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Erzbischof Guidobald also, plante vor die Klostermauer einen schmalen Trakt und vor Abtzelle und Refektorium einen Latrinenturm zu bauen. Abt [[Amand Pachler]], der zur Zeit Guidobalds Vorstand im Kloster war, konnte dies durch drei Zugeständnisse verhindern: Er ließ sich einen schmalen Streifen an der Südseite des heutigen Domplatzes, eben etwa jenen, den heute der ''Lange Gang'' ausmacht, vom Erzbischof schenken und musste sich zweitens verpflichten, auf Stiftskosten dort eine Fassade zu errichten, die gleich jener am Domplatz von der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] war. Der letzte Punkt der Zugeständnisse betraf das Vorgehrecht bei öffentlichen Prozessionen, auf das nun das Stift verzichtete.
 
Erzbischof Guidobald also, plante vor die Klostermauer einen schmalen Trakt und vor Abtzelle und Refektorium einen Latrinenturm zu bauen. Abt [[Amand Pachler]], der zur Zeit Guidobalds Vorstand im Kloster war, konnte dies durch drei Zugeständnisse verhindern: Er ließ sich einen schmalen Streifen an der Südseite des heutigen Domplatzes, eben etwa jenen, den heute der ''Lange Gang'' ausmacht, vom Erzbischof schenken und musste sich zweitens verpflichten, auf Stiftskosten dort eine Fassade zu errichten, die gleich jener am Domplatz von der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] war. Der letzte Punkt der Zugeständnisse betraf das Vorgehrecht bei öffentlichen Prozessionen, auf das nun das Stift verzichtete.
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So wurde die neue Fassade hochgezogen, in der einige neue Zellen unterbracht wurden und das Refektorium vergrößert werden konnte. Der dabei ebenfalls entstandene ''Lange Gang'' blieb aber im Eigentum der Fürsterzbischöfe. Beide betrachteten den ''Langen Gang'' als jeweils Zone des anderen: die Erzbischöfe nannten ihn ''Galerie gegen St. Peter", das Erzstift "Galerie bey Hof". Erst [[1803]] schenkte [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] [[Ferdinand III.]] den Mönchen auch diesen letzten Teil in ihrem eigenen Gebäude. Dann brachten die Mönche darin ihre Mineraliensammlung unter.  
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So wurde die neue Fassade hochgezogen, in der einige neue Zellen unterbracht wurden und das Refektorium vergrößert werden konnte. Der dabei ebenfalls entstandene ''Lange Gang'' blieb aber im Eigentum der Fürsterzbischöfe. Beide betrachteten den ''Langen Gang'' als jeweils Zone des anderen: die Erzbischöfe nannten ihn ''Galerie gegen St. Peter", das Erzstift "Galerie bey Hof". Erst [[1803]] schenkte [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] [[Ferdinand III. von Toskana]] den Mönchen auch diesen letzten Teil in ihrem eigenen Gebäude. Dann brachten die Mönche darin ihre Mineraliensammlung unter.  
    
Jetzt, 200 Jahre nach dieser Schenkung, kehrte wieder eine Gemäldesammlung in diesen ''Langen Gang''' zurück. Hingen zu Zeiten der Erzbischöfe darin etwa 70 Gemälde, so sind es heute nur 17.  
 
Jetzt, 200 Jahre nach dieser Schenkung, kehrte wieder eine Gemäldesammlung in diesen ''Langen Gang''' zurück. Hingen zu Zeiten der Erzbischöfe darin etwa 70 Gemälde, so sind es heute nur 17.