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| − | Der '''{{PAGENAME}}''', der '''fürsterzbischöfliche''' Hof, war die äußere Struktur und Gesellschaft, die sich um den [[Fürsterzbischof]] gebildet hatte.
| + | Unter dem '''Salzburger Fürstenhof''', also dem '''fürsterzbischöflichen''' Hof des Landesherrn war einerseits die [[Residenz]] (der repräsentative Wohnsitz des jeweiligen Fürsten) zu verstehen, anderseits das feudale Verwaltungssystem des Fürsten und seiner zugehörigen Berater, mit deren Hilfe der [[Fürsterzbischof]] sein Land regierte. Zum repräsentativen Hofstaat gehörten aber auch Handwerker und Künstler. |
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| | == Allgemeines == | | == Allgemeines == |
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| | Zur Versorgung dieses durchaus mehr als eintausend Personen umfassenden Hofes waren auch zahlreiche Einrichtungen entstanden. So beispielsweise die [[Salzburger Hoffischerei|Hoffischerei]], die [[Salzburger Hofbäckerei|Hofbäckerei]] oder die [[Alte fürsterzbischöfliche Hofapotheke]]. | | Zur Versorgung dieses durchaus mehr als eintausend Personen umfassenden Hofes waren auch zahlreiche Einrichtungen entstanden. So beispielsweise die [[Salzburger Hoffischerei|Hoffischerei]], die [[Salzburger Hofbäckerei|Hofbäckerei]] oder die [[Alte fürsterzbischöfliche Hofapotheke]]. |
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| − | Für Weiterbildung und Kunst standen z. B. die [[Salzburger Hofbibliothek]] dem Fürsterzbischof und hohen Beamten zur Verfügung. Die [[Salzburger Hofmusik]] erreichte bis zur Auflösung des Hofstaates [[1807]] zeitweise europäisches Spitzenniveau. | + | Für Weiterbildung und Kunst standen z. B. die [[Salzburger Hofbibliothek]] dem Fürsterzbischof und hohen Beamten zur Verfügung. Die [[Salzburger Hofmusik]] erreichte bis zur Auflösung des Hofstaates [[1807]] zeitweise weit über Salzburg hinaus mitteleuropaweit Bedeutung. |
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| − | Ging ein Erzbischof auf Reisen, so folgte ihm der Hofstaat, was natürlich auch das Reisen teuer werden ließ. | + | Ging ein Erzbischof auf Reisen, so folgte ihm ein guter Teil des Hofstaates, was natürlich auch das Reisen teuer werden ließ. |
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| | Die Kosten für die Hofhaltung wurden zum größten Teil vom Generaleinnehmer-Hofzahlamt bestritten, das der [[Hofkammer]] angegliedert war. Aus der Privatschatulle eines Fürsterzbischofs, dem sogenannten ''Kammergut'', bezahlte er besonderen Lebensführungswünsche. Kammergut war das persönliche Vermögen eines Fürsterzbischofs. | | Die Kosten für die Hofhaltung wurden zum größten Teil vom Generaleinnehmer-Hofzahlamt bestritten, das der [[Hofkammer]] angegliedert war. Aus der Privatschatulle eines Fürsterzbischofs, dem sogenannten ''Kammergut'', bezahlte er besonderen Lebensführungswünsche. Kammergut war das persönliche Vermögen eines Fürsterzbischofs. |
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| | * der [[Obersthofmarschall]], | | * der [[Obersthofmarschall]], |
| | * der [[Oberststallmeister]], | | * der [[Oberststallmeister]], |
| − | * der [[Oberstjägermeister]] und | + | * der Oberstjägermeister und |
| | * der [[Leibgarde]]<nowiki>kommandant</nowiki>. | | * der [[Leibgarde]]<nowiki>kommandant</nowiki>. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * [[Friederike Zaisberger]]: ''[[Geschichte Salzburgs]]'', der innenpolitische Aufbau: der Landesfürst, Seite 117 | | * [[Friederike Zaisberger]]: ''[[Geschichte Salzburgs]]'', der innenpolitische Aufbau: der Landesfürst, Seite 117 |
| − | * Salzburgwiki-Beiträge | + | * SALZBURGWIKI-Beiträge |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |