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Die sehr rufaktive Graugans verfügt über mehr als ein Dutzend verschiedener Lautäußerungen, wobei es individuelle Unterschiede gibt. "Einige Graugänse rufen immer in einer sehr hohen Kopfstimme, während andere eher geräuschhaft knarrende Laute von sich geben. Sie haben jedoch auch laut trompetende Rufe in ihrem Repertoire. Gelegentlich kommt es zu einem duettartigen Rufen zwischen zwei Individuen, wobei die Gänse jeweils im Wechsel rufen."
 
Die sehr rufaktive Graugans verfügt über mehr als ein Dutzend verschiedener Lautäußerungen, wobei es individuelle Unterschiede gibt. "Einige Graugänse rufen immer in einer sehr hohen Kopfstimme, während andere eher geräuschhaft knarrende Laute von sich geben. Sie haben jedoch auch laut trompetende Rufe in ihrem Repertoire. Gelegentlich kommt es zu einem duettartigen Rufen zwischen zwei Individuen, wobei die Gänse jeweils im Wechsel rufen."
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"Während des Zuges ist die Graugans in ganz Europa anzutreffen. Sie brütet in [[Großbritannien]], ganz Fennoskandinavien außer den weit von der Küste entfernten Gebieten sowie in ganz Kontinentaleuropa nordöstlich einer Linie von Dünkirchen bis Patras in [[Griechenland]] mit Schwerpunkt in den [[Niederlande]]n, Norddeutschland, der Südküste der Ostsee sowie in einem Gebiet zwischen Österreich, [[Ungarn]] und [[Tschechien]]. Die Überwinterungsgebiete der Graugans liegen an der Westküste der iberischen Halbinsel, an den Nordküsten von Algerien und Tunesien und an den Küsten der Adria. Große Populationen mit mehreren zehntausend Gänsen rasten regelmäßig im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel auf den brachliegenden Wiesen."
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"Während des Zuges ist die Graugans in ganz Europa anzutreffen. Sie brütet in [[Großbritannien]], ganz Fennoskandinavien außer den weit von der Küste entfernten Gebieten sowie in ganz Kontinentaleuropa nordöstlich einer Linie von Dünkirchen bis Patras in [[Griechenland]] mit Schwerpunkt in den [[Niederlande]]n, Norddeutschland, der Südküste der Ostsee sowie in einem Gebiet zwischen Österreich, [[Ungarn]] und [[Tschechien]]. Die Überwinterungsgebiete der Graugans liegen an der Westküste der iberischen Halbinsel, an den Nordküsten von Algerien und [[Tunesien]] und an den Küsten der Adria. Große Populationen mit mehreren zehntausend Gänsen rasten regelmäßig im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel auf den brachliegenden Wiesen."
    
== Ernährung, Lebensweise und Fortpflanzung ==
 
== Ernährung, Lebensweise und Fortpflanzung ==
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=== Vom Zugvogel zum Standvogel ===
 
=== Vom Zugvogel zum Standvogel ===
Die Graugans ist an sich ein [[Zugvogel]], der üblicherweise im Winter nach Süden zieht. In den letzten Jahrzehnten neigen Graugänse immer häufiger dazu, auch weiter im Norden zu überwintern, besonders in den Niederlanden oder überhaupt in den nicht zu weit nördlich gelegenen Brutgebieten, und werden dadurch zu Standvögeln. Auslöser dieses Trends sind eine intensive Landwirtschaft, die auch im Winterhalbjahr genügend Nahrung bietet, der im Norden geringere Jagddruck sowie möglicherweise auch der Klimawandel. "Bis vor wenigen Jahrzehnten überwinterten noch fast alle Graugänse in den Marismas des Guadalquivirs und in Tunesien um den Ischkeul-See sowie in Westalgerien. Wenn sie auf ihrem Zug sind, bilden sie eine charakteristische V-Formation. Die Wanderungsrouten der Graugans sind nicht genetisch fixiert, sondern werden in den verschiedenen Teilpopulationen tradiert. Neben dem Zug in die Überwinterungsquartiere gibt es einen sogenannten Mauserzug, der nicht brütende Tiere zu bestimmten Mauserplätzen führt. Seit den [[1960er]]-Jahren hat sich das Oostvaardersplassen zum wichtigsten Mauserplatz Europas entwickelt."
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Die Graugans ist an sich ein [[Zugvogel]], der üblicherweise im Winter nach Süden zieht. In den letzten Jahrzehnten neigen Graugänse immer häufiger dazu, auch weiter im Norden zu überwintern, besonders in den Niederlanden oder überhaupt in den nicht zu weit nördlich gelegenen Brutgebieten, und werden dadurch zu Standvögeln. Auslöser dieses Trends sind eine intensive Landwirtschaft, die auch im Winterhalbjahr genügend Nahrung bietet, der im Norden geringere Jagddruck sowie möglicherweise auch der Klimawandel. "Bis vor wenigen Jahrzehnten überwinterten noch fast alle Graugänse in den Marismas des Guadalquivirs und in [[Tunesien]] um den Ischkeul-See sowie in Westalgerien. Wenn sie auf ihrem Zug sind, bilden sie eine charakteristische V-Formation. Die Wanderungsrouten der Graugans sind nicht genetisch fixiert, sondern werden in den verschiedenen Teilpopulationen tradiert. Neben dem Zug in die Überwinterungsquartiere gibt es einen sogenannten Mauserzug, der nicht brütende Tiere zu bestimmten Mauserplätzen führt. Seit den [[1960er]]-Jahren hat sich das Oostvaardersplassen zum wichtigsten Mauserplatz Europas entwickelt."
    
Außerhalb von Paarungs- und Brutzeit leben Graugänse im Kollektiv und formieren sich in großen Schwärmen. Graugänse bilden bereits im Herbst des zweiten Kalenderjahres Paare, brüten aber selten vor dem Erreichen des vierten Kalenderjahres. Graugänse zeichnen sich durch Paartreue aus, nach Verlust des Partners gehen sie jedoch eine neue Partnerschaft ein. Sie brüten in einem sehr lockeren Kolonienverband, bei dem zwischen den einzelnen Brutnestern ein größerer Abstand besteht.
 
Außerhalb von Paarungs- und Brutzeit leben Graugänse im Kollektiv und formieren sich in großen Schwärmen. Graugänse bilden bereits im Herbst des zweiten Kalenderjahres Paare, brüten aber selten vor dem Erreichen des vierten Kalenderjahres. Graugänse zeichnen sich durch Paartreue aus, nach Verlust des Partners gehen sie jedoch eine neue Partnerschaft ein. Sie brüten in einem sehr lockeren Kolonienverband, bei dem zwischen den einzelnen Brutnestern ein größerer Abstand besteht.