getrennt wurden. Von den absteigenden Bergsteigern musste einer beim Abstieg zurückgelassen werden, wurde aber kurz nach der Alarmierung verletzt und erschöpft geborgen. Ein Pilot der aufgestiegenen Suchflugzeuge machte dann am Donnerstag Vormittag die Wiener in einem nur 200 m oberhalb der [[Heinrich-Hackel-Hütte]] aufgeschlagenes [[Biwak]] aus. Kurz darauf gelang es den Alpingendarmen und der Bergrettung, die Verbindung zu dem Biwak herzustellen. Zwei Schüler wurden noch mittags lebend geborgen, einer der Erzieher starb während des Abtransports an seinen schweren Verletzungen. Nur mehr tot wurden im Biwak zwei weitere Schüler und der andere Erzieher gefunden. In den Abendstunden gelang schließlich noch trotz des Schneesturms die Bergung eines weiteren Schülers. Ein Schüler wurde noch vermisst und dürfte auch den Tod gefunden haben.  
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Unter dem Titel "Todesmarsch zum Wiesbachhorn" berichteten die "[[Salzburger Nachrichten]]" am Freitag, den [[31. August]] [[1957]] von einer Bergtragödie, bei der fünf, Lehrer und Schüler, den Tod fanden. Eine aus zwei Erziehern und sechs Schülern bestehende Gruppe aus [[Wien]] wurde am Mittwoch, [[29. August]] auf dem Weg von der [[Oberwalderhütte]] auf das [[Kaindlgrat]] von einem Wettersturz überrascht. Erst in den frühen Morgenstunden des Donnerstags, des [[30. August]], traf die Alarmmeldung, dass diese Gruppe im Schneesturm jede Orientierung verloren hatte, bei der [[Gendarmerie]] in [[Zell am See]] ein. Überbringer waren Bergsteiger, die einige Zeit mit den Wienern gemeinsam gegangen, aber im Schneesturm von ihnen getrennt worden waren. Von den absteigenden Bergsteigern musste einer beim Abstieg zurückgelassen werden, wurde aber kurz nach der Alarmierung verletzt und erschöpft geborgen. Ein Pilot der aufgestiegenen Suchflugzeuge machte dann am Donnerstag Vormittag die Wiener in einem nur 200 m oberhalb der [[Heinrich-Hackel-Hütte]] aufgeschlagenen [[Biwak]] aus. Kurz darauf gelang es den Alpingendarmen und der Bergrettung, die Verbindung zu dem Biwak herzustellen. Zwei Schüler wurden noch mittags lebend geborgen, einer der Erzieher starb während des Abtransports an seinen schweren Verletzungen. Nur mehr tot wurden im Biwak zwei weitere Schüler und der andere Erzieher gefunden. In den Abendstunden gelang schließlich noch trotz des Schneesturms die Bergung eines weiteren Schülers. Ein Schüler wurde noch vermisst und dürfte auch den Tod gefunden haben.  
    
Die beiden Erzieher waren bergerfahrene und verantwortungsbewusste Männer. Alle Vorkehrungen für die Bergtour waren tadellos und auch an der Ausrüstung war nichts auszusetzen gewesen. Bis Mittwoch Mittag war die Tour für die beiden Lehrer und die sechs Burschen ein Erlebnis, wie sie es sich erträumt hatten. Dann brach buchstäblich wie der Blitz aus heiterem Himmel ein verheerender Schneesturm los. Wie oben geschildert, trafen sie eine zweite Gruppe, die sie im Schneetreiben aber aus den Augen verloren. Die letzte Verbindung mit den Wienern bestand am Mittwoch um 18 Uhr. Rufe vom [[Kaindlgrat]] hallten in den Schneesturm.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=aJuln2k1na%2FxTzl2nZc1YaKovHDqW77gvbjdhcxIbaEaHO01Z2s%2BgZ7YTtOag4ZklrzX8LJHv6GpW8oOqxW0fCuwXnFf4wPH970ATLaYd7v7iqerTA4p%2FgR94Mk0GCRy&id1=19570830_01&q=Wiesbachhorn#sn-archiv-1 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 30. August 1957, Titelseite</ref>
 
Die beiden Erzieher waren bergerfahrene und verantwortungsbewusste Männer. Alle Vorkehrungen für die Bergtour waren tadellos und auch an der Ausrüstung war nichts auszusetzen gewesen. Bis Mittwoch Mittag war die Tour für die beiden Lehrer und die sechs Burschen ein Erlebnis, wie sie es sich erträumt hatten. Dann brach buchstäblich wie der Blitz aus heiterem Himmel ein verheerender Schneesturm los. Wie oben geschildert, trafen sie eine zweite Gruppe, die sie im Schneetreiben aber aus den Augen verloren. Die letzte Verbindung mit den Wienern bestand am Mittwoch um 18 Uhr. Rufe vom [[Kaindlgrat]] hallten in den Schneesturm.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=aJuln2k1na%2FxTzl2nZc1YaKovHDqW77gvbjdhcxIbaEaHO01Z2s%2BgZ7YTtOag4ZklrzX8LJHv6GpW8oOqxW0fCuwXnFf4wPH970ATLaYd7v7iqerTA4p%2FgR94Mk0GCRy&id1=19570830_01&q=Wiesbachhorn#sn-archiv-1 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 30. August 1957, Titelseite</ref>
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Seit Sonntag, [[16. August]] [[1959]] waren sieben junge Männer und zwei Mädchen im Bereich des Großen Wiesbachhorns als vermisst gemeldet, berichten die "[[Salzburger Nachrichten]]" in ihrer Ausgabe vom [[18. August]]. Fünf junge Männer und zwei Mädchen waren um fünf Uhr in der Früh von der [[Heinrich-Hackel-Hütte]] aufgebrochen. Ein Teil wollte auf den [[Bratschenköpfe|Bratschenkopf]] und das [[Hochgruberkees]]. Die zweite Gruppe wollte zur [[Mainzer Hütte]]. Am Nachmittag machten sich ein Träger aus der Hackel-Hütte und dessen Freund auf die Suche nach der Gruppe, getrieben vom Gefühl, dass etwas passiert sei. Als bis 19 Uhr weder die Gruppe von der Früh noch die beiden Suchenden vom Nachmittag zurückgekehrt waren, wurde die Bergrettung verständigt. Die versuchte Suchaktion am Montag, [[17. August]], stellte sich als lebensgefährlich angesichts der Schneestürme, dichtem Nebel und Windstärken um 9 dar und musste am Montag, [[17. August]] eingestellt werden.<ref>{{Quelle SN|18. August 1959, Seite 5}}</ref> Am Dienstag, [[18. August]], konnten zunächst der Träger und sein Freund lebend in einer Hirtenhütte unterhalb der Mainzer Hütte erschöpft und mit schweren Erfrierungen geborgen werden, einen Bergsteiger konnten die Suchmannschaften auf dem [[Kaindlgrat]] lebend bergen.<ref>{{Quelle SN|19. August 1959, Titelseite}}</ref> Am 18. August wurden dann auch noch die weiteren sechs Vermisste auf dem Hochgruberkees nur mehr tot geborgen.<ref>{{Quelle SN|20. August 1959, Seite 7}}</ref> Laut dem Träger, der die Bergsteiger noch am Sonntagnachmittag gefunden hatte, hätten alle jungen Leute überleben können, wären sie seinem Rat gefolgt und im Biwak geblieben. Dieses hatten die jungen Leute verlassen und so den Tod gefunden.
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Seit Sonntag, dem [[16. August]] [[1959]], waren sieben junge Männer und zwei Mädchen im Bereich des Großen Wiesbachhorns als vermisst gemeldet, berichten die "[[Salzburger Nachrichten]]" in ihrer Ausgabe vom [[18. August]]. Fünf junge Männer und zwei Mädchen waren um fünf Uhr in der Früh von der [[Heinrich-Hackel-Hütte]] aufgebrochen. Ein Teil wollte auf den [[Bratschenköpfe|Bratschenkopf]] und das [[Hochgruberkees]]. Die zweite Gruppe wollte zur [[Mainzer Hütte]]. Am Nachmittag machten sich ein Träger aus der Hackel-Hütte und dessen Freund auf die Suche nach der Gruppe, getrieben vom Gefühl, dass etwas passiert sei. Als bis 19 Uhr weder die Gruppe von der Früh noch die beiden Suchenden vom Nachmittag zurückgekehrt waren, wurde die Bergrettung verständigt. Die versuchte Suchaktion am Montag, [[17. August]], stellte sich als lebensgefährlich angesichts der Schneestürme, dichten Nebels und Windstärken um 9 dar und musste am Montag, [[17. August]] eingestellt werden.<ref>{{Quelle SN|18. August 1959, Seite 5}}</ref> Am Dienstag, [[18. August]], konnten zunächst der Träger und sein Freund in einer Hirtenhütte unterhalb der Mainzer Hütte erschöpft und mit schweren Erfrierungen geborgen werden, einen Bergsteiger konnten die Suchmannschaften auf dem [[Kaindlgrat]] lebend bergen.<ref>{{Quelle SN|19. August 1959, Titelseite}}</ref> Am 18. August wurden dann auch noch die weiteren sechs Vermissten auf dem Hochgruberkees nur mehr tot geborgen.<ref>{{Quelle SN|20. August 1959, Seite 7}}</ref> Laut dem Träger, der die Bergsteiger noch am Sonntagnachmittag gefunden hatte, hätten alle jungen Leute überleben können, wären sie seinem Rat gefolgt und im Biwak geblieben. Dieses hatten die jungen Leute verlassen und so den Tod gefunden.
    
Der heutige Normalweg führt von den beiden Staumauern des [[Stausee Mooserboden|Stausees Mooserboden]] über den Haushofer-Weg (Nr. 718) zum [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] und über die Fochetzköpfe am [[Kaindlgrat]] (Firn und/oder Fels bis Schwierigkeit Alpinskala 1) zum Gipfel.
 
Der heutige Normalweg führt von den beiden Staumauern des [[Stausee Mooserboden|Stausees Mooserboden]] über den Haushofer-Weg (Nr. 718) zum [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] und über die Fochetzköpfe am [[Kaindlgrat]] (Firn und/oder Fels bis Schwierigkeit Alpinskala 1) zum Gipfel.
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[[2016]] bildete der Gipfel den Fokus einer Ausstellung [[Die höchsten Salzburger]] entlang der [[Großglockner Hochalpenstraße]].
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[[2016]] bildete der Gipfel den Fokus einer Ausstellung "[[Die höchsten Salzburger]]" entlang der [[Großglockner Hochalpenstraße]].
    
==Berghütte==
 
==Berghütte==