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Der '''Kampf auf der Schlaberstatt''' war ein legendärer Raufhändel zwischen Pinzgauern und Tirolern.
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Der '''Kampf auf der Schlaberstatt''' war ein legendärer Raufhändel zwischen [[Pinzgau]]ern und [[Tirol]]ern.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Raufereien zwischen Pinzgauern und Jochbergern an der Grenze zwischen dem Tiroler Achental und dem [[Glemmer Vogelalpgraben]] waren im [[16. Jahrhundert|16.]]  und [[17. Jahrhundert]] eigentlich normal.  
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Raufereien zwischen Pinzgauern und Jochbergern an der Grenze zwischen dem Tiroler Achental und dem [[Glemmer Vogelalpgraben]] waren im [[16. Jahrhundert|16.]]  und [[17. Jahrhundert]] eigentlich normal. Noch lebende Zeitzeugen berichten davon, dass es noch bis ins [[20. Jahrhundert]] zu Schlägereien nach Wallfahrten oder Kirchtagen gekommen war. Was sich aber am [[22. August]] [[1706]] auf der Schlaberstatt abgespielt hatte, war aber wohl einmalig.
 
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Noch lebende Zeitzeugen berichten davon, dass es noch bis ins [[20. Jahrhundert]] zu Schlägereien nach Wallfahrten oder Kirchtagen gekommen war.  
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Was sich aber am [[22. August]] [[1706]] auf der Schlaberstatt abgespielt hatte, war aber wohl einmalig.
      
=== Die Schlaberstatt ===
 
=== Die Schlaberstatt ===
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Seit Jahrzehnten trafen sich im Spätsommer die Almleute beider Täler auf der Schlaberstatt zu einem ''Frey-Tanz'', auch ''Hüata-Tanz'' genannt. Dieser Tanztreff wurde immer beliebter und so verwundert es nicht, dass auch am 22. August 1706 sich rund 300 Pinzgauer, meist Bauernsöhne und Knechte, überwiegend junge Menschen, trafen. Man feierte ausgiebig, wohl auch mit Schnaps, als es zu Auseinandersetzungen zwischen ''lödigen'' Tiroler Bauernknechten aus Jochberg und Pinzgauern kam.
 
Seit Jahrzehnten trafen sich im Spätsommer die Almleute beider Täler auf der Schlaberstatt zu einem ''Frey-Tanz'', auch ''Hüata-Tanz'' genannt. Dieser Tanztreff wurde immer beliebter und so verwundert es nicht, dass auch am 22. August 1706 sich rund 300 Pinzgauer, meist Bauernsöhne und Knechte, überwiegend junge Menschen, trafen. Man feierte ausgiebig, wohl auch mit Schnaps, als es zu Auseinandersetzungen zwischen ''lödigen'' Tiroler Bauernknechten aus Jochberg und Pinzgauern kam.
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Den polizeilichen Niederschriften nach sollen dabei 22 Jochberger dermaßen "''tractiert worden seyn, dass an ihr Aufkommen noch für Stundt gezweyfelt werden muss''". Es war wohl die Übermacht der Pinzgauer mit "''gewöhr, pistollen, Knittlen und Denglstöckhen''", die die Jochberger so furchtbar zugerichtet hatte.  
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Den polizeilichen Niederschriften nach sollen dabei 22 Jochberger dermaßen "tractiert worden seyn, dass an ihr Aufkommen noch für Stundt gezweyfelt werden muss". Es war wohl die Übermacht der Pinzgauer mit "gewöhr, pistollen, Knittlen und Denglstöckhen", die die Jochberger so furchtbar zugerichtet hatte.  
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Was diesem "Gemetzel" folgte, war ein jahrelanger Streit vor Gericht. Letztendlich wurden 108 Mann aus dem [[Pfleggericht Mittersill]] mit einer Geldstrafe von insgesamt 191 Gulden belegt (wobei der Jahresverdienst mancher Knechte wohl kaum mehr als ein paar Gulden betragen hatte). Kerkerhaft erhielten die Anführer vom [[Mittersill]]er und [[Stuhlfelden|Stuhlfeldener]] Sonnberg, der Harlandbauer und der Mayersbergbauer.
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Was diesem "Gemetzel" folgte, war ein jahrelanger Streit vor Gericht. Letztendlich wurden 108 Mann aus dem [[Pfleggericht Mittersill]] mit einer Geldstrafe von insgesamt 191 Gulden belegt (wobei der Jahresverdienst mancher Knechte wohl kaum mehr als ein paar Gulden betragen hatte). Kerkerhaft erhielten die Anführer vom [[Mittersill]]er und [[Stuhlfelden]]er Sonnberg, der Harlandbauer und der Mayersbergbauer.
    
=== Der Grund der Auseinandersetzung ===
 
=== Der Grund der Auseinandersetzung ===
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Eine große Auseinandersetzung wird bereits aus dem Jahr [[1676]] berichtet. Damals blieben die Jochberger klare Sieger. Der Jochberger Schmied und zwei Bauernknechte galten damals als die unbesiegbaren, starken Männer weitum. In Stuhlfelden kam es sogar vor, dass die Jochberger die Kirchgänger nach der Messe verdroschen. Dabei kamen auch unschuldige Beamte und Schreiber des [[Pfleggericht]]s zum Handkuss, was als besonders schändlich von den Pinzgauern empfunden wurde.
 
Eine große Auseinandersetzung wird bereits aus dem Jahr [[1676]] berichtet. Damals blieben die Jochberger klare Sieger. Der Jochberger Schmied und zwei Bauernknechte galten damals als die unbesiegbaren, starken Männer weitum. In Stuhlfelden kam es sogar vor, dass die Jochberger die Kirchgänger nach der Messe verdroschen. Dabei kamen auch unschuldige Beamte und Schreiber des [[Pfleggericht]]s zum Handkuss, was als besonders schändlich von den Pinzgauern empfunden wurde.
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== Quelle ==
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== Weblink ==
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* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/12.4983,47.3441/zoom/14.6/basis/karte/compare/karte AMap], aktualisierter Datenlink 22. August 2024
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== Quellen ==
 
*{{Quelle PiN|10. Oktober 2013, ein Beitrag von Hannes Wartbichler}}
 
*{{Quelle PiN|10. Oktober 2013, ein Beitrag von Hannes Wartbichler}}
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{{Quelle AMap}}
    
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Pinzgau]]
 
[[Kategorie:Pinzgau]]
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[[Kategorie:Saalbach-Hinterglemm]]
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[[Kategorie:Tirol]]
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[[Kategorie:Bezirk Kitzbühel]]