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| | ===Reinigungsprobleme=== | | ===Reinigungsprobleme=== |
| − | Die 14 Fiakergespanne (Stand Dezember 2011) hinterlassen in der Salzburger Altstadt Mist, Urin und durch Hufeisen verursachte Schrammen an der Fahrbahn. Nachdem die im Mai 2011 vorgestellt Reinigungsmaschine ist wegen zu hoher Kosten nicht angeschafft wird, gab es im Winter 2011/12 und Frühjahr 2012 eine Testphase mit einem adaptierten Modell der umstrittenen „Pferdewindeln“ und ein mit Kautschuk ummanteltes Hufeisen zur Schonung des Asphaltes. | + | Die 14 Fiakergespanne (Stand Dezember 2011) hinterlassen in der Salzburger Altstadt Mist, Urin und durch Hufeisen verursachte Schrammen an der Fahrbahn. Nachdem die im Mai 2011 vorgestellt Reinigungsmaschine ist wegen zu hoher Kosten nicht angeschafft wird, gab es im Winter 2011/2012 und Frühjahr 2012 eine Testphase mit einem adaptierten Modell der umstrittenen „Pferdewindeln“ und ein mit Kautschuk ummanteltes Hufeisen zur Schonung des Asphaltes. |
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| | Die Kosten für die Reinigungsmaschine, des „Multicars“, hätte laut Fiakerobmann Franz Winter an die 150.000 Euro gekostet. Darüber hinaus hätte das Gerät in der [[Münzgasse|Münz]]- und [[Gstättengasse]] zur Reinigung der gesamten Fahrbahn dreimal hin und her fahren müssen. Im Winter wäre das Wasser in der Maschine gefroren, im Sommer wäre sie während der [[Jedermann]]-Aufführung zu viel gewesen sind die Argumente gegen die Maschine seitens der Fiaker. | | Die Kosten für die Reinigungsmaschine, des „Multicars“, hätte laut Fiakerobmann Franz Winter an die 150.000 Euro gekostet. Darüber hinaus hätte das Gerät in der [[Münzgasse|Münz]]- und [[Gstättengasse]] zur Reinigung der gesamten Fahrbahn dreimal hin und her fahren müssen. Im Winter wäre das Wasser in der Maschine gefroren, im Sommer wäre sie während der [[Jedermann]]-Aufführung zu viel gewesen sind die Argumente gegen die Maschine seitens der Fiaker. |
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| | Was die Schäden an der Fahrbahn durch die Hufeisen betrifft, wurden durch den Verzicht auf Stollen schon Fortschritte erzielt. Auf Wunsch der Stadträtin werden die Pferde ab 2012 mit flachen Eisen beschlagen. „Die Lebensdauer der Fahrbahnbeläge wird dadurch erheblich verlängert, die Kosten werden gesenkt“, sagte Schmidt. Ohne Fiakerbelastung halte die Asphaltdecke 15 bis 20 Jahre, mit Fiakerbelastung nur sieben bis zehn Jahre. Durch den Entfall der „Widiastollen“ rechne man mit einer Verkürzung der „Lebensdauer“ um nur mehr zehn bis 20 Prozent, das müsse allerdings erst in der Praxis bewiesen werden, erklärte Schmidt. | | Was die Schäden an der Fahrbahn durch die Hufeisen betrifft, wurden durch den Verzicht auf Stollen schon Fortschritte erzielt. Auf Wunsch der Stadträtin werden die Pferde ab 2012 mit flachen Eisen beschlagen. „Die Lebensdauer der Fahrbahnbeläge wird dadurch erheblich verlängert, die Kosten werden gesenkt“, sagte Schmidt. Ohne Fiakerbelastung halte die Asphaltdecke 15 bis 20 Jahre, mit Fiakerbelastung nur sieben bis zehn Jahre. Durch den Entfall der „Widiastollen“ rechne man mit einer Verkürzung der „Lebensdauer“ um nur mehr zehn bis 20 Prozent, das müsse allerdings erst in der Praxis bewiesen werden, erklärte Schmidt. |
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| − | Nun soll ein spezielles Hufeisen der schwedischen Firma „Öllof“, das neu auf dem Markt gekommen ist, eine weitere Verbesserung bringen. Auf dem Pferdefest „[[Amadeus Horse Indoors]]“ Anfang Dezember 2011 in Salzburg nahmen die Fiaker Kontakt mit dem Unternehmen auf. In den nächsten Tagen wird ein Paket in Salzburg eintreffen. Inhalt: Hufeisen, dessen Stahlkerne mit Kautschuk-Material überzogen sind und die auf dem Asphalt keine Spuren mehr hinterlassen sollen. Der Fiakerobmann hält seine Skepsis aber nicht hinterm Berg: „Die Politik hat keine Ahnung von der Materie Pferd. Die neuen Hufeisen sind orthopädische Beschläge für Reitpferde, die für weiche Böden, aber nicht für den Asphalt ausgelegt sind.“ Dennoch sind die Fiaker bereit, die neuen Beschläge zu testen - auf ihre Lebensdauer und Rutschfestigkeit. Salzburg möchte offenbar Vorreiter sein: Die Stadt Wien blicke mit ihren 100 Fiakern interessiert nach Salzburg, wie dort die Probleme gelöst werden, heißt es aus dem Magistrat Salzburg. | + | Nun soll ein spezielles Hufeisen der schwedischen Firma „Öllof“, das neu auf dem Markt gekommen ist, eine weitere Verbesserung bringen. Auf dem Pferdefest „[[Amadeus Horse Indoors]]“ Anfang Dezember 2011 in Salzburg nahmen die Fiaker Kontakt mit dem Unternehmen auf. In den nächsten Tagen wird ein Paket in Salzburg eintreffen. Inhalt: Hufeisen, dessen Stahlkerne mit Kautschuk-Material überzogen sind und die auf dem Asphalt keine Spuren mehr hinterlassen sollen. Der Fiakerobmann hält seine Skepsis aber nicht hinterm Berg: „Die Politik hat keine Ahnung von der Materie Pferd. Die neuen Hufeisen sind orthopädische Beschläge für Reitpferde, die für weiche Böden, aber nicht für den Asphalt ausgelegt sind.“ Dennoch sind die Fiaker bereit, die neuen Beschläge zu testen - auf ihre Lebensdauer und Rutschfestigkeit. Salzburg möchte offenbar Vorreiter sein: Die Stadt Wien blicke mit ihren 100 Fiakern interessiert nach Salzburg, wie dort die Probleme gelöst werden, heißt es aus dem Magistrat Salzburg. |
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| | ==Weblinks== | | ==Weblinks== |